Christian David Sonnenbraut

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Inhaltsangabe zu „Sonnenbraut“ von Christian David

Nach dem katastrophalen Ende einer Geiselnahme, in die Major Belonoz verwickelt wird, ist erüberzeugt, dass ihn diese Ermittlungen in die Vergangenheit führen werden - auch in seine eigene. Der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme stattfand, wird ermordet aufgefunden. Er ist das erste einer Reihe von Opfern, die, einer Art grausamem Ritual folgend, getötet werden. Den Opfern werden Zeichen in die Stirn geritzt, es tauchen Foltervideos auf. Anhand winziger Details erkennen die Ermittler, dass all die Verbrechen, die im winterlichen Wien geschehen, zusammenhängen. Und dem cholerischen Belonoz bleibt die erneute Zusammenarbeit mit der smarten Staatsanwältin Lily Horn nichterspart.

Ein guter Krimi, der aber, wie ich finde, nicht mal eben und einfach zu lesen ist.

— winterdream

Ambivalent.

— WolfgangHaupt

Sehr verwirrende Geschichte mit vielen Intrigen und selbstsüchtigen Menschen.

— simoneg

Wieder ein toller Fall mit Major Belonoz und Lily Horn: die "Sonnenbraut" punktet vor allem durch das überraschende Ende!

— TochterAlice

Brillant inszenierter Kriminalroman der Spitzenklasse, intelligent und anspruchsvoll, Spannung garantiert

— Patno

Ein intelligenter Krimi der Spitzenklasse, sprachlich ausgefeilt und strikt logisch.

— fredhel

... spanneender Kriminalroman auf Bestsellerniveau, absolut empfehlendswert

— Engel1974

Hochanspruchsvoller Kriminalroman der nie langweilig wird. Im Gegenteil!

— MrsLinton

Einer der anspruchsvollsten Thriller, den ich in letzten Zeit gelesen habe. Ein literarisch hohes Niveau im Einklang mit einer TOP-Story.

— Nisnis

Ein absolutes Muss für jeden Krimifan. Ein geniales Buch auf höchstem Niveau. An Spannung und Intrigen kaum zu überbieten.

— Biest

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MelanieP

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  • Krimi aus Wien

    Sonnenbraut

    scarlett59

    12. February 2017 um 14:32

    Zum Inhalt:Major Belonoz von der Wiener Mordkommission wird im Rahmen einer Geiselnahme als Vermittler angefordert – direkt vom Geiselnehmer. Die Aktion läuft aus dem Ruder und es gibt Tote. Demzufolge wird das Team um Belonoz mit der Aufklärung betraut. Doch nichts ist wie es zunächst scheint …Meine Meinung:Obwohl es der zweite Band um Staatsanwältin Horn und das Team von Belonoz ist, kann das Buch gelesen werden, ohne dass man Teil 1 kennt. Es werden zwar viele Andeutungen auf die Geschehnisse in „Mädchenauge“ gemacht, diese bleiben jedoch meist „nebulös“ und sind auch nicht für die aktuelle Handlung wichtig. Denn Anbetracht der Tatsache, dass ich den ersten Teil bereits in 2013 gelesen habe, war auch für mich der Inhalt von „Mädchenauge“ nicht mehr präsent.Da der Autor wieder eine sehr komplexe Geschichte erzählt, die zudem noch diverse parallele Handlungsstränge sowie viele immer wieder auftauchende Protagonisten hat, muss man beim Lesen wirklich konzentriert sein. Ich konnte der Story jedoch gut folgen.Die Verquickung von teilweise blutigen Taten, Ermittlungsarbeit der Polizei und Staatsanwaltschaft, politischen Intrigen und österreichischem Flair ist gut gelungen. Auch wurden geschickt verschiedene Fährten ausgelegt, so dass ich bis fast zum Ende keine Ahnung hatte, wie alles zusammenhängt. Das hat dazu geführt, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe!Dennoch habe ich Kritikpunkte:- Der zeitliche Abstand vom ersten Buch zum zweiten ist für mein Dafürhalten zu groß. Um wirklich alle Aspekte der Hintergründe nachvollziehen zu können, hätte ich in den ersten Band zumindest nochmal querlesen müssen.- Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende zwar ansatzweise, aber nicht zufriedenstellend erschlossen.- Auch der Prolog hat mich mehr verwirrt als dass es irgendwann einen „Aha-Effekt“ gegeben hätte.- Schließlich empfand ich die Schlußsequenz als überflüssig.   Daher konnte ich nur 3 Sterne vergeben.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Leserunde zu "Sonnenbraut" von Christian David

    Sonnenbraut

    ChristianDavid

    Die Fortsetzung von Mädchenauge (2013).Lily Horn. Major Belonoz.Sonnenbraut.Das Buch erscheint am 23. Februar 2015. Die Leserunde startet zeitgleich. Nach dem katastrophalen Ende einer Geiselnahme, in die Major Belonoz verwickelt wird, ist er überzeugt, dass ihn diese Ermittlungen in die Vergangenheit führen werden - auch in seine eigene. Der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme stattfand, wird ermordet aufgefunden. Er ist das erste einer Reihe von männlichen Opfern, die, so hat es den Anschein, einer Art grausamem Ritual folgend getötet werden. Den Opfern werden Zeichen in die Stirn geritzt, es tauchen Foltervideos auf. Anhand winziger Details müssen die Ermittler erkennen, dass all die Verbrechen, die im winterlichen Wien geschehen, zusammenhängen. Und dem cholerischen Belonoz bleibt die erneute Zusammenarbeit mit der smarten Staatsanwältin Lily Horn nicht erspart. 20 Exemplare der Sonnenbraut werden verlost. Bewerbt euch. Lest mit. Diskutiert und fragt. Schreibt Rezensionen. Der Autor ist mit an Bord und steht für Fragen oder Kommentare zur Verfügung.Für die Bewerbung: Sagt bitte in zwei bis drei Sätzen, warum ihr gerne Kriminalromane bzw. Thriller lest.

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  • Sonnenbraut

    Sonnenbraut

    Blaustern

    05. February 2016 um 12:06

    In einer psychiatrischen Praxis in Wien dringt ein Mörder ein und nimmt eine Geisel. Der verlangt, nur mit Major Belonoz zu verhandeln, doch letztendlich kann er flüchten und hinterlässt eine Blutlache. Der Serienmörder schlägt hiermit zum ersten Mal zu. Sein Opfer ist ebendieser Psychiater. Brutale Videos finden sich im Internet; die Opfer sind alle markiert. Major Belonoz und seine Crew arbeiten ohne Unterlass zusammen und landen schon recht bald in der Vergangenheit. Außerdem gibt es auch noch aktuelle Untaten, die damit in Verbindung stehen, und Staatsanwältin Lilly Horn schließt sich dem Ermittlerteam mit an. Zusätzlich haben sie auch noch mit politischer Macht und Intrigen zu kämpfen. „Sonnenbraut“ ist bereits der 2. Fall mit dem Ermittlerteam Major Belonoz und der Staatsanwältin Lilly Horn. Das „Mädchenauge“ vorab zu lesen, ist keine Voraussetzung, um diesen Krimi zu verstehen, denn es ist wieder eine eigenständige Handlung. Es ist ein richtiger Wälzer, der viel Zeit in Anspruch nimmt, auch wegen seiner etwas gehobenen Schreibweise, die sehr imponierend ist. Eine Menge Personen kommen hier auf einen zu, so viele Nebendarsteller mit ihren Schauplätzen, die alle immer wieder zugeordnet werden wollen. Dazu braucht man schon ständig die volle Konzentration. Dann die ganzen Verwicklungen, die ständig in Arbeit sind und zum krönenden Abschluss die absolute Überraschung. Die vielen Handlungsstränge werden verstrickt und fast alles gelöst. Ein vielschichtiger dichter Krimi mit uneingeschränkter Spannung.

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  • anspruchsvoller Wienkrimi

    Sonnenbraut

    lisam

    21. June 2015 um 11:27

    Bei Sonnenbraut handelt es sich um den 2. Teil um das Ermittlerteam von Major Belonoz und der Staatsanwältin Lilly Horn. Diesmal bleibt den beiden eine erneute Zusammenarbeit nicht erspart, da in Wien wieder ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Am Beginn steht aber eine blutige Geiselnahme, die auch Major Belonoz mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Erst im Laufe der Ermittlungen werden die Zusammenhänge klarer. Da mir Mädchenauge so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung mit Lilly Horn und Major Belonoz lesen. Um den Krimi wirklich genießen zu können, benötigt man viel Zeit, da er doch sehr dick ist (kleine Schriftart) und der Schreibstil doch anspruchsvoller ist. Manchmal wäre aber weniger mehr gewesen, da es doch ständig irgendwelche Hinweise und neue Verwicklungen gibt. Ich vergebe aber trotzdem 5 Sterne und kann die beiden Bücher vom Autor nur wärmstens empfehlen. Auch diesmal war die Auflösung genial und nicht so leicht  vorhersehbar.

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  • Guter Kriminalroman

    Sonnenbraut

    winterdream

    05. May 2015 um 08:53

    Inhalt: Nach dem katastrophalen Ende einer Geiselnahme, in die Major Belonoz verwickelt wird, ist er überzeugt, dass ihn diese Ermittlungen in die Vergangenheit führen werden - auch in seine eigene. Der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme stattfand, wird ermordet aufgefunden. Er ist das erste einer Reihe von männlichen Opfern, die, so hat es den Anschein, einer Art grausamem Ritual folgend getötet werden. Den Opfern werden Zeichen in die Stirn geritzt, es tauchen Foltervideos auf. Anhand winziger Details müssen die Ermittler erkennen, dass all die Verbrechen, die im winterlichen Wien geschehen, zusammenhängen. Und dem cholerischen Belonoz bleibt die erneute Zusammenarbeit mit der smarten Staatsanwältin Lily Horn nicht erspart.   Cover: Das Cover ist in Ordnung, aber auch nichts Besonderes. Zu einem Kriminalroman passt es aber trotzdem gut.   Mein Fazit: Ein guter Krimi, der aber, wie ich finde, nicht mal eben und einfach zu lesen ist. Die Schreibweise und die Sprache ist doch eher etwas für anspruchsvollere Leser. Der Autor verwendet viele, lange Sätze, bei denen man schon konzentriert lesen muss, um den Inhalt komplett zu erfassen. Die Charaktere finde ich aber gut gewählt und ich konnte mich ganz gut in sie und die Geschichte hineinversetzen. Obwohl ich sagen muss, dass es für meine Begriffe schon bald zu viele Personen in der Geschichte gab und dies doch teilweise etwas unübersichtlich gemacht hat. Jeder dieser Personen ist irgendwie in die Story involviert und alle spinnen irgendwelche Intrigen gegen die anderen. Da musste man schon sehr konzentriert lesen, damit man den Überblick behielt. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Story hineinzukommen, aber das hat sich nach den ersten Seiten dann gelegt und das Buch hat sich zu einem guten und sehr spannenden Krimi entwickelt. Der Autor versteht es, die Spannungskurve immer gleichbleibend zu halten oder noch einen oben drauf zu legen. Bis zum Schluss konnte ich das Ende nicht vorhersehen. Mir hat das Buch ganz gut gefallen und ich vergebe hier gerne 4 von 5 Punkten.

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  • Lässt ein wenig ratlos zurück

    Sonnenbraut

    WolfgangHaupt

    04. May 2015 um 08:54

    Ich habe das Buch schnell gelesen. So weit, so gut. Stilistisch gut, manchmal versucht es, für meine Begriffe, zu literarisch zu sein. Die Treppen erklimmen, etc. ... das ist dann doch etwas too much. Ansonsten funktionieren die Beschreibungen, die Atmosphäre, die Schauplätze. Eine Geschichte, die gut angelegt ist, auch die Figuren sind gut angesetzt. Allerdings verlieren sich eben die Ansätze in der Fülle an handelnden Personen, die beinahe alle gleichwertig handeln. Das hat den Effekt, dass alle ein wenig flach daherkommen, egal sind. Ich hatte Schwierigkeiten, mich für einen Charakter zu entscheiden, am ehesten den Belonoz, Ein harter Hund, keine Frage, der schnell zu einer Randfigur degradiert wird. An seine Stelle tritt die junge, toughe Staatsanwältin Lily Horn, die Belonoz' Team zeigt, wo es lang geht. Verlagsentscheid? Man kann nur mutmaßen. Ich habe so meine Problemchen mit den Sternchen, wo im Vorab schon behauptet wird, wie genial die sind, agiert die Horn doch maximal auf Augenhöhe mit Belonoz. Das handverlesene Team, man möchte meinen das sind Topleute, fällt durch Unterwürfigkeit gegenüber der Frau Doktor Horn auf. Kein Funke Widerstand, nur Ratlosigkeit macht sich in der Truppe breit. Vor allem beim Steffek, der der Frau Doktor ständig infantile Fragen stellt. Grundsätzlich nicht schlecht, es geht darum, dem Leser zu erklären, was gerade passiert.  Das sorgt bei mir nur für Augenverdreher und lässt den Steffek als Trottel zurück. Daraus ergibt sich noch ein Problem: die Dialoge. Oft platt, um eben dieser Funktion gerecht zu werden. Es wird viel wiedergekäut, die Handlung ist zwar komplex, aber nicht so, dass es in dieser Ausprägung nötig wäre.  Bitte nicht falsch verstehen, ich habe es gern gelesen, allerdings wollte ich es auch zweimal an die Wand werfen, wenn mein Blutdruck nicht so niedrig gewesen wäre. Wenn es diese Schwächen (zweites und viertes Fünftel) nicht hätte, wäre es ein Top-Titel. Aber das hat es eben. Da hätte man leicht kürzen können, gleichsam mit den handelnden Personen. Alles in allem bleibt es auch durchwegs logisch, nur eine Sache habe ich nicht kapiert: Da kriegt die Horn die Super-ober-mega-Befugnis vom Oberstaatsanwalt, braucht dringend den Belonoz und beruft ihn nicht als Zeugen oder Ratgeber ein. Verzeihung, das habe ich nicht verstanden, weil es um eine groooße Sache geht, wie am Anfang sehr auffällig betont wird und sie ja sooo gescheit ist.  Noch mal: Trotz aller Meckerei ein gutes Buch, dem der Stift gutgetan hätte. Aber deswegen eben kein Toptitel für mich. Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Weil ich es als Hardcover gekauft habe, eher drei.

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  • Sonnenbraut

    Sonnenbraut

    Solengelen

    02. May 2015 um 09:09

    Zum Inhalt: Nach dem katastrophalen Ende einer Geiselnahme, in die Major Belonoz verwickelt wird, ist er überzeugt, dass ihn diese Ermittlungen in die Vergangenheit führen werden - auch in seine eigene. Der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme stattfand, wird ermordet aufgefunden. Er ist das erste einer Reihe von männlichen Opfern, die, so hat es den Anschein, einer Art grausamem Ritual folgend getötet werden. Den Opfern werden Zeichen in die Stirn geritzt, es tauchen Foltervideos auf. Anhand winziger Details müssen die Ermittler erkennen, dass all die Verbrechen, die im winterlichen Wien geschehen, zusammenhängen. Und dem cholerischen Belonoz bleibt die erneute Zusammenarbeit mit der smarten Staatsanwältin Lily Horn nicht erspart. "Sonnenbraut" ist der zweite Roman von Christian David und es der zweite Fall für Major Belonoz und Lily Horn. Eine Geiselnahmen in einer psychiatrischen Praxis endet mit dem Tod einer Geisel. Auch der Psychiater wird bald tot aufgefunden. Ein nicht alltäglicher Fall, in dem so ziemlich jeder Dreck am Stecken hat. Presse, Politiker, Polizei, Jeder scheint auf irgendeine Art und Weise involviert zu sein. Ein Spiel aus Rache, Hass, Habgier, Macht, Intrigen und Lügen beginnt.  Das hohe Sprachniveau, die vielen Charaktere und Handlungsstränge verlangen vom dem Leser die ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Autor schafft es, einen Spannungsbogen aufzubauen und bis zuletzt aufrecht zu erhalten. Der Leser wird mitgenommen, mitten rein gezogen, wenn er sich darauf einlassen kann. Die polizeiliche Ermittlungsarbeit, die Charaktere, das Umfeld, alles wird so bildhaft dargestellt, dass man es direkt vor Augen hat. Das Kopfkino, aber auch das Gehirn des Lesers müssen Überstunden machen.  Mit "Sonnenbraut" erwartet den Leser kein leichter, seichter Krimi, sondern ein anspruchsvoller Kriminalroman, in dem die Handlung nicht nur spannend, sondern auch glaubhaft dargestellt wird. Die detaillierten Beschreibungen lassen dem Leser so manches Mal die Haare zu Berge stehen, das Blut in den Adern gefrieren. Ich kann dieses Buch Jedem empfehlen, der einen anspruchsvollen, spannenden Krimi sucht und sich auf das Abenteuer einlässt, gefordert zu werden. Der auch mal etwas länger an einem Buch lesen möchte und nichts zum "durchsprinten" sucht. Also liebe Fans der gehobenen Schreibweise, die ihr auch gerne Kriminalromane lest, schaut euch das Buch an, lasst euer Gehirn arbeiten, gebt euren grauen Zellen Nahrung. 

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  • Entführung, Mord, Intrigen und politische Verwicklungen in Wien

    Sonnenbraut

    simoneg

    25. April 2015 um 20:35

    Das Buch hat mich einfach nicht gefesselt. Ständig kamen neue Spieler ins Boot, die alles nur noch verzwickter gemacht habe. Vor allem, dass jeder gegen jeden intrigiert, halte ich für unrealistisch. Auch das Sprechen in Rätseln hat dem Fall nicht gut getan. Gerade in einem Team macht Klartext mehr Sinn. Es sollte wohl die Spannung erhöhen, aber den Effekt hatte es zumindest bei mir nicht. Die Dialoge waren oft flach und auch nicht wirklich gut gemacht. Wenn man mit jemanden spricht, redet man ihn z.B. nicht ständig mit dem Namen an. Von den Protagonisten konnte mich leider auch keiner überzeugen. Da hat jeder einfach zu viel Ego. Ich denke mal, die Grundidee war gut, aber es war einfach von allem zu viel und überzogen.

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  • Ein Thriller auf hohem Niveau - aber nicht mein Geschmack.

    Sonnenbraut

    LiberteToujours

    18. April 2015 um 12:12

    Major Belonoz wird das Opfer einer Intrige, die von höchster Ebene geplant wurde. Vom Dienst suspendiert muss sich sein Team nun allein mit einer Reihe Verbrechen abplagen. Einer Geiselnahme, die offenbar irgendwie in Verbindung mit einer Kindesentführung steht. Dazu kommen noch einige Morde - die Opfer alle männlich, ihr Martyrium auf Video festgehalten. Unterstützung bei den Ermittlungen bekommen sie einzig von der Staatsanwältin Lily Horn, die ein eher schwieriges Verhältnis zu Belonoz hat. Sprachlich ist dieser Thriller wirklich auf einem ganz hohen Niveau - und normalerweise mag ich das. Schachtelsätze, die Bilder im Kopf malen, alles plastisch beschrieben. Aber bei einem Thriller ist mir das Tempo wichtiger. Ich hatte, vor allem am Anfang, das Gefühl, mich durch einen Wust an Worten kämpfen zu müssen, bis ich endlich zur eigentlichen Handlung kam. Im heftigen Gegensatz dazu standen für mich die wörtlichen Reden - das Gestammel war für mich kaum auszuhalten. Ständig abgebrochene Sätze, ständig Wortsuche. Auch wenn es wahrscheinlich authentisch wirken sollte, dass nicht sofort alles flüssig herauskommt, mich hat es im Lesefluss nur noch einmal ausgebremst. Auch die detailliert beschriebenen Politischen Machenschaften waren für mich zunächst leider sehr langweilig. Sicher, für die Story war das wichtig, geradezu unverzichtbar. Ich hätte es mir nur in Kurzversion gewünscht, ist einfach nicht mein Thema.  Ab der Hälfte hatte mich der Fall dann endlich gepackt, ich wollte wissen wie es weiter geht, die Spannung war da. Das Lesen grenzte leider immer noch ein wenig nach Arbeit. An manchen Stellen hätte ich mir ein Personenregister gewünscht, um die einzelnen Handlungsstränge und die Masse an Namen besser ordnen zu können, der Überblick war recht schnell dahin. Das hat mir auch meinen Frieden mit dem Ende genommen - eigentlich gut, für mich aber zu schnell. Das ganze Buch über wurden Fäden neu aufgenommen und miteinander verstrickt, nur um im Finale in gefühlten 20 Seiten aufgelöst zu werden. Meins ist das nicht. Die einzige für mich sympathische, oder auch nur herausstechende Figur, war für mich leider die Staatsanwältin Lily Horn. Der Rest konnte über das komplette Buch leider nicht zu mir vordringen, sie erschienen zweidimensional, flach und wie eine graue Masse. Belonoz, auf den ich mich als charismatischen, schwierigen Ermittler gefreut hatte, war für mich leider eine eher unsympathische Enttäuschung.  Bei diesem Thriller ist es mir ungemein wichtig, zu erwähnen, dass diese Rezension rein subjektiv ist. Ich kann durchaus würdigen, dass David auf einem extrem hohen Niveau schreibt. Er weiß was er tut und dieses Buch ist GUT - es hat nur meinen Geschmack absolut nicht getroffen. 

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  • Für Liebhaber von Überraschungen

    Sonnenbraut

    TochterAlice

    11. April 2015 um 15:48

    Serienmorde statt Wiener Walzer serviert Christian David auch in der "Sonnenbraut", seinem zweiten Fall für Staatsanwältin Lily Horn und Major Belonoz - auch diesmal wieder vom Allerfeinsten. Diesmal ist es allerdings damit nicht getan, Entführung und Politische Intrigen kommen noch dazu - und Major Belonoz gerät mal wieder ins Kreuzfeuer. Wird ihm seine Geradlinigkeit diesmal endgültig zum Verhängnis? Der Wiener Politik ist mehr denn je an einer schnellen, möglichst glatten - heißt: gefälligen - Auflösung des Falles gelegen. Major Belonoz und Staatsanwältin Lily Horn finden diesmal erst auf Umwegen zueinander, wenn man es so nennen kann und natürlich ist es ein rein berufliches Miteinander. Ein Team mit Biss? Durchaus, auch wenn die Interaktionen der beiden aus meiner Sicht durchaus neu definiert und wieder stärker aufeinander bezogen werden könnten. Und die Story? Superspannend und durchaus originell, wenn sich der Autor auch diesmal wieder etwas in Nebenschauplätzen und aus meiner Sicht zu vielen Nebendarstellern verheddert. Trotzdem ist dies ein Krimi mit allem Zipp und Zapp, der es wert ist, gelesen zu werden - vor allem sprachlich und stilistisch ist es eine Freude, denn literarischer Anspruch wird hier großgeschrieben. Meinerseits gibt es also durchaus ein paar Kritikpunkte anzumerken - und trotzdem gibt es ganze fünf Sterne? Jawohl, und zwar wegen des nicht zu übertreffenden raffinierten und vor allem unerwarteten Ends. Um es mit einem Reim zu sagen: Der Schluss ist auch diesmalein Genuss - und offenbar die Visitenkarte des Autors Christian David. Absolut überraschend, originell und auch wenn diesmal nicht alle Erzähstränge nahtlos aufgelöst werden - was ich in der Regel sehr goutiere - ist das gar nicht schlimm. Auch so ist der Krimi ausgesprochen rund.

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  • Krimiunterhaltung vom Feinsten

    Sonnenbraut

    Patno

    08. April 2015 um 20:35

    „Sonnenbraut“ ist das Werk des österreichischen Autors Christian David, erschienen im Februar 2015 bei Deuticke im Paul Zsolnay Verlag. Es ist die Fortsetzung des Romans „Mädchenauge“, stellt aber eine in sich geschlossene Handlung dar. In einer psychiatrischen Praxis kommt es zu einer Geiselnahme, die blutig endet. Der Geiselnehmer flüchtet. Zuvor hatte er mit Major Belonoz verhandelt. Schnell wird klar, dass die Spur in die Vergangenheit führt. Eine Serie bestialischer Männermorde beginnt. Das erste Opfer ist Perko, der Psychiater, in dessen Praxis die Geiselnahme erfolgte. Grausame Foltervideos tauchen im Internet auf. Allen Opfern wurden Zeichen in die Stirn geritzt. Parallel wir ein kleiner Junge entführt. Die kühle Staatsanwältin Lily Horn ermittelt. Irgendwie hängen all diese Verbrechen zusammen. Jetzt gilt es die Puzzleteile zusammenzusetzen. Obwohl scheinbar schwere Diskrepanzen das Verhältnis zwischen Belonoz und Horn belasten, brillieren sie im Team durch ihren unglaublichen Spürsinn, dem sonst keiner folgen kann. Untermalt werden die Ereignisse durch politische Intrigen und Machtgerangel. Der Leser wird in viele kleine Handlungsstränge integriert, die sich schlussendlich zu einer komplexen Story zusammenfügen. Aufmerksames Lesen sorgt für besseres Verständnis. Die Abschnitte und Kapitel sind aus meiner Sicht gut unterteilt und teilweise mit Zeitangaben versehen. Der angenehm flüssige Schreibstil des Autors hat mich gefesselt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zunächst schien mir der „dicke Wälzer“ eine echte Herausforderung zu sein. Doch ich bekam auf ca. 470 Seiten beste Krimiunterhaltung geboten. Starke, authentische Charaktere prägen das Geschehen und lassen die Nebendarsteller blass wirken. Von diesem Autor möchte ich mehr lesen. Daher steht der Vorgängerroman „Mädchenauge“ ganz oben auf meiner Wunschliste. Fazit : „Sonnenbraut“ ist ein komplexer, brillant inszenierter Kriminalroman, der spannender kaum sein könnte. Dieser anspruchsvoller Lesestoff hat mich sehr beeindruckt und verdient meine besondere Leseempfehlung.

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  • Von der Vergangenheit eingeholt

    Sonnenbraut

    fredhel

    31. March 2015 um 17:26

    In Wien findet eine mysteriöse Geiselnahme in einer psychiatrischen Praxis statt. Der Geiselnehmer will ausschließlich mit Major Belonoz verhandeln. Leider endet alles blutig und schnell wird klar, dass Belonoz keinen Rückhalt bei seinen Vorgesetzten findet, dass er vielmehr aus politischen Gründe aus dem Verkehr gezogen wird. Sein Team hält bedingungslos zu ihm und in zäher Kleinarbeit werden Zusammenhänge offen gelegt. Belonoz weiß von Anfang an: "Die Spur führt zurück ". Es gibt aber nicht nur Spuren in die Vergangenheit, auch aktuelle Verbrechen sind im Gesamtgeschehen vernetzt. Christian David führt seine Leser sowohl anspruchsvoll als auch gemächlich durch seinen Roman. Es gilt, viele Personen auseinander zu halten und die vielen Erzählstränge nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Personen werden eindringlich charakterisiert, bei manchen muss man schmunzeln, bei anderen baut sich augenblicklich Antipathie auf, aber alle sind authentisch. Das hohe sprachliche Niveau macht das Lesen zum Genuss, wobei der Leser ständig präsent sein muss. Christian David lullt sein Publikum nicht ein, sondern fordert schon die Bereitschaft zum Mitdenken ein. "Sonnenbraut" ist ein Krimi auf allerhöchstem Niveau.

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  • Anspruchsvoller Kriminalroman

    Sonnenbraut

    Mrs. Dalloway

    31. March 2015 um 14:55

    Dieser Krimi ist alles andere als langweilig: eine Geiselnahme endet tödlich und der Täter entkommt. Staatsanwältin Horn und ihr zynischer Kollege von der Wiener Polizei müssen einen schwierigen Fall lösen, der von Rache und Hass geprägt ist - bevor das nächste Opfer stirbt. Wird es ihnen gelingen? Meinen Meinung: Wow! Was für ein Buch! Krimis sind mir manchmal einfach zu langweilig, weil so wenig passiert und nur nach dem Täter gesucht und gerätselt wird. Das ist hier komplett anders. Die Spannung lässt auf keiner Seite nach, auch wenn es das schwierig macht, das Buch aus der Hand zu legen. Es gibt kein anderes Wort als anspruchsvoll für diesen Krimi. So viele Personen, so viele Orte, so viele Handlungsstränge, die anfangs wirr erscheinen, sich dann aber zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Wer sich aber die Zeit und Ruhe nimmt, dieses Buch zu lesen, der wird mit einem Lesevergnügen sondergleichen belohnt werden. Meine Lieblings-Person ist der Ermittler Belonoz. Dieser ist herrlich zynisch, smart und hat das gewisse Etwas, das einen coolen Ermittler ausmacht. Mein Fazit: Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Buch, das ich endlich mal mit den tollen Worten "atmosphärisch dicht" beschreiben kann - jetzt habe ich eins gefunden.

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  • Die Spur führt zurück

    Sonnenbraut

    bookgirl

    30. March 2015 um 14:18

    Hier gibt es keine Zufälle. Es geht um alte Geschichten. Vor allem um alte Rechnungen. Und sie wissen, wie es um Rechnungen bestellt ist. Man kann sie ignorieren. Aber irgendwann kommt der Moment, wo jemand auftaucht und Forderungen stellt. Dann ist Zahltag (Seite 351) Inhalt Major Belonoz wird zu einer Geiselnahme gerufen. Am Tatort soll er auf Wunsch des Geiselnehmers die Rolle des Vermittlers übernehmen. Doch alles läuft schief. Eine Frau wird ermordet, eine andere schwer verletzt und der Geiselnehmer kann entkommen. Kaum mit dem Fall betraut, wird Belonoz von diesem wieder abgezogen. Dennoch ist er sich sicher, dass die Spur zurück in die Vergangenheit und zu einem weit zurückliegenden Fall führt. Zur gleichen Zeit wird ein achtjähriger Junge entführt. Die Wiener Polizei führt die Ermittlungen durch, zu denen die Staatsanwältin Lily Horn gerufen wird. Schnell wird allen klar, dass beide Fälle gemeinsam betrachtet werden müssen, da die Überschneidungen überdeutlich sind. Meine Meinung "Sonnenbraut" ist das zweite Buch von Christian David und steht seinem Erstling "Mädchenauge" in nichts nach. Es ist spannend, anspruchsvoll und intelligent geschrieben. Eine gewisse Konzentration ist unabdingbar, da sich die Geschichte auf mehrere Bereiche erstreckt. Politik, Wirtschaft, Presse, Staatsanwaltschaft, Polizei – jede Seite wird für sich beleuchtet und bietet auf dem Weg zur Lösung ihre Sicht auf die vorliegenden Fälle. Auf den ersten Seiten nimmt uns der Täter schon mit in seine Welt, in der schnell klar wird, dass es sich um eine kranke Person handelt. Er selber sieht sich als Opfer, auch wenn er diese mit den schlimmsten Foltermethoden quält. Opfer. Er verabscheute dieses Wort, weil es sein Schicksal zu definieren schien. Zugleich liebte er es. Es verlieh ihm zumindest irgendeine Art von Bedeutung, irgendeine Rolle, die ihm im Getriebe der Welt zukam. Insgeheim hatte er sich damals geschworen, niemals wieder von seinen Mitmenschen besiegt zu werden. Was mit ein Grund war, dass er nun besonders intensive Zufriedenheit empfand (Seite 27) Um seine Taten für alle sichtbar zu machen, hält er sie auf Videos fest, die er im Internet veröffentlicht und so der Polizei zumindest einen kleinen Hinweis gibt. In diesen Videos werden Männer hingerichtet und einen Tag später in einem Wiener Park in einem roten Sack platziert. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, was Lily Horn sehr gut auf Seite 328 beschreibt Es ist wie in einem Filmstudio. Da sind Straßen und Häuser aufgebaut, auf den ersten Blick wirkt alles ziemlich beeindruckend. Aber hinter den Fassaden ist nichts. Nur die Konstruktion, die dafür sorgt, dass die Fassaden nicht einstürzen. So weit sind wir. Jetzt müssen wir herausfinden, wer die Fassaden geplant und welcher Film gedreht wird. Aber wir sind nicht mehr beeindruckt. Wir haben Sein und Schein voneinander getrennt. So wie die Ermittler steht auch der Leser ratlos vor den zwei Fällen und fragt sich im Verlauf der Geschichte, wer hinter den Morden stecken könnte. Nebenbei erfährt man auch noch über die Machenschaften im Hintergrund, denn nicht nur die Presse, sondern auch Politik hegt Interesse an einer schnellen Lösung zu den mit dem Fall verbundenen Fragen. Leider führen genau diese Machenschaften auch dazu, dass Major Belonoz schnell von seinem Dienst suspendiert wird. Ich mag diesen verschrobenen Charakter und habe ihn sehr vermisst, weil er in "Sonnenbraut" weniger in Erscheinung tritt. Belonoz und seine Art der Kommunikation sind einfach großartig und haben mich schon auf den ersten Seiten schmunzeln lassen. Zu meinem persönlichen "Best of Belonoz" gehört seine Erwiderung auf Seite 94 Frau Mikosch, Sie amüsieren mich. Zuerst sagen sie, dass sie wissen möchten, was andere nicht wissen. Was aber bedeutet, dass sie doch etwas wissen möchten. Allerdings etwas, das überflüssig ist. Weil es ja keine andere Information gibt als die, dass nichts bekannt ist. Meinen Hinweis auf Zeitverschwendung betrachten sie als Provokation. Als ob nicht die Zeitverschwendung das Problem wäre, sondern mein Hinweis darauf. Offen gesagt, Frau Mikosch, ich verstehe sie nicht. Und ich fürchte, dass es mich auch nicht interessiert, sie zu verstehen. Weil es nichts gibt, das überhaupt zu verstehen wäre Wäre ich Frau Mikosch, wäre ich in dem Moment sicher sprachlos gewesen. Da ich es nicht bin, hat mich dieses Besserwisserische jedoch sehr amüsiert. Christian David gelingt es überhaupt sehr gut die spannende Handlung durch gut gezielten Humor aufzulockern, was mir sehr gefallen hat. So wie auch die Tatsache, dass ich über den gesamten Verlauf keine Ahnung hatte, wer der Mörder sein könnte. Erst auf den letzten Seiten wird dieser entlarvt und damit die größte Überraschung der ganzen Geschichte aufgedeckt. Denn auf diesen Täter wäre ich nie und nimmer gekommen. Fazit "Sonnenbraut" ist kein 08/15-Krimi, den man auf die Schnelle lesen kann. Er ist anspruchsvoll, vielschichtig und fesselnd geschrieben. Wer eine intelligente und spannende Lektüre sucht, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Leseempfehlung!

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