Christian Ditfurth Das Dornröschen-Projekt

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Inhaltsangabe zu „Das Dornröschen-Projekt“ von Christian Ditfurth

Manchmal steckt das Leben voller Überraschungen: Erst steigt Mattis alte Jugendliebe Lily zu ihm ins Taxi – aus der radikalen Weltverbesserin von einst ist eine schicke Anwältin geworden - und dann lässt ein Unbekannter eine DVD im Auto liegen. Und damit hat das beschauliche Leben der drei WG-Freunde – dem Taxifahrer und Fast-Deutschlehrer Matti, dem immermüden Dornröschen mit ihrem hellwachen Verstand und dem dicken, großen Twiggy – ein jähes Ende. Zwei alte Freunde lassen bei dem Versuch, an die Daten heranzukommen, ihr Leben. Am Ende laufen die Fäden in die Chefetagen der Politik. Und war Lilys Auftauchen wirklich bloßer Zufall? Ein spannendes Kriminalstück aus Berlin mit altlinken Originalen, mit denen man als Leser sofort per Du ist ...

Eine Empfehlung vom Buchhändler meines Vertrauens. Danke für den Tipp zur Reihe über diese WG!

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  • Rezension zu "Das Dornröschen-Projekt" von Christian von Ditfurth

    Das Dornröschen-Projekt

    Phil Decker

    08. November 2012 um 13:50

    Kenne einen ewig gestrigen Altlinken, der mir mit seinen ex Anarcho-Sprüchen sowas auf den Sack geht, daß mir die Freude an dem Buch schnell vergangen ist. . Ist besteht interessant und gut, kann aber mit diesen Typen einfach nichts anfangen.

  • Rezension zu "Das Dornröschen-Projekt" von Christian von Ditfurth

    Das Dornröschen-Projekt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. April 2012 um 08:44

    Eine altlinke WG in der Berliner Okerstrasse bekommt richtig Ärger, als Taxifahrer Matti aus dem vergessenen Gepäck eines Fahrgastes eine DVD mitgehen lässt. Eigentlich nur eine kleine Rache, weil er zu wenig Trinkgeld bekommen hat. Aber eine, die eine unkontrollierbare Lawine auslöst: Nachdem die WG nur ein paar harmlose Dateien ausmachen kann, soll der Ingenieur Norbi herausfinden, was es damit auf sich hat. Doch kurz darauf wird Norbi ermordet. Argwöhnisch notiert die WG, dass sich die Polizei nicht sonderlich dafür interessiert und die Aufklärung unheimlich schnell in der Versenkung verschwindet. Schon immer mit einem tüchtigen Misstrauen gegenüber staatlichen Aktivitäten gesegnet, forschen Matti, Twiggy und Dornröschen selber nach, warum diese Daten zum Mord anstiften. Dabei kommen ihnen ihre Erfahrungen aus der politisch aktiven Zeit sehr zugute. Verhöre auf der Polizei lassen alle drei gleichermaßen lässig über sich ergehen - darin haben sie eine ungeahnte Routine, die in den ruhigen WG-Jahren zwischen Mau Mau-Abenden und Küchendienst nicht verloren gegangen ist. Auch auf das alte Netzwerk ist Verlass. Die drei organisieren Beschattungen mit wechselndem Personal und beschaffen unauffällige Autos. Sie haben auch nach Tagen keine richtige Ahnung, mit wem sie sich anlegen, aber wenn eine Sache bis zum Himmel stinkt, lassen sie nicht locker. Zum "Dornröschen-Projekt" wird die Recherche, weil die schlaue Mitbewohnerin das Ruder übernimmt. Dornröschen analysiert sauber die Abläufe und beweist einen scharfen Verstand bei der Einschätzung von Risiken, Hintergründen und möglichen Aktionen. In der Okerstrasse haben sich bei Matti, Dornröschen und Twiggy die klassischen WG-Strukturen über Jahre erhalten: Alles wird besprochen und offiziell beschlossen. Wer wann was tun muss, wird auf Plänen fixiert. Beruflich sieht es anders aus: Keiner scheint sein Leben jemals aktiv in irgendeine Richtung gelenkt zu haben. Alles, was sie tun, hat sich offensichtlich "irgendwie ergeben". Aber sie kommen gut zurecht und haben ihre Hauptstoßrichtung nie aus den Augen verloren: Gerechtigkeit geht ihnen über alles. Das Buch ist für meine Begriffe perfekt getaktet: Die Figuren lernt man schnell zu schätzen und ihre Reaktion auf Norbis von der Polizei dezent ausgeblendeten Tod ist nichts als konsequent. Ihr Fundus an Tricks und Kniffen, an Verbündeten und Ideen ist lebendig und bildet einen wunderbaren Gegenentwurf zu den professionell geführten Gegnern, die am Ende doch nicht vollends gegen die Instikte der WG ankommen könnnen. So gestrig das Trio erscheint, so wichtig sind ihre Ideale immer noch. Sie leben in einer Welt, in der sich inhaltlich nicht viel geändert hat. Vielleicht sind die Methoden andere, vielleicht die Technik, aber krumme Dinger "von ganz oben" laufen nach wie vor ab. Kontinuierlich. Nicht umsonst ist die Figur des Antifa-Konny mit einem besonderen Handlungablauf entwickelt worden. Ohne einen konkreten Hinweis hätte ich das übrigens nicht bemerkt, doch umso mehr ergibt diese Person im Nachhinein einen besonderen Sinn. Wenn die Ansage stimmt, dass Matti, Dornröschen und Twiggy weiterhin in Berlin ihre Augen offenhalten dürfen, bin ich auch bei den kommenden Büchern mit dabei. Wer weiß, wen Matti noch fahren darf, was Dornröschen mit der Redaktion ihrer Stadtteilzeitung auslösen kann oder was Twiggy mit seinem Status als geheimnisvoller Beschaffer leisten muss.

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  • Rezension zu "Das Dornröschen-Projekt" von Christian von Ditfurth

    Das Dornröschen-Projekt

    Buchhandlung_Karola_Brockmann

    21. October 2011 um 14:20

    Christian von Ditfurth – Das Dornröschen Projekt Ein Krimi- kein Thriller, mit Leichen, aber nicht zu blutig. Eine WG aus den 70gern, in Ehren ergraute Individuen und Altlinke, mit denen man schnell per Du ist – siehe Klappentext. Einem von Ihnen, als Taxifahrer seinen Alltag fristend, fällt eine DVD in die Hände, die er besser nicht gesehen und kopiert hätte. Der kryptische Inhalt ist nicht entzifferbar und dennoch brisant und so mancher ist erpicht, die Daten wieder einzusammeln. Nett, wie am Ende die www-Gemeinde das Geheimnis entschlüsselt und die 3 Helden der WG vor Unbilden schützt – das war in den 70gern nicht denkbar- da hatte man so viele Daten auch nicht auf so einer kleinen Scheibe zur Verfügung.Es geht um „Bullerei“- die WGler hängen an den Sitten und Gebräuchen der alten Zeiten. Ditfurth schafft es, eine spannende Idylle auszubreiten, in die man gerne eintaucht und sich bald mit auf der Flucht fühlt. Nicht spektakuläres oder unanständiges. Vielleicht sollte der geneigte Leser doch eher den Altlinken zugeneigt sein als den Konservativen- sonst müsste er sich vielleicht über das Bild der (nicht unsympathischen) Berliner Polizei-Szene empören. Und Katzen sollte er mögen: dann hat er auch Freude an Robby, einem der WG-Bewohner, der seine Leute im Griff hat: ein Kater, wie er in der Großstadt sicher nicht selten ist; gut beobachtet.So gesehen: macht wirklich Spaß! (Ulrich Brockmann)

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  • Rezension zu "Das Dornröschen-Projekt" von Christian von Ditfurth

    Das Dornröschen-Projekt

    michael_lehmann-pape

    21. October 2011 um 13:04

    Ein ganz besonderes Ermittlungsteam Es ist schon eine besondere Szene und ein ganz besonderes Berliner Lokalkolorit, in dem der Berliner Schriftsteller von Ditfurth sein neuestes Werk ansiedelt. Die gealterte linke alternative Szene als Ermittlungsteam wider Willen und ohne offiziellen Auftrag gegen eine ominöse Verbindung, die im Hintergrund wirkt. Und das auch eher durch Zufall und aus persönlicher Bedrängnis heraus machen sich Matti, der ehemals abgebrochene, nun doch schon gealterte Ex-Student und Berufstaxifahrer samt seinen WG Mitbewohnern Twiggy (groß, dick, von mächtiger Statur, aber mit weichem Herz, was zumindest seine Katze angeht und mit vielfachen, undurchschaubaren Verbindungen versehen) und Dornröschen (ätherisch schlank, mit einem hellwachen Verstand, der sich hinter der ständig müden Fassade der taffen Frau verbirgt) auf den Weg, das Geheimnis einer ominösen DVD heraus zu finden, die bereits ein Todesopfer nach sich gezogen hat. Matti, der aus Ärger besagte Daten-DVD aus einer in seinem Taxi liegengebliebener Tasche entwendet hat (eine der wenigen Stellen allerdings im Buch, die künstlich und konstruiert wirkt), hat in keiner Form geahnt, das dieser kleine Diebstahl die freitagabendlichen Mau-Mau Abende in seiner WG nachhaltig stören wird. Zuerst erscheint die Polizei (das eher regelmäßig ob der althergebrachten Verbindungen der WG-Bewohner zur linksradikalen Szene), dann geschieht ein Mord und dann wird Matti offensichtlich beschattet. Zur gleichen Zeit, in der die drei samt einiger alter Kampfgefährten (wie Antifa-Konny!) zum Gegenschlag ausholen, will plötzlich auch noch die alte, große Liebe Mattis, nunmehr erfolgreiche Rechtsanwältin, zumindest die körperlichen Freuden der damaligen Zeit wieder aufleben lassen. Zufall? Oder ist bald jeder verdächtig, der den drei alten Freunden begegnet? Dornröschen aber lässt nicht locker, vor allem, als auch noch eine Reihe moderner Wanzen in der Wohnung der WG aufgefunden werden. Zeit, durch ein „Donröschenprojekt“ energisch Licht ins Dunkle der DVD und ihres Inhaltes zu bringen. Auf den Punkt getroffen hat Christian von Ditfurth jene nunmehr alternde, alternative linke Berliner Szene, die sich gern noch der Zeiten der Straßenkämpfe erinnert, deren Lebensgefühl auf jeden Fall gegen das (jedes) Establishment ausgerichtet ist, die aber in der Lebenspraxis der Gegenwart nur mehr im Kleinen alten Idealen zu folgen vermag (Licht aus, damit nichts den Stromimperien geschenkt wird!). Verhalten, Kleidung, Leben und Wohnen, sich durchschlagen durchs Leben und aus einem „Nicht wirklich ankommen“ in der Gesellschaft einen durchaus lebenswerten Lebensstil kreieren, von diesen vielfältigen Bobachtungen lebt diese, durchaus in ernstem Tonfall und sich selber ernst nehmende, Geschichte. Sorgfältig und real anmutend setzt von Ditfurth hier vor allem seine Hauptpersonen „ins Leben“, so dass der Leser sich ohne weiteres schnell in der Geschichte wiederfindet und den Entwurf, den Alltag, die Normen dieses Lebensstils und die vielen, kleinen Marotten der Protagonisten mit hohem Wiedererkennungswert vorfindet. Das zudem von Ditfurth ein guter Kenner Berlins ist und diese Ortskenntnis lebendig umzusetzen versteht, erhöht noch die Plastizität des Buches. Auch wenn „der Fall“ selber in Teilen doch konstruiert wirkt (gerade der Anfang des Entnehmens der DVD wirkt überaus künstlich im Gefüge der Geschichte), gelingt es von Ditfurth doch, eine spannende Atmosphäre in einer dichten Lebenswelt sprachlich in den Raum zu setzen, der man gerne folgt.

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