Christian Ditfurth Die Mauer steht am Rhein

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Inhaltsangabe zu „Die Mauer steht am Rhein“ von Christian Ditfurth

Kohl, Geißler und Lafontaine fliehen aus Deutschland!20 Jahre nach dem Fall der Mauer erscheint eine Neuausgabe von Christian v. Ditfurths Bestseller Die Mauer steht am Rhein. Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus. In diesem Buch werden die BRD und die DDR ebenfalls vereinigt, nur andersherum: Die BRD schließt sich der DDR an.Das fordert die Sowjetunion, in der im August 1988 eine Gruppe von kalten Kriegern aus Partei und Armee Gorbatschow stürzt. Die neue sowjetische Führung rasselt mit Raketen und will die deutsche Einheit zu ihren Bedingungen. Der Moskauer Coup klappt, weil niemand in den USA, Großbritannien oder Frankreich für Westdeutschland sterben will.Helmut Kohl, Heiner Geißler, Joschka Fischer und Oskar Lafontaine fliehen aus dem neusozialistischen Deutschland. Otto Graf Lambsdorff wird in Berlin der Prozess gemacht wegen einer "finanzkapitalistischen Verschwörung". Heide Wieczorek-Zeul, Karsten D. Voigt, Peter Boenisch und viele andere Koryphäen der bundesdeutschen Politik aber arrangieren sich und bekleiden unter Leitung des Generalsekretärs Egon Krenz Spitzenpositionen im neuen Deutschland.

Schöne Idee, leider suboptimal umgesetzt.

— Gulan
Gulan

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  • Rezension zu "Die Mauer steht am Rhein" von Christian von Ditfurth

    Die Mauer steht am Rhein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. May 2010 um 18:36

    Ein schreckliches Buch! Zugegeben, die Idee ist gut: Da gelangt die Sowjetunion durch List und Tücke im Jahr 1988 an die BRD - die Wiedervereinigung unter gänzlich anderen als den realen Gegebenheiten ist die Folge. Die BRD wird dem Geltungsbereich der DDR angeschlossen, wodurch die DRD (Demokratische Republik Deutschland) entsteht, zuerst eine Art Föderation, später dann als geeintes Land. Parteien verbinden sich und zerbrechen darunter, hochrangige Politiker und Wirtschaftsführer fliehen oder arrangieren sich mit den Neuerungen. Die Stasi erweitert ihr Betätigungsfeld um einige neue Bezirke, dem 17. Juni ähnliche Demonstrationen führen zu tausenden Festnahmen und auch Toten. Erzählt wird das ganze von einem Ich-Erzähler, seines Zeichens ehemaliger Sportjournalist der Rheinischen Post, die auch schneller, als man gucken kann, ihr Fähnchen in den Wind hängt. Wie viele andere Pressehäuser der ehemaligen BRD übrigens auch. Jedenfalls entschließt sich dieser Ich-Erzähler aus dem Exil in Zürich heraus ein Buch zu schreiben, in dem er über die wahren Hintergründe der Wiedervereinigung berichtet. Dieses Buch, das dem Leser dann also vorliegt, ist ein Bericht. Ein elend langatmiger, detailverliebter, aber unglaublich sachlicher und mit DDR-Fachbegriffen und politischen Namen gespickter Bericht. Der Teil über die gelungene Flucht ist kurz, persönliche Schicksale spielen keine Rolle, es geht um das große Ganze. Und das zieht sich. Für mich wurde hier eindeutig eine Chance verpasst. Nachdem ich Harris' "Vaterland" nur so verschlungen hatte, wurde mir "Die Mauer steht am Rhein" als weiterer lesenswerter Szenario-Roman anempfohlen. Denjenigen muss ich jetzt wohl hauen. Diesem Werk geht wirklich jegliche Spannung ab. Ein Ich-Erzähler, der aus dem Exil berichtet, kann einfach nicht die Gedanken eines Mitglieds des ZK der SEdDRD (sic!) wissen. Das ist unlogisch. Ebenso ist es unlogisch, auch wenn als Quelle hier Informanten aus dem innersten Kreis zählen, dass Gespräche noch Jahre später wortgenau wiedergegeben werden können. Figuren werden nicht entwickelt und spielen eigentlich auch keine Rolle. Gut, ein Bericht muss nicht spannend sein. Aber so, wie sich dieser Roman literarisch präsentiert, wird er nicht allzu viele Leser gewinnen, da es einfach unlesbar ist. Zumindest für denjenigen, der nicht im Bereich Politik einer großen deutschen Wochenzeitung arbeitet oder sonst irgendwie aktiv an Politik in der DDR beteiligt war. Menschliche Auswüchse und Schicksale werden nur am Rande tangiert und spielen kaum eine Rolle. Aber gerade das wäre nötig zu zeigen, denn Willkürmaßnahmen der Stasi, verfehlte Fluchten mit dramatischen Folgen, Auswirkungen auf die Schule oder die Rolle der Medien in der DDR sind interessante und v.a. wissenswerte Themen. So nähert sich aber garantiert kein junger Mensch freiwillig dieser Problematik an. Wirklich schade. Ich habe an diesem Buch drei Jahre gelesen. Es ist ein Trauma-Buch. Es quält mich, wenn ich weiß, dass da ein Buch angefangen im Regal wartet. Jetzt habe ich es endlich besiegt.

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  • Rezension zu "Die Mauer steht am Rhein" von Christian von Ditfurth

    Die Mauer steht am Rhein
    ArnieQ

    ArnieQ

    30. January 2010 um 18:23

    Schade, schade, schade! So ein schönes Thema und so kaputtgeschrieben. Jedenfalls werde ich in nächster Zeit das semi-sozialistische Kauderwelschgeschwafel à la DDR nicht mehr hören/lesen können. Warum? Es geht nur um die "Einheit andersherum" aus dem Blickwinkel der Politik. Also welcher Mensch von welcher Partei mit welchem anderen Menschen aus der DDR was beredet und wie taktiert. Liest sich ungefähr so wie eine Ausgabe des neuen Deutschlands von 1986. Wie gesagt, schade. Ein so schönes Thema so verhunzt. Unterhaltungswert gering. Man hätte die Geschichten der einfachen Leute stärker hervorheben sollen.

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  • Rezension zu "Die Mauer steht am Rhein" von Christian von Ditfurth

    Die Mauer steht am Rhein
    BRB-Jörg

    BRB-Jörg

    23. January 2010 um 22:51

    Die Idee ist brilliant: Vorliegendes Buch erzählt von der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990. Ich denke, dass sich die Mehrheit der Leser dieser Rezension an die Geschichte erinnert: Ein System kassiert das andere ein, jahrelange Gewohnheiten und Gesetze zählen plötzlich nicht mehr und Diener des "unterlegenen" Systems stehen im öffentlichen Image irgendwo zwischen Finanzbeamten und Kinderschändern. Soweit, so gut. Das Besondere ist hier, dass die Geschichte nicht erzählt wird, wie sie sich vor knapp 20 Jahren zugetragen hat. Sondern als Fiktion, wie es gekommen wäre, wenn die DDR die BRD geschluckt hätte und nicht andersrum. Dies geschieht unwahrscheinlich detaillgetreu, und es war für den Roman sicherlich nicht von Nachteil, dass er von einem hauptberuflichen Historiker geschrieben wurde. Was sich an einer Stelle höchst amüsant liest, ist schon ein paar Seiten weiter hinten eine Schreckensvision. Stets jedoch ist die Sache nah an der in der DDR erlebten Realität, die es sicherlich gegeben hätte, wenn die Fiktion Wirklichkeit geworden wäre. Christian von Ditfurth zieht dies wirklich bis zum Schluss durch. Die Lesbarkeit wird dabei lediglich von einigen Längen und vorhersehbaren Geschehnissen gestört. Dennoch empfehle ich dieses Buch jedem, der einerseits politisch und geschichtlich interessiert ist und auf der anderen Seite eine bildhafte Fantasie hat, und nicht zuletzt einen Gespür für feinen ironischen Humor...

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  • Rezension zu "Die Mauer steht am Rhein" von Christian von Ditfurth

    Die Mauer steht am Rhein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. December 2009 um 07:59

    Teilweise etwas sperrig und trocken, aber wenn man wissen möchte, wie die Geschichte auch hätte ausgehen können, sollte man es lesen.