Christian Dittloff

 3.9 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Christian Dittloff

Christian Dittloff erforscht die Nöte des modernen Menschen: Christian Dittloff wurde 1983 in Hamburg geboren. Während seines Studiums der Germanistik und Anglistik arbeitete er in einer psychiatrischen Einrichtung. Als Kulturjournalist sammelte Dittloff erste Erfahrungen als Autor. Diese vertiefte er durch das Studium des literarischen Schreibens in Hildesheim und ließ sich dort zum Schriftsteller ausbilden. Nebenbei veröffentlichte Dittloff Kurzgeschichten wie zum Beispiel „Schlafende Hunde“ (2015) auf der Internetplattform 54stories.de Als frischgebackener Absolvent der Hildesheimer Schreibschule legte Dittloff im Berlin Verlag 2018 seinen ersten Roman „Das weiße Schloss“ vor. Dittloff erkundet in seinem Debüt die Ängste und Abgründe moderner Beziehungen: Ein glückliches und erfolgreiches Paar wünscht sich ein Kind, scheut aber die Konsequenzen. Sie entscheiden sich für eine Leihmutter. Und liefern sich so dem Kontrollapparat des Weißen Schlosses aus. Diese Instanz steht nicht nur für die Möglichkeiten der Medizin, sondern zugleich für die Frage, ob die traditionellen Rollen von Vater- und Mutterschaft so einfach aufgegeben werden können. Und falls ja, zu welchem Preis? Christian Dittloff lebt in Berlin, seit 2014 ist er dort als Social-Media-Manager für die Komische Oper tätig.

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Das Weiße Schloss

Das Weiße Schloss

 (7)
Erschienen am 01.08.2018

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19angelika63s avatar

Rezension zu "Das Weiße Schloss" von Christian Dittloff

Das Weiße Schloss von Christian Dittloff
19angelika63vor einem Monat

Klappentext
Sie sind ein glückliches Paar. Ada und Yves haben sich für ein Kind entschieden, doch fürchten sie die Unvereinbarkeit von Liebe, Karriere und Erziehung. Deshalb nehmen sie am Prestigeprojekt des Weißen Schlosses teil, wo Leihmütter die Kinder zur Welt bringen und großziehen. Elternschaft ist hier Beruf und folgt einem alles bedenkendem Konzept unter den Vorzeichen Bio und Fare Trade. Über neun Monate zeigt der Roman die beiden auf ihrem Weg zum Elternwerden, folgt den Veränderungen ihres Selbstbilds und ihrer Beziehung.



"Die Großmutter hatte für das Jenseits gelebt. Die Mutter für ein Leben nach der Rente. Und Ada wollte in der Gegenwart leben." (Seite 29)

Ada und Yves sind ein Paar. Sie führen eine offene Beziehung, und möchten ein gemeinsames Kind. Sie möchten jedoch nicht auf ein ungezwungenes Leben verzichten. Sie möchten Karriere machen, Partys, zu jeder Zeit spontane Reisen oder dergleichen. Deshalb haben sie sich entscheiden am Prestigeobjekt des Weißen Schlosses teilzunehmen. Ein Projekt, an dem nur die wohlhalbende Bevölkerung dran teilnehmen kann. Eine sogenannte Tragemutter empfängt das Kind, natürlich oder assistiert, trägt es aus und im besten Fall kümmer sie sich in den ersten sechs Lebensjahren um das Kind. Die "Eltern" kommen nur hin und wieder zu Besuch. Somit haben Ada und Yves Zeit für ihr Leben.

"Die assistierte Empfängnis und die Tatsache, dass das Kind der intendierten Eltern durch die Tragemutter zur Welt gebracht wird, die es sogar im Alltag erzieht, löst traditionelle Familiengrenzen auf. Für mich ist dies eine Chance, die wir vorsichtig ergreifen wollen. Es ist eine Balanceakt zwischen sozialer Fremdheit und biologischer Nähe." (Seite 61)

Soweit, so gut oder auch nicht ... Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahre ich wie Ada und Yves sich kennen gelernt haben. Er war "privilegierter" Flüchtling und Ada bearbeitete seine Einreise. Sie verliebte sich in diesen Künstler und beide wurden ein Paar in einer offenen Beziehung. Nachdem sie beschlossen haben ein Kind zu bekommen begleite ich als Leserin die beiden zu ihrer Tragemuttter, erlebe die Empfängnis und in Briefen von der Tragemutter an Ada und Yves die Schwangerschaft.

Ada bleibt immer in einer distanzierten Rolle. Yves dagegen setzt sich mit der Schwangerschaft und dem werdenden Leben mehr auseinander, könnte sich sogar eine "nahe" Vaterolle vorstellen. Doch dann kommt es zu einer Tragödie, die alles in Frage stellt ...

"Nach ausführlichen Überlegungen hatten sich Ada und Yves sogar für eine Zusatzoption entschieden: Für die nächste Befruchtungsperiode würde ihre Tragemutter Marie nicht zur Verfügung stehen, damit ihr Kind die ersten sechs Jahre ganz im Mittelpunkt ihrer Zuwendung stehen konnte. Diese Freiheit ließen die Richtlinien des Weißen Schlosses zu. Sie beide würden das Kind monatlich besuchen kommen, nicht öfter. Sie wollten sich schließlich auch selbst leben." (Seite 64)

Auf den ersten ca. hundert Seiten habe ich mich über dieses Buch nur aufgeregt. Der "egoistische" Wunsch Adas und Yves nach einem Kind, ohne sich letztendlich darum kümmer zu müssen fand ich unerträglich. Das ungeborene Kind wurde wie eine Ware dargestellt, die man mal eben so einkaufen kann. Gefühle gleich null. Auch die vielen negativen und abfälligen Passagen über Kinder und über Mütter, die ihrer Kinder wegen zu Hause bleiben, die "in Familie" machen, fand ich unerträglich und haben mich auf die Palme gebracht.

"Kleinkinder konnte ich schon nicht leiden, als ich selbst noch ein Kind war. Sie sind egozentrisch und manipulativ und unlogisch!" (Seite 125)

Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich mich gefragt was Dittloff mit diesem Buch bezwecken wollte bzw., was will er mir, dem Leser damit sagen. Er will provozieren. Das ist mir klar. Doch womit genau?

Ist es unser gesellschaftliches Bild? Unsere Wertevorstellung in einer Gesellschaft voller Konsum? Wird ein Kind zu einem "Konsumgut", Bio und Fare Trade, frei nach dem Motto "Ich will das aber jetzt haben"?

Ada und Yves leben in einem großen Haus, reisen, sind erfolgreich im Job, machen was immer sie wollen, wann immer sie wollen. Da scheint ein Kind gar keinen Platz zu haben. Und dennoch wollen sie eines. Da frage ich mich als Leserin doch warum? Weil das dazu gehört? Vater-Mutter-Kind.

Dittloff versucht aufzuzeigen wo Elternschaft anfängt und wo sie wohlmöglich aufhört. Dürfen Menschen sich Eltern nennen, die nur einmal im Monat ihr Kind besuchen kommen, oder ist nicht eher die Frau, die das befruchtete Ei über neun Monate ausgetragen hat, die "wahre" Mutter?

"Waren diese Momente, in denen man allein war und die Hände über den Halbmond aus Fleisch und Blut gleiten ließ, nicht genau die Art von Reflexion, die eine Mutter sich in ihre Rolle fügen ließ? So eine Einkehr hatte er an Ada nicht erlebt in den letzten Monaten und an sich natürlich auch nicht. Über neun Monate hinweg erzählen der wachsende Bauch und dessen Innenwelt von diesem Wunder, das ja im Grunde gar kein Wunder ist, sondern ein einfacher biologischer Vorgang. Aber als schwangere Person erlebt man über zweihundertfünfzig Tage nichts anderes als eine mit jeder Zelle in sich hineinwachsende Liebe zu sich selbst." (Seite 242)

Ein Buch, das viel Diskussionsstoff bietet und mich auch jetzt noch nicht zur Ruhe kommen lässt. Zu gerne würde ich mit dem Autor darüber diskutieren.

Ungewöhnlich, provokant und somit absolut lesenswert!

Kommentare: 3
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TanyBees avatar

Rezension zu "Das Weiße Schloss" von Christian Dittloff

Kind auf Bestellung
TanyBeevor 2 Monaten

Ada und Yves sind ein Liebespaar. Sie sind erfolgreich im Job, sie haben ein schönes Haus. Sie trinken gerne, genießen die schönen Dinge im Leben, haben ein sehr reges Sexleben. Als sich die Frage nach Kindern stellt, entscheiden Sie sich für „Das weiße Schloss“. Dort wird nicht nur eine Leihmutter ihr Kind austragen, sondern es auch dort großziehen.

Das Buch scheint in einer Art dystopischen Zukunft zu spielen, einerseits gibt es das weiße Schloss, andererseits werden noch andere Veränderungen in der Welt angedeutet. Allerdings erfährt der Leser davon eher am Rande.

Für mich trifft dieser Roman total den Nerv der Zeit, denn hier ist der heute übliche Egoismus auf die Spitze getrieben. Ada und Yves möchten ein Kind, aber sie möchten nicht ihren hedonistischen Lebensstil dafür aufgeben oder einschränken. Doch warum möchten Sie ein Kind, mit dem sie gar nicht den Alltag verbringen? Ist das nicht der ultimative Egoismus?

Obwohl Ada und Yves anscheinend schon älter sind, kommen Sie mir vor, als wären sie gerade erst dem Teenager Alter entwachsen. Sie halten sich zwar an ihre Pflichten, aber leben ansonsten einfach nur nach dem Lustprinzip.

Es fällt mir diesmal sehr schwer, über das Buch zu schreiben, ohne zu spoilern, weil es so unglaublich viel zu diskutieren gäbe. Es werden viele Themen erwähnt, die mit Elternschaft zusammenhängen. Sollte man eine Frau, die im gebärfähigen Alter ist überhaupt einstellen? Was ist der richtige Weg, um seine Kinder groß zu ziehen? Fremdbetreuung? Und muss man sich für Kinder ein Stück weit selbst aufgeben?

Ein Roman mit sehr interessanten Gedanken und viel Diskussionspotential. Er passt so gut in unsere Zeit. Und doch war ich manchmal angewidert, wollte nichts mehr hören von Ada und Yves Ausschweifungen. Denn die werden doch recht ausführlich geschildert. Deswegen gebe ich 4 Sterne und eine Empfehlung an alle, die sich für solche Gedankenexperimente begeistern können (wie ich!). 

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Das Weiße Schloss" von Christian Dittloff

Wer will schon Mutter sein?!
katzenminzevor 3 Monaten

Hier haben mich Klappentext und Cover direkt unglaublich neugierig gemacht! Das weiße Schloss in dem Berufsmütter die Kinder anderer Leute austragen und aufziehen hat einen wunderbar dystopischen Touch. Und von einem Paar zu lesen, das diese Möglichkeit für sich in Anspruch nimmt, klang ebenfalls sehr interessant. Nach dem lesen kann ich sagen, dass ich zwar einige Kritikpunkte habe aber dass ich schon lange nicht mehr so intensiv über eine Geschichte nachgedacht habe. Auch habe ich mir lange nicht mehr so viele Notizen gemacht und Stellen markiert. Aber erstmal zur Geschichte:

Wir begleiten Ada und Yves, die sich dafür entschieden haben, ihr Kind mithilfe des Weißen Schlosses zu bekommen. Die beiden führen eine sehr intensive Beziehung. Er ist Künstler, sie eine absolute Genießerin. Beiden Leben im hier und jetzt, rauchen, trinken, feiern gerne, haben sooft es geht Sex, kochen exotische Gerichte, haben Geld und ein schönes Haus. Sie leben ihr Leben in vollen Zügen, genießen es auszuschlafen und tun und lassen zu können was ihnen gerade in den Sinn kommt. Da passt ein Kind natürlich nicht rein. Zu groß die Gefahr, den hohen Lebensstandart zu verlieren. Oder die Nähe zum Partner. Also haben sie sich für das Weiße Schloss entschieden. Ehrlich gesagt, waren mir die beiden – insbesondere Ada – eher unsympathisch. Sie sind einfach zu cool, zu hip, etwas zu überheblich und zu glatt. Ihr einziges Problem ist die Frage, ob die Entscheidung für das Kind die richtige war.

Ada hat einen sehr interessanten Job, der darin besteht, bestimmten Menschen ins Land zu holen, die der Gesellschaft des Landes dienen. Auf die Einreise wird sich beworben und Ada versuchte die Nützlichkeit der Bewerber zu eruieren. Ist die Prognose gut, dürfen sie einreisen. Über diese Tätigkeit und über das Land, das sich diesen Kniff ausgedacht hat, hätte ich gerne mehr erfahren. Die Mischung aus Normalität und futuristischen Details hat mir gefallen, kam aber sehr kurz.

Sehr schade fand ich, dass die Idee von Weißen Schloss nicht intensiver verfolgt wurde. Ja, es war da, als Institution, aber ich hätte furchtbar gerne einen internen Blick hinter die Kulissen gehabt. Eine Mutter die erzählt wie es ist ein eigentlich fremdes Kind aufzuziehen. Warum sie diesen Beruf gewählt hat. Ob man es überhaupt als Beruf sehen kann, wie es den Kinder dabei geht, dass einmal im Monat Menschen kommen, die sich Eltern nennen. Verstehen sie dieses Konzept überhaupt? Und wie kann ich ein Kind das ich ausgetragen, geboren und aufgezogen habe nicht mein eigenes nennen? Die Frage der sozialen Elternschaft gegenüber der natürlichen kommt hier insgesamt zu kurz. Dabei wird über die Frage der Elternschaft und ihre Umsetzung tatsächlich sehr viel nachgedacht. Nur eben allgemeiner und nicht nur auf das Schloss bezogen. So fragt sich Yves, als er eine Schwangerschaftapp benutzt berechtigterweise welche der beiden Frauen er als Mutter eintragen soll. Die biologische oder die, die tatsächlich schwanger ist. Er entscheidet sich bezeichnenderweise für die Schwangere.

Was einem sehr seltsamen Eindruck machte: Es gibt hier keine einzige normale, funktionierende Famile. Adas Schwester mit ihren drei Kindern schreibt ständig Sms von ihrer Überforderung, Dammrissen und Kinderkotze. Die Nachbarn, die ganz klassisch ein Kindermädchen zur Betreuung angestellt haben, schlittern in eine Katastrophe. (Langweiler sind die beiden noch dazu. Was sonst?) Und ob das Modell des Weißen Schlosses für Eltern, Kinder und Berufsmütter tatsächlich funktioniert erfährt man nicht genau.

Auch die vielen Kinder- oder Mütterfeindlichen Aussagen haben mich irritiert. Da sind junge Frauen, die wegen Karriere, Beziehung, ihrer Lebensgestaltung oder einem höheren gesellschaftlichen Ziel an dem sie arbeiten keine Kinder wollen. Das ist ja soweit ok, aber es geht noch weiter: Muttersein wird – außer es geschieht gegen Bezahlung und manchmal auch dann – mit Verlust der eigenen Freiheit gleichgesetzt. Kinder stören nur, machen Dreck, Lärm und Chaos, sind egoistische kleine Zeitfresser. Mütter gelten als isoliert, kennen nur noch andere Mütter. Ständig wird gezweifelt ob die Entscheidung für ein Kind – egal ob selbst oder von jemand anderem großgezogen - tatsächlich die Richtige ist. Selbst die Chefin traut ihren künftigen Mitarbeiterinnen nicht zu, Beruf und Mutterschaft zu vereinen. Eine Mutter, die in den Beruf zurückkehren will, wird wie folgt beschrieben:
„Die werde doch nur die alten Strukturen wiederherstellen wollen, werde nur ihr Kind im Sinn haben und das Büro mit Familienfotos zumüllen.“
- S. 217
Ich denke, hinter diesen Aussagen steckt viel Absicht, viel Provokation. Und es wirkt auch! Obwohl ich Kinderlos bin und keines in Planung habe, fühlte ich mich angegriffen. Recht einseitig wirkte diese Darstellung auf Dauer aber dennoch.

Dann war es nett gemacht, wie in verschiedenen Rückblicken wissenschaftliche Entdeckungen im Bezug auf die Fortpflanzung beschrieben wurde. Wie genau der Ablauf einer Schwangerschaft beschrieben wird. Oder wie im Kontrast zum Rest des Buches auf die neue Rolle der liebenden Mutter der späten 1800er Jahre eingegangen wurde. Wurden die Kinder doch erst ein paar Jahrzehnte früher als noch unfertige Menschen an eine Amme abgeschoben.

Oha, ich sehe schon, ich könnte einen Roman über diesen Roman schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen: Ich denke Dittloff hat die Provokationen im seinem Roman sehr genau kalkuliert. Er hat ein sehr kluges und auch unterhaltsames Buch geschrieben. Trotzdem hatte ich insgesamt das Gefühl, das Buch kratz zu sehr an der Oberfläche und konzentriert sich mehr auf die immer gleiche Beziehungsgeschichte als die innovativen Ideen weiter zu verfolgen, die hier definitiv drin stecken. Wer etwas zum drüber nachgrübeln sucht, das durchaus unbequeme Meinungen vertritt sollte es mit dem Weißen Schloß auf jeden Fall einmal versuchen. Für Leserunden oder -zirkel kann ich mir keinen besseren Diskussionsstoff denken! Und auch wenn ich viel meckere, hat es mich doch irgendwie gekriegt...

„Es wäre nicht mehr mein Kind“ fuhr sie stiller fort, „wenn eine anderes es vollendete.“ - S. 201

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