Christian Endres , Andreas Flögel Odem des Todes

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Inhaltsangabe zu „Odem des Todes“ von Christian Endres

Hommage an Edgar Allan Poe Kunst ist die Wiedergabe dessen, was die Sinne in der Natur durch den Schleier der Seele erkennen. Edgar Allan Poe Christian Endres, Nicolaus Equiamicus, Andreas Flögel, Erik Hauser, Florian Hilleberg, Désirée Hoese, Dave T. Morgan, Sören Prescher, Michael Schmidt, Dieter Winkler, Felix Woitkowski, Arthur Gordon Wolf und Damian Wolfe verfassten ihre ureigene Hommage an Edgar Allan Poe, indem sie den Meister des Grauens in ihren Geschichten agieren lassen. Crossvalley Smith setzte seine Huldigung künstlerisch dazu. Mit einem Essay von Florian Hilleberg

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  • Rezension zu "Odem des Todes" von Alisha Bionda

    Odem des Todes
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    12. January 2012 um 12:36

    _- „Wir sind so tief in das Haus vorgedrungen – fast glaube ich, sein schlagendes Herz hören zu können!“ „Ein schlagendes Herz, ja … vielleicht direkt unter den Dielen des Arbeitszimmers unseres Freundes hier. (…) Was für eine interessante Idee. (…) Hüten Sie sich nur, sie unserem Freund Roderick Usher gegenüber zu erwähnen. Sie werden sehen, er ist ein Mann von zarter Gesundheit und noch zarteren Nerven, jedoch mit einer tiefen Empfindungsfähigkeit und Einbildungskraft verflucht – oder gesegnet. Wie man es denn betrachten will.“ - _ (Desiree Hoese – Dunkel sind die Kammern deiner Träume) ARTHUR GORDON WOLF - DIE GEISTER DER VERGANGENHEIT Ein bislang unbekannter Brief Edgar Allan Poes – offensichtlich unmittelbar vor seinem Tode verfasst - gibt Aufschluss über die Quelle Dämonen, die den Schriftsteller Zeit seines Lebens verfolgten. Die Erinnerungen, die Poe in dem Brief niederschreibt, reichen zurück bis in seine unbeständige Kindheit. FLORIAN HILLEBERG – SÜSSE LIEBE WAHNSINN Der junge Poe ist aufgrund seiner künstlerischen Ader ein Außenseiter unter Gleichaltrigen. Nur Jane Stanard, die Mutter eines Kameraden, bestärkt als einzige die Interessen des jungen Edgar, dessen Bewunderung für die junge Witwe immer weiter gedeiht bis die verschworene Gemeinschaft von Edgar und Jane auf Außenstehende einen abnormen Eindruck macht. Schließlich muss auch Edgar schmerzlich die Unnatürlichkeit von Janes Zuneigung erkennen. NICOLAUS EQUIAMICUS – DIE ROSENBROSCHE Eines Abends wird Edgar Allan Poe in seinem Haus von der Polizei überrascht, die ihn zum Verschwinden von Mary Rogers befragt – eine junge Frau, der Poe mehr als nur Sympathie entgegenbringt. Tags darauf erkennt Poe zufällig Marys Brosche in einem Schaufenster wieder. CHRISTIAN ENDRES – DAS URTEIL Auf seiner letzten Reise findet Edgar Allan Poe plötzlich Angesicht in Angesicht mit einem Gott, vor dem er sich für seine Taten verantworten muss. SÖREN PRESCHER – METZENGER Nach dem Tod seines Bruders, wähnt sich Edgar Allan Poe plötzlich mitten in Baltimore von einem riesenhaften Wesen verfolgt, das sich ihm schließlich offenbart und seine Pläne mit Poe enthüllt. DAVE T. MORGAN - AUF MESSERS SCHNEIDE Die Zeichen der Schwindsucht werden bei Edgar Allan Poes Frau Virginia immer endgültiger. Der Dichter bleibt schließlich nur, seinen Schmerz in Alkohol zu ertränken. Dieser dem Dichter düstere, aber auch inspirierende Träume. ERIK HAUSER - ODEM DES TODES Bereits von der Cholera gezeichnet, erzählt Henry seinem Bruder Edgar von einer Schiffsreise auf die Pazifikinsel Maiao. Dort vermengt ein christlicher Priester die Lehren seiner Kirche mit dem Urglauben der Eingebornen. Plötzlich findet sich die Mannschaft der „Aurora“ als Opfer für den Götzen der Insel wieder. Henry konnte zwar entkommen, doch selbst in Baltimore fühlt er sich noch verfolgt. FELIX WOITKOWSKI – ADISONS PFORTE Während seiner Zeit in Westpoint erfährt Edgar Allan Poe von der Legende um den Alkoholschmuggler Adison, der den Indianers Alkohol in großen Mengen verkauft hat und so zum Untergang eines ganzen Stammes beigetragen hat. Eines Tages verschwand dieser Adison offenbar spurlos. Es gelingt Poe, das geheime Versteck des Schmugglers zu finden. Gemeinsam mit einem Kameraden macht sich Poe an die Erforschung von Adisons Versteck. ANDREAS FLÖGEL – DIE FEHLENDEN KÖPFE Eine brutale Mordserie – den Opfern werden die Köpfe abgetrennt und entwendet – lässt die Polizei auf der Stelle treten. Ein Politiker hat die Idee, den leidlich bekannten Autor Edgar Allan Poe zu Rate zu ziehen; Möglicherweise verfügt der Autor selbst über diejenigen deduktiven Fähigkeiten, die er seiner Figur Auguste Dupin auf den Leib schreibt. DIETER WINKLER – FAMILIENBANDE Regelmäßig wird Edgar Allan Poe - ob seiner einzelgängerischen Art und seiner vermeintlichen geistigen Überlegenheit - von seinen Mitschülern erniedrigt. Als diese ihn erpressen, er solle die Aufgaben der nächsten Klausur aus dem Safe des Professors stehlen, entwickelt der Gedemütigte einen Racheplan. DAMIAN WOLFE – DER HANDEL In der Auslage eines unscheinbaren Geschäftes entdeckt Edgar Allan Poe eine Schatulle, die ihn seltsam fasziniert. Trotzdem, dass der Schlüssel dafür fehlt, gelingt es ihm sie zu öffnen. In dieser Nacht erhält Poe Besuch von einem Raben. DESIREE HOESE - DUNKEL SIND DIE KAMMERN DEINER TRÄUME In der Nacht seines Geburtstages ereilt Howard Philips Lovecraft ein seltsamer Traum. Darin trifft er Rande eines Sees einen Mann, der sich ihm als Edgar Allan Poe vorstellt. Gemeinsam begeben sich beide Männer auf eine seltsame Reise. MICHAEL SCHMIDT – SCHWARZ WIE BLUT Auf einen mysteriösen Brief seines Bruders William hin, reist Edgar allen Poe nach Baltimore. In einem versteckten Etablissement – so behauptet William – finde man den Quell unbeschreiblicher Möglichkeiten, ja sogar ewigen Lebens. - „Er fragte sich, ob sie den Höhepunkt der Epidemie bereits erreicht hatten oder ob dies lediglich der Anfang vom endgültigen Ende war. Wahrscheinlich konnte diese Krankheit oder eine ähnliche die Menschheit ausrotten. Wohin würden die letzten Überlebenden flüchten? Wohin flüchteten die Reichen jetzt? In ein abgelegenes Schloss? Es wäre auf jeden Fall eine großartige Idee für eine Geschichte.“ – (Sören Prescher – Metzenger) Wie jüngst Sherlock Holmes scheint auch Edgar Allan Poe – ebenfalls nie wirklich „tot“ – gerade ein breit aufgestelltes Comeback zu erleben. Der Film THE RAVEN - mit John Cusack als Edgar Allan Poe auf Mörderjagd - ist gerade abgedreht und nur einige Monate nach der Poe-inspirierten Anthologie DIE SCHATTENUHR (Blitz-Verlag) folgt nun ODEM DES TODES von der Poe-erfahrenen Herausgeberin Alisha Bionda. Die Besonderheit hier: Edgar Allan Poe tritt in allen Geschichten selbst als Protagonist auf. So wird Leben und Werk dieses düsteren Poeten auf außerordentliche Weise verknüpft. Die meisten der AutorInnen ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die möglichen Ursprünge der immer wieder kehrenden Themen in Poes Werk zu ergründen. Waren es persönliche Erlebnisse, die Poe selbst nachhaltig verängstigten und sich ein Ventil im geschriebenen Wort suchten (DIE GEISTER DER VERGANGENHEIT, SÜSSE LIEBE WAHNSINN, ODEM DES TODES, ADISIONS PFORTE)? Waren die alkoholschweren Träume des Dichters die Inspirationen für seine Geschichten (AUF MESSERS SCHNEIDE, DUNKEL SIND DIE KAMMERN DEINER TRÄUME)? Oder war es ein unseliger Handel, dem Poe sein Talent und die Wahl seiner Motive verdankt (METZENGER, DER HANDEL, SCHWARZ WIE BLUT)? Auf eindringliche Weise verschmelzen hier Fakt und Fiktion. Nicolaus Equiamicus und Dieter Winkler zeigen in ihren Beiträgen dagegen einen vom Schmerz und Wut getriebenen, gewaltbereiten Poe, der wenig mit dem Bild eines empfindsamen Künstlers zu tun hat. In Christian Endres Geschichte muss sich der Dichter gar im Jenseits für seine Taten verantworten. Sein Poem DER RABE erweckte die Aufmerksamkeit des Gottes Odin, den wir bereits aus Endres SHERLOCK HOLMES UND DAS UHRWERK DES TODES (Atlantis Verlag) kennen, wo er die Hilfe des Detektivs im Falle seines verschwundenen Raben in Anspruch nahm. Die Titelgeschichte von Erik Hauser – der mit Abstand längste Beitrag in diesem Band – arbeitet schließlich sogar mit einer Geschichte innerhalb der Geschichte und funktioniert auf beiden Ebenen hervorragend. Abgeschlossen wird die Sammlung von einem Essay über Edgar Allen Poe, verfasst von Florian Hilleberg, das in hinreichend kurzer Form die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben des Autors zusammenfasst. Hier wird auch deutlich, wie sehr sich die AutorInnen teilweise am realen Leben Poes orientiert haben. ODEM DES TODES erscheint als Klappbroschur, wobei die Klappenmotive, ebenso wie die Cover-/Umschlag- und Innengrafiken von Crossvalley Smith erstellt wurden. Das Buch ist sehr gut verarbeitet und sieht auch nach dem Lesen noch neu aus. „Look & Feel“ der Anthologie entspricht damit den Sherlock Holmes-Anthologien DAS UNGELÖSTE RÄTSEL und DER VERWUNSCHENE SCHÄDEL von Alisha Bionda. Ebenso wie dort sind auch in ODEM DES TODES Kurzbiografien der AutorInnen, der Herausgeberin und des Künstlers enthalten.

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