Christian Erdmann

Lebenslauf von Christian Erdmann

Christian Erdmann, geboren 1959, lebt in Hamburg. Studium der Philosophie; Magisterarbeit "Der Begriff der Schönheit bei Shaftesbury und seine Bedeutung für die neuzeitliche Ästhetik", die den Einfluß des englischen Philosophen zumal auf das deutsche Geistesleben untersucht. Zur Zeit arbeitet er an einer "Philosophie des Horrors". Verschollen sein Gedichtband "Vorwitz und Verstrickung" mit früher Poesie. Vorlieben: Paris, Dostojewskij, "Der Meister und Margarita", Nick Cave, Monica Bellucci als "Malena".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christian Erdmann

Cover des Buches Aljoscha der Idiot (ISBN: 9783833417665)

Aljoscha der Idiot

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Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Aljoscha der Idiot (ISBN: 9783833468322)

Aljoscha der Idiot

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Erschienen am 08.03.2007
Cover des Buches Den Teufel im Leib (ISBN: 9783455305203)

Den Teufel im Leib

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Erschienen am 13.09.2007

Neue Rezensionen zu Christian Erdmann

Cover des Buches Den Teufel im Leib (ISBN: 9783455305203)Xirxes avatar

Rezension zu "Den Teufel im Leib" von Raymond Radiguet

Rezension zu "Den Teufel im Leib" von Raymond Radiguet
Xirxevor 11 Jahren

Anfang des letzten Jahrhunderts ist dieses Buch erschienen – weshalb sollte man das jetzt noch lesen? Gibt es nicht genügend aktuelle Bücher mit vermutlich weniger altmodischer Sprache?
Weil es Ansichten und Darstellungen vermittelt wie es auch heute nur wenigen Büchern gelingt. Und nicht zu vergessen: geschrieben von einem 17jährigen!
Der 15jährige Ich-Erzähler verliebt sich in die 18jährige Marthe, die kurz darauf Jacques heiratet, der Soldat im ersten Weltkrieg ist. Dennoch beginnen die Beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die eine Vielzahl unterschiedlichster Gefühle in dem jungen Mann hervorruft.
Radiguet beschreibt sehr gelungen die unsteten Empfindungen, wie sie für Pubertierende nicht unüblich sind. Es ist keine unschuldige, selbstlose Liebe, sondern von seiner Seite meist mehr von Egoismus und Narzissmus geprägt, was der junge Mann aber auch immer wieder selbst erkennt ohne dass er sein Verhalten jedoch langfristig ändert. Man möchte diesen Menschen schütteln für Sätze wie „Es beleidigte mich aber, dass Marthe in einem Trennungsbrief nicht von Selbstmord sprach. Ich fand sie kalt.“, aber kurz darauf in die Arme nehmen für Aussagen wie diese: „Wer wegen der Liebe nicht arbeitet, ist darum kein Faulenzer. Die Liebe spürt dunkel, dass einzig die Arbeit wirklich von ihr ablenken kann.. Daher sieht sie die Arbeit als Rivalin. Und Rivalen duldet sie nicht.“
Das Hörbuch ist mit Christian Erdmann wunderbar besetzt. Seine jugendliche Stimme verkörpert auf gelungene Art und Weise die Arroganz wie auch die Ratlosigkeit des jugendlichen Liebhabers – man kann sich kaum einen besseren Sprecher vorstellen. Dennoch ziehe ich das Buch vor: Es gibt so viele Sätze und Aussagen in diesem Roman die man zweimal lesen möchte (oder auch dreimal ;-)), sich anstreichen und herausschreiben möchte – bei einem Hörspiel ist das eher schwierig. Also werde ich nun noch das Buch lesen :-)

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