Christian Frascella Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

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Inhaltsangabe zu „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“ von Christian Frascella

Im Leben des jugendlichen Ich-Erzählers läuft streng genommen wenig rund: Die Mutter ist mit einem dreizehn Jahre jüngeren Tankwart durchgebrannt, für den stark dem Alkohol zusprechenden Vater, von ihm nur »Chef« genannt, gehören Prügel zu den gängigen Erziehungsmethoden. Seine ältere Schwester – die »Mönchsrobbe« – hat sich in eine fiebrige Frömmigkeit geflüchtet. Unser Held ist einer, der eine große Klappe hat und nie weint; der seine Träume und Verletzlichkeiten hinter seiner unerschütterlichen Arroganz versteckt, obwohl er jeden Tag Niederlagen einstecken muss und sogar von der schönen, unnahbaren Chiara, in die er sich verliebt, Prügel bezieht. Mit seiner Großspurigkeit geht er seiner Umgebung schwer auf die Nerven. Aber dann zeigt ihm ein Schicksalsschlag, der die Familie trifft, dass er dem Vater und der »Mönchsrobbe« näher steht als gedacht. Und vielleicht ist er sogar Chiara nicht ganz so gleichgültig, wie es zunächst erscheint...
Die Geschichte eines Einzelgängers und Maulhelden, liebevoll, charmant und großartig humorvoll erzählt. Eine Figur, die in ihrer Tragikomik zu Herzen geht und die sich im Laufe des Textes immer mehr den Respekt des Lesers erwirbt: als jemand, der mit unerschütterlicher Naivität und großem Herzen niemals aufgibt.

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013

Ein italienischer Holden Caulfield, rau und zartfühlend. Klasse Buch!

— loveisfriendship

Das ist Jugend, vom Ich-Erzähler beschrieben in all ihren Facetten; zum Lachen und zum Weinen, zum Lieben und zum Hassen ...

— Dajana

Lustig geschrieben, doch leider ohne richtige Story :(

— Neko-sama

Ein 17-jähriger Macho, der das Herz auf dem rechten Fleck trägt und um seinen Platz in der Welt und im Herzen eines netten Mädchens kämpft.

— Rosha

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  • Ein italienischer Holden Caulfield

    Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

    loveisfriendship

    13. October 2016 um 15:05

    Was ein Protagonist! Über ihn schmunzeln und sich über ihn aufregen haben sich bei mir während des Lesens abgewechselt. Ob ich den oftmals mehr als unsympathischen Macho doch noch lieb gewonnen habe?Der namenlose Ich-Erzähler versteht es auf seine arrogante Art in seinem Kopf alles zu seinen Gunsten auszurichten. Oftmals abschätzig zu seinen Mitmenschen scheint er sich selbst für den größten Macker zu halten. Dabei verbirgt sich hinter dieser aufsässigen Art vielleicht eine sensible, geschädigte und verletzliche Seele, die dauernd Rückschläge einstecken muss und deren Sicht auf die Welt bloß ein Schutzmechanismus ist…Anfangs macht es Spaß das zu lesen und es ist genial verwoben: die Realität und wie der Protagonist sich diese zurechtlegt, um in einem strahlenden Licht dazustehen. Zu Beginn erfrischend unkonventionell, hat mich die Art dann doch nach und nach genervt. Der Autor läuft mit den Schimpfwörtern und Zoten seines Helden eine Gratwanderung und irgendwann war der Bogen überspannt, sodass mich die harschen Sprüche unter der Gürtellinie, mit denen unser großmäuliger Held seine Umgebung kommentiert, und die scharf-bissigen Dialoge irgendwann nur noch angebiedert und müde haben lächeln lassen. Schon nach wenigen Seiten wird wohl jeder begriffen haben, dass der Protagonist ein arroganter Loser ist, sodass einige Sachen überflüssig waren und sich wiederholt haben. Weniger wäre mehr gewesen. Frascella übertreibt ab einer gewissen Zeit etwas in der Darstellung seines Protagonisten, den man leicht hassen kann, der aber dennoch etwas liebenswürdiges an hat und mich zum Mitfiebern gebracht hat.Fazit: „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“ von Christian Frascella erzählt trotz des stellenweise überspannten Bogens und des vorherrschend groben, rauhen und aggressiven Tons zuweilen tragisch, zartfühlend und in der Tradition von Holden Caulfield eine dennoch zu Herzen gehende Wandlung. Also insgesamt ein klasse Buch für all jene, die gerne von Antihelden lesen, deren Charakter tiefer geht als es den Anschein hat. Ein Roman, der wunderbar beweist, dass Jugendromane auch ohne rein sympathische und engelsgleiche Protagonisten funktionieren können.Auch zu lesen unter:https://jubiwi.wordpress.com/2016/10/13/buchvorstellung-meine-schwester-ist-eine-moenchsrobbe/

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  • Liebe diesen Protagonisten, er hat es verdient!

    Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

    Rosha

    01. October 2013 um 10:57

    Endlich mal wieder ein Protagonist, der nicht in das strahlende Kleid perfekten Heldentums gewandet ist! Der 17-jährige Ich-Erzähler lässt uns an seinem Leben und seinen Gedanken teilhaben, an der Realität und seiner bisweilen kreativen Interpretation derselben. Er hat es nicht leicht, die Mutter ist mit einem jungen Liebhaber abgehauen, hat ihn und seine Schwester beim Vater zurückgelassen. Dem Vater, so scheint es, kann er nichts recht machen, das Verhältnis wirkt unterkühlt und lieblos. Gefangen in seinen eigenen Problemen, die er im Alkohol zu ertränken versucht, beschränken sich die „pädagogischen“ Fähigkeiten des Vaters darauf, seinen Sohn regelmäßig mit dem Gürtel zu schlagen. Wir erleben den Sohn als einsam und dennoch nicht mutlos. Er will es allen beweisen, versucht sich seinen Platz in der Welt mit großspurigem Gehabe und Macho-Sprüchen zu erkämpfen. Doch vieles davon ist nur Fassade, denn tief in ihm steckt ein gutes Herz, Mut und jede Menge Empathie. Das zu erkennen, bedarf es tieferer Blicke. Man möchte den Vater schütteln und ihn anschreien: „Liebe deinen Sohn, denn er hat es verdient!“ Doch der Vater ist beschäftigt, er hat sich verliebt, ebenso wie die Schwester, unser Held sieht es mit Wehmut. Wen hat er? Tja, da gibt es Chiara, von der es heißt: „Mit diesem dunklen Teint und den grünen Augen, die mir das Herz zerkratzen, wenn sie mich ansah.“ Doch Chiara will nichts von ihm wissen. Trotz aller Widrigkeiten geht unser Protagonist vorwärts, den Kopf stets erhoben. Es ist ein berührendes Buch, ein lustiges, melancholisches, zum Nachdenken zwingendes Buch, das sich wunderbar leicht lesen lässt und dem ich viele Leser wünsche.

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