Christian Gude Kammerspiel

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Inhaltsangabe zu „Kammerspiel“ von Christian Gude

Kriminalhauptkommissar Karl Rünz a. D. als Privatdetektiv mit einem Klienten in seiner Detektei - mehr braucht Christian Gude nicht, um alle Regeln des Genres gegen den Strich zu bürsten und zielsicher die üblichen Erwartungen an leicht verdauliche Krimikost zu unterlaufen. Bei diesem minimalistischen Kabinettstück kann man sich nur auf eins verlassen: Dass man sich auf nichts verlassen kann. Das Urteil im Namen des Volkes: Unterhaltsamer und intelligenter kann man seine Leser nicht verunsichern.

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  • Rünz zum Fünften

    Kammerspiel

    sabisteb

    18. August 2013 um 13:34

    Kriminalhauptkommissar Karl Rünz ist frühpensioniert und seine Scheidung ist gerade richtig in Fahrt, ein schöner Rosenkrieg, den er durchaus unterhaltsam findet. Aber irgendwie kann er das ermitteln nicht lassen, er langweilt sich einfach. Daher versucht Rünz es zunächst als Kaufhausdetektiv in einem Baumarkt, aber seine Art stößt, genau wie bei der Wiesbadener Polizei und seinem Ex-Chef, auf wenig Begeisterung. Was liegt also näher als sich als Privatdetektiv selbstständig zu machen, und natürlich auch als Autor von (schlechten) Actionromanen was dazuzuverdienen. Bald schon hat er seinen ersten Klienten: Einen Psychologen, der seinen selbstmordgefährdeten Patienten vermisst. Verzwickt wird der Fall, dadurch, dass die ärztliche Schweigepflicht es verhindert, dass der Arzt sich an die Polizei wendet. Der Patient, der ein Neonazi ist, hat gerade eine Herztransplantation hinter sich und erfahren, dass das Herz anscheinend von einer jüdischen jungen Frau stammt. Nun möchte auch der Vater der Toten den Empfänger des Organs kennenlernen…   Dieser fünfte Rünz Wiesbadenkrimi ist genau das, was der Titel besagt: Ein Kammerspiel. D.h. der komplette Krimi ist ein Schauspiel (und auch so geschrieben) für zwei Personen, den Detektiv Rünz und seinen Klienten. Der Fall wird durch die Gespräche der beiden vermittelt und dabei kommt es zu sehr vielen Verwicklungen, den beide, sowohl Rünz, als auch der Klient, wollen ihr Gegenüber auf verschiedene Arten und aus diversen Gründen in die Pfanne hauen. Beide lügen, beide manipulieren, teils auf sehr unterhaltsame und schlagfertige Art und Weise, eben echt Rünz. Dabei treibt es der Autor letztendlich streckenweise zu weit (daher auch der Punktabzug), denn gegen Ende ist es dann so wirr, dass mir nicht wirklich klar wurde, wir die Lösung tatsächlich aussah. Andere Aspekte, die eher in das Privatleben der beiden Protagonisten hineinspielen, sind so vorhersehbar, platt und abgedroschen, dass sie schon lange vor Schluss klar sind. Insgesamt aber sehr unterhaltsam, so ein Kriminalkammerspiel, vielleicht weil es für mich auch das Erste seiner Art war. Auch von Vorteil ist es, dass man die ersten vier Fälle nicht kennen muss, um an diesem Band seine Freude zu haben, vorausgesetzt man steht auf manipulative, misanthropische Ex Polizisten, die Spaß daran haben, alles und jeden in die Pfanne zu hauen.

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  • Interessanter Schreibstil

    Kammerspiel

    maxibiene

    17. August 2013 um 19:00

    Gerd Walders ist Mitglied der Darmstädter Kameraden, einer Bewegung neonazistischer Anhänger. Vor Monaten bekam er ein neues Herz transplantiert. Die Vorstellung, wo wem das Herz stammen könnte, katapultiert ihn in heftige Depressionen. Der Psychoanalytiker Lakan hat sich Welders angenommen und verspricht sich mit seinem Fall Anerkennung, Prestige und vielleicht mehr. Doch Welders verfällt immer mehr in den Wahn, die Identität seines Organspenders heraus zu finden, bis er eines Tages nicht mehr auftaucht. Lakan wendet sich an den Privatdetektiv Karl Rünz und bittet ihn, Welders für ihn zu finden. Es ist das erste Buch, das ich von Christian Gude gelesen habe. Der Stil entspricht nicht der Normalität, hat mich allerdings auch nicht weiter gestört. Ich fand es ganz amüsant, die Geschichte im Dialogstil zu lesen, denn so wurde sich auf das Wesentliche ohne große Ausschmückungen konzentriert. Die Protagonisten fand ich ebenso interessant, vor allem den Privatdetektiv Karl Rünz, ehemaliger Kriminalhauptkommissar der Mordkommission in Darmstadt. Als pensionierter abgeschobener Rentner fristet er nun sein Leben in seiner Privatdetektei und versucht sich außerdem als Thrillerautor, natürlich unter einem Pseudonym. Zudem wird sein Leben gerade umgekrempelt, denn er befindet sich inmitten seiner Scheidung. Ausgerechnet im größten Stress taucht der Psychoanalytiker auf und verlangt von ihm fast Unmögliches. Doch Rünz stellt sich der Sache und deckt so manches Geheimnis auf. Christian Gudes Schreibstil ist locker, frech, spitzfindig und amüsant. Der Dialogstil las sich zu meinem Erstaunen recht flüssig und so fesselte mich das Buch bis zum überraschenden Ende.

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