Nicht der schwache Oberbefehlshaber Walther von Brauchitsch, sondern sein Generalstabschef Franz Halder war 1938-1942 der eigentliche Kommandeur des Heeres. Franz Halder sympathisierte mit dem Widerstand und hielt sich für einen Militärputsch gegen Hitler bereit, zu dem er sich aber nie entscheiden konnte. Er plante und führte die Operationen vom Polenfeldzug, den Frankreichfeldzug bis zu Barbarossa. Beim "Sichelschnitt" schloss er sich schließlich dem Vorschlag seines genialen Konkurrenten von Manstein an. Im Verlauf der deutschen Sommeroffensive wurde Halder wegen Meinungsverschiedenheiten mit Hitler im September 1942 als Generalstabschef abgesetzt. Nach dem Stauffenberg-Attentat am 20.7.1944 wurden Halder, seine Frau und seine älteste Tochter verhaftet und im Konzentrationslager Flossenbürg interniert. Er wurde nach dem Krieg von den Alliierten nicht angeklagt und starb 1972. Die Biographie von Christian Hartmann ist gut recherchiert und gut geschrieben.
Generalstabschef des Heeres 1938-1942









