Christian Hartung Hinter der Angst

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Inhaltsangabe zu „Hinter der Angst“ von Christian Hartung

Dänemark 1944. Immer offener ergreifen die Nationalsozialisten die Macht im dänischen Königreich. Inspiriert von den Worten des Pfarrers Kaj Munk beginnt die Jurastudentin Lea, sich im Widerstand zu engagieren. Doch der Preis ist hoch. Die Nazis ermorden Munk und die Schlinge um die Widerstandskämpferin Lea zieht sich immer enger zu. Bald hinterlässt die ständige Todesgefahr ihre Spuren ...
Als Leas Freund, der junge Kriminalbeamte und Pfarrerssohn Jorgen, an den Ermittlungen im Mordfall Kaj Munk beteiligt wird, weiß er dass ihm nur wenig Zeit bleibt, bevor die Nazis die Nachforschungen unterbinden werden. Jorgen stürzt sich in die Arbeit, auch um die Sorge um seine geliebte Lea vergessen zu können. Bald muss er sich entscheiden, was ihm die Wahrheit wert ist.
In zurückhaltend-schlichter Sprache erzählt Christian Hartung die Geschichte eines jungen Paares im Auf und Ab des dänischen Widerstands. Mit der Akribie eines Historikers rekonstruiert er dabei die Geschehnisse um den Tod des dänischen Widerstands-Pfarrers Kaj Munk. Ein eindrucksvolles Erzählwerk über einen Glauben, der größer ist als die Angst.

spannender Roman mit ein paar Schwierigkeiten über den dänischen Widerstand

— Yannah36

Beeindruckendes Buch über die letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre in Dänemark!

— mabuerele

Ein interessanter Roman über den Dänischen Widerstand und den Pfarrer Munk, der jedoch auf Grund des Schreibstils schwer zu lesen ist.

— Mauela

Gut recherchiertes historisches Buch mit dichten, schweren Schreibstil

— marpije

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  • Ein Polizist und eine Mörderin

    Hinter der Angst

    LEXI

    20. August 2017 um 22:08

    Der Kriminalbeamte Jorgen Taarnby und die Partisanin Lea Frohlich sind die beiden zentralen Figuren im vorliegenden Roman des Theologen und Buchautors Christian Hartung. Die Erzählung der Lebensgeschichte der beiden wird von den Ereignissen um den dänischen Widerstandskampf gegen die deutsche Besatzung umrahmt. Die akribisch recherchierten Fakten zur Ermordung Kaj Munks stehen ebenfalls im Zentrum des Geschehens – im Verlauf des Buches wird dieser Kriminalfall von allen Seiten beleuchtet.Die historischen und politischen Hintergründe sowie Situationen wie beispielsweise Konfrontationen mit den Partisanenkämpfern, Verfolgungen, Festnahmen, Verhöre, Gefängnis- und Lageraufenthalte werden durch das Agieren der Protagonistin Lea anschaulich dargestellt. Christian Hartung geht auch detailliert auf das Denken, die Emotionen und die inneren Konflikte, die Zerrissenheit und die Probleme der Menschen in diesen schweren Zeiten ein.Obgleich es sich hierbei um ein thematisch hoch interessantes Buch handelt und die Recherchearbeit des Autors wirklich exzellent war, kam ich für meine Person mit dem Schreibstil nicht zurecht. Mich störten die sehr eigenwilligen Satzkonstruktionen, bei denen mehrfach Satzteile einfach weggelassen wurden, in denen Sätze unvermutet plötzlich endeten, in denen ein neuer Kapitelabschnitt kleingedruckt begann und ich oftmals auch Satzzeichen vermisste. Auch die abgehackte und stark sprunghafte Erzählform trug dazu bei, meinen Lesefluss empfindlich zu hemmen. Bei vielen Abschnitten wurde mir erst nach einigen Zeilen klar, mit welcher Person oder mit welchem Erzählstrang der Autor sich gerade beschäftigt und ob es sich um ein Ereignis aus der Gegenwart, oder der Vergangenheit handelt. Auch die Darstellung sämtlicher Dialoge in Form von Anführungen mit Aufzählungszeichen empfand ich als verwirrend. Fazit: „Hinter der Angst“ ist eine Lektüre, mit deren Sprachstil ich leider nicht zurecht kam und die ich daher nicht zu meinen persönlichen Lese-Highlights zählen kann.

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  • Interessanter und informativer Roman über den zweiten Weltkrieg in Dänemark

    Hinter der Angst

    Buchbloggerin

    24. June 2017 um 08:52

    Ich lese gerne Romane, die während des Krieges spielen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es damals gewesen war bzw. sein könnte. Als ich gelesen habe, dass es in Hinter der Angst von Christian Hartung um einen Mordfall im zweiten Weltkrieg geht, wollte ich dieses Buch sehr gerne lesen. Es handelt sich aber auch um eine dänische Widerstandsgruppe mit jungen Leuten, die ihr Leben für Gerechtigkeit aufs Spiel gesetzt haben. Ein interessantes Buch mit vielen Informationen und Bezügen zu wahren Personen! Dänemark 1944. Immer offener ergreifen die Nationalsozialisten die Macht im dänischen Königreich. Inspiriert von den Worten des Pfarrers Kaj Munk beginnt die Jurastudentin Lea, sich im Widerstand zu engagieren. Doch der Preis ist hoch. Die Nazis ermorden Munk, und die Schlinge um die Widerstandskämpfer zieht sich immer enger zu. Bald hinterlässt die ständige Todesgefahr ihre Spuren … Als Leas Freund, der junge Kriminalbeamte und Pfarrerssohn Jørgen, an den Ermittlungen im Mordfall Kaj Munk beteiligt wird, weiß er, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, bevor die Nazis die Nachforschungen unterbinden werden. Jørgen stürzt sich in die Arbeit, auch um die Sorge um Lea vergessen zu können. Bald muss er selbst entscheiden, was ihm die Wahrheit wert ist. In der Geschichte fängt alles mit dem Tod des dänischen Pfarrers Kaj Munk an, der im Widerstand tätig war und dafür ermordet wurde, um den Widerstand zu schwächen. Einer der Hauptcharaktere war Jørgen, der bei der Polizei tätig war. Dies war ihm sehr hilfreich dabei, nach den Tätern zu suchen und herauszufinden, warum der Mord geschah. Seine jüdische Freundin Lea, die eigentliche Protagonistin, sollte mit ihrer Familie nach Schweden auswandern, doch während ihre Eltern weiterzogen, blieb sie in Dänemark und schloss sich dem Widerstand an. Sie hat Einiges getan, was ihr später, nach Kriegsende, keine Ruhe mehr gelassen hat. Sie hatte viel mit Alpträumen und Erinnerungen an den Krieg zu kämpfen. Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht nicht wie jedes andere Buch, was beispielsweise den Schreibstil angeht. Zum Teil haben Kapitel mitten im letzten Satz aufgehört, Kapitel haben mitten in einem ganz anderen Satz angefangen und man fand zwischendurch immer wieder einen grammatikalisch nicht ganz korrekten Satz. Es liegt auf der Hand, dass das vom Autor so gewollt war, doch da ich ungerne Bücher mit so einem Schreibstil lese, fiel es mir oft schwer, einfach in der Geschichte zu verschwinden. Doch diese Zerrissenheit und Unordnung in den Sätzen spiegelte sehr gut die Lage während des Krieges wider. Die meisten Kapitel wurden aus Leas Sicht erzählt, doch es gab auch Abschnitte aus Jørgens Perspektive. Was ihn angeht, hat er keinen Augenblick an seiner Liebe zu Lea gezweifelt und war voller Hoffnung, dass sie nach Kriegsende gemeinsam ein glückliches Leben führen würden. Lea war sich auch ihrer Liebe zu Jørgen sicher, doch war sie emotional eher instabil, sie hatte irgendwann nicht mehr den Wunsch, in dieser Welt zu leben. Sie wollte am Ende einfach ins Lager gebracht werden, wie so viele, damit der Horror (durch den Tod) schneller vorbei wäre. Was mir ein wenig zu kurz kam, war der Glaube an Gott. Zwar haben die Charaktere dann und wann von Gott gesprochen, aber dann ging es mehr darum, dass sie nicht glauben, dass einen Gott geben kann. Es gab eine Figur namens Gott, doch meiner Meinung gehört diese nicht hier rein, denn von Gott in so einer Form zu sprechen, finde ich falsch. Insgesamt ist dieses Buch sehr informativ, man erfährt, wie die Menschen sich damals gefühlt haben mussten, man sieht viele schreckliche Seiten an dem Krieg und erfährt etwas über den dänischen Widerstand. Das war sehr interessant zu lesen, doch mich mit der Geschichte „anzufreunden“ fiel mir recht schwer. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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  • Kein leichter Stoff

    Hinter der Angst

    mabuerele

    "...Die Aufgabe: Fortführung eines Krieges, der keinen Sinn mehr ergab, was nur deshalb nicht auffiel, weil er auch vorher keinen gehabt hat. Ziel: dabei so viel wie möglich zu zerstören. Hoffnung: Das Schlimmste wäre bald geschafft. Befürchtung: Das Schlimmste stand noch bevor...." Das Buch beginnt mit einem Gespräch im Jahre 1953. Zwei Menschen unterhalten sich darüber, ob es gut und richtig wäre, die Vergangenheit aufzuschreiben. Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1944. Lea ist eine junge Jüdin. Sie hält sich versteckt und arbeitet im Widerstand. Jøchen, ihr Freund, ist Kriminalbeamter in der dänischen Stadt Silkeborg. Dort wird der Prediger Kaj Munk tot aufgefunden, der sich gegen die Judenverfolgung der Deutschen ausgesprochen hat. In die Aufklärung des Mordes ist Jøchen eingebunden. Gleichzeitig weiß er, dass ihm enge Grenzen gesetzt sind. Der Autor zeichnet ein bedrückendes Bild der letzten Kriegsjahre in Dänemark und führt die Geschichte dann in der Nachkriegszeit fort. Im Mittelpunkt steht zum einen die Aufklärung de Mordes von Kaj Munk, zum anderen die Entwicklung des Widerstandes gegen das Naziregimes am Beispiel von Lea. Der Schriftstil des Buches ist in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen Wechseln drei Handlungsstränge miteinander ab. Ich als Leser darf Leas Entwicklung begleiten und gleichzeitig wie nebenbei Jøchen bei seinen Ermittlungen über die Schulter schauen. Dazwischen werden mehrmals Gespräche zwischen Lea und Jøchen eingefügt, die 1953 stattfinden. Diese Gespräche sind kurz, knapp, aussagekräftig. Hier werden Fragen des Glaubens und der Vergangenheitsbewältigung berührt. Jøchen, Sohn eines Pastors, hat seinen Glauben verloren, Lea hält an ihren jüdischen Grundüberzeugungen fest. An anderen Stellen setzt sich Jøchen auf ungewöhnliche Art mit Gott auseinander. Das kann ich nicht beschreiben. Das muss man lesen. Wenn der Wechsel zwischen in der Handlung zwischen Lea und Jøchen stattfindet, werden Sätze nicht zu Ende geführt, so als würde ein Gedanke abgebrochen. Manchmal fehlt auch der Beginn eines Satzes, als wäre plötzlich eine neue Idee geboren und der alte Gedanke unwichtig. Das zwingt mich als Leser zu kurzem Innehalten und gibt der Handlung einen zusätzlichen Ernst. Deutlich herausgearbeitet wird Leas Entwicklung. Schon die Änderung ihres Decknamens von Frosch zu Amazone weist auf neue Aufgaben hin. Das bedeutet auch, dass die Kontakte zwischen den Liebenden kaum noch möglich sind. Obiges Zitat zeigt, wie sich gegen Ende des Krieges auch die Situation in Dänemark zuspitzt. Willkürliche Erschießungen folgen auf Sabotageakte des Widerstandes. Das Zitat ist außerdem ein Beispiel für den Schreibstil, der kurz und knapp häufig auf den Punkt kommt. Das Ende der Kämpfe heißt nicht Frieden, sondern erst einmal Rache, vor allen an den Denunzianten. Die schweigende Masse, die Vertreter des Widerstandes und diejenigen, die mit den Deutschen zusammengearbeitet haben, sind die drei Gruppen, die sich nun neu miteinander auseinandersetzen müssen. Die Kriminalpolizei dagegen versucht, die alten Fälle neu aufzurollen und stößt erneut an politisch gewollte Grenzen. Zu den stilistischen und inhaltlichen Höhepunkten gehören für mich Leas Selbstbetrachtungen. Sie hinterfragt ihr Verhalten im Widerstand. Wo hört Selbstschutz auf und beginnt Mord? Diese Frage treibt sie um. Sie ringt mit ihrem Gewissen und kämpft gegen ihren Alpträumen. Dadurch werden wichtige ethische Fragen aufgeworfen. Betroffen macht es, als Lea in Bonn plötzlich einem ihrer ehemaligen Peiniger gegenübersteht, der ein hohes Amt begleitet und keinerlei Schuldbewusstsein hat. Sehr gut werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben. Angst und Schuldgefühl, Hoffnung und Zuneigung sind einige davon. Ihre innere Zerrissenheit bringt Lea in Gedichten zum Ausdruck. Ein ausführliches Nachwort, eine Zeitleiste und eine Karte ergänzen die Geschichte. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Schriftstil ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, wurde aber als Mittel zum Zweck meiner Meinung nach sehr gekonnt eingesetzt. Außerdem hat mir das Buch den Blick auf ein eher selten thematisiertes Kapitel des zweiten Weltkriegs geöffnet.

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    • 5

    clary999

    20. May 2017 um 19:33
  • Der dänische Widerstand

    Hinter der Angst

    Yannah36

    19. May 2017 um 07:58

    Lea, eine jüdische Studentin und Jorgen eine Kriminalpolizist sind die Protagonisten dieses ungewöhnlichen ja außergewöhnlichen Romans der in Dänemark während und nach dem zweiten Weltkrieg spielt. Das Buch beschreibt die Situation und das Handeln sowohl aus sich der Zwei als auch in gemeinsamen Dialogen nach der Befreiung. Lea ist mir durch ihre spezielle Art schnell ans Herz gewachsen, ich war von ihrem Mut und ihrer Ausdauer beeindruckt, aber genauso gut haben mir ihre verletzlichen Seiten gefallen. Meiner Meinung nach, ist es dem Autor gelungen mit Lea eine sehr vielschichtige Persönlichkeit zu erschaffen. Ihre Gedanken sind mir oftmals sehr Nahe gegangen. Auch Jorgen ist eine spannende Persönlichkeit, der als Kriminalpolizist zum Beispiel verschiedene Morde der NS aufklären versucht, so zum Beispiel den von Pfarrer Munk. ich muss zu geben, dass ich noch nie etwas von Kay Munk gehört habe, so war es interessant seine Ansichten kennen zu lernen, obwohl ich manches nicht nachvollziehen kann, bzw. mit manchen nicht konform gehe. Daher hat mir die Auseinandersetzung mit ihm und seinen Ansichten durch die Protagonisten sehr gut gefallen.Meines Erachtens nach, ist der Roman sehr gut recherchiert und vermittelt viel Wissen, mir persönlich sind es am Ende zu viele Namen von Tätern und Mitwissern gewesen, die ich einfach nicht auseinander halten konnte.Größtes Manko ist meiner Meinung nach, der Schreib- bzw. Sprachstil. Er ist sehr verknappt und fragmentiert. Zum einen finde ich ihn so authentischer, man spürt die Gedankenfetzen und auch die Dynamik der Dialoge. Zum Anderen hat mich der Wechsel zwischen den Protagonisten und der verknappte Sprachstil oftmals auch verwirrt, so dass ich eine halbe Seite gebraucht habe ehe ich in der Handlung war oder Probleme mit der zeitlichen Abfolge hatte. Außerdem konnte ich mich dadurch nicht zu hundert Prozent in den Roman finden, obwohl die Personen an sich und die Geschichte sehr spannend erzählt sind, fehlte mir leider etwas.

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  • Widerstand in Dänemark

    Hinter der Angst

    irismaria

    16. May 2017 um 22:09

    „Hinter der Angst“ ist ein historischer Roman von Christian Hartung, der im 2. Weltkrieg in Dänemark spielt. Im Mittelpunkt steht eine Widerstandsgruppe zu der die Jurastudentin Lea gehört. Die Ermordung des beliebten Pfarrers Kaj Munk durch die Nationalsozialisten soll den Widerstand brechen, doch das gelingt nicht. Lea wird zur Amazone, die gegen die Nazis kämpft. Eine wichtige Rolle spielt auch der junge Kriminalbeamte Jørgen, der Leas Freund ist. Er ermittelt im Mordfall Kaj Munk.Die Thematik des Widerstands ist spannend und ich habe einiges über die NS-Zeit in Dänemark erfahren. Die seelischen Nöte der Widerstandskämpfer und religiöse Überlegungen sind gut geschildert. Leider konnte mich die Geschichte vom Schreibstil her nicht überzeugen. Der Autor erzählt in vielen kurzen, teilweise unvollständigen Sätzen. Gedanken werden angerissen, Gespräche abgehackt erzählt. Das mag ein Stilmittel sein, für mich war es aber schwierig, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen und die Handlung bildlich zu erleben.

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  • Hinter der Angst

    Hinter der Angst

    Mauela

    14. May 2017 um 15:30

    Der dänische Pfarrer Kaj Munk lässt sich während des zweiten Weltkrieges seinen Mund nicht verbieten und schreibt und predigt in seiner kleine n Gemeinde Vederso Worte von Mut, Auflehnung gegen die Nazis und Widerstand, die nicht Jeder begeistert aufnimmt.  Und so kommt, was zu dieser Zeit mit Querulanten kommen muss, Kaj Munk wird erschossen und einfach im Straßengraben liegen gelassen.  Als der junge Kriminalbeamte Jorgen dem Fall zugeteilt wird, ist im schnell klar, dass eigentlich Niemand an der Aufklärung des Falls Interesse hat, weil die Nazis zu dieser Zeit das Land schon fest im Griff haben. Im Roman Hinter der Angst von Christian Hartung steht neben der historisch realen Person des Kaj Munk,  noch der Kriminalbeamte Jorge und die Jüdin Leas im Mittelpunkt, die sich beide aktiv am Widerstand beteiligen und zwischen denen sich eine Liebesgeschichte anbahnt… Obwohl die Geschichte an sich sehr gut recherchiert und  in einen stimmigen Roman eingebettet wurde, konnte ich weder mit den Figuren noch mit der Erzählung  selber warm werden. Dabei waren für mich zum einen der Schreibstil und zum anderen, die für ein christliches Buch, nicht ganz nachvollziehbaren Aussagen der Protagonisten. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, besteht stellenweise eher aus unvollendeten Gedankengängen und nicht aus ganzen Sätzen.  Wenngleich das ein interessantes Stilmittel ist, hat sich dadurch das Lesen für mich schwierig gestaltet und obwohl ich wirklich ein Vielleser bin, musste ich den einen oder anderen Satz tatsächlich zweimal  lesen um den Inhalt zu verstehen. Und die  Handlungen selber, zum Beispiel der Aufruf Munks in Jesu Nahmen zu töten, ist für mich mit einem christlichen Buch nicht vereinbar. Es hätte zumindest eine Erklärung dazu gehört, dass diese Auffassung Munks in keiner Weise mit den christlichen Werten konform geht, denn ein Leser, der sich nicht so gut mit der Bibel und den christlichen Werten auskennt, könnte damit gedanklich in eine falsche Richtung gehen. Pluspunkte konnte der Roman trotzdem sammeln, denn ich finde, man kann nicht oft genug betonen, dass es auch in den schlimmsten Situationen immer noch Menschen gibt, die versuchen das Beste zu tun und ungeachtet der Gefahr, anderen zu helfen.  Schön fand ich auch, dass Texte von Munk in die Erzählung eingeflossen sind, denn dies macht den Menschen Munk greifbarer. Von mir trotzdem nur eine eingeschränkte Leseempfehlung, denn ungeübte Leser werden sich trotz aller Interesse sehr schwer mit dem Roman tun.

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  • Leserunde zu "Hinter der Angst" von Christian Hartung

    Hinter der Angst

    Arwen10

    Im Brendow Verlag ist auch folgender Roman erschienen. Ich danke dem Brendow Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Christian Hartung Hinter der Angst Zum Inhalt: Dänemark 1944. Immer offener ergreifen die Nationalsozialisten die Macht im dänischen Königreich. Inspiriert von den Worten des Pfarrers Kaj Munk beginnt die Jurastudentin Lea, sich im Widerstand zu engagieren. Doch der Preis ist hoch. Die Nazis ermorden Munk, und die Schlinge um die Widerstandskämpfer zieht sich immer enger zu. Bald hinterlässt die ständige Todesgefahr ihre Spuren … Als Leas Freund, der junge Kriminalbeamte und Pfarrerssohn Jørgen, an den Ermittlungen im Mordfall Kaj Munk beteiligt wird, weiß er, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, bevor die Nazis die Nachforschungen unterbinden werden. Jørgen stürzt sich in die Arbeit, auch um die Sorge um Lea vergessen zu können. Bald muss er selbst entscheiden, was ihm die Wahrheit wert ist. In zurückhaltend-schlichter Sprache erzählt Christian Hartung die Geschichte eines jungen Paares im Auf und Ab des dänischen Widerstandes. Mit der Akribie eines Historikers rekonstruiert er dabei die Geschehnisse um den Tod des dänischen Widerstands-Pfarrers Kaj Munk und stellt die Frage nach dem, was größer ist als die Angst. Link zur Leseprobe: http://www.brendow-verlag.de/media//leseproben/978-3-86506-932-0/978-3-86506-932-0.pdf Falls ihr eines der 4 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 10. April 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ?  Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 91
  • Eine Liebesgeschichte im dänischen Widerstand

    Hinter der Angst

    waldfee1959

    12. May 2017 um 21:31

    Die Handlung des Romans beginnt im Januar 1941. Lea eine jüdische Jurastudentin hat sich einer Widerstandsgruppe gegen die deutschen Besatzer angeschlossen. Angesprochen ist sie u.a. von dem dänischen Pfarrer Kaj Munk, in dessen Predigten unmissverständliche Aufrufe zum Widerstand zu hören sind und der am 4.1.1945 im Auftrag der SS ermordet wird. Immer tiefer gerät sie in die Widerstandsbewegung hinein, tötet, muss sich verstecken. Auf der anderen Seite ist ihr Freund Jorgen, der bei der Kriminalpolizei arbeitet und den Mord mit aufklären soll. Man erfährt in diesem Roman viel über den dänischen Widerstand, auch über die Zerrissenheit der dänischen Bevölkerung. Das Grauen der NS-Zeit wird sehr real geschildert ,ebenfalls die Zeit nach dem Krieg, wo die Täter zwar teilweise schnell gefunden werden, aber die Verfahren und das Interesse daran oft im Sand verläuft. Parallel dazu geht es immer wieder um die Liebesbeziehung zwischen Lea und Jorgen in dieser „unnormalen“ Zeit. Diese Beziehung ist sehr ergreifend und mit viel Einfühlungsvermögen geschildert. Der Roman ist historisch sehr gut recherchiert. Über den dänischen Widerstand hatte ich bisher noch nichts gelesen, schon deshalb war das Buch ein Gewinn für mich. Diese Zeiten und die Menschen, die ihre Leben aufs Spiel gesetzt und teilweise verloren haben dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb ist es gut, wenn immer wieder über sie geschrieben wird und wir hoffentlich etwas daraus lernen können. Das Buch ist nicht im chronologischen Erzählstil geschrieben. Immer wieder wechseln die Zeiten und oft sind die Sätze kurz und abgehackt. Das hat mich etwas verwirrt und ich brauchte ziemlich lange, bis ich beim Lesen richtig in die Handlung hineinfand und mich bei den Personen und Ereignissen zurechtfand. Das schmälerte am Anfang meine Lesefreude stark und ich hätte das Buch fast auf die Seite gelegt und aufgehört zu lesen. Ich bin froh, es dennoch gelesen zu haben, denn das Buch war letztendlich ein Gewinn für mich, hat es mich sehr ins Nachdenken gebracht und mir gezeigt, wie vielschichtig die Widerstandsbewegung war .  

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    • 2
  • Hinter der Angst

    Hinter der Angst

    marpije

    29. April 2017 um 16:49

    Kaj Munk war in  Zeiten von Zweitens Weltkrieg ein Pfarrer in einer kleiner Gemeinde Vederso in Dänemark. Munk schreibt viel und seine Wörter gefallen den Leuten sehr, mit den Zeit wenn der Krieg immer grausamer wird und der Hitler hat seine wahre Gesicht gezeigt , Munks Wörter greifen nach den Politik, er predigt viel über Mut und Widerstand, die leute sind begeistert, die SS nicht. 04.01.1944 Kaj Munk wird erschossen und einfach im einer Straßengraben liegen gelassen. die Polizei findet die leichen von der Pfarrer und probiert ermittelt. Der junge Kriminalbeamte Jorgen weiß das diese Fall unlösbar ist, weil die Nazis die ganze Dänemark in der Hand halten. Die zweite Handlungsstrang  ist die Liebesgeschichte von Jorgen und Lea. Lea engagiert sich sehr aktiv in der Widerstand in Dänemark, Jorgen ist ein Polizist, die beide sind ein Paar, aber stehen auf zwei verschiedenen Seiten  und in diesen schrecklich  gefährlichen Zeiten dir beide sind "hinter der Angst " geklemmt.Christian Hartung hat ein gut recherchiertes, historisches buch geschrieben, die viele wahren Fakten hat er  mit der Fiktion verbunden. Die Protagonisten sind gut ausgebaut - Jorgen und Lea können wir erleben in die schweren Zeiten und wir können tief in ihre Gefühle blicken.Die Stimmung ist sehr bedrückend, aber das kann nicht anders sein, der Krieg, der Angst, der Hass und die viele Zweifeln haben den Leuten die ganze Fröhlichkeit aus den Leben geraubt, dem Autor ist gut gelungen die gespannte, hoch geladene Atmosphäre aud der Leser übertragen.Mein Kritikpunkt ist hier der Schreibstil,  nicht einfach zu lesen , fast poetisch, ich habe gebraucht die ganze Aufmerksamkeit um die Sätze gut zu verstehen, durch die schere, dichte Schreibweise das ganze ist, für mich langatmig.

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  • Geschichte über den Widerstand in Dänemark

    Hinter der Angst

    heaven4u

    23. March 2017 um 10:01

    Hinter der Angst erzählt zwei Geschichten – einmal die Geschichte rund um die Ermordung des dänischen Pastors Kaj Munk im Januar 1944 und die Liebesgeschichte von Lea und Jorgen. Kaj Munk ist in Deutschland nur wenig bekannt, das nahm der Autor Christian Hartung zum Anlass, einen Roman über ihn und seine Ermordung zu schreiben. Sehr genau schreibt er über den Widerstand in Dänemark, Lea spielte dabei eine große Rolle, Jorgen arbeitet bei der Polizei und betrachtet alles von der anderen Seite. Doch während des Krieges darf in Dänemark nicht ausführlich über den Mord ermittelt werden, so macht sich die dänische Polizei erst nach Kriegsende auf die Suche von Munks Mördern. Natürlich handelt es sich um einen Roman und die Dialoge sind größtenteils Freiheit des Autors, dennoch haben sich die Ermordung, die Ermittlungen und die Verurteilungen danach so ereignet. Die Geschichte hat mir gut gefallen, leider gab es für mich ein großes Problem – der Schreibstil. Er will poetisch erscheinen, doch ist er für mich „Otto-Normal-Leser“ einfach verworren. Ich musste einiges mehrmals lesen, um es zu verstehen und im Gesamtzusammenhang zusammenfügen zu können. Es gibt keine wörtliche Rede, diese wird mit einem Bindestrich voran angezeigt. Das wäre noch zu verschmerzen gewesen, aber manche Absätze fangen einfach klein an oder enden abrupt ohne Satzzeichen. In einigen Teilen habe ich herausgelesen, dass es sich dabei um Munks eigene Worte handelt, aber das hätte man wirklich besser lösen können. So war der Text für mich nur schwer lesbar und es gab keinen wirklichen Lesefluss. Sehr schade, denn die Geschichte war wirklich interessant, zumal sie hier in Deutschland tatsächlich fast unbekannt ist. Auch die Idee Munks Texte mit einfließen zu lassen, fand ich eine gute Idee, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Leider konnte mich die Liebesgeschichte auch nicht überzeugen, sie war ein einziges hin und her und für ein christliches Buch schlicht unmoralisch. Mag sein im Krieg gibt es andere Regeln, dennoch hat es mir gar nicht gefallen, immerhin ist die Liebesgeschichte fiktiv. Natürlich gab es zwischendrin immer mal Lichtblicke und ich musste schlucken, was die Deutschen sich erlaubt haben. Wer sich also für ein Stück dänische Geschichte interessiert, für den ist das Buch durchaus interessant, wenn man sich mit der Schreibweise des Autors anfreundet. Vielleicht habe ich den Sinn auch nicht richtig verstanden, dann möge man mir die 3 Sterne Bewertung verzeihen.

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