Christian Holler

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Lebenslauf von Christian Holler

Christian Holler ist Physiker und promovierte 2003 in Radioastronomie an der Universität Cambridge. Daneben ist er an wirtschaftlichen Themen interessiert, absolvierte einen MBA und gründete erfolgreich eine Firma, bevor er wieder in die Astronomie an die Universität Oxford ging. Seit einigen Jahren ist Christian Holler Professor an der Hochschule München.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Erneuerbare Energien9783962380809

Erneuerbare Energien

 (2)
Erschienen am 06.09.2018

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Rezension zu "Erneuerbare Energien" von Christian Holler

Einseitig pro Ökotechnik - verschweigt wichtige Fakten
Elfensternvor einem Jahr

Auf den ersten Blick macht das Buch einen guten Eindruck. Dieser erste Endruck verflüchtigt sich allerdings sehr schnell, wenn man ins Detail geht.

Es werden schöne Berechnungen zur Windnutzung angestellt, die den Laien sicher beeindrucken und ich möchte auch nicht behaupten, dass diese falsch sind. Allerdings sind die Autoren eindeutig 'Pro erneuerbare Energien' eingestellt und das merkt man sehr deutlich. Es werden nur Fakten genannt, die für erneuerbare Energien spricht, die Probleme dieser Technik werden allerdings verharmlost (wie die Anzahl der von Windmühlen erschlagenen Vögel) oder gleich ganz weggelassen.

Um die Schwankungen bei Wind und Sonne ausgleichen zu können, benötigt man Grundlastkraftwerke (Kohle, Gas, Öl). Diese müssen ständig nachjustiert werden, um das Stromnetz stabil zu halten und dafür zu sorgen, dass zu jeder Zeit die benötigte Strommenge zur Verfügung steht. Diese Regelvorgänge verursachen bereits jetzt einen jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 1 Mrd. Euro. Die Kapazität dieser Stabilisierungskraftwerke muss der Kapazität der gesamten Windmühlen und Solaranlagen entsprechen, um auch im Extremfall Dunkelflaute (es ist dunkel und windstill) eine sichere Stromversorgung sicherzustellen. Es muss also die gesamte benötigte Stromproduktionskapazität doppelt gebaut werden, was ökonomischer Blödsinn ist.


Es wird behauptet, dass es keine genauen Zahlen über die durch Windmühlen getöteten Vögel gibt. Das ist allerdings Unsinn. Der Naturschutzbund Deutschland (NaBu) gibt die Zahl der von Windmühlen getöteten Mäusebussarde mit 12.000, die der Rotmilane mit 1.500 und die Zahl der Fledermäuse mit 240.000 an.


Was auch komplett fehlt, ist der Einfluss des Infraschalls, der von den rotierenden Windmühlenflügeln ausgeht und eine Reichweite von bis zu 10km haben kann. Es ist nachgewiesen, dass diese ständige Dauerschallbelastung (auch wenn er für Menschen unhörbar ist) sensible Menschen krank machen kann.


Die durchschnittliche Stromerzeugung der Windmühlen an Land wird mit 22-34% angegeben. Vergleicht man allerdings die verbaute Nennleistung mit der tatsächlichen Stromproduktion der letzten Jahre, so ergibt sich lediglich eine Durchschnittsleistung von 15-20% der Nennleistung.


Fazit:

So könnte man das jetzt noch eine ganze Weile weiterführen. Da das Buch nicht neutral geschrieben ist sondern wichtige Fakten verharmlost oder gleich ganz verschweigt, wird beim Leser ein völlig falscher Eindruck der ganzen „Ökotechnik“-Thematik vermittelt. Daher kann ich das Buch absolut nicht empfehlen sondern muss sogar davon abraten.

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