Christian Jostmann Das Eis und der Tod

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Inhaltsangabe zu „Das Eis und der Tod“ von Christian Jostmann

Dramatischer Wettlauf im ewigen Eis Im Herbst 1911 brachen der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Scott mit ihren Expeditionsteams in die Antarktis auf, um den letzten, noch nicht erforschten Punkt der Erde zu erreichen – den Südpol. Wer würde der Erste am Pol sein? Amundsens Team gelang sowohl dies als auch die Rückkehr, während Scott und seine Männer zwar ebenfalls das Ziel erreichten, aber die Eishölle nicht überlebten.Eine fesselnde Geschichte um wissenschaftliche Neugier, Mut, Würde und Kameradschaft angesichts der Aussichtslosigkeit.

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        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • „Ein Hoch auf die Hunde!“

    Das Eis und der Tod
    Ginevra

    Ginevra

    16. May 2016 um 15:02

    Die Entdeckung des geographischen Südpols ist das spannende Thema dieses informativen Buchs, das man wohl am ehesten als Reisebericht beschreiben kann. Autor Christian Jostmann, geboren 1971, studierte Geschichte, Soziologie, Hispanistik und Psychologie in Bielefeld und Würzburg. Seit 2002 schreibt er für das Feuilleton der SZ.Im Jahr 1911 brachen zwei Expeditionen auf, um das letzte große geographische Geheimnis zu lüften und zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte den Südpol zu betreten.Zum Einen Roald Amundsen aus Norwegen mit seiner Mannschaft und dem Schiff „Fram“. Eigentlich war Amundsen wenige Jahre zuvor ganz knapp an der Entdeckung des Nordpols gescheitert, der ihn viel mehr faszinierte (und wo er Jahrzehnte später verschollen ist). Amundsen war bekannt als Kämpfer, der keinen Widerspruch duldete – und der sich bereits bestens mit arktischen Verhältnissen auskannte, nachdem er als erster Mensch die Norwestpassage durchsegelt hatte.Zum Andern trat die Mannschaft der „Terra Nova“ aus Großbritannien an, um dessen Ruhm als ziemlich angeschlagener Weltmacht aufzufrischen. Leiter der britischen Expedition war Marineoffizier Robert Falcon Scott, mit an Bord waren einige bedeutende Wissenschaftler und ein Fotograf. Scott war als „Gentleman“ in seiner Heimat hoch angesehen, er schrieb ausführliche Tagebücher, machte sich viele Gedanken über die Planung der gesamten Expedition – ein sensibler, dennoch ehrgeiziger Mensch. Sein Ziel war nicht nur die Eroberung des Südpols, sondern die Entdeckung einer bis dato beinahe unberührten Natur. Menschlich gesehen wurde er als kameradschaftlich, beherrscht und sensibel beschrieben, was ihm im unerbittlichen Konkurrenzkampf gegen den vergleichsweise rücksichtslosen, zielstrebigen Amundsen möglicherweise zum Verhängnis wurde.Jostmanns Buch stellt beide Teams einander gegenüber und beschreibt die Ereignisse im historischen Zeitstrahl parallel, was eine unglaubliche Spannung schafft. Er berücksichtigt dabei zahlreiche Fakten, die sich aus den Berichten vieler Zeitzeugen und Teilnehmer beider Teams zusammensetzen. Auch einige der berühmten Fotos von Herbert Ponting sorgen dafür, dass man ein Gefühl für die Dimensionen der unendlichen Eislandschaft bekommt.Besonders Scotts Tagebucheinträge finden ihren Platz, ebenso wie seine Listen und mathematischen Gleichungen, mit denen er die Expedition akribisch plante – und wie er das Geplante immer wieder überarbeitete bzw. korrigierte. Im Nachhinein wurde ihm dies als „Zögerlichkeit“ und „Planlosigkeit“ ausgelegt, was ich persönlich als ungerecht empfinde. Amundsen siebte gnadenlos aus, wen er für die letzten Meilen zum Südpol für geeignet hielt, und kalkulierte lebende Schlittenhunde als Proviant für Mensch und Tier ein, riskierte zuvor durch einen zu frühen Start das Leben der gesamten Mannschaft. - Scott dagegen sorgte sich stets um die Ernährung und Gesundheit seiner Kameraden UND seiner Tiere, verlor viel Zeit durch die missglückte Verwendung von motorbetriebenen Schlitten, und nahm ein paar gesundheitlich schwächere Forscher mit, um nicht wortbrüchig zu werden – und um der Wissenschaft einen Dienst zu leisten. Außerdem hatte er riesiges Pech mit dem Wetter. Seine letzten Gedanken galten seiner Frau und seinen Kameraden, er ließ die Schwächeren nicht im Stich, und wurde nach seinem Tod als wahrer Held der Südpol- Expedition geehrt – und ging somit in die Geschichte ein. Erst seit einigen Jahren wurden Scotts Schriften neu gelesen und etwas kritischer bewertet. Amundsens Sieg wurde übrigens nicht überall gefeiert – zu einem Eklat kam es, als beim Bankett der Royal Geographic Society deren Ehrenpräsident seinen Toast nicht auf den anwesenden Gast Amundsen ausbrachte, sondern auf dessen Schlittenhunde: “I therefore propose three cheers for the dogs”!Aber hierzu bleibt Jostmann angenehm neutral. Dennoch spürt man durch die Zitate aus Scotts Tagebuch, wie hart diese gesamte Expedition für alle Beteiligten war, und wie tragisch ihr Ausgang für die Briten. Amundsen dagegen zeigte sich lieber als „Teufelskerl“, der das Ganze hinterher beinahe wie einen Sonntagsausflug mit Schlittenhunden darstellte, und der bereits wenige Jahre später erneut aufbrach – diesmal per Flugzeug und an den Nordpol, welcher später sein Schicksal werden sollte.Fazit: ein spannendes, super recherchiertes Sachbuch, das sich wie ein Kriminalroman liest! 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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