Christian Kalwas

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Christian Kalwas

Lebenslauf von Christian Kalwas

Es war ein wenig - sagen wir - merkwürdig, mich hier als "Autor" anzumelden. Ich bin gar kein Autor. Ich bin noch nicht einmal ein Schreiberling. Gleichwohl - naja, habe ich ein (nicht ganz ernst gemeintes) Buch geschrieben. Eine Satire. Weil mich das Thema interessierte. Weil mir das Thema immer wieder begegnete. Weil ich Dinge zu sagen hatte. Weil - - - hach! Und nun bin ich wohl Autor. Wer sich wie ich für das Thema des religiösen Fundamentalismus, des Kreationismus, interessiert oder davon gehört hat, die Welt sei 6000 Jahre alt, Evolution sei eine Lüge und - ebenfalls wie ich - mit Erstaunen und einer hochgezogenen Augenbraue reagiert, wer also einmal eine Zusammenstellung der Argumente des "Intelligent Design" lesen möchte und eine Reaktion darauf, für den ist mein Buch "Gott ist ein Arschloch: Intelligent Design. Eine Polemik" vielleicht geeignet. Überall, im Internet, bei Straßenpredigern, bei Missionierungsveranstaltungen - überall finden diese Diskussionen statt und Kreationisten versuchen zu erklären, dass Körperteile zu "komplex" wären, um durch Evolition entstanden zu sein, dass Evolution gegen die Regeln der Thermodynamik verstoße oder dass der "Glaube" an die Evolution nur auf "Zufall" beruhe. Wissenschaftler und leidlich wissenschaftlich gebildete Leien widersprechen dann und versuchen, die jeweilige Fragestellung zu beantworten. Aber Kreationisten wollen nicht zuhören, sie fragen in der irrigen Annahme, dass es auf ihre Fragen keine Antworten geben könne. Daher geht mein Buch einen anderen Weg. Statt die Fragen des "Intelligent Design" zu beantworten - das machen genug andere Leute, die weitaus gebildeter sind als ich und daher dazu viel besser in der Lage - nehme ich die Idee des Kreationismus ernst und stelle die Gegenfrage, was für ein Gott das sein muss, der diese Welt "designt" hat. Wer denkt sich schon soetwas wie den Penisfisch aus. Oder Hämorrhoiden. Oder Weisheitszähne. Der Designer dieser Welt muss ein sadistisches Monster sein, mit einem derart schlechten Design besteht man eigentlich nicht einmal die Aufnahmeprüfung für den Studiengang "Gestaltung" - oder vielleicht höchstens in Braunschweig. Insofern lohn eine Reise durch das "Design" dieser Welt für Leute, die in ihrer Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis vielleicht in letzter Zeit immer wieder mal den Argumenten der Kreationisten begegnen. Neben dem Buch bauer ich die Webseite "www,gott-ist-ein-arschloch.de" auf und werde dort in Zukunft regelmäßig über einzelne Themen, einzelne Aspekte der Schöpfung bloggen. LG Christian

Alle Bücher von Christian Kalwas

Gott ist ein Arschloch

Gott ist ein Arschloch

 (3)
Erschienen am 11.09.2017

Neue Rezensionen zu Christian Kalwas

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Rezension zu "Gott ist ein Arschloch" von Christian Kalwas

Provozierendes Buch mit sehr interessanten Gedanken. Nichts für empfindliche Gemüter.
dieschmittvor einem Jahr

Zum Inhalt:

Wenn man sich vorstellt jede Macht zu haben, was für eine Welt würde man erschaffen? Wenn man davon ausgeht, dass Gott die Welt erschaffen hat, warum hat er sie dann so erschaffen wie sie ist?

Ausgehend vom Gedanken des Intelligent Design, also eines kreativen Erschaffens, eines kreativen Gestaltens und nicht nach Darwins Gedanke der Auslese, betrachtet der Autor die Entstehung der Welt.

Bewusst polemisch und auf die Spitze getrieben, erfasst er die Gestaltung der Planeten, des Weltraums, der Natur, der Körperbauten, des Menschen, der Viren und die Morallehre.

 

Meine Meinung:

Ich habe das erste Buch des Autors fasziniert, schmunzelnd und teilweise auch etwas brüskiert gelesen. Der Autor provoziert in seinem Buch, das wird schon durch den Titel klar. Wer hier empfindlich ist, wird sich vermutlich immer wieder aufregen. Bedenkt man, dass der Autor provozieren will und lässt sich auf das Buch ein, kann man immer wieder überrascht werden.

Der Autor bringt verschiedene Ansichten und Tatsachen in die Diskussion. Hierfür nutzt er deutliche, teilweise auch vulgäre Worte. Ich persönlich fand dies nicht unpassend, da ich davon ausging, dass deutliche Worte genutzt werden.

Die Ansichten werden durch wissenschaftliche Fakten untermauert. Es werden eigene Thesen aufgestellt und viele Zitate und Beispiele genutzt.

Auf sehr anschauliche und unterhaltsame Art, wie ich finde, legt er offen wie manche Sichtweisen und Argumentationsketten entstehen. Hier geht es nicht grundsätzlich um eine Kritik an der Religion, sondern eher darum Argumentationen zu durchschauen und sich selbst ein kritisches Bild zu verschaffen.

Wenn es nur 2 Postionen gibt und nichts dazwischen gilt, kann einen das durchaus stutzig machen. Meinung entsteht im Diskurs, dafür müssen auch andere Meinungen gelten können und man muss sich selbst hinterfragen können und dürfen.

Betrachtet man die Entstehung der Welt von der Sicht des Intelligent Designs, kann man nur zum Schluss des Autors kommen. Daher der Titel des Buches. Aber auch das wird kritisch hinterleuchtet.

Ich fühlte mich gut unterhalten und habe durchaus einiges zum Nachdenken für mich mitgenommen.

Mich persönlich hat auch die sehr deutliche Sprache nicht gestört, da Provokation auch etwas bewegen kann und durch den Titel eine Polemik, schon klar war, dass hier deutliche Worte fallen.


Mein Fazit:

Provozierendes Buch mit sehr interessanten Gedanken. Nichts für empfindliche Gemüter.

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Rezension zu "Gott ist ein Arschloch" von Christian Kalwas

"Fehler im Design"!?!
classiquevor einem Jahr

Dieses Buch ist das Debüt des Autors "Christian Kalwas". Das Vorwort befindet sich im hinteren Teil des Buches, die Gesamtseitenzahl beläuft sich auf ca. 630, unterteilt sind diese in 21. Kapitel, und es gibt an die 770 Fußnoten.

Kurzer Plot:

Gut und Böse - Schwarz und Weiß, für tiefreligiöse Menschen gibt es kein dazwischen...!?!

Wortverdrehungen werden als Religionsfreiheit ausgelegt. Menschen die "wissenschaftliche Fakten ignorieren".

Der Autor sagt, "Kritik an der Religon soll nicht die Abschicht dieses Buches sein"...

Aber "Evolutionskritiker" sollen ihre "Pseudoagumente um die Ohren gehauen werden"...

Ein Arschloch ist jemand - "Person"
Intelligenter Designer - "Gott" 

Dabei geht der Autor auf sehr viele Themen ein, und verbindet diese mit eigenen Überlegungen bzw. Gedankengängen...

Hier ein paar Beispiele:

Leid, Angst und Schmerz sind nur in der Evolution sinnvolle Attribute...

Die Welt und somit die Menschheit ist ständig in Gefahr... durch Meteoriten, Asteroiden, Erdbeben...

Ressourcen der Erde nicht unendlich, und es gibt mehr Wasser, wie Erde, doch wir Menschen werden immer mehr...

Menschlicher Körper ist "fragil", also... wohl kein "gutes Design"...

Gläubige sehen Sex als "Fortpflanzungsmittel", ...wieso hat der Mensch dann einen natürlichen Sexualtrieb?!...

Ist Beten ein egoistisch, habgieriges und selbstsüchtiges Verhalten?...

Das sind nur wenige Beispiel aus dem sehr umfangreichen Buch.

Mein Fazit:


Ein Buch das alleine durch seinen Titel "Gott ist ein Arschloch" polarisiert, und natürlich auch polarisieren will. 

Es ist überspitzt formuliert, mit sehr klaren Worten (manchmal auch vulgär).

Der Autor benutzt viele Zitate, äußert wissenschaftliche Fakten und stellt eigene Thesen auf. 

Er hinterfragt das Prinzip "Intelligent Design", und es fehlt ihm auch nicht an "Selbstironie und Humor".

4. Sterne! 

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A

Rezension zu "Gott ist ein Arschloch" von Christian Kalwas

Gott ist ein..
ArnoSchmittvor einem Jahr

Klare Worte von Christian Kalwas. Ein Buch das zum Nachdenken anregt.

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Gespräche aus der Community

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ChristianKalwass avatar
Hallo,

ich habe noch nie eine Leserunde veranstaltet, ich hoffe ich mache alles richtig :)

Ich möchte Euch mein Buch "Gott ist ein Arschloch - Intelligent Design. Eine Polemik" vorstellen. Das Buch ist eine Satire auf die Idee des Intelligent Design, des Kreationismus, und stellt eine konsequente Untersuchung der Schöpfung auf dem Hintergrund der Theodizee dar.

Es ist nicht bei einem traditionellen Verlag erschienen, sondern bei Neobooks, und ich denke, dass manch ein versierter Leser schnell merken wird, dass ein Lektorat eine gute Idee wäre. Dennoch würde ich das Buch gerne mit einigen Lesern besprechen, denn das Thema liegt mir sehr am Herzen und begleitet mich nun bereits einige Jahre. Es lautet "Religiöser Fundamentalismus, das Bestreiten wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Folgen für eine humanistische Gesellschaft"

Das Buch ist eine Mischung aus Satire und Sachbuch - also, wenn man so will, eine Sachtire - und nimmt in seiner Grundthese die Idee des Kreationismus, des "Intelligent Design" ernst: In diesem Buch gehen wir davon aus, dass die Welt das Ergebnis eines Designs sei. Und dann begeben wir uns mit den Augen eines Designers auf eine Reise durch die Schöpfung: Das Weltall, der Planet, der Aufbau der Natur, das Design der menschlichen Sexualität, die Gestaltung des Glaubens durch Offenbarung, das Auslegen falscher Spuren und schließlich das Verhalten des Designers selbst bezüglich moralischer Forderungen und Vorschriften. Das Ergebnis dieser Betrachtung der Schöpfung steht im Titel des Buches.

Die Frage, warum es in einer Schöpfung eines allmächtigen, aber guten Gottes Leid gibt, nennt sich klassischer Weise Theodizee. Und es war genau diese Theodizee in Verbindung mit der immer lauter werdenden Gruppe der Kreationisten, die mich dazu gebracht hat, den Text zu schreiben: Als ich zum ersten Mal hörte, dass in Deutschland etwa 30 Prozent der Menschen die Tatsache der Evolution bestreiten und immer klarer wurde, dass dies nicht nur ein Problem der USA ist, sondern direkt vor meiner Haustür stattfand, habe ich mich darüber geärgert, dass der Umgang mit Kreationisten immer nur ein pädagogischer war: Wenn Kreationisten eine Frage stellen, etwa „Wie kann sich das Auge in der Evolution langsam und Schritt für Schritt entwickelt haben?“, dann versuchen Biologen, wissenschaftlich gebildete Menschen oder ganz Unbeteiligte in einem ersten Reflex stets, die Evolution des Auges zu erklären, ihr Schulwissen über Thermodynamik zu rekapitulieren oder Mendelsche Vererbungsegeln aufzusagen. Kreationisten aber wollen nicht zuhören, sie stellen diese Fragen nicht, um Wissen zu erlangen. Sie stellen diese Fragen in der Annahme, dass es auf derartige Fragen keine Antwort geben könne. Anstatt es also wieder und wieder zu erklären, anstatt mich wild machen zu lassen von haarsträubender Unlogik und dem Verdrehen von Tatsachen gehe ich in meinem Leben inzwischen einen anderen Weg. Wenn mir jemand sagt, das Auge sei ganz offensichtlich das Ergebnis eines Designs, dann antworte ich mit der Frage: Was, genau, hat sich dieser Designer wohl gedacht, als er den Penisfisch designt hat? Ebola? Glasknochen?

Das Buch wendet sich in erster Linie an Leute, die vielleicht in ihrem Bekanntenkreis, in der Familie, im Internet oder bei Straßenpredigern auf Kreationisten und Vertreter des „Intelligent Design“ gestoßen und erstaunt sind, dass im Jahre 2017 in Deutschland eine solche Debatte stattfindet; es wendet sich an Atheisten und Agnostiker, die sich gegen Kreationisten wehren wollen genauso wie an moderate Christen, Muslime und Juden, die den fundamentalistischen Ausformulierungen ihrer Religion ratlos und hilflos gegenüberstehen. Ich habe mich bemüht, zwar unterhaltsam und sogar zum Teil absurd zu sein, aber doch auch informativ und aufklärend einen Überblick zu geben über die Argumente des Kreationismus, über die Gegenargumente des wissenschaftlichen Mainstream und über die Geschichte und Gründe für die „Intelligent Design“-Bewegung. Es ist in erster Linie eine Satire und kein Lehrbuch – schon alleine sprachlich – aber nach dem Beenden dieses Buches sollte der Leser in der Lage sein, die Aussagen und Statements der Kreationisten einzuordnen und zu beantworten. Nicht nur mit dem Penisfisch.

Für die Leserunde stelle ich 15 ePubs zur Verfügung sowie 3 Taschenbücher – da ich alle Taschenbücher selbst bezahlen muss, kann ich mir ad hoc nicht mehr leisten (die drei Taschebuch-Gewinner erhalten zum Arbeiten ebenfalls je ein ePub).

Eine Leseprobe steht auf Neobooks  zum Herunterladen bereit und ist auf der Website des Buches online einzusehen.

Ich gehe nicht davon aus, dass der Ansturm der Bewerber bei einem solchen Spezialthema und dann noch von einem völlig unbekannten Debüt-Autoren übermäßig groß sein wird; wenn sich aber wider Erwarten mehr als 15 Leute bewerben, werde ich neben der Verlosung der drei Taschenbücher auch eine Verlosung der ePubs durchführen, denn ich möchte nicht aussuchen, wer mitmachen kann und wer nicht.

In der Zeit zwischen dem Ende der Bewerbungsfrist und dem Verschicken der Taschenbücher gibt es eine Vorab-Phase, in der über religiöse Gefühle, Blasphemie und die Heftigkeit des Titel gesprochen werden kann. Ist es sinnvoller, Kreationisten ein wissenschaftlich fundiertes Weltbild erklären zu wollen – oder muss man irgendwann auch mal „auf den Tisch hauen“? Ist es in Ordnung, Gefühle zu verletzen, religiöse Gefühle zumal, und was ist der Auslöser für den Wunsch, Kreationisten (aber auch anderen Leuten mit ähnlich dogmatischen Ideen wie Verschwörungstheoretikern, Flach-Erdlern, Sektenmitgliedern) irgendwann nicht mehr nur pädagogisch entgegenzutreten?

In einer zweiten Vorab-Phase möchte ich denjenigen, die es wollen, die Möglichkeit geben, das Vorwort zu lesen. Es beinhaltet eine Einführung in die Thematik und ist nicht unbedingt lustig geschrieben, aber für Leute, denen die Begriffe Kreationismus, Intelligent Design oder Theodizee neu sind gegebenenfalls sinnvoll. Wer das Vorwort überspringen möchte oder eine Hinleitung zum Thema nicht benötigt, kann mit mir gemeinsam noch 1-2 Tage warten und die Zeit ggf. für eine kurze Vorstellung und ein Kennenlernen nutzen (wobei... die Vorwort-Leser seien dazu natürlich auch herzlich eingeladen...)

Die Leserunde hat eine Leitfrage, die bei allen Abschnitten wichtig ist: Ist der Text zwischen humorvollen, satirischen Stellen und sachlichen, informativen Elementen ausgewogen? Fühlst Du Dich beim Lesen gleichsam gut unterhalten und intellektuell gefordert?

Und als Letztes: Ich habe zwar in den nächsten Wochen eine Menge um die Ohren und werde nicht jeden Tag anwesend sein können, aber ich werde mich bemühen, sehr regelmäßig teilzunehmen und für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung zu stehen.


Liebe Grüße

Christian

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