Christian Keysers Unser empathisches Gehirn

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Inhaltsangabe zu „Unser empathisches Gehirn“ von Christian Keysers

Das populäre Sachbuch zum Thema 'Ich fühle, was du fühlst' Jeden Tag hängt unser Wohlergehen und Erfolg davon ab, dass wir die Emotionen und Befindlichkeiten anderer verstehen, nachfühlen, erahnen. Auch ohne vorher darüber nachzudenken. Wir spüren das Traurige hinter einem künstlichen Lächeln oder das Fragwürdige hinter scheinbar großzügigen Handlungen. Wie machen wir das? Wie gelingt es uns, zu erfühlen, was häufig verheimlicht werden soll? In der modernen Hirnforschung wurden Fragestellungen wie diese weitgehend ausgeklammert, bis Anfang der 1990er-Jahre italienische Forscher die sogenannten Spiegelneuronen entdeckten, die nach der Kurzformel 'Ich fühle, was du fühlst' funktionieren und nicht nur unsere Vorstellung vom Gehirn, sondern auch von unseren sozialen Interaktionen grundlegend verändern sollten. Der Hirnforscher Christian Keysers erforscht seit vielen Jahren diese faszinierenden hochkomplexen Nervenzellen. Nun liefert er eine umfassende, allgemein verständliche Darstellung über ihre Funktionsweise und ihren immensen Einfluss auf das Fühlen und Denken des Menschen.

Umfassende und interessante Einblicke in unser Gehirn - es wird weit mehr als die Entstehung von Empathie erklärt. irveliest.wordpress.com

— Irve

Lieber etwas Zeit nehmen für's Lesen - lohnt sich!

— melli_2897

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    Unser empathisches Gehirn

    melli_2897

    26. April 2016 um 23:26

    Unsere Mitmenschen zu verstehen ist eine Gabe, die wir jeden Tag aufs Neue einsetzen müssen, um den Alltag zu bewältigen. Kaum vorstellbar, wie die zwischenmenschliche Kommunikation verlaufen würde, hätten wir nicht die Fähigkeit uns in unser Gegenüber hineinzuversetzen oder Gesichtsausdrücke zu deuten. Mit der Thematik der Empathie beschäftigt sich auch Christian Keysers intensiv über viele Jahre seines Lebens als Forscher. Sein Buch beinhaltet aber keinesfalls theoretische Annahmen, sondern experimentell und wissenschaftlich fundiertes Wissen, das er zu seinem Werk zusammengefasst hat. Begleitet von dünn gestreuten Grafiken und Bildern von Gehirnscans führt Keysers den Leser langsam durch das komplexe Feld der Neurologie. Dabei werden viele interessante Themen angeschnitten, die allesamt jeweils für sich schon genug Material für dutzende von Büchern liefern könnten. Für besonders erwähnenswert erachte ich hier das Kapitel zu Autismus sowie die Ausflüge in die Evolutionspsychologie. Im Zentrum stehen ganz klar neurologische Prozesse. Wer sich nicht genauer mit Neurologie befassen möchte, sollte einen großen Bogen um dieses Buch machen, denn es besteht zu einem Großteil aus Informationen zu Neuronen und Synapsen. Die Inhalte bauen Kapitel für Kapitel aufeinander auf. Das heißt, man sollte sich hier etwas mehr Zeit nehmen, um die frühen Inhalte genauestens zu verstehen. Ansonsten kann man schnell den Anschluss verlieren und dementsprechend auch das Interesse. Ich habe sehr viel länger für das Durchlesen gebraucht, als ich ursprünglich angenommen hatte, aber dadurch hat man lange Zeit etwas von dem Buch. Im Nachhinein bin ich sehr zufrieden mit dem wissenschaftlichen Niveau, das Keysers seinen Lesern "zumutet" und kann das Buch allen empfehlen, die nicht vor der Neurologie zurückschrecken. Belohnt wird dieser Einsatz garantiert!

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  • Ganz interessant, aber leider kein "Wow"-Effekt

    Unser empathisches Gehirn

    WildRose

    23. March 2015 um 21:04

    Ich lese gerne Bücher über das menschliche Gehirn und war besonders von Dick Swaabs "Wir sind unser Gehirn" nachhaltig beeindruckt. Christian Keysers widmet sich in seinem Buch dem Thema Mitgefühl und Empathie, wobei er auf Fragen eingeht wie: Warum empfinde ich Schmerz, wenn sich ein geliebter Mensch wehtut? Welche Rolle spielen unsere Emotionen beim Treffen moralischer Entscheidungen? Warum können manche Menschen kein Mitgefühl mit anderen empfinden? So interessant diese Fragestellungen auch sind, lieferten mir die Antworten des Autors leider kein "Wow"-Erlebnis. Einiges wusste ich schon aus anderen Büchern zu ähnlichen Themen, aber während der Lektüre hatte ich leider auch immer wieder das Gefühl, dass der Autor sich doch recht häufig wiederholt und ziemlich lange braucht, um mal auf den Punkt zu kommen. Um das Buch für den Leser interessanter zu gestalten, streute er auch ab und zu Details aus seinem Privatleben ein (vor allem seine Frau erwähnte er mehrmals), was mich aber eher störte, das es mir eher das Gefühl gab, kein "richtiges" Sachbuch mehr zu lesen. Insgesamt ist das Buch zwar ganz interessant und liefert einen guten Einblick in das Thema Spiegelneuronen/Empathie, doch ich glaube, dass Keysers sich ein wenig zu viel vorgenommen hat und in seinem nicht einmal 300 Seiten langen Buch einfach zu viele Fragen beantworten wollte. Als er dann noch zu Autismus und Psychopathen überging (Themen, über die man mit Leichtigkeit tausendseitige Werke schreiben könnte, wenn man über das nötige Wissen verfügt), hatte ich dann wirklich das Gefühl, dass er versucht, einfach schon viel zu viel in dieses Büchlein zu quetschen. Das Buch ist nicht schlecht, der Autor ist kompetent und das Thema, dem er sich widmet, ist durchaus interessant - mir fehlte aber das Staunen, der "Wow"-Effekt und ab und an drohte auch der rote Faden verlorenzugehen. Letztlich sollte man dem Autor auf jeden Fall selbst eine Chance geben - ich würde weitere Werke von ihm ebenfalls lesen, sofern der Klappentext interessant klänge.

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  • Wissenschaft verständlich rübergebracht

    Unser empathisches Gehirn

    sab-mz

    06. August 2013 um 15:42

    Christian Keysers, Jahrgang 1973, in Belgien geboren hat Psychologie und Biologie in den USA und in Deutschland studiert. Er forscht in Groningen mit seiner Frau Valeria Gozzola. Die beiden gründeten das Social Brain Lab besonders im Bereich der Spiegelneuronen. Spiegelneuronen wurden in den frühen 90ern von italienischen Forschern entdeckt. Sie erlauben es unserem Gehirn die Gefühle anderer Individuen nachzuempfinden. Diese hochkomplexe Materie der Nervenzellen hat Keysers in diesem Buch fundiert und doch verständlich zusammengefasst. Spiegelneuronen ermöglichen nicht nur die Empathie , also das Mitfühlen und Einfühlen in andere, sondern auch Teile der Sprachentwicklung und anderer lebenswichtiger Bereiche der Gehirnentwicklung. Eindrucksvoll schildert der Autor den Zusammenhang zwischen Spiegelneuronen und Hirnschädigungen, z.B. nach einem Schlaganfall, und daraus resultierenden Ausfallerscheinungen. Auch am Autismus sind Spiegelneuronen beteiligt. Nach dem Lesen dieses Buches sind mir viele Zusammenhänge bezüglich Verhalten, Aktion und Reaktion, Empathie und Gefühlskälte des Menschen aber auch bei Tieren viel klarer geworden. Dieses Buch ist ein Quell von fundiertem Wissen zum Thema Spiegelneuronen. Hochkomplexe Wissenschaft so verständlich rüberbringen kann nicht jeder. Und im Anhang gibt es jede Menge Literaturstellen zum Weiterlesen. Meine absolute Leseempfehlung für alle, die sich interessieren für Gefühle, das Miteinander von Menschen, Wissenschaft, Psychologen und alle Berufsgruppen, die mit Menschen als fühlenden Lebewesen zu tuen haben und auch für Menschen, die mit Tieren zu tuen haben. Ich denke da z.B. an Hundetrainer, Menschen, die Therapiehunde ausbilden, etc.

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  • Empathie aus neurowissenschaftlicher Sicht

    Unser empathisches Gehirn

    michael_lehmann-pape

    09. July 2013 um 11:51

      Die Fähigkeit, sich in andre „intuitiv und emotional“ hinein versetzen zu können, somit den anderen „ohne viele Worte zu „verstehen““, ist eine der Grundvoraussetzungen menschlichen Seines, menschlicher Gemeinschaft und damit menschlicher Gesellschaften. Ohne diese Fähigkeit wäre ein kooperatives Miteinander, das letztendlich die Existenz der Menschheit befördert und gesichert hat, gar nicht denkbar.   Wie aber und, durchaus auch, wo aber sitzt diese Fähigkeit im Gehirn? Welche komplexen Vorgänge vollzieht das Gehirn, um Empathie zu ermöglichen? Das sind die Kernfragen, dienen Christian Keysers nachgeht. Unter Nutzung der „Spiegelneuronen Methode“. „Beobachtbare Aktivitäten im Gehirn bei einer Betrachtung von Ereignissen, die gleiche Muster im Gehirn aufweisen, als würde das Ereignis aktiv erlebt“ (sinngemäß nach Wikipedia).   Dass solche Muster nun nicht nur auf sichtbare und ablaufende äußere Ereignisse nachweisbar sind, sondern auch im Rahmen von Emotionen beobachtbar sich darstellen und dies nun auch im Blick auf die Empathie von entscheidender Bedeutung für die Hirnforschung ist, das ist Christian Keysers Arbeitshypothese seit langem. Von hier aus erläutert er seine Erkenntnisse. Und das in erzählender, flüssiger und sehr verständlicher Sprache. Biologie muss der Leser nicht studiert haben, um Keysers Ausführungen zu verstehen.   Ausführungen, die in fundierter Form erläutern, warum wir Momente erleben, „Augenblicke, in denen wir nicht unsertwillen, sondern um anderer Willen gerührt sind“. Und damit bildet dieses Buch eine sehr interessante Lektüre für nähere Einblicke in „unsere soziale Natur“. Bis dahin, dass mittels der Spiegelneuronen auch alte Entwicklungen wie die Entstehung der Sprache oder Kooperation ans ich entstanden sein können.   Und auch die „negative“ Seite führt Keysers logisch nachvollziehbar aus. Sind „Spiegelneuronen“ zuständig für die empathischen Verbindungen und Bindungen zwischen Menschen, dann ist es logisch, dass eine Störung der Aktivitäten dieser Nervenzellen zu „Gefühlstrennungen“ führen und zu Störungen im Miteinander, aber auch zu Verwerfungen in der Person selbst, da Empathie eine wesentliche Fähigkeit der Person für ein zurechtfinden als Mensch „in der Welt“ ist.   Am Beispiel des Autismus führt Keysers die Wichtigkeit der Spiegelneuronen und die Folgen einer Störung sehr plastisch aus und zeigt (nicht nur an diesem Beispiel), welche Folgerungen aus seinen Erkenntnisse für mögliche Therapien gezogen werden könnten.   Schritt für Schritt führt Keysers den Leser gründlich daher zunächst umfassend zu der Erkenntnis, dass der Mensch „zum sozialen Leben geboren ist“, in welchen Regionen des Gehirns diese soziale Gewiesenheit verortet ist und wie sich diese Mittels Spiegelneuronen in ihrer Aktivität nachweisen lässt. Bis dahin, dass er im Buch auch seine Folgerungen aus diesen Erkenntnissen überzeugend darlegt. Folgerungen, die zu einer „einheitlichen Theorie der sozialen Kognition“ führen und, daraus abzuleiten, vor allem, zu einer „Empathischen Ethik“ zu führen haben. Nicht im Sinne eines moralischen Postulats, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass nur im Rahmen eines „empathischen Miteinanders“ Menschen nachhaltig ihre Persönlichkeit „störungsfrei“  entfalten können.   Alles in allem bietet Keysers einen sehr verständlichen und sehr gründlichen Einblick in seine Arbeit und bildet den Status Quo der „empathischen Hirnforschung“ gut lesbar ab. Aufgrund seiner vielfachen Darstellungen und der überzeugenden Argumente sind seine Folgerungen ebenfalls überzeugend und logisch.

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