Christian Klinger

 4.1 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Winzertod, (G)LEICHENFEIER und weiteren Büchern.
Christian Klinger

Lebenslauf von Christian Klinger

Christian Klinger, geboren 1966 in Wien, versucht als studierter Jurist in seinen Krimis das zu bewirken, was sonst eher selten gelingt: der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Nach Einführung der Figur des Alfons Seidenbast in die Welt des österreichischen Kriminalromans („wahrscheinlich der österreichische Wallander“ –Literaturhaus Wien), wurde 2009 die Figur des Privatermittlers Marco Martin für die 5 Minuten Krimis in der Sonntagspresse erschaffen. Seit dieser Zeit steckt der Autor in einer Identitätskrise und hält sich zeitweilig für die eigene Figur. Es darf daher nicht verwundern, wenn er manchmal in Trenchcoat, mit hochgestelltem Kragen und dunkler Sonnenbrille als Marco Martin zu einer Lesung erscheint. Der vorliegende Roman ist Teil einer Therapie, um sich von der eigenen Figur zu lösen. Christian Klinger war auf der Auswahlliste für den Agatha-Christie-Preis 2011.

Alle Bücher von Christian Klinger

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Christian KlingerWinzertod
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Winzertod
Winzertod
 (3)
Erschienen am 01.05.2012
Christian Klinger(G)LEICHENFEIER
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(G)LEICHENFEIER
(G)LEICHENFEIER
 (2)
Erschienen am 01.10.2013
Christian KlingerTote Augen lügen nicht
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Tote Augen lügen nicht
Tote Augen lügen nicht
 (1)
Erschienen am 17.04.2008
Christian KlingerBÜHNENTOD
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BÜHNENTOD
BÜHNENTOD
 (1)
Erschienen am 01.05.2015
Christian KlingerDie Spur im Morgenrot
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Die Spur im Morgenrot
Die Spur im Morgenrot
 (0)
Erschienen am 01.03.2005
Christian KlingerReduzierung des Motorgeräusches in Kraftfahrzeugen durch adaptiv geregelten Kompensationsschall
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Reduzierung des Motorgeräusches in Kraftfahrzeugen durch adaptiv geregelten Kompensationsschall
Christian KlingerDas Don Juan Gen
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Das Don Juan Gen
Das Don Juan Gen
 (0)
Erschienen am 01.10.2012
Christian KlingerBLUTSCHULD
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BLUTSCHULD
BLUTSCHULD
 (0)
Erschienen am 04.12.2017

Neue Rezensionen zu Christian Klinger

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Rezension zu "BÜHNENTOD" von Christian Klinger

Sünden der Vergangenheit - spannend aufbereitet
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

Diesmal verschlägt es den umtriebigen Detektiv Marco Martin in das idyllische Bad Blumenbach, das beschaulich und scheinbar friedlich dort liegt, wo das Waldviertel an die Wachau grenzt. Um zusätzliche Gäste anzulocken wird Sommertheater gespielt.

Marco Martin erhält zwei Freikarten vom Bürgermeister, weil er jüngst einem Finanzjongleur das Handwerk gelegt hat. Doch blöderweise entpuppen sich die Theaterkarten als Danaer-Geschenk. Aus dem kuscheligen Abend mit Anne, der neuen Flamme wird nichts, da plötzlich eine Leiche aus dem Kasten auf der Bühne purzelt. Marco, von Natur aus neugierig steckt seine Nase sofort hinter die Kulissen. Das wiederum ist dem Bürgermeister gar nicht recht, weil Bad Blumenbach erst unlängst wegen einer Moorleiche im Gerede gewesen ist.

 

Bald wird klar, dass die Idylle trügt und jeder im Dorf Dreck am Stecken hat.

 

Fazit:

 

Wieder ein gut gemachter Krimi, der Sünden der Vergangenheit aufdeckt, die auch vor Marcos Leben nicht Halt machen.


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Rezension zu "(G)LEICHENFEIER" von Christian Klinger

Das Leben gleicht einer Baustelle ...
Bellis-Perennisvor 5 Monaten

(G)Leichenfeier ist der zweite Fall für den Detektiv Marco Martin aus Wien.

Bei einer unangekündigten Überprüfung einer Baustelle durch die „Einsatzgruppe gegen Sozialbetrug“ stürzt ein illegaler Bauarbeiter zu Tode. Niklas Felder, Chef der Einsatzgruppe gegen Sozialbetrug wird verdächtigt, den Arbeiter gestoßen zu haben. Anja Felder bittet Marco Martin Recherchen aufzunehmen. Obwohl dieser Auftrag seiner üblichen Klientel widerspricht, beginnt der Detektiv mit seinen Nachforschungen, denn Anja ist seine Schwester, mit der er vor längerer Zeit jeglichen Kontakt abgebrochen hat.

Gleichzeitig plagen Marco Martin noch andere Sorgen: Erstens sein Gesundheitszustand. Wegen seiner Vorliebe für gutes Essen und Trinken ziemlich übergewichtig, aber dafür kurzatmig, wird er von seinem Hausarzt auf Diät und Bewegung gesetzt. Zweitens: Martin hat sein Auto an einen jungen Mann verkauft, der blöderweise mit Falschgeld und einem ungedeckten Scheck bezahlt hat.

Noch während Martin mit seinen Vorermittlungen beschäftigt ist, werden weitere Männer aus der Baubranche brutal ermordet.

Da diese aus dem ehemaligen Jugoslawien kommen, ermittelt das zuständige Polizei-Team eher lauwarm. Man hält die Todesfälle für das Ergebnis bandeninterner Machtkämpfe. Doch nicht nur unter den ehemaligen Gastarbeitern gibt es Intrigen. Auch auf der Polizeiinspektion herrscht dicke Luft zwischen Gruppeninspektor Krasberger und seinem Vorgesetzten Grasmugg.

 

Wird Marco Martin die Unschuld seines Schwagers beweisen können?

 

Meine Meinung:

 

Christian Klinger hat mit Marco Martin einen Ermittler geschaffen, der zwiespältige Gefühle in mir auslöst. Einerseits muss ich über seine körperlich nicht berauschende Konstitution schmunzeln, andererseits ist mir sein schnöselige Gehabe ein wenig zuwider. Wieso schnöselig? Es scheint, dass Marco Martin sich für etwas Besseres hält, sich daher lieber in feinen Zwirn (hier eher feines Leinen) hüllt und sich eher mit der leicht snobistischen High-Society aus Döbling beschäftigen möchte. Zu seinem Leidwesen ist der aktuelle Fall genau das Gegenteil: Ehemalige Gastarbeiter aus dem ehemaligen Jugoslawien, miefige und ärmliche Wohnungen, Sicherheitsschuhe und Blauzeug sowie Dreck und Unrat wohin man schaut.

Marco stolpert eher in seinen Fällen herum, als klassische Spurensuche zu betreiben. Dazu passt dann der Vorfall im Bad sehr gut, als er ein Kind vor dem Ertrinken retten will und ihm dabei ein Bein bricht.

 

Gut gefällt mir, dass die Wiener Schauplätze so richtig originalgetreu beschrieben sind. Seien es die Tschocherln in der Favoritner Quellenstraße oder die alten Winzerhäuser, die nach und nach der Baulobby und deren Spitzhacken zum Opfer fallen. Wobei wir wieder beim Thema wären: Das ganze Leben ist eine Baustelle.

 

Herrlich wieder die Dialoge im breiten Wiener Dialekt und die Schilderung der Charaktere. Besonders amüsiert habe ich mich über Dr. Lichtenfels, seines Zeichens (Winkel)Advokat, der überall dort zu finden ist, wo Beziehungen und juristische  Winkelzüge gefragt sind.

 

„Martin wurde bewusst, dass er eben ein juristische Privatissimum  erhalten hatte, und zwar in jenem Fach, das auf keiner Uni gelehrt wurde, denn die Vorlesung ‚Wie lege ich täglich die Welt aufs Kreuz?‘ hatte noch keinen Eingang in den akademischen Lehrplan gefunden.“ (S.331)

 

Wieder hervorragend gelungen ist das Cover. Wie schon der Vorgänger „Winzertod“ (und auch Nachfolger „Bühnentod“ und „Blutschuld) ganz in weiß gehalten, bietet es dadurch einen perfekten Wiedererkennungswert. Der typische Arbeitshandschuh lässt gleich auf einen blutigen Inhalt schließen.

 

Die Dissonanzen zwischen dem Arbeiterbezirk Favoriten und dem Nobel-Bezirk Döbling sind perfekt herausgearbeitet, auch wenn sich der Autor vieler Klischees bedient. Immerhin, die kommen ja nicht aus heiterem Himmel.   

 

 

Fazit:

 

Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt. Wer gerne Krimis mit buntem Lokalkolorit und Wiener Dialekt lesen möchte, ist in dieser Reihe gut aufgehoben. Gerne gebe ich 5 Sterne.

Kommentare: 1
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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Winzertod" von Christian Klinger

"Es wird ein Wein sein ..."
Bellis-Perennisvor 9 Monaten

Dieser Krimi ist der Auftakt zu einer Reihe rund um den Privatermittler Marco Martin, einem ehemaligen Bestatter, der eigentlich Markus Martinic heißt.

 

Eigentlich will unser Held nur den Neufrieder Kirtag besuchen und sich am köstlichen Rebensaft laben. Doch die Feierlichkeit wird vom Brand des Traditionsweingutes Fadinger überschattet. In den Resten des abgebrannten Holzhauses wird die verkohlte Leiche des ehemaligen Knechtes Bogensberger gefunden. Die Brandsachverständigen gehen von einem Unfall oder Selbstmord aus. Nur Bogis Enkelin glaubt nicht daran und erteilt Marco einen Auftrag.

Gleichzeitig ermitteln Gruppeninspektor Krasberger und sein Team in einem seltsamen Mordfall: Während des Abbruch eines Einfamilienhauses wird die Leiche des ehemaligen Hausbesitzers gefunden. Der Mörder hat anscheinend einige Tage bei seinem Opfer gelebt. In einem anderen Bezirk gibt es einen ähnlichen Fall.

 

Wieso? Und hat die Baufirma mit alle diesen Todesfällen etwas zu tun?

 

Meine Meinung:

 

Christof Klinger begibt sich mit seinem Krimi auf ein heikles Terrain: Dem der Immobilienspekulation. Nicht nur im fiktiven

Weinhauerort Neufried am Bach sondern auch in der Realität warden nach und nach die alten Bestandgebäude dem Verfall und der Spitzhacke preisgegeben. Selbst unter Denkmalschutz stehende Gebäude werden abgerissen – irrtümlich natürlich – um Platz für “Hochwertigen Wohnraum” zu machen. Dabei fließt jede Menge Geld.

 

Um Bogensbergers Tod aufzuklären begibt sich Marco auf eine Reise in die Vergangenheit und fördert einige Altlasten der früheren Genaration(en) zu Tage.

 

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, beschreibt er doch durchaus selbstironisch und im breiten Wiener Dialekt das oft gar nicht so “goldene Wienerherz” und die neugierigen Nachbarn. („Mir ham ja ned so genau geschaut. Wir sind ja ned neugierig, oder?“)

 

Einzig ein Glossar wegen der vielen speziellen Wiener Ausdrücke könnte nicht schaden, wenn Marco Martin auch außerhalb der Hauptstadt gelesen und verstanden werden soll.

 

Fazit:

 

Ich kann diesen Wien-Krimi gerne empfehlen und gebe ich 5 Sterne.

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