Christian Klinger (G)LEICHENFEIER

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Inhaltsangabe zu „(G)LEICHENFEIER“ von Christian Klinger

Marco Martin wird bei diesem Fall nicht nur von nächtlichen Panikattacken gequält. Auch seine Schwester, zu der er vor Jahren den Kontakt abgebrochen hat, meldet sich unversehens und bittet ihn, die Unschuld ihres Mannes Niklas zu beweisen, dem man vorwirft, im Zuge einer Baustellenkontrolle einen flüchtenden Arbeiter in die Tiefe gestoßen zu haben. Wenig später wird der Bauleiter desselben Projekts brutal ermordet. Martin stößt im Zuge seiner Recherchen auf den Unternehmer Vukić, der vor einiger Zeit vom Balkan kommend aufgetaucht ist und nun offiziell einen Wohltäter mimt. Dessen rechte Hand ist nicht ganz unbeschrieben und möchte sich auch nicht auf ewig mit der Position des Zuträgers zufriedengeben. Einen Teil der Lösung bringt ein Schlüssel, den der sterbende Bauarbeiter Niklas noch anvertraut hat. Martin muss sich diesmal weg von der Society aus dem Cottage-Viertel auf die Spur des Mörders begeben. Sein Weg führt ihn in Vorstadtspelunken, Automatencafés und Tankstellenimbisse, seine Klientel sind hauptsächlich Arbeiter mit migrantischem Hintergrund, wobei diese für ihn bald weniger gefährlich werden als der Anwalt, der plötzlich auf den Plan tritt. Zum Glück kann er auf die Mithilfe des phlegmatischen Gruppeninspektors Krasberger zählen.

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    (G)LEICHENFEIER
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    29. October 2013 um 15:06

    Bei der Kontrolle einer Baustelle kommt ein illegaler Arbeiter ums Leben. Einer der Kontrolleure gerät aufgrund einer Aussage in Verdacht den Arbeiter umgebracht zu haben. Nochimmer-Gruppeninspektor Krassberger ermittelt und erhält dabei verjüngte Unterstützung. Währenddessen quält sich Privatermittler Marco Martin mit alterstypischen Malessen. Mangelnde Fitness und ein zu höher Körperfettanteil lassen ihn genauso verzweifeln, wie seine wiederentfachte, mehr als nur geschwisterliche Liebe zu seiner Schwester Anja. Diese tritt nach langer Abwesenheit wieder in sein Leben, denn ihr Mann steht unter Mordverdacht und bittet ihren Bruder um Hilfe. Marco Martin wird dieses Mal nicht nur beruflich auf eine harte Probe gestellt und stellt schnell fest „Das Leben ist eine Baustelle“. Es schaut so unschuldig aus und erst auf den zweiten Blick erkennt man die Details. Wieder wurde für das Buchcover ein weißer Einband gewählt. Das Bild zeigt eine Hand in einem blutbesudelten Arbeiterhandschuh, welche den Zeigefinger vorwurfsvoll nach oben streckt und „Obacht“ signalisiert. Doch was bedeutet der Titel Gleichenfeier mit dem verrutschten „G“? Sind hier alle gleich oder doch nicht? Oder sind nur die Leichen, sofern es denn mehrere gibt alle „gleich“? Arroganz beherrscht den Roman. Nicht die Arroganz des Autors, sondern die des besser Positionierten gegenüber dem Rangniederen. Immer wieder stößt der Leser auf dieses Thema. Hier prallt der Chef auf den Angestellten, der Sportliche auf das Couchpotato, der vermeintlich Gebildete auf den schlichten Menschen, hochwertige Kleidung auf Arbeitskluft. Marco Martin MUSS sich dieses Mal in eine Position begeben, die ihm gar nicht behagt. Entgegen seiner sonstigen Klientel bewegt er sich in Gleichenfeier nicht in der Wiener High Society, sondern lernt die Arbeiterkneipen und -wohnungen der Stadt kennen. Es wird im wahrsten Sinne des Wortes dreckig. Martin tauscht Kaschmirschal und Brioni Jackett gegen Blaumann und Bauhelm, um seine Ermittlungen voranzutreiben. „Geh, du Tschaperl, des bringt nix ganz oben anzufangen, jetzt muasst endlich einmal dein Standesdünkel beiseitelassen und dich in die Niederungen der echten Welt begeben. Von deinem Palast aus wirst da nix ausrichten können.“ „Willst du damit andeuten, ich soll jetzt als Bauarbeiter anheuern? Wie der Wallraff von ganz unten anfangen?“ „Des schlechteste warat’s ned, aber für’n Anfang wird’s reichen, wenn’st dich in diesen Kreisen ein wenig umhörst.“ „Und wo ist das , deiner Meinung nach?“ „I waß ned, hat dir das Döbling wirklich deinen Verstand rausgesaugt? Na windige Kaffeehäuser und so Lokale halt. Hurch di auf der Baustell um, wo die nachher was trinken gehen.“ Martin fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. „Aber das sind doch alles Jugo …, also Ausländer halt.“ Illegale Arbeiter aus Osteuropa - fast scheint es, als wollte Christian Klinger mit Klischees arbeiten. Der Sinn und Zweck dieser Wahl, ergibt sich aber im Laufe des Romans. Seinem Helden allerdings eine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester „anzudichten“, könnte polarisieren. Als Konfliktstoff zwischen Martin und seiner Schwester sicherlich interessant, kann es aber den einen oder anderen Leser sicherlich vor den Kopf stoßen. Es bleibt abzuwarten, wie Christian Klinger dieses Problem zu lösen gedenkt. Insgesamt habe ich mich auch dieses Mal wieder gut unterhalten gefühlt und meinen Spaß an den Dialogen und dem schönen Lokalkolorit gehabt. Leseempfehlung? Sicher. Für wen? Wien-Kenner und Krimifreunde.

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