Christian Klinger Winzertod

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Inhaltsangabe zu „Winzertod“ von Christian Klinger

Der Kirtag in Neufried am Bach ist jedes Jahr der gesellschaftliche Höhepunkt in dem kleinen Weinort im Nordwesten Wiens. Doch diesmal wird das Fest von einem Großbrand beim Traditionsweingut Fadinger überschattet. Ein Todesopfer, der alte Hausknecht, ist dabei zu beklagen. Die Enkelin des überraschend begüterten Toten glaubt nicht an die offizielle Unfallversion und engagiert den Privatdetektiv Marco Martin. Dieser beginnt in der Vergangenheit des weinseligen Ortes zu wühlen. Beinah zeitgleich finden Arbeiter am anderen Ende der Stadt beim Abbruch eines Einfamilienhauses die Leiche des alleinstehenden Verkäufers. Der Tatort ist mehr als rätselhaft.

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  • "Der Tod muss ein Wiener sein ..."

    Winzertod
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    08. July 2013 um 23:00

    Eigentlich will Privatdetektiv Marco Martin, Ex-Bestatter und den Genüssen der im Wiener Umland ansässigen Rebsaftproduzenten zugetan, dem Kirtag in Neufried nur einen Besuch abstatten und seine neueste „Errungenschaft“ feiern. Doch dieser wird überschattet von einem Brand im Traditionsweingut Fadinger, welcher ein Todesopfer fordert. Die Überreste des alten Weingutknechts Bogi werden in den verkohlten Resten des abgebrannten Holzanbaus gefunden. Zunächst sieht alles nach einem Selbstmord oder Unfall aus. Die Enkelin des Knechtes ist anderer Meinung und schaltet Marco Martin ein, der die Ermittlungen aufnimmt. Zeitgleich kämpft Gruppeninspektor Krasberger aus Wien mit einem seltsamen Fall. Auf einer Abrissbaustelle eines Einfamilienhauses wird die Leiche des Hausbesitzers gefunden. Wie es scheint, hat der Mörder noch einige Zeit mit seinem toten Opfer „zusammengelebt“. Warum? Das Buchcover von Winzertod kommt äußerst nüchtern daher. Ein weißer Buchumschlag, eine rote Flüssigkeit in der ein Weinkorken mit der Aufschrift „Marco Martin Ermittelt“ liegt. Dazu die in schwarz gehaltene, getrennt geschriebene  Überschrift Winzertod. Das Wort TOD springt den Leser geradezu an, so dass die kleine Erläuterung innerhalb des „O“ – Krimi – nur noch ein kleiner und eigentlich überflüssiger Genrehinweis ist. Der Wandel der Zeit geht auch an dem beschaulichen Weinbauviertel Neufried nicht vorbei. Einerseits Tradition und Kirtag, andererseits Baugruben und moderne Wohnkomplexe mit außerirdischen Mietpreisen. Warum war ein einfacher Knecht derart vermögend und wieso trifft Martin bei seiner Recherche auf eine illustre Gesellschaft, die weder dem Brand noch dem Todesopfer großes Interesse entgegenzubringen scheint, sondern recht entspannt und geradezu glücklich mit der entstandenen Situation umgeht. Selbstmord scheidet rasch aus. Doch was hat es mit der ominösen SMS von Bogi an Fadinger auf sich und bleibt die Frage, war es ein unglücklicher Unfall oder doch ein kaltblütiger Mord? Von Rätselfortsetzungskrimis in Zeitschriften zum Roman. Christian Klinger hat es gemacht. Hätte schief gehen können – ist es aber nicht. Winzertod ist ein mit viel Lokalkolorit unterlegter Krimi, der die typischen Eigenschaften und Eigenheiten meiner alten Heimat mit einer gehörigen Portion Selbstironie darstellt. Sei es Martins permanenter Kampf mit dem „stillen Örtchen“ oder auch die Darstellung des „nicht neugierigen“ Nachbarn: „Und wenn das Freunde waren? Nur zum Kartenspielen oder so?“ … „So houm de owa ned aus´gschaut!“ „Würden sie da wen wiedererkennen?“ „Aber woher denn! … Mir ham ja ned so genau geschaut. Wir sind ja ned neugierig, oder?“ Der Österreicher ist anders – der Wiener speziell - sein Umgang mit Wein exzentrisch: „ Als Zeichen der Solidarität soffen sie halt beim Fadinger. So eine Art Charity-Aktion, der Alkoholkonsum erschien plötzlich sinnvoll, diente einem guten Zweck. Halt nicht „Licht ins Dunkel“, sondern „Saufen für die Asche“.“ Möglich auch, dass man als nicht ortsansässiger manchmal über typische Bezeichnungen wie Konsumationszettel, Salettl oder Kredenz stolpert. Bei Unsicherheiten empfehle ich die folgende Internetseite http://www.ostarrichi.org/ oder das ein oder andere Wörterbuch Deutsch-Wienerisch. Klinger findet klare Worte: „Er saß da, ausgestreckt am Sofa, in Shorts und T-Shirt, und kratzte sich genüsslich am Hoden. Derartige Situationen bestätigten seine Einschätzung, wonach die Bildtelephonie sich nie würde durchsetzen können“ und lässt die Neugierde des Lesers zum Finale hin stetig wachsen, da sich immer wieder neue Anhaltspunkte ergeben. Das Ende ist logisch und nachvollziehbar, wartet allerdings, soviel sei verraten, auch mit einer kleinen Überraschung auf. Kritikpunkt? Ja – Nudeln niemals mit Olivenöl kochen! Leseempfehlung? Ja. Für wen? Jedermann, ohne Einschränkung.

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  • Rezension zu "Winzertod" von Christian Klinger

    Winzertod
    Eselsohren-Werner

    Eselsohren-Werner

    17. June 2012 um 18:56

    Ich könnte nicht sagen, ob mir Marco Martin sympathisch ist oder nicht, dafür ist er mir zu skizzenhaft. Aber er hat gewiss das Zeug zu einer sich noch entwickelnden Serienfigur. Sein erster großer Fall gemahnt an beschaulich-britische (oder gemütlich-wienerische) Whodunits und zeichnet ein Bild von Wien und seinen BewohnerInnen, das – wären da keine Mobiltelefone – durchaus auch 30, 40 Jahre alt sein könnte.

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