Christian Kracht

 3.6 Sterne bei 832 Bewertungen
Autor von Faserland, Imperium und weiteren Büchern.
Christian Kracht

Lebenslauf von Christian Kracht

Christian Kracht (* 29. Dezember 1966 in Saanen) ist ein schweizer Schriftsteller und Journalist. Er besuchte mehrere internationale Internate, unter anderem die Schule Schloss Salem und die Lakefield College School in Lakefield, Ontario, Kanada. Kracht ist Absolvent des Sarah Lawrence College in Bronxville, New York, USA. In Deutschland war Kracht als Journalist für B.Z., Tempo und Der Spiegel tätig. Mitte der 1990er Jahre ging er als Indienkorrespondent des Spiegels nach Neu-Delhi, als Nachfolger von Tiziano Terzani. Anschließend lebte Kracht für mehrere Jahre in Bangkok im Gebäude der ehemaligen jugoslawischen Botschaft und bereiste von dort aus verschiedene Staaten Asiens. Nachdem Christian Kracht gemeinsam mit seiner Frau, der Regisseurin Frauke Finsterwalder, mehrere Jahre in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires lebte, hat er sich nun in Los Angeles niedergelassen. 2016 ist sein aktueller Roman "Die Toten" erschienen und er gewann den Schweizer Buchpreis und den Hermann Hesse Literaturpreis.

Alle Bücher von Christian Kracht

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Christian KrachtFaserland
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Faserland
Faserland
 (323)
Erschienen am 22.01.2015
Christian KrachtImperium
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Imperium
Imperium
 (139)
Erschienen am 25.07.2013
Christian KrachtIch werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
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Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
Christian Kracht1979
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1979
1979
 (98)
Erschienen am 01.09.2010
Christian KrachtDer gelbe Bleistift
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Der gelbe Bleistift
Der gelbe Bleistift
 (45)
Erschienen am 01.04.2002
Christian KrachtDie Toten
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Die Toten
Die Toten
 (44)
Erschienen am 23.01.2019
Christian KrachtNew Wave
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New Wave
New Wave
 (14)
Erschienen am 01.08.2009
Christian KrachtMesopotamia
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Mesopotamia
Mesopotamia
 (10)
Erschienen am 01.10.2001

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Christian Kracht

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L

Rezension zu "1979" von Christian Kracht

Ein Kracht-Roman
LenaSilbernaglvor 20 Tagen

Christian Kracht schreibt in seinem Roman "1979" über einen jungen Homosexuellen in der Zeit der Beginnenden 80er. 
Am Beginn des Buches finden wir uns ebenso am Anfang des Jahres 1979 wieder. Der Ich-Erzähler befindet sich mit seinem Freund Christopher in Teheran. 
Was wir nicht wissen ist, wieso sich die beiden tatsächlich dort aufhalten. Denn genau in dieser Zeit findet die Revolution von Ayatollah Comeini statt. Zuerst dürfen wir miterleben, wie der Ich-Erzähler und Christoph in einem ominösen Hotel ankommen und dann zu einer Party gehen, bei der alles unter dem Motto Drogen steht. 
Der Ich-Erzähler ist unterdes scheinbar unbeeindruckt von den Geschehnissen. Das ändert sich auch nicht, als die Revolution beginnt und er sich in scheinbarer Lebensgefahr befindet. 
Teilnahmslos und nüchtern berichtet uns der Ich-Erzähler von seiner Beziehung zu Christopher und dass diese gescheitert sei. Im weiteren verlauf der Geschichte wird klar, dass Christopher für ihn nicht mehr als ein Accessoire geworden ist. 
Auch als Christopher auf der Party verletzt wird, zeigt sich der Ich-Erzähler zunächst noch desinteressiert. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Christopher in ein Krankenhaus gebracht werden muss, in dem - gelinde gesagt - chaotische Zustände herrschen. 
Doch damit nicht genug, scheint Christopher an einer ominösen Krankheit zu leiden. Denn von dieser berichtet der Ich-Erzähler vor dieser Episode bereits öfter, ohne dabei jedoch zu benennen was für eine Krankheit das ist. 
Wenig später rät ein mysteriöser Mann dem Ich-Erzähler nach Tibet zu reisen, um dort eine spirituelle Erkenntnis zu erlangen. 
So kommen wir dann auch zum zweiten Teil des Buches, welcher Ende des Jahres 1979 spielt. 
Der Ich-Erzähler befindet sich nunmehr in Tibet und lässt sich von einem Führer zu einem Berg bringen. Klar und immer noch sehr nüchtern berichtet uns der Ich-Erzähler nun von seinem Aufstieg. 
Oben angekommen findet er zunächst nicht, wonach er sucht. Er wird verhaftet und in ein Gefängnislager der Chinesen gebracht. Dort wird an ihm eine Gehirnwäsche vollzogen und er muss von nun an der Gemeinde dienen. 
Das Ende des Romans lässt einen im Dunklen zurück. Etwas verwundert und vor allem skurril bleibt man zurück. Der Ich-Erzähler bleibt bis zum Schluss unergründlich und es bleibt immer die Frage, ob er nur so tut als wäre er ein "guter Gefangener" oder ob die Gehirnwäsche tatsächlich funktioniert hat.        

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T

Rezension zu "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" von Christian Kracht

Sprachlicher Hochgenuss
Tengovor einem Monat

Witzige Dystopie, brillante Sprache, spannender Plot. Für mich der beste Kracht bis heute und der Grund, warum ich seither alles von ihm gelesen habe.

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Lesehexe92s avatar

Rezension zu "Die Toten" von Christian Kracht

Düsterer Roman mit geschichtlichem Hintergrund
Lesehexe92vor 2 Monaten

Eine real überlieferte Videoaufzeichnung eines rituellen Suizids bildet die Ausgangslage von Christian Krachts neuem Roman die Toten. Menschliches Grauen ist zentral für das Thema des Textes, genauso wie die mediale Verarbeitung desselben und nicht vergessen sollte man auch „den Glauben an das Unechte“.

Der Schweizer Regisseur Emil Nägeli ist eine Art One-Hit-Wonder der Filmbranche, verdankt er doch seinen internationalen Ruhm einem einzigen Meisterwerk. Bemüht um ein neues Projekt zieht es ihn zunächst nach Berlin, wo ihm unter anderem „Schrumpfgermane“ Heinz Rühmann sowie Hitler-Freund und NS-Finanzier „Putzi“ Hanfstaengel über den Weg laufen, er sich aber auch mit den Flimkritikern Siegfried Kracauer und Lotte Eisner befreundet. Vom UFA-Boss und Nazi Alfred Hugenberg erhält er das Kapital um eine Komödie zu drehen, eine Idee, die zum japanischen Gruselfilm mutiert, bevor das Projekt schliesslich ganz versandet. Auslöser dazu ist der bereits in Kinderjahren als Genie erkannte hohe japanische Misteriumsbeamte Masahiko Amakasu, der fanatisch nach Regisseuren aus dem ‚germanischen Kulturraum‘ rekrutiert, um die japanische Filmbranche auf ein internationales Level zu bringen.

In Krachts letztem Roman Imperium entwickelte sich lediglich der historische Kokovorismussektierer und Südseespinner August Engelhardt allmählich zum ‚Nagelkauer‘ bis hin zur Autophagie. In Die Toten greift dieses ‚Virus‘ nun weiter um sich, so dass so gut wie alle zentralen Figuren dazu neigen, sich die Fingerkuppen wund zu beissen. Das alles bleibt im Romangefüge letztlich psychologisch ‚unmotiviert‘. Eventuell liesse sich dieses Verhalten auf die Todesthematik zurückführen. Der durch das Nagen an den Fingerkuppen verursachte Schmerz diente dann buchstäblich der ‚Lebensversicherung‘. Andererseits offenbart und befördert diese Verhaltensweise aber auch wieder den letztlich unausweichlichen Zerfall. Damit erscheint dann die Namensgebund des Protagonisten durchaus motiviert und auch Nägelis Zuneigung in Kindertagen gegenüber seinem beisswütigen Kaninchen vermöchte dies zu erklären.

Stilistisch wartet der Text mit vielen vor allem japanischen Fremdwörtern auf. Auch spart Kracht bei der Kombination eines Namens mit einem Adjektiv den Artikel aus. So steht dann da: „Und gerührter Nägeli erfindet irgendeine Geschichte“. Allerdings zieht Kracht dies nicht konsequent durch und so soll etwa „der weltberühmte Schauspieler Charles Chaplin geehrt werden“. Trotz einiger sehr gekonnter Sprachbilder überzeugt der Stil also nicht abschliessend. Gelungene Beispiele wären etwa: Nägeli „erkennt in den verschwindenden weißen Würfeln abwechselnd Kleeblätter, Zylinder, Tränen, die Silben ve-ri-tas, als dämmere ihm, diese frostige, umgedrehte Neuauflage des aus der Kindheit vertrauten Bleigießens“. Ebenfalls geglückt ist, wenn wir über Nägeli erfahren: „er trug sein Nervenkostüm sozusagen außerhalb der Haut“ oder er „ein Nervenkostüm, das sich anfühlt, als sei es in ein Säurebad getaucht worden“ aufweist.

Auch inhaltlich bleibt letztlich schlicht zu viel unklar oder vage. Bereits der Deutungsvorschlag zum ‚Herumknabern‘ der Figuren an sich selbst ist im Roman zu wenig deutlich vorbereitet. Über die Bedeutung vieler Motive kann man nur rätseln. Bestenfalls werden sie im Text mehrfach aufgenommen, wie jenes einer rotbemalten Frau oder das von den violetten Bleistiften. Zur Farbsymbolik liesse sich vielleicht spekulieren, dass violett – es ist im Text auch die Farbe der Angst, eventuell der Todesangst – eine Verbindung zum Nicht-Erkennbaren, dem Transzendentalen herstellen soll. Dies wäre etwa plausibel, wenn man an das ausserhalb des menschlichen Sehspektrums liegende Ultraviolett denkt. Christian Krachts Die Toten lässt keine eindeutige Absicht oder Motivation erkennen – etwas was man von einem Autor einfordern sollte, bevor man ihm den Schweizer Buchpreis verleiht.

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Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Christian Kracht wurde am 28. Dezember 1966 in Saanen (Schweiz) geboren.

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