Christian Krug

 4,8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Island, Philomela und der Vogel des Paradieses und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christian Krug

Christian Krug ist Reiseleiter bei Studiosus für den Indischen Subkontinent, Mongolei, Papua-Neuguinea, Israel, Jordanien, Madeira sowie Dresden und Bayreuth. Sein erstes Buch erschien 2006 und ist die literarische Reisebeschreibung "Auf Heiligen Spuren. 1700 Kilometer zu Fuß durch Indien". Ebenfalls 2006 erschien sein Roman "Philomela und der Vogel des Paradieses", der überwiegend in Papua-Neuguinea spielt. Daneben hat er Artikel und Kurzgeschichten in der Süddeutschen Zeitung und in Anthologien veröffentlicht.
Krug hat Mittelalterliche Geschichte und Indogermanistik studiert, ist verheiratet und hat einen Sohn.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christian Krug

Cover des Buches Island (ISBN: 9783667114143)

Island

 (4)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Philomela und der Vogel des Paradieses (ISBN: 9783865202079)

Philomela und der Vogel des Paradieses

 (2)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Das war 2014 (ISBN: 9783652003940)

Das war 2014

 (1)
Erschienen am 15.01.2015
Cover des Buches Mein McQueen (ISBN: 9783940138729)

Mein McQueen

 (1)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Auf Heiligen Spuren (ISBN: 9783896623874)

Auf Heiligen Spuren

 (1)
Erschienen am 28.09.2006
Cover des Buches Feldzug (ISBN: 9783734786198)

Feldzug

 (0)
Erschienen am 30.04.2015

Neue Rezensionen zu Christian Krug

Cover des Buches Island (ISBN: 9783667114143)Sikals avatar

Rezension zu "Island" von Christian Krug

Ein großartiger Bildband
Sikalvor 2 Jahren

 

Nachdem wir in diesem Jahr unseren Urlaub in Norwegen verbrachten, wurde für die nächsten Jahre gleich wieder der Norden ins Auge gefasst, so fasziniert waren wir. Eines der nächsten Ziele wird bestimmt Island sein – dieser Bildband hat unseren Wunsch dorthin zu reisen noch verstärkt.

 

Gleich zu Beginn begeistert mich eine zahlenmäßige Zusammenfassung:

 

350.000 Einwohner
285.000 Mobiltelefone
500.000 Schafe
keine Panzer
keine Soldaten

 

Dafür gibt es im Übermaß ein Farbenspiel, das seinesgleichen sucht, Gletscher, Vulkane, Meer, Geysire, Wiesen, freundliche Menschen und das ein oder andere für uns „exotische“ Tier. Das Buch gibt einen breiten Überblick, lädt uns ein in diesen wunderbaren Fotos zu versinken oder auch die Texte wieder und wieder zu lesen (beispielsweise gibt es nur einen Pathologen auf Island).

 

Gut gefallen hat mir auch, dass es eine Karte für Fotolocations gibt, wo man die im Buch gezeigten Fotos versuchen kann nachzumachen. Der Autor Christian Krug sowie Fotograf Michael Poliza haben jedoch Tausende Kilometer zurückgelegt und dies über mehrere Jahre – somit ist Geduld angesagt, um in deren Fußstapfen zu treten. Vom technischen Equipment mal abgesehen…

 

Fast bekomme ich ein schlechtes Gewissen, weil ich Island als Urlaubsziel auserkoren habe. Im Buch werden die Probleme mit dem Tourismus sehr eindrucksvoll geschildert. Man darf hoffen, dass die Isländer eine Möglichkeit finden, die einzigartige Natur zu beschützen und trotzdem bis zu einem gewissen Maß vom Tourismus zu leben.

 

Ein farbenprächtiger Bildband, den man ständig durchblättern möchte. Gerne vergebe ich 5 Sterne.

 

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Cover des Buches Island (ISBN: 9783667114143)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Island" von Christian Krug

Island - ein farbenprächtiges Naturschauspiel
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Mit diesem grandiosen Bildband wecken Autor und Fotograf in mir die Sehnsucht nach Island zu reisen. Allerdings würde ich mit einer solchen Reise an der Zerstörung der Umwelt auf der Insel beitragen. Also, belasse ich es beim Ansehen der wunderschönen Bilder.

 

Die Fotos sind entweder aus dem Hubschrauber (ein gängiges Fortbewegungsmittel in Island, weil die meisten Straßen entweder staubige Schotterpisten oder schlammige Verbindungen sind) oder mittels Drohnen angefertigt.

 

Interessant finde ich die Kurzfassung Islands in Zahlen:

 

·       350.000 Einwohner

·       285.000 Mobiltelefone

·       500.000 Schafe

·       0 Panzer

·       0 Soldaten

·       0 Militärausgaben (trotz NATO-Mitgliedschaft)

 

In den wenigen Textpassagen wird uns das Wesen der Isländer nähergebracht. Die Probleme, die der Tourismus mit sich bringt. Immer haben 2016 rund 4,6 Mio. Menschen die Insel besucht. Nicht alle sehen die Gefahren für die Umwelt, die durch die Menschenmassen entstehen. Hoteliers, Gastwirte usw. erleben derzeit eine Art Goldrausch, zum Nachteil der Natur. Doch wie wir aus der Geschichte wissen, verflüchtigt sich der Hype recht bald. Ob Island dann noch so sein wird, wie es diese grandiosen Fotos zeigen?

 

Meine Meinung:

 

Das diese eisblau/türkis meine Lieblingsfarbe ist, kann ich kaum von diesem Buch losreißen. Mit einem Format von 35 x 40 ist ein gewichtiges Buch. Besonders elegant finde ich den türkisenen Blattschnitt.

 

Gut gefällt mir der letzte Abschnitt, das „Making of“ mit der Landkarte, auf der die Orte, an welchen die beeindruckenden Fotos „geschossen“ wurden verzeichnet sind.

 

In den Textteilen kommen Bewohner Islands zu Wort, die dem Touristenstrom mitunter skeptisch gegenüberstehen. Wir erfahren einiges aus Islands Geschichte.

Besonders beeindruck hat mich das Foto des Leuchtfeuers Pridgrangan auf der Felsnase mitten im Meer (S.146/1479. 1939 ohne Hubschrauber errichtet, steht der Leuchtturm weithin sichtbar wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Heute hat er einen Hubschrauberlandeplatz und eine eigene Facebookseite.

 

Fazit:

 

Ein Bildband der Sehnsüchte weckt. Gerne gebe ich für dieses Buch 5 Sterne.


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Cover des Buches Island (ISBN: 9783667114143)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Island" von Christian Krug

"Aquarelle der Natur"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Die Natur malt gewöhnlich nicht, schon gar nicht mit Wasserfarben. Wenn man sich jedoch die Luftaufnahmen in diesem Band ansieht, dann sehen manche tatsächlich wie abstrakte Kunst aus. So, als hätte sie jemand mit einem sicheren Gefühl für Ästhetik erzeugt. Die Wahrheit sieht natürlich etwas anders aus. Denn es sind eigentlich Michael Poliza und sein unglaublich sicherer Blick für solche Ausschnitte aus der Natur, die bei uns erst diesen Eindruck erzeugen.

Wenn man nach Island kommt, dann trifft man auf nordisches Licht, Leere (abgesehen von touristischen Sammelstellen) und gedeckte Farbtöne. Alles zusammen ergibt etwas Einzigartiges. Diese Welt wirkt fremd. Aber sie besitzt gleichzeitig eine seltsame Attraktivität, von der man nicht mehr losgelassen wird. Wenn jemand dies in Szene setzen kann, dann Michael Poliza, wohl einer der ungewöhnlichsten Naturfotografen der Welt. Fast jedes seiner Bilder könnte man sich großformatig an die Wand hängen. Blicke würden immer daran hängen bleiben und sich lange nicht lösen können.

Man solle Island auf eigene Faust entdecken, nicht mit dem Reisebus, heißt es im Buch. Das ist abgesehen vom Zeitaufwand nicht ganz so einfach und verlangt etwas Abenteuergeist. Man sollte ein Fahrzeug mit Allradantrieb benutzen und die App 112 Iceland auf seinem Smartphone haben, damit man in Notfällen geortet werden kann. Ungeführte Offroud-Touren jenseits befestigter Wege sind inzwischen auf der Insel verboten. Das erfährt man in den wenigen kurzen Textteilen dieses eindrucksvollen Buches, das von Island einen Eindruck vermittelt, den viele Reiseführer mit ihrer praktischen Sachlichkeit nicht erzeugen können. Schon allein, wenn man die Luftaufnahmen der Hauptstadt betrachtet, bekommt man eine so klare Vorstellung von Reykjavik, wie ich sie noch nirgends gesehen habe.

Die Texte stammen übrigens vom Stern-Redakteur Christian Krug und runden dieses Buch hervorragend ab. Die Einzigartigkeit Islands führte in den letzten Jahren zu einem Anstieg des Tourismus, der kaum noch zu verkraften ist. Leider gehen die Isländer mit ihm so um wie ihre ehemaligen Banken mit Krediten kurz vor der Finanzkrise 2008. Bleibt also zu hoffen, dass sie nicht auch noch ihre unvergleichbare Natur in den Bankrott führen. Immerhin kommen auf die ungefähr 350.000 Isländer sechs Mal so viele Touristen im Jahr, die sich dann an wenigen Stellen herumdrängeln. Im Sommer wandern mehr Fremde auf Island umher als dort Einheimische leben. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Dazu im Kontrast steht, dass dieses schöne Buch zwar diesen Zustand beschreibt, gleichzeitig aber eine ungeheure Lust auf diese Inseln erzeugt, wenn man schlechtes Wetter oder den Norden überhaupt mag.

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