Christian Krumm

 4.1 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Traumschrott, At Dawn They Sleep und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christian Krumm

Traumschrott

Traumschrott

 (15)
Erschienen am 19.03.2016
At Dawn They Sleep

At Dawn They Sleep

 (3)
Erschienen am 01.04.2014
Morgoth Uncursed

Morgoth Uncursed

 (0)
Erschienen am 30.03.2015
Century Media: Do It Yourself

Century Media: Do It Yourself

 (0)
Erschienen am 23.04.2012

Neue Rezensionen zu Christian Krumm

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Aer1ths avatar

Rezension zu "Traumschrott" von Christian Krumm

Anspruchsvoll, skurril und manchmal bizarr, aber man sollte sich darauf einlassen
Aer1thvor einem Jahr

Ich lese eigentlich so gut wie nie Kurzgeschichten. Ich bin eher ein Freund der umfangreicheren Bücher, da ich es liebe in der vom AutorIn erschaffenen Welt zu versinken und eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Das gelingt mir bei Kurzgeschichten leider nicht, da sie mir dafür – naja – einfach zu kurz sind.
Als mich die Anfrage von Christian Krumm erreichte, war ich allerdings zunächst erstmal schockverliebt in das Cover. Ich liebe es. Eigentlich ist es recht schlicht gehalten, aber wenn man genauer hinguckt, kann man unglaublich viel darauf erkennen.
Der Klappentext und die kleine Leseprobe haben mich dann davon überzeugt, dass ich diesem Buch sehr gerne eine Chance geben möchte mich zu überzeugen.

Als ich mit dem Lesen begonnen habe, war ich zunächst einmal etwas verwirrt, denn ich wurde direkt angesprochen. Ich habe bisher vielleicht ein, zwei Bücher gelesen, in denen ich als Leser direkt angesprochen wurde und muss sagen, dass ich das etwas befremdlich finde. Hier war es aber absolut ok und auch notwendig, denn ich werde tatsächlich als Leser dieser Kurzgeschichten angesprochen.
Die Erzählperspektive ändert sich jedoch auch wieder als die erste “offizielle” Kurzgeschichte beginnt.

Christian Krumm schreibt wirklich anspruchsvoll und obwohl das Büchlein “nur” 180 Seiten hatte, habe ich recht lange dafür gebraucht. Es “mal eben weglesen” ist bei diesem Buch definitiv nicht drin. Ich brauchte schon ordentlich viel Konzentration zum Lesen und hatte natürlich auch den Anspruch die Message – die tiefere Botschaft – der einzelnen Geschichten herauszufiltern und zu erkennen.
Das Gute, am Ende nimmt der Autor noch einmal Bezug auf die einzelnen Geschichten und bringt etwas Licht ins Dunkle, denn ich muss gestehen, dass ich tatsächlich nicht sofort die Bedeutung aller Geschichten begriffen hatte.

Nichts desto trotz mochte ich alle Geschichte in diesem Buch. Die eine mehr, die andere weniger. Jede liefert einem Stoff zum Nachdenken und das gefällt mir. Es lässt sich unglaublich viel interpretieren und auch diskutieren. Die Geschichten an sich sind teilweise sehr skurril und auch bizarr, aber gut. Ich konnte die Pointen der einzelnen Geschichten nicht im Vorhinein erkennen und so manches Mal hat der Autor mich ordentlich überrascht. 

“Traumschrott” ist allerdings ein Buch auf das man sich einlassen muss. Tut man das nicht, versteht man vermutlich auch nicht den Sinn hinter den Geschichten und sie könnten für Viele zu verrückt und bizarr sein. Es lohnt sich aber sich darauf einzulassen.

Fazit

Anspruchsvoll, skurril und manchmal bizarr sind die Geschichten von Christian Krumm in “Traumschrott”. Es lohnt sich aber sich darauf einzulassen, denn sie regen definitiv zum Nachdenken und teilweise auch zum Reflektieren an.
Wer keine Scheu von anspruchsvollerer Lektüre und Kurzgeschichten hat, der sollte definitiv einen Blick auf dieses Buch mit dem genialen Cover werfen.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

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steffib2412s avatar

Rezension zu "Traumschrott" von Christian Krumm

Träume sind niemals nur Schrott....
steffib2412vor einem Jahr

Zur Story:
Begleiten Sie Christian Krumm auf einer phantastischen Reise in das Reich der unerfüllten Träume, die irgendwo jenseits von Raum und Zeit in irgendeiner Welt (vielleicht im Seltenreich*?) als Traumschrott enden.

Viele von diesen Träumen sind es wert, sie sich noch einmal ins Bewusstsein zu holen, sie zu prüfen um sie letztendlich als das anzusehen, was sie sind: Traumschrott.

In zwölf Kurzgeschichten begleiten wir verschiedene Protagonisten, die einen verborgenen Teil in uns widerspiegeln, uns in andere Welten führen oder uns einfach dazu animieren, Inne zu halten und nachzudenken.

*„Das Seltenreich ist das Gegenstück zu Deiner Welt. Alles, was bei Euch selten ist, gibt es bei uns zu Hauf. Umgekehrt ist äußerst wertvoll bei uns, was ihr als wertlos empfindet." (By Christian Krumm).....

Mein Fazit:
Mit Traumschrott schafft Christian Krumm 12 tolle Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen sollen und mich jede einzeln begeistern konnte....
Der Schreibstil ist soweit sehr flüssig geschrieben...
Die verschiedenen Protagonisten in den einzelnen Kurzgeschichten sind sehr authentisch beschrieben und wie aus dem wahren Leben....
Ein besonderer Hngucker ist auf jeden Fall das Coverbild, welches im Buch auch erklärt wird....

Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen...:)

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Kerstin66s avatar

Rezension zu "Traumschrott" von Christian Krumm

Alles andere als Schrott
Kerstin66vor 2 Jahren

Dieses Buch "Traumschrott" ist mir in einer Wanderbuchgruppe das erste Mal aufgefallen. Das Cover ist außergewöhnlich und verspricht auch einen außergewöhnlichen Inhalt. Aufgrund der geringen Seitenzahl des Buches dachte ich, das lese ich mal eben schnell durch. Allerdings, mit mal eben schnell durchlesen war es wohl nichts - man muss sich Zeit nehmen. Dieser Roman ist tiefgreifend, komplex und sehr aktuell. Als erstes fiel mir der sehr schöne Schreibstil des Autors auf. Er beherrscht es, die deutsche Sprache in eine Sinfonie zu verwandeln. Wenn er seine wörtlichen Reden noch etwas ausgefeilter darstellen würde, könnte man durchaus von einem Meisterwerk reden. Allerdings störte mich erheblich dieses: sagte der, sagte die, sagte Frau ..., sagte Herr ... – hier ist Handlungsbedarf Herr Krumm.

Sehr gut gefallen hat mir der Beginn des Buches. Der Leser wird direkt in die Handlung mit einbezogen – ich war Protagonist. Auch wenn ich nichts zu sagen hatte, war ich doch sehr überrascht und fand die Idee ausgesprochen witzig. Ich war also Teil eines Gremiums, das ein Manuskript mit 12 Geschichten zu bewerten hatte. Ich war Teil einer Versammlung mehr oder minder intellektueller Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Es war faszinierend, den Gesprächen in dieser Runde zu folgen und zwischendrin wenigstens vom Praktikanten beachtet zu werden, auch wenn die anderen Mitglieder „mich“ ignoriert haben.

Die Geschichten, die dieses Manuskript beinhaltete, waren einer bunter Strauß Leben. Voller Sarkasmus und Ironie wird dem Leser der Spiegel des Alltags vorgehalten. Manches Mal gab es einen Aha-Effekt – Mensch, der schreibt über die oder die Situation. Herr Krumm nimmt unsere fabelhafte und moderne Gesellschaft recht kritisch aufs Korn. Moralische Werte und Menschlichkeit werden genauestens auf den Prüfstand gelegt und auseinandergenommen.
Dieses Buch ist der TÜV unserer Gesellschaft und ich muss sagen: Wir sind durchgefallen. Es ist Zeit, seine eigenen Werte nochmals zu hinterfragen, tief in sein Innerstes zu gehen, ob man nicht selbst so ein Mensch ist, der andere manipuliert und sie egoistisch in seine eigene Richtung drängt. Fühlen wir noch Liebe? Oder lieben wir einfach die Vorstellung davon? Akzeptieren wir den Menschen oder nur noch seine Leistungen? Wollen wir hinter die Fassaden blicken? Oder sind wir nur jemand, der an der Oberfläche kratzt und seine Sensationsgier befriedigt sehen will? Haben wir Träume? Und lassen wir es nur Träume bleiben oder verwirklichen wir diese und lassen uns nicht vom Weg abbringen?

Zum Schluss saßen wir wieder in diesem Gremium zusammen, um zu besprechen, was wir gelesen haben. Sehr interessant fand ich die Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen zu den einzelnen Geschichten. Während ich noch am Überlegen war, was mich am meisten beeindruckt oder vielleicht auch gestört hat, da nimmt mir doch tatsächlich eine Dame im Gremium, die Politikerin Petra Wagenhard, meinen Kritikpunkt weg und ich saß lachend da - zu Hause auf meiner Couch oder auch am Tisch des Gremiums. Ihre Worte: „... Ich möchte allerdings aufmerken, dass ich erschreckend viele Rechtschreibfehler gefunden habe.“ Danke, Herr Krumm, Sie sind mir ausgesprochen sympathisch und nehmen mir hier den Wind aus den Segeln. Ja, das Korrektorat und teilweise Lektorat haben keine gute Arbeit geleistet, aber Sie Herr Krumm, sind einfach grandios.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Vermutlich wird es nicht jedem gefallen, weil so mancher nicht bereit sein wird, in die Tiefe zu steigen. Das ist auch gut so. Das Leben ist mitunter schwer genug, also ist es durchaus sinnvoll, sich in fremde Welten entführen zulassen. Aber wer ein anderes Lesevergnügen haben möchte, bei dem man geistig gefordert wird und mit der Realität konfrontiert wird, der sollte sich Traumschrott nicht entgehen lassen.

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