Christian Krumm Traumschrott

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Inhaltsangabe zu „Traumschrott“ von Christian Krumm

Ein Gremium in einer Kleinstadt berät über den Sieger eines Kurzgeschichtenwettbewerbs und du findest dich mittendrin. Du sollst mitentscheiden, welche der Geschichten zum Thema „Traumschrott“ zum Sieger gekürt wird. Während du dich zunächst in der Gesellschaft von korrupten Geschäftsleuten, träumenden Künstlern, eifrigen Journalisten und weinenden Prostituierten noch sicher in deiner Wirklichkeit wähnst, umschließt dich der Traumnebel immer mehr. Schizophrene, Heilige, Teufel, Wächter, Dämonen und zauberhafte Fabelwesen dringen in deine Welt ein, bis du schließlich zurück im Gremium Zeuge eines aberwitzigen Showdowns wirst. Dein Verstand wird herausgefordert, deine Phantasie auf die Probe gestellt und doch wirst du am Ende feststellen: Träume sind niemals Schrott.

12 tolle und sehr gelungene Kurzgeschichten mit einem flüssigen Schreibstil und einem coolem Cover....

— steffib2412
steffib2412

Ein wunderbar vielschichtiges Werk, das mich sehr positiv überrascht hat!

— missNaseweis
missNaseweis

Anspruchsvolles Werk, das in seiner Gesamtheit zu betrachten ist. Wer sich darauf einlässt, wird in die Geschichte eingewoben.

— Larissa_Schwarz
Larissa_Schwarz

Ein wirklich tolles Buch über unsere Gesellschaft. In diesem Werk sollte man über die Zeilen hinaus lesen und sich Zeit nehmen.

— KayvanTee
KayvanTee

Ein Buch zum Thema Träume, dass zum Nachdenken anregt: „Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“

— Leneory
Leneory

Echt gut!

— Bookdiary
Bookdiary

Es ist ziemlich kurios und skuril geschrieben und stellenweise tritt Verwirrung auf, aber im Großen und Ganzen ist es ein gutes Buch.

— Anni-chan
Anni-chan

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  • Träume sind niemals nur Schrott....

    Traumschrott
    steffib2412

    steffib2412

    29. July 2017 um 06:19

    Zur Story:Begleiten Sie Christian Krumm auf einer phantastischen Reise in das Reich der unerfüllten Träume, die irgendwo jenseits von Raum und Zeit in irgendeiner Welt (vielleicht im Seltenreich*?) als Traumschrott enden.Viele von diesen Träumen sind es wert, sie sich noch einmal ins Bewusstsein zu holen, sie zu prüfen um sie letztendlich als das anzusehen, was sie sind: Traumschrott.In zwölf Kurzgeschichten begleiten wir verschiedene Protagonisten, die einen verborgenen Teil in uns widerspiegeln, uns in andere Welten führen oder uns einfach dazu animieren, Inne zu halten und nachzudenken.*„Das Seltenreich ist das Gegenstück zu Deiner Welt. Alles, was bei Euch selten ist, gibt es bei uns zu Hauf. Umgekehrt ist äußerst wertvoll bei uns, was ihr als wertlos empfindet." (By Christian Krumm).....Mein Fazit:Mit Traumschrott schafft Christian Krumm 12 tolle Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen sollen und mich jede einzeln begeistern konnte....Der Schreibstil ist soweit sehr flüssig geschrieben...Die verschiedenen Protagonisten in den einzelnen Kurzgeschichten sind sehr authentisch beschrieben und wie aus dem wahren Leben....Ein besonderer Hngucker ist auf jeden Fall das Coverbild, welches im Buch auch erklärt wird....Ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen...:)

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  • Alles andere als Schrott

    Traumschrott
    Kerstin66

    Kerstin66

    24. February 2017 um 16:31

    Dieses Buch "Traumschrott" ist mir in einer Wanderbuchgruppe das erste Mal aufgefallen. Das Cover ist außergewöhnlich und verspricht auch einen außergewöhnlichen Inhalt. Aufgrund der geringen Seitenzahl des Buches dachte ich, das lese ich mal eben schnell durch. Allerdings, mit mal eben schnell durchlesen war es wohl nichts - man muss sich Zeit nehmen. Dieser Roman ist tiefgreifend, komplex und sehr aktuell. Als erstes fiel mir der sehr schöne Schreibstil des Autors auf. Er beherrscht es, die deutsche Sprache in eine Sinfonie zu verwandeln. Wenn er seine wörtlichen Reden noch etwas ausgefeilter darstellen würde, könnte man durchaus von einem Meisterwerk reden. Allerdings störte mich erheblich dieses: sagte der, sagte die, sagte Frau ..., sagte Herr ... – hier ist Handlungsbedarf Herr Krumm. Sehr gut gefallen hat mir der Beginn des Buches. Der Leser wird direkt in die Handlung mit einbezogen – ich war Protagonist. Auch wenn ich nichts zu sagen hatte, war ich doch sehr überrascht und fand die Idee ausgesprochen witzig. Ich war also Teil eines Gremiums, das ein Manuskript mit 12 Geschichten zu bewerten hatte. Ich war Teil einer Versammlung mehr oder minder intellektueller Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Es war faszinierend, den Gesprächen in dieser Runde zu folgen und zwischendrin wenigstens vom Praktikanten beachtet zu werden, auch wenn die anderen Mitglieder „mich“ ignoriert haben. Die Geschichten, die dieses Manuskript beinhaltete, waren einer bunter Strauß Leben. Voller Sarkasmus und Ironie wird dem Leser der Spiegel des Alltags vorgehalten. Manches Mal gab es einen Aha-Effekt – Mensch, der schreibt über die oder die Situation. Herr Krumm nimmt unsere fabelhafte und moderne Gesellschaft recht kritisch aufs Korn. Moralische Werte und Menschlichkeit werden genauestens auf den Prüfstand gelegt und auseinandergenommen. Dieses Buch ist der TÜV unserer Gesellschaft und ich muss sagen: Wir sind durchgefallen. Es ist Zeit, seine eigenen Werte nochmals zu hinterfragen, tief in sein Innerstes zu gehen, ob man nicht selbst so ein Mensch ist, der andere manipuliert und sie egoistisch in seine eigene Richtung drängt. Fühlen wir noch Liebe? Oder lieben wir einfach die Vorstellung davon? Akzeptieren wir den Menschen oder nur noch seine Leistungen? Wollen wir hinter die Fassaden blicken? Oder sind wir nur jemand, der an der Oberfläche kratzt und seine Sensationsgier befriedigt sehen will? Haben wir Träume? Und lassen wir es nur Träume bleiben oder verwirklichen wir diese und lassen uns nicht vom Weg abbringen? Zum Schluss saßen wir wieder in diesem Gremium zusammen, um zu besprechen, was wir gelesen haben. Sehr interessant fand ich die Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen zu den einzelnen Geschichten. Während ich noch am Überlegen war, was mich am meisten beeindruckt oder vielleicht auch gestört hat, da nimmt mir doch tatsächlich eine Dame im Gremium, die Politikerin Petra Wagenhard, meinen Kritikpunkt weg und ich saß lachend da - zu Hause auf meiner Couch oder auch am Tisch des Gremiums. Ihre Worte: „... Ich möchte allerdings aufmerken, dass ich erschreckend viele Rechtschreibfehler gefunden habe.“ Danke, Herr Krumm, Sie sind mir ausgesprochen sympathisch und nehmen mir hier den Wind aus den Segeln. Ja, das Korrektorat und teilweise Lektorat haben keine gute Arbeit geleistet, aber Sie Herr Krumm, sind einfach grandios. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Vermutlich wird es nicht jedem gefallen, weil so mancher nicht bereit sein wird, in die Tiefe zu steigen. Das ist auch gut so. Das Leben ist mitunter schwer genug, also ist es durchaus sinnvoll, sich in fremde Welten entführen zulassen. Aber wer ein anderes Lesevergnügen haben möchte, bei dem man geistig gefordert wird und mit der Realität konfrontiert wird, der sollte sich Traumschrott nicht entgehen lassen.

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  • Du als Leser bist dabei!

    Traumschrott
    missNaseweis

    missNaseweis

    07. October 2016 um 09:56

    Dieses Buch wurde mir von Christian Krumm kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!Zum Inhalt: In einer Kleinstadt soll ein Literaturpreis vergeben werden und du als Leser nimmst selbst an der Sitzung des entscheidenden Gremiums teil. Bis zur nächsten Sitzung sollen zwölf Manuskripte gelesen werden, die alle zu dem Thema Traumschrott verfasst wurden. Dann wird sich das Gremium erneut treffen und abstimmen, welche Geschichte gewonnen hat.Traumschrott ist wirklich ein besonderes Buch. Nicht nur wegen seiner Größe, auch die Unterteilung, Umsetzung und die Vielschichtigkeit haben mich sehr begeistert. Den Rahmen des Buches markieren die oben bereits erwähnten Sitzungen des Gremiums, dass aus Menschen ganz unterschiedlicher Sparten (Politik, Wirtschaft, Kunst) zusammengesetzt ist. Neben diesen Vertretern sind noch ein Praktikant und schließlich der Leser, also du, anwesend. Im ersten Moment war ich etwas verwirrt, tatsächlich persönlich angesprochen und mit einbezogen zu werden, doch als ich den ersten Schreck überwunden hatte, fand ich es unheimlich interessant, Teil des Geschehens zu sein.Schließlich werden im Anschluss an die Sitzung die Kurzgeschichten ausgeteilt und alle Mitglieder des Gremiums, auch du als Leser, bekommen die Aufgabe, sie zu lesen. Jedes folgende Kapitel handelt somit eine Kurzgeschichte ab, die dem Gremium zugesandt wurde.Das besondere an den Kurzgeschichten ist vor allem, wie stark sie sich hinsichtlich des Sprachstils voneinander unterscheiden. Abhängig von den Figuren und der Situation wechselt der Autor zwischen lockerem Smalltalk,  religiöser Berichterstattung und allem, was dazwischen liegt. Der Ausdruck ist so vielseitig, dass man wirklich den Eindruck bekommt, dass jede Geschichte von einem anderen Autor verfasst wurde. Eines haben sie alle aber dennoch gemeinsam. Jede Geschichte thematisiert auf ihre eigene Weise unsere Gesellschaft, nutzt verschiedene Probleme als Aufhänger beziehungsweise macht auf Missstände aufmerksam und ist so viel mehr, als etwas zum Berieseln lassen. Auf den ersten Blick erscheinen manche Kurzgeschichten vielleicht skurril oder etwas verrückt, doch sobald man intensiver über sie nachdenkt, wird jeder seine eigenen Schlüsse ziehen können und merken, dass es um so viel mehr geht. Lässt man sich auf das Buch ein, nimmt sich also Zeit dafür, um alles auf sich wirken zu lassen, und bleibt bei der Sache, wird man am Ende definitiv nicht enttäuscht.Mir wird Traumschrott auf jeden Fall noch eine ganze Weile im Kopf herumspuken, ich verzichte an dieser Stelle auf diverse Deutungsversuche der Kurzgeschichten, denn jeder hat schließlich einen anderen Blick auf die Dinge, und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das Buch lesen durfte. Ich weiß nicht, ob ich von allein auf diese außergewöhnliche Geschichte gestoßen wäre, in der Regel liegt mein Schwerpunkt ja auf anderen Genres, deswegen kann ich euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen und bin gespannt, was ihr dazu sagt.

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  • Anspruchsvolles Werk, das den Leser involviert und verändert.

    Traumschrott
    Larissa_Schwarz

    Larissa_Schwarz

    29. July 2016 um 12:07

    So, ich bin nun Leserin. Oder Leser. Das weiß ich nicht so genau, aber ich bin Teil eines Gremiums. Danke, Christian Krumm. Die erste Kurzgeschichte der Sammlung „Traumschrott“ spricht mich als Lesende direkt mit du an und erklärt mich zur Partizipientin einer Jury, die aus den in diesem Buch vorliegenden Werken ihren Favoriten erwählen soll. Cleverer Schachzug, mit dem Krumm mich einbindet, an das „Du“ muss ich mich aber erst gewöhnen. Die Umschreibung der Atmosphäre innerhalb des Gremiums gelingt, ich frage mich, ob es Kekse gibt. Offensichtlich nicht. Mit „meiner“ (also als Gremiumsmitglied) Art der Teilnahme und den Überlegungen kann ich (die Rezensentin) mich noch nicht identifizieren, allerdings bannt mich als Leser der Verweis auf den Buchdeckel. Prinzipiell halte ich es mit „Never judge a book by its cover“, aber hier fällt sofort ungewollt ein Urteil: Ich würde es mir jederzeit auf Leinen an die Wand hängen. Sehr inspirierend, einladend. Es verkörpert ein Sammelsurium an Gefahren, die dargestellten Gegenstände wecken in mir eine nicht enden wollende Reihe von Assoziationen. Am aufdringlichsten sind die Eindrücke von Sucht, Rausch und Schmerz. Und die Frage nach der Gefühlsessenz. Die sanduhr-ähnliche Darstellung der zerbrochenen Bierflasche lässt erahnen, dass ich eine TARDIS in Schriftform vor mir liegen habe. Und tatsächlich, Zeit und relative Dimensionen ändern sich chamäleonartig, die eingelegten Erzählzeitsprünge lassen mich tiefer in die Geschichte eintauchen und auf S.11 fühle ich mich plötzlich wirklich als der Leser, weiß aber nicht, woher das rührt. Auf S. 14 bin ich (die Rezensentin) dann Teil der Geschichte geworden und widme mich dann im Folgenden „Der Prinz“. Die klare Sprache, die überflussleeren Sätze und die schwarz-weiß-Trennung der Protagonisten lassen die Tiefgründigkeit ihrer Ideologie erstrahlen, ihr Mangel an Selbstkritik macht sie jedoch unsympathisch. Ich beziehe Position für die bemitleidenswerte, naive Hausangestellte, fühle mich an die Villa Hügel erinnert und Krumms „Prinz“ erinnert mich in seiner Ideologie an Macchiavellis Fürst. Das Ende überrascht und verleitet zu Spekulationen. Statt die 178 Seiten, wie gewohnt, am Stück zu lesen, empfiehlt sich ein Pause zur Reflexion. „Das Idol“ kontrastiert die erste Geschichte und ist geschickt als Folgestück ausgewählt. Das Gespräch über Talent klingt naiv, berührt mich aber sehr. Krumm wirft die Frage auf, was Kunst bewirken könne. Geliebter Selbstzweifel wird zum Künstlerantrieb. Über der Geschichte weht der Hauch einer Ahnung, dass sich „Das Idol“ auch dieses Mal nicht aus seinem Schatten befreien kann. Die Auflösung überrascht aber ein weiteres Mal. „Sonntagskuchen“ hat mich mit „Stricken ist mein Yoga“ gefangen genommen. Das Sucht-Bild wird hier auf Arbeit und Renommee projiziert, spontane Assoziationen zum Edeka-Opa aus der Weihnachtswerbung schaffen einen Realitätsbezug, der trotz der Zeitlosigkeit der Geschichte höchst aktuell ist. Der erhobene Zeigefinger am Ende der Geschichte verstört und lässt mich ein weiteres Mal zu einer Pause übergehen. „Sveta“ versetzt mich in das Ruhrgebiet der 60er oder 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Es wird verstörend viel geraucht in Krumms Geschichten, ich fühle mich abgestoßen davon, besonders als mit „Sveta“ der Zugang in ein Milieu eröffnet wird, in dem Leopardenplüsch noch den am wenigsten ekligen Eindruck hinterlässt. Das Motiv Sucht wird hier dramatisch inszeniert, die Protagonistin spielt so sehr mit Eigen- und Fremdbild, dass für ihr männliches Pendant nicht einmal mehr Mitgefühl aufkommt und ich ihn als Unsympathen abstemple, obwohl er eigentlich nur ein getriebener Mediokrer ist. An dieser Stelle musste ich unbedingt weiterlesen, um Christian Krumm nicht schon vor der Hälfte verloren zu gehen. „Der Ausflug“ sollte mich dann auch wieder einfangen. Das Thema Sucht, wie bereits ganz zu Anfang vom Cover auf den Inhalt geschlossen, drängt sich zu Beginn der Geschichte auf und man wird es trotz Kunstgriff in die Schizophrenie nicht ganz los. Dass wir erneut ein Bordell betreten lässt mich die Nase rümpfen, auch hier fühle ich mich, ohne dass Krumm diesen Bezug nennt, in eine Arbeiterstadt Anfang der 1980er versetzt. Sprache und Gepflogenheiten der Handelnden legen dies nahe. Die Bierflasche wird für mich immer mehr zur Raum-Zeit-Maschine, da sie in dieser Geschichte ihren Auftritt als Molotow-Cocktail hat und mich mit der Frage zurücklässt, wie nahe Genie und Wahnsinn wirklich beieinander liegen. Kommen wir zu „An der Ecke“. Mich würde sehr wundern, wenn diese Kurzgeschichte nicht in ein paar Jahren zur Pflichtlektüre für jeden Deutsch-Leistungskurs würde. Mit jedem neuen Satz stelle ich mir die Frage, auf welcher Seite der Geschichte ich stehe, ob ich Betrachter oder Protagonist bin. Krumm schafft hier eine Zäsur zu den anderen Geschichten, schildert sehr eindringlich und ausführlich vom Innen- und Außenleben der Figuren, in aller Kürze und Sachlichkeit. Der Aufbau der Geschichte weckt geburtliche Assoziationen, eine traumatische Einleitung, das wehenartige Geschehen an der Ecke und das Gefühl, verändert zurückzubleiben; nichts ist mehr so, wie es schien. „Der Eremit“ hebt sich allein schon durch die gelungene, veränderte Hintergrundgestaltung von der vorherigen Geschichte ab. Und das ist auch notwendig, um sich von dieser fulminant-abstrakten Geschichte loszureißen und in Krumms 19. Jahrhundert abzutauchen. Der „gähnende Abgrund“ von fanatischer Religiosität spaltet sich an der Klippe der Missgunst und Spießbürgerlichkeit und ergeht sich in einer voluminösen Sprache, die sich von den vorhergehenden Geschichten abhebt. Man erkennt hier die Profession Krumms, der dem historischen Aspekt eine bisher bei ihm unbekannte Authentizität widmet, detaillierter wird und sich den Raum für diese Geschichte nimmt. Krumm vereint in dieser Geschichte mehrere Bilder aus den Vorherigen und hebt sie auf eine Meta-Ebene; (Geltungs-)Sucht, Feuer, Diskordanz. Er bedient sich eines religiös-zeitgenössischen Sprachduktus und lässt diese 24 Seiten wie einen ganzen Roman dastehen. „Das Museum“ spielt mit diversen Klassikern. Krumm bedient sich dem Motiv des Museums, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung laufen ungewollt im inneren Ohr und auch die Reaktion der jungen Protagonisten auf die Exponate ist klassisch juvenil. Die an die lebendigen Gemälde in Harry Potter erinnernden Ausstellungsstücke und das allgegenwärtige Handy nehmen Bezug auf die Gegenwart, die jedoch im Verlauf der Geschichte in einer futuristischen Utopie endet. Mit dem gewollt-provokativen Gezänke der Exponate erhebt Krumm ein weiteres Mal den moralischen Zeigefinger, um ihn dann charmant mit dem Gemeinplatz „Die Jugend von heute“ rückwärts zu richten und sich an Aristoteles und Sokrates anzulehnen. „Sandbank“ beginnt mit Möwe Siegfried und einem Gleichnis über das Denken, nimmt im Verlauf dann Bezug auf das Träumen, das, mal mehr, mal weniger, subtil bei Krumm immer mitschwingt und plötzlich befindet man sich einem solchen. Allerdings handelt es sich um einen absurden Alptraum, der mit Ungereimtheiten und Unmöglichkeiten spielt. Die Ironie liegt hier nicht zwischen den Zeilen sondern zwischen den Worten, den einzelnen Buchstaben. Irgendwo zwischen Verstörung und Bewunderung zurückgelassen blickt man dem davonfliegenden Siegfried hinterher und murmelt „Beati pauperes spiritu“. „Dämonen“ hebt sich dann erfreulicherweise auch gleich wieder von seiner Vor-Geschichte ab, optisch als auch erzähltechnisch. Krumm verwendet Mittel des wissenschaftlichen Arbeitens, um den Leser in die Erzählung zu holen. Es gibt einen Wiedererkennungs-Moment, der Bezug auf eine der vorherigen Geschichten nimmt, was einen weiteren roten Faden erahnen lässt. Allerdings greift Krumm hier nicht zum Spiel mit Motiven und Metaphern, sondern blendet eine bereits bekannte Gesellschaft wieder ein, wovon man sich ein wenig mehr Aufschluss erhofft. Krumm wäre aber nicht Meister dieser Inszenierung, wenn er nicht mit genau dieser Erwartungshaltung spielen würde und durch die Verbruchstückung der Geschichte einen neuen Spannungsbogen laden würde. Er benutzt Sucht und Angst als Potenzen, um von dem Schwenk in die Fantastik abzulenken, der unwillkürlich einen Rückbezug auf die bereits vertraute Schizophrenie nimmt. „Ein Schrei, der niemals gehört wurde“ versinnbildlicht die gedankliche Tiefe, mit der man sich diesen Geschichten widmen muss, um Christian Krumms Werk in seiner Gänze zu erfassen. Mit „Dämonen“ räumt er der menschlichen, natürlichen Spiritualität eine Bühne ein, auf der er zunächst wieder den Zeigefinger erhebt, aber nur um gekonnt aufzuzeigen, mit welchem Schmerz die Bewusstwerdung des eigenen Unvermögens einhergeht. Wieder zurück auf cremeweißem Papier begibt sich Krumm mit der letzten Geschichte in „Traumschrott I“ in das „Seltenreich“. Wieder wird geraucht, wieder befinden wir uns im Umfeld der Arbeitermetropole. Stilistisch hebt sich die Geschichte von den anderen insofern ab, dass sie sehr narrativ verspielt daherkommt. Ich fühle mich in die Welt von Douglas Adams versetzt, Anleihen zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ finden sich und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, als sich der Handlungsort irgendwo in den Breitengraden zwischen Krefeld und Duisburg befindet. Abhängigkeit bäumt sich hier mit einem Mal zum Leitmotiv auf, besonders klar, als es mitten in der Erzählung zu einem Wechsel der Szenerie kommt und Krumm über den Wert von Literatur und die Wertigkeit des eigenen Bewusstseins philosophiert. Ein letzter Rückbezug auf das Träumen schließt den Rahmen der Handlung befriedigend ab. „Traumschrott II“ führt wieder zurück in das Gremium, in dem ich wieder Leser bin und froh um die Tatsache, mir als Rezensentin genügend Notizen gemacht zu haben. Die Frage nach dem Urteil schreckt mich nicht auf, ich bin vorbereitet. Krumm ebenfalls. Er wagt sich an eine Selbstkritik und -interpretation, spielt mit dem Leser und seiner Leserschaft um die Vorherrschaft der Deutungshoheit. Latent schwingt hier jedoch immer der Unterton der Entschuldigung mit, gibt dem Gelesenen einen letzten Anstrich von Political Correctness, der dem aufgeklärten Leser schlechtestenfalls ein Gefühl von Bevormundung verursacht, da er sich doch eigentlich selbst ein Urteil bilden soll. An dieser Stelle merke ich, wie Krumm mich in jeder Form in seine Geschichte eingewoben hat, sie ist noch nicht zu Ende und ich habe bereits Position bezogen; dabei spielt er noch mit mir. Und dann gelingt ihm eine letzte Überraschung, ich fühle mich ertappt, fast erniedrigt, muss aber auch schmunzeln, da ich gerade tatsächlich in einem Café sitze und diese Rezension schreibe. Christian Krumm versöhnt mich mit seinem Werk und ich möchte ihm gern auf seine letzte Frage antworten, wovon ich träume. Ich war geneigt, wegen des doch eher miserablen Korrektorats/Lektorats einen Punktabzug zu erteilen, kann dies aber nicht vertreten, da meines Erachtens der Inhalt über das Formale gestellt werden sollte. Ein Wort zu meiner persönlichen Lese-Motivation: Christian Krumm und ich haben in einem Zug-um-Zug – Geschäft unsere genreinkongruenten Bücher ausgetauscht und uns gegenseitig freigestellt, eine Rezension zu verfassen. Ob ich als Autorin selbst andere Werke rezensieren darf, sei dahingestellt, in dieser Konstellation geht das meines Erachtens in Ordnung und war mir ein innerliches Blümchenpflücken.

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  • Über die Zeilen hinaus lesen und in sich gehen!!!

    Traumschrott
    KayvanTee

    KayvanTee

    20. June 2016 um 13:24

    Wir befinden uns zu Anfangs in einem Gremium zur Vergabe des ersten Literaturpreises mit Vertretern aus der Politik, der Wirtschaft, der Kultur und der Presse. Wir als Leser werden direkt angesprochen, was mir sehr gut gefallen hat. Uns allen wird ein Skript mit zwölf Geschichten, die wir beurteilen sollen, in die Hand gedrückt.In den zwölf Kurzgeschichten werden wir hier auf unsere Gesellschaft aufmerksam gemacht und zum Nachdenken angehalten. Es soll uns zeigen dass wir nicht immer alles für selbstverständlich halten sollen, die Welt schätzen, auch mal genauer hin sehen und nicht die Augen verschließen vor Dingen die wir nicht sehen wollen. Das Zusammenhalt, Mut und Zuversicht wichtig ist. Das auch schon das kleinste Lächeln einer Person gegenüber, dieser den Tag verschönern könnte, nur weil man sie/ihn war genommen hat. Und wir sollten unsere Träume sicher wahren. Denn jeder von uns hat sie….Träume…. Wie auf dem Klappentext schon geschrieben:“Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“. Unsere Träume kann uns keiner nehmen und für den ein oder anderen gehen sie in Erfüllung. Die die wir haben und die die wir uns wünschen, sind nur für uns allein bestimmt.Allerdings muss ich sagen, dass ich es so interpretiert habe. Manch anderer wird in den Geschichten vielleicht was anderes sehen. Denn der Leser sollte hier definitiv hinter die Zeilen lesen und inne halten. Ich fand dieses Buch wirklich richtig Klasse und der Autor hat hier einen sehr angenehmen und schöner Schreibstil. Man sollte sich für die Geschichten auf jeden Fall Zeit nehmen. Das schöne Cover, wo es einiges zu entdecken gibt, macht es auch sehr schwer an diesem Buch vorbei zugehen. Fazit:Ein kleines aber reich gefülltes Buch. Zum innehalten und nachdenken. Und um immer wieder zu ihm zurück zu kehren. Von mir volle 5 von 5 Sternen.

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  • Tolle Geschichten!

    Traumschrott
    Sulevia

    Sulevia

    03. June 2016 um 14:04

    Meinung zum Cover: Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen, ich finde es sehr schön. Man sollte allerdings genau hinsehen, um zu erkennen, was sich da alles versteckt. Zum Inhalt passt es auch sehr gut. Meinung zum Inhalt: Ich finde Kurzgeschichten ganz angenehm, ab und zu lese ich sie gerne. Ich habe aber selten welche gelesen, die unter die Haut gehen. Christian Krumm hat das mit „Traumschrott“ allerdings geschafft. Das Buch besteht aus einigen Kurzgeschichten wobei sich hier nicht einfach stumpf eine an die andere reiht, sondern sie sind sozusagen in eine Geschichte gepackt. Anfangs liest man von einem Gremium, das die Aufgabe hat, die beste Kurzgeschichte zu dem Thema „Traumschrott“ auszuwählen. Mir hat jede der Geschichten gefallen wobei mir eine, nämlich „Sonntagskuchen“, ganz besonders gefallen hat. Jede Geschichte ist etwas ganz anderes und jede ist besonders. Gänsehaut nicht ausgeschlossen! ;) Die Wortwahl und der Schreibstil sind etwas anspruchsvoller, auch lange Schachtelsätze gibt es einige. Ab und zu war das Buch nicht so einfach zu lesen. Ich habe dafür auch länger gebraucht als sonst. Aber ich denke um den Inhalt und die Botschaft zu verstehen, muss man es genau lesen. Wer sich also ein paar Kurzgeschichten zum schnellen nebenbei Lesen kaufen will, sollte dafür nicht dieses Buch wählen. Fazit: Ein wirklich faszinierendes Buch mit sehr unterschiedlichen und doch wundervollen Kurzgeschichten. Ich kann das Buch nur empfehlen!

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  • Ein Buch zum Thema Träume, dass zum Nachdenken anregt

    Traumschrott
    Leneory

    Leneory

    03. May 2016 um 21:45

    +++ Buchinhalt +++Gleich am Anfang findet man sich als Leser in einer Versammlung wieder und ist plötzlich Teil eines Gremiums, um einen Literaturpreis zu vergeben. Und dann liest man sich als wichtiges Mitglied des besagten Gremiums im Anschluss die einzelnen „nominierten“ Geschichten zum Thema Traumschrott durch. Jede ist individuell und hat das Thema „Traumschrott“ als Mittelpunkt und doch ist jede Geschichte für sich ein wahres kleines Meisterwerk. Mal etwas verrückt, mal sehr ironisch, etwas utopisch oder einfach typisch aus dem Leben gegriffen. Und bei so manchem Ende sprang mir die Lehre dieser Geschichte förmlich ins Gesicht. Für mich eine wirklich tolle Idee, auch wenn ich gestehen muss, dass ich ziemlich lange an diesem Buch gelesen habe. Der Autor verwendet gern Schachtelsätze und auch die Sprache ist in meinen Augen schon etwas gehobener, was mich an manchen Stellen schon sehr gefordert hat. Aber kein Wunder, der Autor jongliert ja tagtäglich, auch im Beruf, mit Worten und so hat er reichlich Übung. Gute Idee – tolle Umsetzung!+++ Buchfazit +++Das Cover finde ich traumhaft gut und trifft meinen Geschmack zu diesem Thema. Träume sind vielschichtig, ob nun am Tag oder in der Nacht. Dank diesem Buch kann man mit ruhigem Gewissen mal wieder über die eigenen Träume nachdenken und vielleicht den einen oder anderen realisieren. Die einzelnen Geschichten haben jede für sich ihren besonderen Charme. Auch wenn ich mich nicht mit jeder „anfreunden“ konnte. Jede für sich ist lehrreich. Ob man sich dem annimmt, ist jedoch jedem selbst überlassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn mich die ewig langen Sätze zwischendurch doch etwas demotiviert haben. Ich selbst bin kein Fan von Kurzgeschichten aber dieses Buch hat es mir angetan und ich kann es Euch nur empfehlen. Es lohnt sich. Ich beende meine Rezension heute mal mit einem Zitat aus dem Buch:„Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“

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  • „Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“.

    Traumschrott
    Elfendy

    Elfendy

    21. April 2016 um 23:23

    Das Buch spricht dich als Leser am Anfang direkt an. Du bist Teil einer Jury, die aus 12 Kurzgeschichten zum Thema "Traumschrott" einen Sieger küren soll. Danach folgen besagte Geschichten und am Ende kommt es dann zur Siegerehrung, wo die Jury nochmal kurze Plädoyers hält und teilweise das Gelesene erklärt. Diese Erläuterungen sind wirklich gut und auch nötig, weil der Schreibstil durchaus anspruchsvoll ist. Man muss konzentriert lesen, um sich vollkommen auf die Geschichten einlassen zu können und diese auch zu verstehen. Damit ist das Buch definitiv nichts für mal eben Zwischendurch. Einige Geschichten haben mich überzeugt, haben mich mitfiebern lassen. Andere waren sehr kompliziert, verwirrend oder langatmig, manche haben mich mit Fragezeichen im Kopf zurück gelassen. Bei den Geschichten, die ich gut fand, haben mir jedoch die Details gefehlt. Ich habe mich gefühlt, als würden sie mittendrin einfach enden, obwohl ich doch gerne gewusst hätte, wie es weiter geht mit Story und Charakteren. Denn die Protagonisten sind alle sehr speziell und interessant, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit. Auch die Inhalte waren meist sehr spannend und haben zum Nachdenken angeregt. Thematisch ging es um alles, was mit Träumen zu tun hat. Obwohl der Schreibstil nicht so einfach zu lesen ist, ist er doch sehr gut und lässt den Leser in die Geschichte eintauchen. Oft wurde man als Leser auch direkt angesprochen, was zusätzliche Nähe erzeugt hat. Ich fürchte, dass ich einfach nicht der Kurzgeschichten-Typ bin. Mir fehlt dort immer irgendetwas. So war es leider auch hier. 

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  • Rezension 'Traumschrott'

    Traumschrott
    Bookdiary

    Bookdiary

    31. March 2016 um 15:47

    In dem Buch geht es um dich. Du bist Teil in einer Zeitungredaktion und sollst einen Sieger in einem Kurzgeschichten Wettbewerb zum Thema "Traumschrott" führen. Dabei liest du 12 Kurzgeschichten, die verschiedener nicht sein können und findest dich in eine außergewöhnlichen Welt wider.Das Buch beginnt damit, dass du in  einer Sitzung sitzt und erstmal alle Anwesenden vorgestellt werden. Man wird persönlich angesprochen, was ich sehr interessant fand. Danach beginnen die Kurzgeschichten. Das Buch hat mich an manchen Stellen echt gefesselt und an manchen hat es sich einfach nur endlos gezogen. Es gab Geschichte die mir seht gut gefallen haben und manche die mich überhaupt nicht angesprochen haben. Das ist aber auch alles nur Geschmacksache. Die Texte sind oft sehr tiefgründig und haben mich oft zum nachdenken angeregt. Der Schreibstil von Christian Krumm ist nicht sehr leicht. Ich musste mich ziemlich konzentrieren um dieses Buch zu lesen. Mir hat gut gefallen, dass der Autor oft einen selbst angeredet hat. So hatte man das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein. Was mich ein bisschen gestört hat war, dass es Kurzgeschichten gab, die waren nur fünf Seiten lang und andere die waren 20 Seiten, wodurch es sich ein bisschen gezogen hat. Jeder Charakter in diesem Buch war außergewöhnlich und sehr speziell. Sie haben ihre Träume und Geschichten erzählt. Man konnte keine Bindung zu einen Protagonisten aufbauen, da man nicht wirklich viel über sie erfahren hat. An erster Stelle steht, dass es eine Sieger im Wettbewerb gibt.Das Buch spielt an den verschiedensten Orten.Es geht um dich und wie du träumst. Was du für Träume hast und wie du sie dir erfüllst.Nun kommen wir zum Cover.Mir gefällt das Cover sehr gut. Es ist verspielt und hat etwas Magisches. Die kaputte Flasche mit dem "Schrott" in sich und im Hintergrund die Sterne und den Weltraum. Einfach spitze. Das Cover passt perfekt zum Buch.FazitNormalerweise lese ich solche Bücher nicht, da sie mich nicht ansprechen. Das ist Geschmacksache. Mir hat das Buch von Christian Krumm gut gefallen. Es war mal etwas anders für mich und ich freue mich, dass ich es gelesen habe. Trotzdem gibt es auch Kleinigkeiten  dir mir nicht so gut gefallen haben. Aber wie schon erwähnt alles nur Geschmacksache. Ich gebe dem Buch gut 3 von 5 Schleifen.  

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  • Rezension: Traumschrott

    Traumschrott
    Anni-chan

    Anni-chan

    15. March 2016 um 19:53

    Kurzbeschreibung   „Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“. Begleiten Sie Christian Krumm auf einer phantastischen Reise in das Reich der unerfüllten Träume, die irgendwo jenseits von Raum und Zeit in irgendeiner Welt (vielleicht im Seltenreich*?) als Traumschrott enden. Viele von diesen Träumen sind es wert, sie sich noch einmal ins Bewusstsein zu holen, sie zu prüfen um sie letztendlich als das anzusehen, was sie sind: Traumschrott. In zwölf Kurzgeschichten begleiten wir verschiedene Protagonisten, die einen verborgenen Teil in uns widerspiegeln, uns in andere Welten führen oder uns einfach dazu animieren, Inne zu halten und nachzudenken. *„Das Seltenreich ist das Gegenstück zu Deiner Welt. Alles, was bei Euch selten ist, gibt es bei uns zu Hauf. Umgekehrt ist äußerst wertvoll bei uns, was ihr als wertlos empfindet.“ (Quelle sowie Bild-Copyright liegen bei der Edition Roter Drache)   Äußere Erscheinung   Wie in der allerersten Geschichte des Buches beschrieben, befindet sich eine kaputte Bierflasche auf dem Cover. Sie steht auf dem Flaschenhalt und der Flaschenkörper ist mit allerlei Schrott gefüllt. Im Hintergrund sieht man einen dunklen Himmel mit Sternen. Das Cover mag auf den ersten Blick sehr … bizarr aussehen und genau das ist auch der Inhalt, weshalb ich das Cover als sehr passend empfinde.   Meine Meinung   Wie gerade erwähnt, handelt es sich um ein sehr bizarres und skuriles Buch und das beginnt bereits beim Schreibstil. Als Leser wird man direkt in die Geschichte(n) integriert und sogar selbst angesprochen. Beim Lesen ist höchste Konzentration gefragt, man muss sich wirklich voll und ganz auf dieses Büchlein einlassen, um sich in die Geschichten hineinführen zu lassen.   Da sich in dem Büchlein, was wirklich nur 180 Seiten hat, ganze 12 Geschichten befinden, heißt das, dass es pro Geschichte durchschnittlich 15 Seiten zur Verfügung stehen. Das ist ziemlich wenig, reicht für die Traumbruchstücke aber völlig. Jede Geschichte ist so völlig anders, zum Teil verwirrend und meistens gibt es eine tiefere Bedeutung. Nur bei einer Geschichte bin ich am Ende ziemlich ratlos gewesen. Die Pointen sind unvorhersehbar, unerwartet und das ein oder andere Mal ist mir wirklich kurz die Kinnlade heruntergeklappt.   Was ich auch sehr interessant war, war das Konzept der Geschichten innerhalb der Geschichte, was mir von Anfang an klar war und dennoch war das Ende mehr als überraschend, wie ich fand.   Traumschrott ist übrigens keine Lektüre für zwischendurch. Trotz der 180 Seiten, habe ich doch einige Stunden gebraucht, um das Buch gewissenhaft durchzulesen und zu verstehen. Hierbei war ich für die Aufschlüsselung der Geschichten doch sehr dankbar.   Fazit   Traumschrott ist ein anspruchsvolles Buch, auf das man sich wirklich zu 100% einlassen muss. Es ist ziemlich kurios und skuril geschrieben und stellenweise tritt Verwirrung auf, aber im Großen und Ganzen ist es ein gutes Buch.   Bewertung   4/5   http://anni-chans-fantastic-books.blogspot.com/2016/03/rezension-traumschrott-von-christian.html

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