Christian Kurz

 3.9 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Allein unter seinesgleichen, Einer von denen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Ein süßer Hase

Neu erschienen am 13.01.2020 als E-Book bei Himmelstürmer.

Einer von denen

Erscheint am 01.05.2020 als E-Book bei Himmelstürmer.

Alle Bücher von Christian Kurz

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Cover des Buches Allein unter seinesgleichen (ISBN:9783863615642)

Allein unter seinesgleichen

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Erschienen am 30.06.2016
Cover des Buches Ein süßer Hase (ISBN:9783863618032)

Ein süßer Hase

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Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Unruhige Wochen (ISBN:9783863617745)

Unruhige Wochen

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Erschienen am 28.08.2019
Cover des Buches Regenbogenträumer (ISBN:9783863614935)

Regenbogenträumer

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Erschienen am 19.08.2015
Cover des Buches Hasch mich (ISBN:9783863615673)

Hasch mich

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Erschienen am 26.07.2016
Cover des Buches Einer von denen (ISBN:9783863618360)

Einer von denen

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Erscheint am 01.05.2020
Cover des Buches Die Welt zwischen uns (ISBN:9783863616144)

Die Welt zwischen uns

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Erschienen am 24.01.2017
Cover des Buches Augen voller Sterne (ISBN:9783863616724)

Augen voller Sterne

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Erschienen am 22.02.2018

Neue Rezensionen zu Christian Kurz

Neu

Rezension zu "Allein unter seinesgleichen" von Christian Kurz

Was wäre wenn...
camilla1303vor einem Jahr

Das Buch „Allein unter seinesgleichen“ von Christian Kurz ist 2016 im Bundeslurch Verlag erschienen. Vorweg möchte ich sagen, dass der Bundeslurch Verlag „alternative“ Bücher auf den Markt bringt, die sich oft homosexuellen Themen widmen und auch in „Allein unter seinesgleichen“ soll ein Homosexueller die Hauptrolle spielen.

Die Nazis haben den Krieg gewonnen. Deutsch fungiert als Weltsprache und unerwünschte Menschen, sowie „Schwule“ gelten als nicht lebenswürdig und sind laut Angaben der Politik bereits ausgerottet. Im Verborgenen existieren sie jedoch weiterhin. Der junge Wolfgang Volkmer verliebt sich in seinen Klassenkameraden Nils und kann zunächst nichts mit seinen Gefühlen anfangen. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf! Erst als er in einem Buchladen mit der verbotenen Winkel-Literatur in Kontakt kommt, lernt er das Wort „schwul“ kennen und schnell wird ihm klar, er ist ein „Volksfeind“.

 Der Schreibstil von Christian Kurz ist zeitweise vulgär und brutal. Beim Lesen musste ich mehrmals das Buch absenken und kurz innehalten. Die Sprache passt meiner Meinung nach aber sehr gut zum „Was wäre wenn…“-Charakter des Buches und ist den vielen Dialogen der einzelnen Protagonisten geschuldet. Ich finde die Thematik des Buches gut gewählt, der Schreibstil und die vielen Wiederholungen lassen mich das Buch aber nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Rezension zu "Allein unter seinesgleichen" von Christian Kurz

Wenn gleichgeschlechtliche Liebe verboten ist
EvelynMvor einem Jahr

Wie sähe Deutschland aus, hätte Hitler den Krieg gewonnen? Der Autor Christian Kurz hat darauf eine Antwort und diese in einen bedrückenden Roman gepackt.

Im Großdeutschen Reich gibt es zwar keinen Hitler mehr, aber seine Ideologien leben weiter. Die Partei vertritt die einzig gültige Wahrheit und sie steckt ganz enge Grenzen für sämtliche Mitbürger. Die Menschen haben zu funktionieren und nichts zu hinterfragen, das Gedankengut der Partei sieht keine Schwulen vor bzw. hat diese angeblich gänzlich ausgerottet. Doch im Geheimen gibt es diese Männer sehr wohl, auch wenn sie damit täglich ihr Leben riskieren. Sei es der kleine Autor Karl, der heimlich Geschichten für und über Männerliebe schreibt oder der Drucker, der sie als so genannte Winkel-Literatur herausgibt. Der junge Wolfgang lebt in diesem streng reglementierten Reich und wundert sich, dass er sich zu seinem Mitschüler und Kumpel Nils hingezogen fühlt. Doch er kann mit niemanden darüber reden und wird sich erst über seine „Neigung“ bewusst, als er bei seinem Lehrherrn, einem Buchhändler, auf Schwulenmagazine aufmerksam wird. Auch wenn er nun weiß, dass es noch mehr Männer gibt, die sich zueinander hingezogen fühlen, so packt ihn die Angst, denn sein Leben steht auf dem Spiel. Die Staatspolizei verbreitet Angst und Schrecken und ein selbstbestimmtes Leben ist für niemanden unter diesem System möglich.

Was wäre, wenn …?  Dieser zentralen Frage geht Christian Kurz mit einer sehr derben, obszönen Sprache und ohne große Gefühle nach. Das war zunächst ganz ungewohnt für mich und ließ mich zweifeln, ob ich auf Dauer damit klar kommen würde. In einem System, das die Menschen im Allgemeinen und „Nicht-Arier“ im Besonderen nur verachtet und in ihrer Lebensweise einschränkt und jede Kleinigkeit maßregelt, kann die Sprache wohl kaum liebevoll sein. Es ist erschreckend, wie die Welt nach einem Sieg Hitlers aussehen würde. Lebenswert? Wohl kaum! Als ich das für mich begriffen habe, kam ich auch mit der Sprache besser klar. Womit ich allerdings immer wieder meine Schwierigkeiten hatte, waren die gebetsmühlenartigen Wiederholungen von Gedanken und Bedenken bzgl. der Vorgaben der Partei. Das unterbricht den Lesefluss und langweilt auf Dauer.

Der Schreibstil kam mir manchmal sehr unbeholfen vor und die Rechtschreib- und Grammatikfehler fielen mir unangenehm auf. Mit der Zeit habe ich mich jedoch auf die Geschichte eingelassen und die Charaktere nahmen immer mehr Gestalt an, wurden glaubhaft und verdienten sich immer mehr mein Mitgefühl. Vor allem mit Wolfgang konnte ich mich anfreunden. Wie muss es für diesen jungen Mann sein, wenn er feststellt, dass er keine Chance hat, sich in diesem Reich zu entfalten? Der keine Zukunft für sich in Großdeutschland sieht und sich nicht einmal seinen Eltern anvertrauen kann? Und Karl, der in eine prekäre Situation gerät und unter Druck gesetzt wird?  Wie sehr kann sich ein Mensch verbiegen und selbst verleugnen, bis er daran zerbricht? Die Entwicklung, die Wolfgang im Laufe des Romans durchmacht, ist schön zu beobachten, absolut nachvollziehbar und gibt ein wenig Hoffnung. Als in einem von Karl geschriebenen Werk eine Alternativwelt, angelehnt an unsere, auftaucht, wird erst das Ausmaß der Schreckensherrschaft sicht- und spürbar. Die Vorstellung, dass Hitler den Krieg gewonnen hat und sein „Lebenswerk“ fortgeführt wird, ist beängstigend. Großdeutschland, D-S-A, Deutsch als Weltsprache und die Verbreitung der alleinigen Wahrheit der Partei stehen hier im Mittelpunkt. Erschreckend ist zudem der Drill in der Kompanie und wie die Kadetten einen Mann auf Befehl totschlagen als wäre er ein Stück Holz. Die Menschlichkeit kommt hier völlig abhanden und das Denken wird den Menschen sowieso abgenommen. Für mich eine absolute Horrorvorstellung! Immer mehr zeigt sich, was passiert, wenn die Mächtigen den Untergebenen ein Leben vorgeben und alles verbieten, was ihnen nicht in den Kram passt. Volkslieder, die langweilig und abgedroschen sind; immer gleiche Handlungen in Heimatfilmen; Verachtung für jegliche andere Lebenseinstellung; absolute Gleichheit und Hörigkeit der Partei gegenüber; Einschränkungen, Reglementierungen und eine einzige Kultur; Auslöschen der Vergangenheit, sogar der eigenen; Gehorsam bis zum Tod und vor allem kein selbständiges Denken. Für mich eine absolut grauenvolle Vorstellung! Das Buch lässt mich betroffen und traurig zurück, denn auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, ist der Bezug zur heutigen Zeit durchaus gegeben. Immer wieder wird die Freiheit und Gleichheit aller Menschen eingeschränkt und verleugnet. Auch heute noch kann es gefährlich sein, gegen den Strom zu schwimmen oder seine Meinung ernsthaft zu vertreten. Der Titel „Allein unter seinesgleichen“ ist absolut passend gewählt. Das „Anderssein“ macht einsam, auch neben all den anderen, die sich verstellen und eine Fassade aufrechterhalten müssen.

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M

Rezension zu "Allein unter seinesgleichen" von Christian Kurz

erschreckendes Szenario
marillion27vor einem Jahr

Zunächst einmal: Dieses Thema ist höchst interessant. Ein "Was wäre wenn...Hitler den Krieg gewonnen hätte". Eine Welt, die für uns kaum vorstellbar ist. Grausam und erschreckend. In diesem Roman wird hauptsächlich die Seite der Schwulen beleuchtet. Diese darf es im Großdeutschland natürlich nicht geben. Sie werden verfolgt und vernichtet.
Es werden drei Geschichten dreier Protagonisten erzählt.
Die Sprache ist teilweise sehr vulgär, was unter anderem den vielen Dialogen zu schulden ist.
Im Verlauf ist eine klare und spannend beschriebene Entwicklung der Charaktere zu verzeichnen. Auch der innere Kampf der Personen zwischen Systemtreue und freier Entfaltung der eigenen Persönlichkeit wird gut dargestellt.
Nur eines hat mich gestört: die häufigen Wiederholungen.

Fazit: meiner Meinung nach, aufgrund der vulgären Sprache und der vielen Wiederholungen nur eingeschränkt zu empfehlen.


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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Allein unter seinesgleichen (ISBN:undefined)
Nach dem erfolgreichen Sieg der Nazis im großen Krieg wurde die Welt nach ihren Werten geformt. Die Weltsprache ist deutsch, unerwünschte Menschen gibt es nicht mehr und Schwule gelten ebenfalls als ausgerottet. Jedoch existieren sie weiterhin, wenngleich auch nur im Verborgenen.
Aufgrund der Nicht-Information hat der junge Wolfgang Volkmer deswegen keine Ahnung, was es bedeutet, dass er sich in seinen Klassenkameraden Nils verliebt hat. Wolfgang weiß nur, dass es nicht richtig sein kann, dass er diese Gefühle für seinen Freund empfindet. Erst als er in einem Buchladen mit der verbotenen Winkel-Literatur in Kontakt kommt, lernt er das Wort „schwul“ kennen. Endlich beginnt er zu begreifen, wer er ist – ein Schwuler und damit ungewollt ein Volksfeind.

Über das Drama

Der Roman „Allein unter seinesgleichen“ beschreibt eine alternative Geschichtsentwicklung. Was wäre, wenn die Nazis gesiegt hätten? Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation und dem Treiben der AfD eine beängstigende Aussicht.

Der Himmelstürmer Verlag stellt zehn Rezensionsexemplare zur Verfügung. Die Bücher werden über einen der Buchshops verschickt und die Teilnehmer der Leserunde erhalten später einen Link zur direkten Bewertung im Portal.

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