Christian Lehmann

 3.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Spiel um dein Leben, Der genetische Notenschlüssel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christian Lehmann

Christian Lehmann wurde am 11. November 1611 in Königswalde als Sohn des dortigen Pfarrers geboren.
Vier Jahre nach Beginn des 30jährigen Krieges trat Christian Lehmann in einen neuen Lebensabschnitt. Sein Bildungsweg führte ihn von 1622 bis 1625 an die Fürstenschule „St. Afra“ in Meißen, dann nach Halle – dort tobte die Pest – und dann nach Guben in die Niederlausitz. Hier beginnt er, ein Tagebuch zu führen. Diese Aufzeichnungen wird er später in seinen Werken benutzen. Die Kriegshandlungen zwangen ihn jedoch, in Stettin Zuflucht zu suchen. Vermutlich war es auch der Krieg, der verhinderte, dass er seine Studien mit der Magisterwürde abschließen konnte. Jedoch ist es durchaus gerechtfertigt, wenn er aufgrund seiner späteren Verdienste als „Magister Lehmann“ geehrt wird.
Bevor er ins Erzgebirge zurückkehrte, trat er in Loeckenitz (ehemals Pommern) eine Stelle als Hauslehrer an.
Die Ermordung des Hilfsgeistlichen seines Vaters durch Soldaten führte zur Berufung Lehmanns nach Elterlein. 1633 übernahm er dort das Amt des Getöteten.
1635 heiratete er Euphrosyne Kreusel, mit der er 1638 nach Scheibenberg ging, um die frei gewordene Pfarrstelle zu übernehmen.
Hier sollte er über 50 Jahre seines Lebens verbringen. Hier entfaltete er neben seinen Amtsgeschäften auch eine rege schriftstellerische Tätigkeit (u. a. erwähnt seien der Historische Schauplatz und die Scheibenberger Chronik). Seine Werke umfassen nahezu alle Wissensgebiete seiner Zeit und versetzen uns in die glückliche Lage, ein sehr lebendiges Bild vom Leben und Denken der Menschen des Erzgebirges zu erhalten.
Am 11. Dezember 1688 starb Christian Lehmann im Alter von 77 Jahren als einer der ersten und bedeutendsten Chronisten des Erzgebirges. Als Chronist des 30jährigen Krieges im Erzgebirge kann er ohne Übertreibung als der bedeutendste bezeichnet werden.
Dies ergab sich für einen berufenen Chronisten, wie Christian Lehmann einer war, zwangsläufig, wurde doch ein wesentlicher Teil seines Lebens von diesem Krieg geprägt. Besonders anschaulich kommt das in seiner Kriegschronik zum Ausdruck, die hier in der Böhnhoffschen Fassung von 1916 wieder aufgelegt ist.
Doch nicht nur als Chronist zeigte Lehmann seine außerordentliche Begabung und seine menschliche Größe. Auch als Pfarrer ging er nicht den einfachen, bequemen Weg, sondern stand wie ein Fels zu seinen Scheibenbergern. (Ch. Lehmann – Leben und Werk, 1988)

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christian Lehmann

Cover des Buches Spiel um dein Leben9783596803132

Spiel um dein Leben

 (5)
Erschienen am 01.06.2004
Cover des Buches Der genetische Notenschlüssel9783776626469

Der genetische Notenschlüssel

 (1)
Erschienen am 16.09.2010
Cover des Buches Einfach von Gott reden9783417264692

Einfach von Gott reden

 (0)
Erschienen am 06.06.2016
Cover des Buches Die Deutsche Kriegschronik9783837081633

Die Deutsche Kriegschronik

 (0)
Erschienen am 21.03.2016
Cover des Buches Morphologie9783110194012

Morphologie

 (0)
Erschienen am 14.07.2008

Neue Rezensionen zu Christian Lehmann

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Rezension zu "Der genetische Notenschlüssel" von Christian Lehmann

der Weg der Musik von der Savanne bis in die heutige Zeit
ban-aislingeachvor 2 Monaten

Das Sachbuch „Der genetische Notenschlüssel“ handelt um Musik und nicht um Biologie, wie man eventuell wegen dem Wort genetisch gedacht hat. Das Buch wurde von dem Musikwissenschaftler Christian Lehmann geschrieben. Der Autor arbeitet nicht nur als Lehrbeauftragter an den Unis in München und Regensburg, sondern auch als Gesangspädagoge und Sänger. Das Buch ist am 16.09.2010 im Herbig F A Verlag erschienen und umfasst 256 Seiten.

 

Es ist sehr flüssig geschrieben und lohnt sich auch für Leute zu lesen die keine Musik machen oder singen können. Sehr überrascht hat mich das nur sehr wenige Prozent der Bevölkerung in Deutschland nicht in der Lage sind zu singen. Fast jeder kann es lernen und es würde sich lohnen. Überraschend fand ich dann auch wie Popsänger singen und dass man sie ohne Mikro nicht hören würde. Ich finde schade, dass man inzwischen nicht mehr so viel singt und man von klein auf zu hören bekommt, dass man nur singen soll, wenn man die Töne trifft. Ich habe zwar schon mal gehört, dass jeder singen lernen kann, aber erst nach diesem Buch glaube ich dies auch und sollte ich im Alter zu viel Geld und zu viel Zeit haben dann würde ich gerne den Versuch machen singen zu lernen.

 

Das Buch fängt jedoch erst mal mit den Tönen in unserer Umwelt und in der Natur an. Wale und Vögel können singen, wie siehst es mit Affen aus? Und wie ähnlich ist dieses singen zu unserem menschlichen? Es war sehr interessant dies zu lesen und dass man die Töne von Vögeln aufschreiben kann in Noten wie man sie zum Beispiel zum Gitarre spielen braucht, hätte ich nie für möglich gehalten. Dann erzählte er etwas über die menschliche Kultur von der Savanne bis heute. Es war überraschend wie ähnlich die Wiegelieder sind, wenn man sich die Grundlagen ansieht und das auch schon die ersten Menschen dies kannten zur Beruhigung der Babys und Kleinkinder.

 

Dann erzählte er wie die Musik die früher nur in Kirchen gehört wurde oder von „normalen“ Sängern gesungen wurde, sich weiterentwickelte und berühmte Sänger auf der Bildoberfläche erschienen und wie es dazu kam, dass die plötzlich vor Publikum sangen. Dann erzählte er noch etwas über die Neuzeit wie es dazu kam das nicht mehr jeder mitsangen, aber auch wie manche Sänger oder Lehrer dies versuchen zu ändern. Krass fand ich das jeder der in der Grundschule als Lehrer arbeiten will singen soll, wer dies nicht gewählt hat im Studium, bekommt dies in paar Kursen beigebracht. Wie sollen unsere Kinder dann singen lernen, weil jemand der von sich sagt, dass er nicht singen kann, dem werden doch ein paar wenige Abendkurse wahrscheinlich noch mit einigen anderen Leuten kaum singen beibringen?

 

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bin gespannt wie sich der Weg der Musik noch ändern wird und ob es wieder eine Zeit geben wird wo alle singen werden und es keinen mehr geben wird oder auch nur wenige geben wird, die sagen, dass sie nur unter der Dusche singen, weil sie niemanden mit ihren schiefen Tönen belästigen wollen.

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