Christian Lehnert Korinthische Brocken

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Inhaltsangabe zu „Korinthische Brocken“ von Christian Lehnert

Er ist der Protagonist, einer der meistgedeuteten und meistbekämpften Denker des Christentums. Nicht aus Selbstsicherheit und mit Weltgewandtheit hat dieser Apostel gesprochen, sondern auf dem unsicheren Grund eines Neuanfangs, angetrieben durch Widersprüche, als ein Fragender, der mit der Sprache kämpfte und ihr Begriffe wie »Kirche« und »Wiederkunft« des Christus erst abrang. Am Scharnier zwischen Judentum und Griechentum hat Paulus entscheidende philosophisch-theologische Fragen gestellt: nach dem Subjekt, nach Zeit und Geschichte – und danach, wie Gott ins Wort kommt. Christian Lehnerts Essay, eine expressiv-dichterische ebenso wie begrifflich scharfe Auslegung des berühmten ersten Korintherbriefes, ist ein Versuch, aus der postsäkularen Gegenwart heraus in biographischer Rekonstruktion, über Textarbeit und durch eigene Erfahrungen das zu erlauschen, was bei Paulus erstmals zur Sprache findet. Dieses Buch erkennt, gewiss nicht zu jedermanns Gefallen, einen Paulus, der über die modernen Verlusterfahrungen des Glaubens und über die Beliebigkeiten eines »Wellness«-Christentums hinausführt ins Offene.
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  • Paulus erfindet das Christentum

    Korinthische Brocken
    Leo Allmann

    Leo Allmann

    06. February 2016 um 20:39

    Die Frage des Paulus, an dessen erstem Korintherbrief sich der Dichtertheologe Christian Lehnert hier versucht hat, könnte gewesen sein: Was lässt sich mit dem schändlichen Tod eines messianischen Hoffnungsträgers anfangen? Bekanntlich war die Antwort das Christentum, eine im Grunde trotzig-paradoxe Bekräftigung der Messiasgestalt, mit deren kläglichstem Scheitern gerade als Königsweg. Lehnert zeigt "brockenweise" auf, wie diese Zumutung sowohl für Juden als auch für Griechen sich in der Spätantike als überaus geschichtsmächtiges Sinnangebot erweisen konnte.

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