Christian Limmer Unter aller Sau

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Inhaltsangabe zu „Unter aller Sau“ von Christian Limmer

Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

Viel Klamauk und noch mehr Klischees taten dem Krimi nicht besonders gut!

— Arun
Arun

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  • Leserkommentare zu Unter aller Sau von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    Christian Fischer

    Christian Fischer

    via eBook 'Unter aller Sau'

    Ein extrem spannender Krimi, der nur durch eine Sache besser gemacht werden könnte: durch auf bayerisch geschriebene dialoge. Aber dann könnte außer uns niemand mehr dieses Buch lesen. Aiso: kaffa und les'n! :-)

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • Unter aller Sau

    Unter aller Sau
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    25. September 2014 um 13:55

    Inhalt: Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind... Meine Meinung: Wieder mal ein Buch, bei dem ich mich mit der Bewertung schwer tue. Auf der einen Seite gefalle mir die Protagonisten, auf der anderen Seite komme ich mit dem Buch als Gesamtpaket nicht so ganz klar. Die handelnden Personen sind sehr liebevoll dargestellt, man kann sie sich toll vorstellen und sie sind auch wieder jeder auf seine Art und Weise einzigartig. Eben ganz spezielle bayrische Originale, wie ich es mag. Die Handlung... Ja... Und hier hats ein Eck, denn irgendwie kann ich mich damit nicht so ganz anfreunden. Der Spannungsaufbau ist nicht vorhanden, es tröpfelt so vor sich hin. So kam es mir zumindest vor. Ein skurrile Aktion jagt die nächste, doch irgendwie fehlt mir der Zusammenhang. Ich weiß nicht, ob es mir nur so geht, weil mein Kopf momentan sehr beansprucht ist, oder ob es mir in jeder Situation so gehen würde, aber das Buch hat mich leider nicht voll überzeugt, so dass ich (das tut mir immer weh) nur 3 Sterne geben kann. Vielleicht gebe ich dem Buch einfach nochmal eine Chance wenn ich wieder voll aufnahmefähig bin!

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    tigerbea

    tigerbea

    21. August 2014 um 20:55

    Alles beginnt damit, daß die beiden Dorfjungen Olli und Beppo eine Tüte mir Geld finden. Inhalt: 3550 €. Pflichtschuldigst bringen sie es zur Polizeidienststelle von Niedernussdorf. Die Dorfpolizisten Schorsch, Erwin und Richie sind nicht ganz erfreut über diese Arbeit. Noch weniger, als die Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer ihnen befiehlt, ab der Fundstelle flußaufwärts nach weiteren Funden abzusuchen. Und sie finden etwas: Die Leiche einer jungen Frau. Die Kripo Straubing schickt Hauptkommissar Lederer zur Hilfe, der mit seiner städtischen Art ganz und gar nicht zur Dorfbevölkerung paßt. Gemeinsam finden sie heraus, daß die Tote im "Paradies", einem angeblichen Kosmetiksalon als Prostituierte gearbeitet hat. Und dort heben sie gemeinsam einen wahren Sumpf aus... "Unter aller Sau" ist ein genialer Regionalkrimi, der vor Humor und Witz nur so strotzt! Die Hauptcharaktere können unterschiedlicher nicht sein: da ist der typische gestriegelte Münchner Kommissar und die etwas naiven Dorfpolizisten mit ihrer herrlich patenten Dienststellenleiterin. Die Reibereien und humoristischen Einlagen sind vorprogrammiert! Trotz der Unterschiede mag man sie aber alle, trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Eigenheiten. Der Schreibstil ist herrlich locker und liest sich mit sehr viel Spaß. Man muß sich zwingen, zwischendurch mal Pause zu machen. Hier fliegt man nur so durch die Seiten. Trotz des Humors kommt die Spannung nicht zu kurz und hält durchgehend bis zur letzten Seite. Ein klasse Buch für alle, die die Verbindung Krimi mit ländlichem Humor lieben!

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  • Nomen est Omen! Aber nur bedingt!

    Unter aller Sau
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    13. March 2014 um 12:44

    Dieser Roman ist zwar schon vor zwei Jahren erschienen, aufmerksam darauf wurde ich aber erst jetzt, als ich das Taschenbuch geschenkt bekam. „Unter aller Sau“ ist hier auch ein Stück weit Nomen est Omen, damit ist aber nicht der Roman selbst gemeint. Vielmehr könnte man damit die Arbeitsmethoden von einigen Hauptpersonen, den drei Dorfpolizisten aus Niedernussdorf, beschreiben, wenn man ihnen Böses wollte. Doch dazu später, erst einmal ein paar Sätze zum Inhalt. In der Nähe des Dorfes spielen zwei Jungen an einem Bachlauf und finden dabei einen Plastikbeutel mit einer größeren Geldsumme. Nach längerem Hin und Her und eingehenden Überlegungen, was man mit diesem Geld anfangen könnte, siegt aber doch das Pflichtgefühl und sie liefern ihren Fund auf der Polizeiwache des Dorfes ab. Die Revierleiterin Gisela schickt zwei ihrer drei Mitarbeiter an den Fundort, um eventuell Hinweise und Spuren zu finden, die auf den Eigentümer dieser nicht unbeträchtlichen Geldsumme hindeuten. Hinweise finden Erwin und der ewig bekiffte Richie eigentlich nicht, dafür aber eine weibliche Leiche, die sie fortan als „Schneewittchen“ bezeichnen. Da sie doch lieber ihre Ruhe auf ihrer beschaulichen Wache haben als in so eine Ermittlung verwickelt zu werden, überlegen Sie kurzzeitig, ob man Schneewittchen nicht lieber ein paar Meter weiter trägt und damit in den Zuständigkeitsbereich des Nachbardorfes abschiebt. Aber – auch bei Erwin und Richie siegt schließlich das Pflichtgefühl, denn beide wissen ganz genau, was ihre Chefin Gisela von ihrer Idee halten würde. Und so nimmt diese Kriminalposse aus der bayrischen Provinz ihren Lauf und verschafft den Lesern eine sehr vergnügliche Lesezeit. Denn dieser Roman lebt weit mehr von seinen Charakteren als von dem eigentlichen Kriminalfall, auch wenn der sich noch heftig weiterentwickeln wird. Natürlich kann die dörfliche Dienststelle in Niedernussdorf diesen Fall nicht allein bearbeiten, sondern die Kripo aus Straubing nimmt die Ermittlungen auf. Und zwar in Person von Hauptkommissar Lederer, der sich nicht nur für den besten Polizisten schlechthin hält, sondern sich in seiner Wirkung auf Frauen ganz gehörig verschätzt. Was wiederum für wunderbare Konfrontationen zwischen ihm und Gisela sorgt. Spaß machen auch die ewigen Kabbeleien zwischen Erwin und Richie wie auch Schorsch, dem Dritten im Bunde. Alle drei stehen unverbrüchlich an der Seite ihrer Chefin, auch wenn sie sich gern einmal über deren Anweisungen hinwegsetzen. Das Buch endet mit einem filmreifen Showdown, der mir für diese dörfliche Idylle zwar ein wenig überzogen scheint, aber trotzdem beim Lesen unheimlich Spaß macht.  Und natürlich siegt am Ende das Gute und die Guten, wie könnte es auch in diesem Umfeld anders sein. Ein schönes Lesevergnügen und ein heiterer, unterhaltsamer Krimi.

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  • Der Titel ist nicht unbedingt die Qualitätsbeschreibung

    Unter aller Sau
    frell

    frell

    29. September 2013 um 13:17

    Manchmal komm man zu einem Buch wie die Maria zum Kinde. Diesen Roman hätte ich mir selber sicher niemals gekauft. Meine Schwester übrigens auch nicht. Diese hatte ihn aber gewonnen, liest aber keine Krimis und hat ihn mir geschenkt. Und so bin ich zu ihm gekommen. Die meisten Kriminalromane, die ich bevorzuge, sind amerikanische. Mittlerweile habe ich auch ein paar richtig gute deutsche gelesen. Aber noch niemals einen, der in der bayrischen Provinz spielt. Das war schon mal eine Premiere. Eine, so viel sei schon mal gesagt, die ich nicht unbedingt bereue, entwickelt sich doch im Laufe der Geschehnisse eine durchaus interessante bis teilweise recht skurrile Geschichte. Sind da doch die drei, nennen wir sie ruhig so, Dorfpolizisten Richie, Erwin und Schorsch, bei denen man sich wirklich fragt, wie sie eigentlich die Prüfung zum Polizisten geschafft haben. So will Richie direkt am Anfang des Romans mal eben eine Leiche ein paar Meter wegbewegen, damit sie nicht mehr in seine Zuständigkeit fällt. Und unter der Anweisung den Tatort zu sichern, verstehen die beiden, die Leiche mit einer Plane zuzudecken und sich vom Tatort zu entfernen. Ihre Chefin Gisela ist da schon pflichtbewusster, obgleich auch sie hier und da das Gesetz sehr großzügig auslegt. Der schönste Polizist Bayerns, Hauptkommissar Lederer aus Straubing, vervollständigt das Gesamtbild dann noch genau so, wie die restlichen Einwohner Niedernussdorfs, die als pöbelnde Bürgerwehr auch schon mal Gesetz in die eigene Hand nehmen, oder die sämtlich aus Rumänien stammenden Mädchen, die von ebenfalls aus Rumänien stammenden bösen Zuhältern, als Prostituierte gehalten werden. Von nahezu göttlichem Humor sind so manche Unterhaltungen zwischen den drei von der Tankstelle, sorry, von der Polizeistation meine ich, natürlich in bayerischer Mundart. Nicht verpassen sollte man auch die Autoverfolgungsjagd quer durchs ländliche Bayern – eine Jagd, die sich fast schon zu einem Formel 1-Rennen entwickelt, nur halt mit teils eigentümlichen „Rennwagen“. All dieser Spaß kann aber leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche Story wirklich schon ziemlich dünn und bereits Millionen Mal erzählt wurde. Es gibt keine geheimnisvollen Entwicklungen, der Täter ist schnell klar, Überraschungen in der Story an sich fehlen. So wird die Story lediglich durch die durchaus schön geschriebenen Charaktere am Leben erhalten, die genau diesen Schuss Skurrilität in die Geschichte einfließen lassen, damit sie interessant wird. Ich bezweifle allerdings, dass das auf Dauer funktionieren kann.

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  • Ich freue mich schon auf das nächste Mal in Niedernussdorf

    Unter aller Sau
    pelznase

    pelznase

    27. March 2013 um 15:26

    Wer mich ein wenig kennt, der ahnt sicher schon: ein Blick auf das Cover damals bei der Ankündigung des Buches und es war klar, dass es in mein Regal einziehen würde. Mit solch einer goldigen Rüsselschnauze bin ich einfach zu kriegen. Allerdings klang auch der Inhalt vielversprechend und kam mir mit meiner Vorliebe für Regionalkrimis sehr entgegen. Für mich ist “Unter aller Sau” ein Krimi mit einer sehr schönen und überraschenden Entwicklung. An sich ist alleine der Leichenfund im Niedernussdorfer Wald für Dienststellenleiterin Gisela und ihre drei Kollegen Richie, Schorsch und Erwin bereits eine Ausnahmesituation. Doch dieser Fund zieht bald ungeahnt weite Kreise und wirft ein ganz neues Licht auf die kleine Ortschaft. Der Mord alleine ist für mich noch ein Verbrechen, das ich mir auch einem so kleinen Dörfchen vorstellen kann. Doch die Richtung, in die die Ermittlungen von Gisela & Co, sowie dem 70er-Jahre-Charmebolzen Hauptkommissar Lederer führen, sind schon eine Hausnummer darüber. Da wird einem beim Lesen schnell klar, dass auch die dörflichste Idylle arg täsuchen kann und die Einwohner keineswegs so harm- und ahnungslos und weltfremd sind, wie sie einem vorkommen. Es ist sehr reizvoll und spannend zu verfolgen, welche Abgründe sich auf den Niedernussdorfern Gehöften nach und nach auftun. Das einzige, was mich an der Geschichte gestört hat ist, dass sich Gisela anfangs oft an frühere Ereignisse und Zusammentreffen mit Lederer erinnert. Das vermittelt den Eindruck, dass es bereits mindestens einen Krimi vor “Unter aller Sau” von Christian Limmer gibt. Soweit ich herausfinden konnte, gibt es jedoch keinen. Lediglich den Film “Sau Nr. 4″, in dem die gleichen Ermittler am Werke sind und für den Christian Limmer das Drehbuch schrieb. Für “Unter aller Sau” ist dieser Film allerdings ohne Belang, da außer den Mitwirkenden und dem Drehbuchautor keine für den Fall  bedeutsamen  Gemeinsankeiten bestehen. Wozu also diese Rückblicke? Um Leser auf den Film aufmerksam und neugierig zu machen? Vermutlich. Die Geschichte lebt aber ganz klar und zum großen Teil nicht von diesem Fall, sondern von zwei anderen wesentlichen Elementen. Zum Ersten von ihren Charakteren. Anfangs sind das zunächst Gisela, die leitende Polizistin der Dorfdienststelle, die für ihre “Jungs” beinahe so etwas wie eine zweite Mutter ist, und eben die “Jungs” selber. Richie, der kiffende Ex-Musiker, der etwas depperte, aber liebenswerte Erwin, und schließlich Schorsch, der zumindest gelegentlich etwas Autoritäres an sich hat. Diese Truppe schließt man schnell ins Herz und es ist das pure Vergnügen zu verfolgen, wie Gisela mit ihnen in den Kampf gegen der organisierte Verbrechen zieht. Später mischt dann noch Hauptkommissar Lederer aus Straubing mit. Der ist mit seiner Aufmachung vom Pornobalken bis hinunter zu den Cowboystiefeln zwar die schiere Beleidigung an den guten Geschmack und die gesamt Beamtenschaft der Münchner Polizei außerdem, aber mit seinem großen Mundwerk und den unorthodoxen Hau-drauf-Ermittlingsmethoden auch ein spaßiger Kontrast zu den Dorfbeamten. Die Scharmützel zwischen Gisela und ihm sind mindestens zum Schmunzeln. Ich habe oft sogar laut darüber gelacht. Auch sonst gibt es immer wieder Anlass zum Lachen, denn nicht selten stellen sich speziell Gisela und ihren drei Helden sehr ländliche Probleme und Zwischenfälle in den Weg. Da gibt es schon mal eine Verfolgungsjagd mit dem Traktor, eine Jagd auf Zeugen hoch zu Rindvieh oder auch Dorfbewohner, die mit der Flinte für Recht und Ordnung sorgen wollen. Da der Geschichte sehr viel Lokalkolorit anhaftet, wirkt dies jedoch nie platt und slapstick-like. Es passt halt einfach hinein. Wer nach einem Blick auf das Cover noch einen bierernsten Krimi erwartet hat, dem ist eben nicht zu helfen. “Unter aller Sau” liest sich wunderbar leicht. Daran ändert es auch nichts, das hier und da ein wenig Dialekt mit eingestreut wird. Damit kommt man selbst als Nicht-Bayer prima klar. Außerdem sorgt es noch zusätzlich für Lokalkolorit. Überraschenderweise gibt es keine Kapiteleinteilung. Das führt -zumindest bei mir- bei einer unterhaltsamen Geschichte oft dazu, dass ich sie in einem Rutsch lese. Kapitelweise-Leser müssen sich ihre “Pausen” hier selber suchen. Wie gesagt bin ich in das Cover sehr verliebt. Die Schweinenase und die spitzen Öhrchen sind einfach zu niedlich. Und es passt zum Titel. Mit ein wenig Phanatsie könnte man aber auch sagen, dass niemand in Niedernussdorf etwas von den zwielichtigen Vorgängen gewusst bzw gesehen haben will. Nicht einmal die Schweine Fazit: Mir hat “Unter aller Sau” viel Spaß gemacht. Ein solider Krimi, der schön an der dörflichen Idylle kratzt, der vor allem aber von seinen liebenswert schrägen Charakteren und so manch komischer Szene lebt. Ich hoffe sehr, es bleibt nicht der letzte Fall für Gisela, Schorsch, Erwin, Richie und dem unverbesserlichen Kommissar Lederer.

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    batzn

    batzn

    01. February 2013 um 07:17

    Wer den Film " Sau Nr.4" gesehen hat, hat automatisch die herrlich skurrilenFiguren vor Auge. Witzig, spritzig, flüssig zu lesen. Gehört wahrscheinlich zu den besten Kolorit-Krimis...zugegeben manche Szenen wie der Ritt auf der Kuh, der Einzug der Rocker....Weeeiiiittttt hergeholt! Trotzdem gut

  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    ManfredsBuecherregal

    ManfredsBuecherregal

    07. April 2012 um 16:12

    Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind... Als die beiden Jungs beim Spielen in einem Bach eine Tüte mit einer hohen Summe Geld finden, scheint die Welt noch in Ordnung. Die beiden geben den Fund mit Hoffnung auf eine Belohnung auf der Polizeiwache ab. Die pflichtbewusste Leiterin Gisela schickt zur Erkundung der Fundstelle die beiden Polizisten Erwin und Richie auf den Weg. Die beiden finden auch prompt bachaufwärts eine Frauenleiche. Wenig begeistert von der Arbeit, die dieser Fund mit sich bringt, überlegen die beiden, ob man die Leiche nicht in das Revier der Nachbargemeinde umbetten sollte. Letztendlich siegt jedoch die Vernunft und man informiert die Dienststelle. Dies ruft Kommissar Lederer, den nach eigener Ansicht schönsten Kommissar Niederbayerns, aus Straubing, auf den Plan. Lederer übernimmt sofort das Kommando bei den Ermittlungen. Doch hat er die Rechnung ohne Gisela, die Dienststellenleiterin, gemacht. Unbeirrt bringt sie sich und ihre Mitarbeiter in die Ermittlungen ein. Diese führen schnell zum Kosmetiksalon „Paradies“, wo es mehr für das Wohlbefinden gibt als der erste Anschein vermuten läßt. Das Erstlingswerk von Christian Limmer hat mich durchgehend gut unterhalten. Sicherlich ist es keine neue Erfindung, dass die etwas rustikalen Dorfpolizisten bei der Lösung des Falls etwas naiver zur Sache gehen. Aber ich finde die Mischung der Figuren - von der pflichtbewussten Dienststellenleiterin Gisela, die sich liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Vater kümmert, über Erwin und Richie, die sich ständig kappeln, aber wenn es hart auf hart kommt, füreinander einstehen, bis hin zu Lederer, der trotz harter Schale, doch einen weichen Kern hat – einfach gut. Ich habe jedenfalls immer wieder herzhaft gelacht, sei es nun über die Ermittlungsmethoden, die Eigenarten der Polizisten oder gar die selbst ernannte Bürgerwehr. Der Höhepunkt für mich war auf alle Fälle der filmreife Showdown.

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. April 2012 um 13:48

    Harte Unterwelt in Niederbayern Der Name „Vlad“ für einen vermeintlichen „Bösewicht“ des Romans ist tatsächlich gut gewählt. Nicht dass jener Vlad in Niederbayern tatsächlich ein Blutsauger wäre, aber er könnte durchaus mit allen Wassern gewaschen sein. Und lautlos und leise könnte er es verstehen, wie sein Namensvetter, bei Nacht in Häuser einzudringen, zu morden und ohne eine konkrete Spur wieder zu verschwinden. Falls sich der Verdacht überhaupt erhärten sollte gegen den Rumänen, der im Niederbayerischen Dorf eine Schönheitsfarm betreibt. Eine vermeintliche Mordszene bei Nacht im stillen Haus, die im Übrigen einer der Höhepunkte in diesem gut zu lesenden und logisch aufgebauten Kriminalroman ist. Ein Krimi, der seine Spannung letztlich nicht aus überraschenden Wendungen und Erkenntnissen zieht, wie so manch andere Kriminalromane (die Täter sind nicht allzu lange unbekannt), sondern aus der daraus folgenden Konfrontation der gestandenen Polizistin und Dienstleiterin in Niedernussdorf, Gisela Wegmeyer. Eine übel zugerichtete Frauenleiche wird im Wald bei Niedernussdorf gefunden. Schnell ergeben die Ermittlungen Verbindungen ins heimliche Rotlichtmilieu des Nachbardorfes. Doch Wissen heißt nicht unbedingt, Dinge auch Beweisen zu können. Vor allem dann nicht, wenn eine eiserne Mauer des Schweigens zunächst im Raume steht. Ein Schweigen aus Angst vor „dem Rumänen“, der hinter allem zu stecken scheint. Nicht unbedingt förderlich ist zudem, dass die Leitung der Ermittlungen natürlich nicht bei der Dorfpolizei liegen, sondern die Mordkommission aus Straubing in Person von Kommissar Lederer durchaus ganz gerne auf die recherchierende Mitarbeit der Ortspolizei verzichten würde. Wenn aber eine Gisela Wegmeyer sich einmal festgebissen hat, anfängt, die Dinge persönlich zu nehmen, stellt man sich ihr besser nicht in den Weg. Weder lässt sie sich, bei aller Betroffenheit, durch die fortschreitende Demenz ihres Vaters abhalten, noch lässt sie sich hindern von der teilweise überbordenden Dumpfheit und der schwelenden Spannungen zwischen ihren Mitarbeitern vor Ort. Die sich im Übrigen, trotz mancher satirischer Zeichnung durch den Autor zu Beginn des Romans, durchaus handfest im Buch entwickeln werden. Auch der kühle und so gerne hart auftretende Lederer wird im Lauf der Zeit spüren, dass er besser mit Wegmeyer kooperiert. Lokalkolorit und Atmosphäre der niederbayerischen Gegend trifft Christian Limmer schlafwandlerisch sicher. Neben einer gehörigen Portion Humor gelingt es ihm gut, nicht in eine Persiflage abzurutschen, sondern die Bigotterie der Dörfler einerseits, die rauen Umgangstöne andererseits und auch die Verbrechen selbst durchaus hintergründig und fesselnd auf den Punkt zu bringen. Dennoch, an manchen Stellen überzieht Limmer im Eifer des Gefechtes dann doch. Zwei hartgesottene rumänische Kriminelle, die im Nadelstreifenanzug durch den Wald irren und von einer merkwürdigen Bürgerwehr umgehend festgesetzt werden und kurz vor der Folter stehen gehören hier ebenso in das Reich der zu breiten Fantasie wie so manche „Marotten“ der drei untergebenen Polizisten im Dorf. Alles in allem ein gut aufgebauter und sprachlich flüssig zu lesender „Niederbayernkrimi“ mit handfesten Spannungselementen, menschlichen Dramen und überzeugenden Figuren, der hier und da satirisch überzieht.

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    ginnykatze

    ginnykatze

    01. April 2012 um 16:34

    Wer ist Schneewittchen wirklich ?? Die Tote ist noch sooo jung !! Zum Inhalt: In Niedernussdorf gibt es zwar eine Dorfpolizei, aber an Arbeit ist dort nicht zu denken. Das ändert sich aber schlagartig, als zwei Dorfjungens im Wald eine Plastiktüte mit einem Haufen Geld finden. Die Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer schickt gleich mal ihre Sheriffs vor Ort und lässt die Gegend nach Spuren untersuchen. Sie selbst informiert den absolut arroganten Hauptkommissar Lederer von der Kripo Straubing. Als dann die Dorfpolizisten Erwin und Richie eine junge Frauenleiche finden, ist nichts mehr wie es war. Die Ruhe ist dahin !! In Niedernussdorf regiert jetzt die Polizei, aber die hat die Rechnung ohne die sich selbst zusammengestellte Bürgerwehr gemacht. Als dann eine weitere Tote zu beklagen ist, werden die Ermittlungen ausgeweitet. Der Kosmetiksalon „Paradies“ aus dem Nachbarort rückt in die Schusslinie der Polizei. Was geht hier vor?? Der Bauernhof wurde kostspielig von einem Rumänen und seinem Sohn umgebaut und es arbeiten nur junge Rumäninnen dort. Wird hier wirklich nur massiert ?? Diese und noch ganze viele andere Fragen werfen sich hier auf und wollen geklärt werden. Lest selbst diesen Krimi und lasst Euch überraschen, denn mehr verrate ich jetzt nicht. Fazit: Christian Limmer hat hier wirklich einen interessanten Krimi geschrieben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und auch an Humor fehlt es nicht. Einziges Manko hier, es fehlten Kapitelangaben. Am Anfang tat ich mich da schon schwer mit, aber nach mehreren Seiten machte es mir nichts mehr aus. Die Protagonisten sind wirklich toll beschrieben und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Gisela Wegmeyer mochte ich hier am meisten. Sie die toughe Polizistin mit dem großen Herz. Immer für ihre Mitarbeiter da. Auch privates wird hier von den Charakteren erzählt, so pflegt Gisela zu Hause ihren demenzkranken Vater auf ihrem Bauernhof. Manchmal wird hier schon etwas makaber mit der Krankheit umgegangen, aber nicht wirklich tiefgründig. Das störte aber nur am Rande. Auch die anderen Dorfpolizisten konnte ich mir gut vorstellen. Der Schorsch, der Richie und der Erwin, wenn sie wieder zusammen in der Dorfkneipe ihre Weißbiere schlürften und mit ihren Ermittlungen angaben. Auch Hauptkommissar Lederer ist gut beschrieben und ich konnte mir gut vorstellen, wie er da mit seinen Markenzeichen, dem abgewetzten Ledermantel, den Cowboystiefeln aus Straußenleder und seinem Pornoschnauzer angerauscht kam und die Ermittlungen an sich riss. Die Beschreibungen der Umgebung waren auch sehr authentisch und gut vorstellbar. Vor allem die Kuhweide hatte es mir hier angetan. Alles in Allem ein netter Krimi, der nach Fortsetzung schreit. Ich würde gern mehr von diesen deppen Dorfpolizisten erfahren. Hier kommen von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung, wer gut unterhalten werden und dabei auch noch eine nette kriminalistische Ermittlung miterleben möchte, ist hier gut bedient.

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    13. March 2012 um 07:31

    Zwei Jungen finden einen Beutel voll Geld, den sie auf der Wache abgeben. Als die beiden Dorfpolizisten Erwin und Richie darauf angesetzt werden, die Gegend zu durchsuchen, ob es weitere Auffälligkeiten gibt, finden sie eine Tote, der sie den Namen Schneewittchen geben. Sie überlegen, ob es nicht besser wäre, die Leiche ein Stückchen weiter weg zu bringen, so dass sie nicht mehr in ihrem Aufgabenbereich fallen würde, aber pflichtbewusst wie sie nun mal sind, melden sie das ihrer Dienststellenchefin Gisela. Da es hier um Mord geht, muss Gisela diesen der Kripo in Straubing melden, was zur Folge hat, dass der "schönste" Polizist Niederbayerns den Fall übernimmt, Hauptkommissar Lederer. Eingehüllt in einen Ledermantel und Cowboystiefel aus Straußenleder versucht er den Fall an sich zu reißen und ihn aufzuklären. Aber da hat er nicht mit dem Dreiergespann Erwin, Richie und Schorsch, den 3 Dorfpolizisten und ihrer Chefin Gisela gerechnet, denn die ermitteln ebenfalls ... Der Name des Buches "Unter aller Sau" ist absolut treffend. Christian Limmer, dessen Erstlingswerk hier vorliegt, hat es geschafft, dass ich während des Lesens eines Krimis zum Dauergrinser wurde. Ich habe mich köstlich amüsiert über die 3 deppen Dorfpolizisten. Trotz ihrer Dusseligkeit gelingt es ihnen, Licht in den Fall zu bringen. Die übertriebenen Charaktere der Polizisten sind trotz allem liebenswert und glaubhaft gezeichnet. Ein Buch voller Situationskomik und Humor, wo es ab und an auch mal in bayerisch daherkommen kann. Trotzdem ich dieses Buch als humorigen Krimi bezeichnen würde, gibt es auch ernste Töne zu lesen. So gesehen bei der Zwangsprostitution von rumänischen Mädchen, die ins Land geschleust und brutal von ihren Zuhältern behandelt werden. Leise Zwischentöne kann man vernehmen zwischen Gisela und ihrem Vater, der an Demenz leidet und das Stadium erreicht, wo er seine Tochter nicht mehr erkennt. Diese Gratwanderung zwischen verantwortungsvollem Job als Dienststellenleiterin der Polizei und der Versorgung ihres kranken Vaters hat der Autor mit Bravour gemeistert. Wenn ich nicht gelesen hätte, dass dies das erste Buch des Autors ist, wäre mir der Gedanke gekommen, dass es schon einen Vorgänger gegeben hat. Es gab einige Anspielungen auf Ereignisse in der Vergangenheit, die nicht erklärt wurden. Später bei einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass es einen Film gab, der diese Fragen wahrscheinlich beantwortet. Da ich ihn nicht kenne, fehlen mir ein paar Zusammenhänge, die aber in keiner Weise das Lesevergnügen an diesem Buch schmälern. Ich fand diesen Krimi erfrischend und hatte viel Spaß beim Lesen.

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  • Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

    Unter aller Sau
    lord-byron

    lord-byron

    09. March 2012 um 10:49

    Im Wald des kleinen Dörfchens Niedernussdorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die beiden Polizisten Erwin und Richie nennen sie Schneewittchen und überlegen, ob sie sie nicht schnell mal ein paar Meter weiter schleppen sollen, denn dann würde sie im Nachbardorf liegen und sie müssten sich nicht mit einem Mordfall herumschlagen. Doch dann melden sie den Fund doch ihrer Chefin Gisela, die mit dem Mord überfordert ist und die Kripo Straubing informiert. Die schicken ausgerechnet den "schönsten" Polizisten Niederbayerns, Hauptkommissar Lederer, der sich für das Geschenk an die Frauen hält. So tritt er auch dann auf. In abgewetztem Ledermantel, Cowboystiefeln und Pornoschnauzer. Die Leiche führt sie ganz schnell in ein als Wellnesstempel getarntes Bordell. Werden hier Frauen zur Prostitution gezwungen? Lustig ist dieser Krimi ohne Zweifel, aber mir hat ein wenig die Spannung gefehlt. Die Personen sind alle ziemlich schräg und die Arbeitsmoral der Dorfpolizisten Erwin, Richie und Schorch lässt schon sehr zu wünschen übrig, was mir so manchen Lacher entlockte. Was mir sehr gut gefallen hat waren die Szenen zwischen Gisela und ihrem Demenzkranken Vater, die wirklich sehr feinfühlig und schön beschrieben waren. Lederer ist ein echtes Original, der sich für die Schöpfung der Menschheit hält, woraus sich immer wieder lustige Situationen ergeben. Ein witziger Krimi, dem etwas mehr Spannung sicherlich gut getan hätte.

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