Christian Linker Dschihad Calling

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Inhaltsangabe zu „Dschihad Calling“ von Christian Linker

Jetzt im Taschenbuch

Der 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hooligans belästigt wird – und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Obwohl für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stoßen ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen?

Interessantes Buch, das Radikalisierung anschaulich macht. Teilweise aber große zeitliche Sprünge / zu schnelle Entwicklung der Geschichte.

— Emotionen

Erschreckend

— weinlachgummi

Stimmt nachdenklich, da sehr logisch erzählt wird, wie jemand sich so radikal ändert.

— SillyT

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Spannender Pageturner! Konnte ich nicht beiseite legen. Kaum angefangen, war ich auch schon durch.

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  • Dschihad Calling

    Dschihad Calling

    weinlachgummi

    05. February 2017 um 14:53

    Bei dem Roman von Christian Linker, hat mich vor allem die Thematik angesprochen. Junge Menschen die zum Islam überdrehten, sich radikalisieren und daraufhin in den Krieg ziehen. Was dies anging wurde ich nicht Enttäuscht, der Leser bekommt einen guten Einblick in diesen Kreislauf, bis zur Endstation. Der Titel ist einprägend und passend. Sowie das Cover, welches ich zwar nicht sehr schön finde. Aber die Farbwahl, sowie die Rauchwolke passen sehr gut. Alles in allem ist es stimmig. Zum Inhalt. Jakob ist eigentlich ganz normal. Er hat sein Abi gemacht und studiert nun. Ist mit seiner Freundin zusammen gezogen, wenn auch eher unfreiwillig. Hat so einige Freunde in seiner Heimat, lernt aber auch schnell neue Menschen kennen. Seine Familie ist nicht perfekt, aber ein familiäres Verhältnis ist durchaus vorhanden. Doch dann begegnet er diesen blauen Augen, mehr sieht er nicht vom Gesicht, da es von einem Schleicher verdeckt ist. Und diese Augen lassen ihn nicht mehr los. Er will das Mädchen unbedingt kennenlernen und stößt so auf eine Gruppe von Salafisten und so nimmt die Geschichte ihren lauf. Mit dem Schreibstil von Christian Linker hatte ich zu erst Probleme. Gerade zu Beginn des Buches schreibt er sehr im Jugendslang. Diesen mochte ich schon nicht, als ich selbst noch zu den Jugendlichen zählte. Aber im Verlauf legte es sich. Er erzählt die Geschichte aus der Ich-Perpektive von Jakob. Aber auch in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht von Adil. Diese zwei Handlungsstränge verlaufen aber nicht parallel. Wir begingen kurz mit Jakob in der Gegenwart, wechseln dann aber mit ihm in die Vergangenheit, wie alles angefangenen hat. Die Tagebucheinträge von Adil kommen immer mal wieder vor und von der Chronologie her starten sie eigentlich erst gegen Ende vom Buch. Dies klingt nun etwas verirrend, ist aber ein schönes Stilmittel, welches die Spannung ankurbelt. Der Autor bringt immer wieder "Fachbegriffe" ein, wodurch es authentischer wirkt, am Ende findet man dazu ein Glossar. Jakob ist unser Hauptcharakter und für mich nicht gerade ein Sympathie Träger. Bis zu einem Gewissen Grad habe ich ihn noch verstanden, doch als er zu radikal wurde, konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Seinen Charakter zu beschreiben ist schwer, da er eine sehr große Wandlung durchmacht. Diese ist aber sehr nachvollziehbar ( in seinem Universum) und anschaulich beschrieben. Weder mit Jakob, noch Samira, das Mädchen mit den blauen Augen, noch Adil, sein / ihr Bruder wurde ich richtig warm. Dies ist bei so einem Buch natürlich kein Muss. Aber deswegen kann ich nicht die volle Punktzahl geben.  Die Geschichte ist authentisch und spannend erzählt. Ich konnte das Handeln der Protagonisten gut Nachvollziehen, da es für sie das einzig Logische war. Eine erschreckende Logik. Gegen Ende wurde es richtig spannend, wobei man eigentlich schon weiß, was passieren wird. Trotzdem habe ich die Seiten verschlungen. Einige Szenen waren brutal und schwirren mir immer noch im Kopf herum. Den hier kann man sich nur schwerlich einreden, ist ja nur erfunden. Die Geschichte bietet viele Denkanstoße und der Autor zeigt dem Leser auch die andere Seite, dass Islam nicht gleich Terror heißen muss. Diesen Ansatz fand ich sehr wichtig für die Geschichte.  Fazit:  Aktuelle Thematik, anschaulich erzählt. Bis zu einem Gewissen Grad Nachvollziehbar, dann nur noch erschreckend. Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich das Buch nur empfehlen

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  • Jugendbuch- Challenge bei LovelyBooks 2016

    Buchraettin

    Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Jugendbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich!Hier geht es zu Challenge 2017https://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuchchallenge-2017-1358395874/ Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen! Die Challenge läuft vom 1.1. bis 31.12.2016. Es zählen all jene Rezensionen, die ab dem 1.1.2016 geschrieben worden sind. (hier bei LB) Da dies eine Challenge ist, soll sie selbstverständlich eine kleine oder auch größere ;-) Herausforderung sein und dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so sonst eher nicht gelesen und dann auch nicht entdeckt hättet. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht. Für die Jugendbuch-Challenge zählen alle Bücher, die für ein Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren empfohlen sind. Das Alter der Hauptfiguren im Buch sollte in diesem Rahmen liegen. Das hier ist ein Beispiel für einen Sammelbeitrag: Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2016) Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2016) Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2016) Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2016) Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch und 2 dürfen frei ausgewählt werden! ( auch in Bezug auf das Erscheinungsdatum, gilt auch für Punkt 5 und hier dürfen auch englische Bücher einsortiert werden)   Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Jugendbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste. Die aktuellen Verlosungen, Leserunden usw. verlinke ich nachfolgenden Beitrag. ( Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit, ich mache das hier alles in meiner Freizeit:) Thema Halloween Halloween in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Thema Lesemuffel Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:) Liste für Neuerscheinungen im Jugendbuchbereich 2016    Challenge Beendet Mira20 MiraxD danielamariaursula Marbuerle Mrs_Nancy_Ogg Connychaos lenicool11 Floh Seelensplitter cytelniczka73 Enys Books annlu ank3006 Lotta22, Icelegs Teilnehmer 62.61.60.59. EnysBooks challenge beendet58. JamieRose57. anjazwerg56. icelegs Challenge beendet55. Peachl54. Lea-Krambeck53. Mira12352. czarnybalerinja51. ShellyBooklove50. Lotta22 Challenge beendet49. saskiaundso48. yunasmoondragon747. BeaSurbeck46. freakygirli45. Mira20  Challenge beendet44. Buchgeborene43. Curin42. ChubbChubb41. Getready40. Gwendolina39. annlu Challenge beendet38. Danni8937. Kuhni7736. ch3yenne35. Paulamybooksandme abgemeldet 22.134. Solara30033. Schluesselblume32. Kylie131.littleowl 30. MiraxD  Challenge beendet 29. DieBerta 28. danielamariaursula   Challenge beendet 27. Mabuerle Challenge beendet 26. Delphyna 25. Mrs_Nanny_Ogg Challenge Beendet 24. Connychaos   Challenge beendet 23. christaria 22. ban-aislingeach 21. marinasworld 20. lenicool11 Challenge beendet 19.Bambi-Nini 18.JuliB abgemeldet 17.Cithiel 16.Buchgespenst15.cytelniczka73  Challenge beendet 14.Bookfantasyxy 13.Vielleser18 12.xxslxa 11.buchfeemelanie 10.Claddy 9.Foreverbooks02 8.Floh Challenge beendet 7.Lesezirkel 6.Alchemilla 5.Seelensplitter Challenge beendet 4.Xallaye 3.anke3006 challenge beendet  2.Katja78 1.Buchraettin

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    • 1098
  • Erschreckend glaubwürdig

    Dschihad Calling

    SillyT

    19. January 2017 um 17:17

    Als der achtzehnjährige Student Jakob eines Nachts durch eine dunkle Unterführung geht, fällt ihm das Mädchen mit dem Hijab, das ihm entgegenkommt sofort auf. Als diese dann von zwei Männern belästigt und angegriffen wird, greift er beherzt ein. Seit dieser Nacht geht sie ihm auch nicht mehr aus dem Kopf und als er dann zufällig ein Foto von ihr findet, ruft er sie kurzentschlossen an. Samira, so heißt die junge Frau, gehört einem Salafisten Verein an und obwohl Jakob bisher nichts mit dem IS anfangen konnte, beginnt er sich allein schon wegen Samira, dafür zu interessieren. Er lernt Samiras Bruder Adil kennen, der viel netter zu sein scheint, als er bisher von Anhänger des IS geglaubt hat und so nach und nach sympathisiert er immer mehr mit ihnen.Meine Meinung: Also ich musste dieses Buch wirklich mal einen Moment sacken lassen, denn das, was der Autor hier erzählt, klingt so erschreckend realistisch, dass man schon ins Grübeln kommt. Sehr anschaulich erzählt Christian Linker die Geschichte des jungen Studenten Jakob, der eigentlich ein ganz typischer Studienanfänger ist und eher aus Vernarrtheit in eine Unbekannte in die Tretmühlen der Salafisten gerät. Der Schreibstil ist sehr flüssig, sehr mitreißend und dabei auch wirklich sprachlich so modern, dass man das Gefühl hat, dass hier ein realer Charakter von seinen Erlebnissen erzählt. Deshalb würde ich sagen, dass das Buch nicht nur dem erwachsenen Leser interessante Lesestunden bringen wird, sondern auch die Zielgruppe deutlich anspricht. Das Buch ist gleich von Beginn an spannend gehalten, denn man lernt sofort Jakob kennen, der so ein bisschen wie jeder von uns ist. Ein junger Mann, der gerade von zu Hause ausgezogen ist und nun mit seinem Studium begonnen hat und der eigentlich doch ein sehr intelligenter und modern denkender Mensch ist. Die Entwicklung, die er dann allerdings nimmt, ist regelrecht erschreckend. Ich muss ja zugeben, dass ich mir schon häufiger die Frage gestellt habe, wie ein "normal" denkender Mensch, überhaupt in solche Kreise geraten kann. Doch so, wie es hier erzählt wird, ist es durchaus denkbar. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Form, jedoch durfte ich hier gleich zwei unterschiedliche, sich abwechselnde Perspektiven kennenlernen. So erzählt Jakob in der Ich-Form von den Geschehnissen, bzw. davon, wie er überhaupt zu dieser IS-Gruppe gelangen konnte. Aber es gibt auch eine andere Perspektive, nämlich die Adils, Samiras Bruder, der sich den Truppen des islamischen Staates angeschlossen hat und sich nun im Krieg befindet. In einer Art Tagebucheintragung erzählt Adil, wie es ihm während des Krieges wirklich geht und was er dabei erlebt.Was mich hier sehr fasziniert hat, ist die Beschreibung, wie ein doch eher nicht religiöser Mensch, plötzlich in eine ganz radikale Richtung abdriftet. Das hat der Autor wirklich perfekt rüber gebracht, denn beide Protagonisten, sprich sowohl Jakob als auch Adil, sind eigentlich zwei junge Männer aus Deutschland, die zuvor nicht religiös waren. Während es bei Adil wohl eher die Perspektivlosigkeit war, die ihn soweit brachte, ist es bei Jakob etwas ganz alltägliches: er fühlt sich zu Samira hingezogen. Das, was er dann innerhalb der Salafistengruppe erlebt, nämlich das Gefühl von Verständnis und Verbundenheit, ist für ihn so greifbar, dass auch er sich nicht entziehen kann. Beide Charaktere machen innerhalb der Erzählung starke Entwicklungen durch, wobei mich Jakob mehr als einmal mit dem Kopf schütteln ließ, mir fiel es auf jeden Fall extrem schwer, mich in ihn hineinzuversetzen, weil ich mich auch nicht mit dem Gedankengut anfreunden kann. Auch Adils Erlebnissen folgen zu können, war sehr aufschlussreich, wobei ich hier einfach nicht zu viel verraten möchte.Mein Fazit:Absolut gelungen, sehr realistisch und glaubwürdig erzählt Christian Linker davon, wie schnell jemand wirklich in ein extrem radikales Denken und Verhalten fallen kann. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und authentisch, die Handlung interessant und sehr greifbar. Eine Geschichte, wie sie sich gleich um die Ecke ereignen kann und die hier sehr anschaulich wiedergibt, wie schnell man in etwas hineingezogen werden kann. Das Buch regt zum Nachdenken an und läßt mich auch weiterhin noch nicht ganz los. Leseempfehlung!

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Sehr intensiv

    Dschihad Calling

    Pippo121

    25. July 2016 um 17:43

    Der 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hools belästigt wird - und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stößt ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen? (Quelle: dtv) Christian Linker hat mit diesem Buch eine beeindruckende Darstellung der sich radikalisierenden Jugendlichen geschaffen. Dieses heikle und hochaktuelle Thema betrifft unsere ganze Gesellschaft und die Jugendlichen müssten viel stärker aufgeklärt werden, damit sie sich nicht so leicht manipulieren und radikalisieren lassen. Denn bei Jakob deutete absolut nichts auf eine „Karriere“ als Salafist hin, bis er sich unsterblich in Samiras blaue Augen verliebt. Da sein Freiwilligenjahr in Afrika geplatzt ist, hat Jakob sich notgedrungen an der Uni eingeschrieben und studiert nun gemeinsam mit seiner Freundin in Bonn. Doch Jakob ist sehr unzufrieden, fühlt sich rastlos und unvollständig. Nach der ersten Begegnung mit Samira sucht er den Kontakt zu ihr und besucht so eine Kundgebung ihres Salafisten-Vereins.So betritt er eine für ihn vollkommen neue Welt und ist zu Beginn erstaunt, dass seine Vorurteile den Gläubigen gegenüber derart falsch sind. „Sie kamen mir in keiner Weise manipuliert, debil oder irre vor, was immer ich auch erwartet haben mochte.“ (S.45) Langsam lässt Jakob sich auf den Islam ein. Vor allem die Telefongespräche mit Samira öffnen diese Tür und bringen ihn ins Grübeln. Als Jakob schließlich mit seiner Freundin bricht, hilft Adil, Samiras Bruder, ihm und lässt ihn bei sich wohnen. Adil ist streng gläubig und sympathisiert offen mit dem IS. Die beiden jungen Männer führen viele, ernste Gespräche über die Religion und Jakob wird immer radikaler. Dieser Prozess findet allerdings schleichend statt, denn während er zu Beginn noch über die vielen Regeln gelächelt hat, so fügt er sich denen schon nach sehr kurzer Zeit komplett. Am erschreckendsten fand ich dabei die Naivität, mit der die Beiden über den IS und dessen Gräueltaten redeten. Die Bagatellisierung mit der Adil von den Grausamkeiten spricht, lassen einem die Haare zu Berge stehen und so wundert es mich auch nicht, dass er wirklich überzeugt ist, im Koran die Rechtfertigung für das Handeln des IS zu sehen. Er verdreht die Tatsachen derart, dass er am Ende überzeugt davon ist, das einzig Richtige zu tun. „Viele neue Staaten begehen am Anfang gewisse – ich sag mal Jugendsünden. Das wächst sich aus.“ (S. 104) Adil, als 16-Jähriger derart neben der Spur, dass er als Loverboy junge Mädchen manipulierte und auf den Strich schickte, kämpft nun mit seinem schlechten Gewissen und stürzt sich voller Eifer in die Radikalisierung. Die Schuld an seinem Handeln gibt er aber der Gesellschaft und den Frauen, die durch ihr unverschleiertes Auftreten ihre eigene Unterdrückung fördern würden.Er ist überzeugt, „… dass so etwas in einem islamischen Land, inschallah, niemals geschehen könnte. Wo die Frauen sich verschleiern. Es ist absolut wichtig, dass sie das tun. Ich hätte das früher nie für möglich gehalten. Aber heute weiß ich, wie schnell sich eine Frau zur Schlampe machen lässt.“ (S.193)Es machte mich sehr wütend, dass scheinbar niemand auf Adils Radikalisierung reagierte. Der Prediger seiner Gemeinde vermeidet es, sich klar gegen den IS zu stellen, da er anscheinend fürchtet Anhänger zu verlieren. Jeder weiß, dass bereits Adils Mitbewohner in Syrien starb, doch niemand unternimmt etwas, als Adil den gleichen Weg einzuschlagen droht. Wo bleibt der Aufschrei seiner Gemeinde? Warum gibt es dort niemanden, der dem Jungen den echten Islam aufzeigt, mit all seiner Güte und Menschenfreundlichkeit? In dieser Situation müsste doch irgendjemand sich für den Jungen verantwortlich fühlen und ihn wieder zur Vernunft bringen. Stattdessen hat man als Leser das Gefühl, dass Adils Verhalten toleriert wird, entweder aus stiller Zustimmung oder aus Scheu vor Konflikten. Mir wurde nicht klar, ob der Prediger Abu Tarek von Adils Plänen wusste. Da Adil dem Prediger eigentlich so ziemlich alles erzählt, würde es mich wundern, wenn Abu Tarek nicht auch über dessen geplante Ausreise informiert wäre. Warum lässt er dies geschehen? Adils Chef ist ja ohne Zweifel an der Organisation der Ausreise beteiligt und vermittelt fleißig die Kontakte zwischen den Ausreisewilligen und dem IS. Nur Samira stellt sich offen gegen Adils Radikalisierung und sie versucht Jakob wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Sie steht für das genaue Gegenteil Adils, sie ist offen, selbstbewusst und lebt ihre Religion im Einklang mit sich selbst und mit ihren Mitmenschen. „Mit manchen Konvertiten ist es, als ob jemand neu in ein großes Haus einzieht, einen winzigen Teil der Hausordnung gelesen hat und jetzt alle Hausbewohner mit irgendwelchen Regeln tyrannisiert, die er aus dem Zusammenhang gerissen hat.“ (S.202) Sie hat keine Angst vor dem Leben, wie sie es Jakob manchmal vorwirft, sondern setzt sich mutig und intelligent für die Frauenrechte im Islam ein und traut sich auch, Prediger Abu Tarek vor der ganzen Gemeinde in punkto IS zur Rede zu stellen. Nach dessen Reaktion wundert es mich nicht, dass Samira mit der Gemeinde bricht. Sie wird bei ihrem Kampf um Adil im Stich gelassen und von Abu Tarek wegen "Unzucht" verspottet. Er will oder kann das Thema Radikalisierung weder ansprechen noch ernsthaft angehen. Das gesamte Buch wird als Rückblick erzählt. Der Leser weiß also von Anfang an, dass Jakob in einem deutschen Untersuchungsgefängnis sitzt, da er im Verdacht steht für den IS kämpfen zu wollen. Dort liest er in dem Tagebuch, das er Adil schenkte als er nach Syrien aufbrach. Nach und nach erfährt man als Leser, wie es zu dieser Situation kam. Die Tagebucheinträge sind Berichte von der IS-Front und werden vom Autor sehr geschickt in die Handlung eingefädelt. Nach anfänglicher Euphorie macht sich auch bei Adil relativ schnell die Ernüchterung breit und er fühlt sich zusehends unwohl. „… nach den Dingen, die ich in Raqqa erlebt habe, verstehe ich inzwischen, dass nicht alle Menschen ausschließlich glücklich sind unter dem Kalifat zu leben, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und dass die normalen Menschen oft Angst vor uns haben.“ (S.268) Als Belohnung für seinen mutigen Einsatz an der Front, erhält Adil eine Braut. Dies löst selbstverständlich ein Hochgefühl in ihm aus, doch spätestens als seine Frau (auch eine radikalisierte Deutsche) ihm erklärt, wie sehr sie sich freut, dass er den Märtyrertod sterben wird und sie so ins Paradies holt, ist er sehr schnell zurück auf dem Boden der Tatsachen. Sie treibt ihn sogar dazu, sich an weiblichen Gefangenen zu vergehen, was darin endet, dass Adil die Sklavin erschießt. Dies ist der absolute Tiefpunkt in Adils Leben und er ist sich dessen auch bewusst. Seinen Tod führt er sehr bewusst herbei und er hat mich mit seiner Tat überrascht. Dieses Buch geht mir unter die Haut und ich kann die radikale Einstellung von Adil zu keinem Moment nachvollziehen. Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie ein denkender Mensch sich von dieser Barbarei angezogen fühlen kann und dabei auch noch freiwillig mitmacht. Bei Adil kam die Einsicht zu spät, doch vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, andere Jugendliche wachzurütteln und sie aus den Fängen der Radikalität, welcher Art auch immer, zu befreien.

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  • Christian Linker - Dschihad Calling

    Dschihad Calling

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2016 um 16:52

    Kurzbeschreibung: Der 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hools belästigt wird - und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stößt ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen? *Quelle*Zum Autor: Christian Linker, geboren 1975, studierte Theologie und machte Jugendpolitik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine bei dtv junior erschienene Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. war RaumZeit für den Deutschen Literaturpreis nominiert.Meinung: Der 18-jährige Jakob Kuhn lebt zusammen mit seiner Freundin Liz in einer WG in Bonn, beide haben gerade ihr Studium in der ehemaligen Hauptstadt begonnen. Jakob eher notgedrungen, da er eigentlich nach der Schule für ein Jahr nach Afrika gehen wollte, dies sich aber zerschlagen hat. Somit hat er ein VWL-Studium angefangen, das ihn aber eher weniger interessiert.Als er sich eines Abends auf dem Heimweg befindet, wird er in einer Unterführung Zeuge, wie zwei Hooligans eine verschleierte junge Frau anpöbeln. Jakob geht dazwischen, und die junge Frau kann wohlbehalten ihres Weges gehen. Doch ihm geht sie und ihre auffallend blauen Augen nicht mehr aus dem Kopf. Durch Zufall sieht er sie auf einem Foto in der Zeitung wieder, das sie bei einer Salafisten-Veranstaltung zeigt.Aus Neugier begibt sich Jakob zu einer der Versammlungen des Vereins und lernt dort auch Samiras Bruder Adil kennen, der schon bald ein Freund für ihn wird, ihn aber auch schleichend immer mehr in die Salafisten-Szene einführt und Jakob sich radikal verändert, nicht nur äußerlich, sondern auch seine Ansichten werden extremer, und er sagt sich aus seinem bisherigen Leben vollkommen los.Mit Dschihad Calling hat Christian Linker ein eindrucksvolles Jugendbuch geschrieben, dessen Thema nicht aktueller und brisanter sein könnte.Im Mittelpunkt steht der 18-jährige Jakob, der gerade die Schule hinter sich gebracht hat und eigentlich für ein Freiwilligenjahr nach Afrika gehen wollte. Leider zerschlägt sich dies und so schreibt er sich notgedrungen in der Uni ein, um fortan VWL zu studieren, woran er aber nur mäßiges Interesse zeigt. Seine Beziehung zu Liz, die er seit der Schulzeit kennt und mit der er in einer WG lebt, ist gespannt, und er sieht momentan keinen richtigen Sinn in seinem Leben.Als er Samira begegnet, verliebt er sich sofort in ihre auffallend blauen Augen und zufällig sieht er sie auf einem Foto in der Zeitung wieder, das sie auf einer Salafisten-Veranstaltung zeigt. Neugierig geworden, nimmt er an einer Versammlung des Vereins "Der Einzig Wahre Weg" teil und lernt dort auch Samiras Bruder Adil kennen, einen überzeugten Salafisten. Adil kann Jakob bald aus einer misslichen Lage heraus helfen und quartiert ihn bei sich ein.Schleichend beginnt nun Jakobs Prozess zum Salafisten, was der Autor sehr glaubhaft und authentisch darstellt. Er findet vermeintlichen Rückhalt in dieser Religion, ein Ziel, auf das er hinarbeiten kann und merkt nicht, wie sehr er sich verändert, bis es fast zu spät ist.Eingestreut in Jakobs Geschichte sind Tagebuchaufzeichnungen von Adil, der tatsächlich in den Dschihad nach Syrien zieht und seine Erlebnisse für Jakob schriftlich festhält. Diese machen den Leser sehr betroffen, erzeugten bei mir aber auch ein Kopfschütteln und Unverständnis, wie man sich solchermaßen radikalisieren kann.Natürlich kann auf 320 Seiten nicht ganz genau ins Detail gegangen werden, doch hat Christian Linker auf diesen Seiten eindrücklich beschrieben, wie ein junger Mann, der seine Ziele im Leben noch nicht gefunden hat, sich manipulieren und einlullen lassen kann von einer Religion, die sich als einzig wahre ansieht und sich den Koran so zurechtbiegt, wie er ihrer Meinung nach sein sollte. Nicht nur für Jugendliche lesenswert!Fazit: Dschihad Calling ist ein spannender Roman, der sich mit einem der aktuellsten und brisantesten Themen unserer Zeit beschäftigt. Eindrucksvoll schildert Christian Linker den Werdegang des 18-jährigen Jakob vom Studenten zum radikalisierten Salafisten und zeigt auf, wie schnell man in diese Spirale hineingezogen wird. Absolute Leseempfehlung!

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  • Dschihad Calling

    Dschihad Calling

    liberiarium

    15. May 2016 um 11:56

    PLOTEigentlich will sich Jakob nach seinem abgeschlossenen Abitur sozial engagieren und ins Ausland gehen. Stattdessen zieht er zu seiner Freundin nach Bonn, wo er ein halbherziges Studium beginnt. Mit seinem Nebenjob kommt er gut über die Runden, sogar zu seinen Schulfreunden in Dortmund hat er noch Kontakt. Eines Tages begegnet er allerdings Samira und interessiert sich Tag für Tag mehr für ihren Glauben und den Islamischen Staat. Jakob begibt sich auf einen radikalen Weg: sein altes Leben kümmert ihn immer weniger. Unter den Salafisten fühlt er sich heimisch und freundschaftlich, ja sogar familiär aufgenommen. Bis ihn jedoch Samiras Bruder vorschlägt, gemeinsam im Krieg für den Islamischen Staat zu kämpfen. MEINUNGZu Beginn war ich nahezu entsetzt, wie unsympathisch mir die Hauptcharaktere erschienen. Jakob fühlt sich in einem Alltagstrott gefangen und hat nicht die Möglichkeiten das zu tun, was er eigentlich will. Natürlich ist das frustrierend, aber seine negativen Äußerungen und seine Handlungen konnte ich oft einfach nicht verstehen. Sich mit willkürlichen Fremden anzulegen, einem anderen Mädchen nachzusteigen, obwohl man in einer Beziehung ist – das ist schon ein starkes Stück. Es ist allerdings nicht so, als wären seine Taten nicht irgendwo nachvollziehbar, das sind sie durchaus. Schwieriger wird es, wenn sich Jakob immer mehr radikalisiert und seinen Platz unter den Salafisten findet. Es wird durchaus erklärt, welche Motive ihn dazu bewegen, doch fällt es schwer, daran festzuhalten. Auch Samiras Bruder war mir nicht so ganz geheuer. Seine Art, sich zu artikulieren war teilweise recht anstrengend und bei seinen teilweise sehr radikalen Gedanken, verbreitet er ein regelrechtes Unwohlsein. Samira habe ich immer mehr gemocht. Wirkt sie am Anfang wie ein Bindeglied zwischen Jakob und dem Salafismus, hebt sie sich als regelrechte Feministin hervor, die die Religion auch mal infrage stellt und nicht alles aufnimmt, was man ihr vorsetzt. Eine starke Persönlichkeit wie sie, ist genau das, was der Roman gebraucht hat. Schlussendlich ist diese Charakterzeichnung ideal. Es scheint, als soll man das Handeln und die Motive der Figuren nachvollziehen, sich aber nicht in sie hineinversetzen können. Ein genialer Schachzug. Der Roman ist aus zwei Perspektiven geschildert. Zum einen erleben wir konkret Jakobs Sicht der Dinge, zum anderen wird der Leser auf eine Reise mit in den Dschihad genommen. Auf den ersten Seiten erhält Jakob ein Tagebuch, in dem auch wir lesen dürfen. Dadurch, dass in den Einträgen einfach von der Leber weg geschrieben wird, muss man sich als Leser mit einer Menge Jugendslang und Phrasen aus dem Koran anfreunden. Hier hätte ich mir als Anhang eine Übersetzung der arabischen (Sprich-)Wörter gewünscht, um wirklich alles zu verstehen. Die Jugendsprache hat mich manchmal sehr gestört, weswegen ich auch etwas länger brauchte, um wirklich in den Roman eintauchen zu können. Gerade der Schreibstil, die Charaktere und Jakobs Gedankenwelt sorgen dafür, dass das Buch unglaublich authentisch wirkt. Man glaubt diesem Jungen irgendwann, dass die Radikalisierung der einzige Weg für ihn ist. In meinem Fall konnte ich mich damit zwar zu Recht nicht identifizieren, aber es schien nicht, als greife der Autor irgendwelche Fakten aus der Luft auf. Christian Linker befasste sich eingehend mit der Thematik, traf sich sogar an dubiosen Orten mit Menschen aus dieser Szene. So kam es aber auch, dass er mit ihnen Kontakt über die Sozialen Medien suchte, mit jemandem über Facebook schrieb und nach einiger Zeit bemerkte, dass die Person nicht mehr antwortete und Profile gelöscht wurden. Für Christian Linker war es immer wichtig, bei seiner Recherche ehrlich mit dem Thema umzugehen und den Leuten, die er kontaktierte, direkt zu sagen, dass er einen Roman über die IS-Bewegung schrieb. Warum er dennoch seine Webcam abklebte, erfahrt ihr unter anderem in meinem Bericht über das dtv Jugendbuch-Treffen.  Der Roman kulminiert in einem unerwarteten Ende. Wie das Finale, so sind auch viele andere Wendungen überraschend und ließen mich erschauern. Das Buch ging unter meine Haut und regte mich zum Nachdenken an. Ich würde mir wünschen, dass der Roman vielleicht sogar in den Schulen Pflichtprogramm werden würde, denn ich hätte von selbst, ohne das dtv Jugendbuch-Treffen vermutlich auch nicht zum Buch gegriffen. Die aktuelle Thematik mag abschreckend wirken, weil man von ihr nahezu alltäglich hört – aber das Buch ist es allemal wert, sich intensiver damit zu befassen, was in der Welt vorgeht. FAZIT Dschihad Calling ist bewegend und interessierte mich auf einer ganz anderen Ebene, als andere Jugendbücher bisher. Die Aktualität macht die Thematik greifbar, die Charaktere und die Geschichte sind authentisch und man hat nicht das Gefühl, man wird hier belehrt. Das Buch war für mich eine richtige Überraschung und ich kann es jedem empfehlen, der sich mehr mit dem Weltgeschehen befassen will. Lediglich die Jugendsprache – auch wenn sie noch so großartig zu dem Buch passt – hat es mir anfänglich schwer gemacht, in den Roman hineinzufinden. Daher vergebe ich vier von fünf möglichen Lesebrillen für Christian Linkers grandioses Werk!

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  • Ein Roman, der durch schlichte Authentizität und vielfältige Blickwinkel überzeugt

    Dschihad Calling

    AnnaSalvatore

    05. May 2016 um 13:05

    Ganze Rezension:http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2016/05/terrorismus-islam-dschihad-calling.htmlMEINUNGErstmal muss ich sagen, dass ich bereue, es nicht früher angefangen zu haben!Denn in 2 Tagen war das Buch durch :DDer Schreibstil - sehr umgangssprachlich, aber flüssig und authentisch - liest sich sehr schnell. Die kurzen Kapitel haben ihr übriges getan.Ab und an gibt es auch Schimpfworte, aber dies gehört nun mal zur Geschichte und wirkt nicht zu übertrieben. Man merkt halt irgendwie, dass es nicht unbedingt als Jugendbuch geplant war ;)Zum Einen wird aus der Ich-Perspektive von Jakob geschrieben, zum Anderen gibt es aber auch die 'Briefe' von Adil. Diese waren sehr eindrücklich, und haben mich, vor allem zum Ende hin, auch emotional berührt...Außerdem war Adils Entwicklung total interessant!Jakob, der 18-jährige Protagonist, ist ein ganz gewöhnlicher Typ, der grad Abi gemacht hat und noch nicht so richtig weiß, wie's weitergeht. Recht normal, würde ich mal so behaupten. Seine Gedanken sind halt 'real', und nicht beschönigend, was ich sehr erfrischend fand.Und dann lernt er Samira kennen - und beginnt zum Islam zu konvertieren. Er spürt, dass er sich im Islam wohlfühlt und konvertiert nach einiger Zeit. Durch die Geschichte erhält man tolle Einblicke in den Alltag von Muslimen, wie z. B. die ganzen Gebete und spezielle arabische Wörter.Doch dabei bleibt es nicht:Jakob wird langsam zum Salafist, zu einem Muslim mit einer sehr extremen Ansicht, dass z. B. ein religiöser Staat, das Kalifat, regieren sollte. Er schaut sich die gewalttätigen Videos an und denkt immer radikaler.Das hört sich jetzt wahrscheinlich sehr merkwürdig an, aber irgendwie versteht man als Leser, was in ihm vorgeht.Die westliche Welt, mit all dem Konsum und der Oberflächlichkeit, ekelt Jakob immer mehr an, und ich kann ihn verstehen. Denn das stimmt ja auch, machen wir uns nichts vor. Die Frauen werden verdeckt, nicht zur Unterdrückung, sondern zum Schutz.Natürlich sollten sie sich selbst bestimmen, und perfekt ist das ganz sicher auch nicht, aber dennoch kann man sich durch das Buch in die Religion hineinversetzen, welche dann gar nicht so 'böse' erscheint, wie die Medien es immer darstellen.Doch noch eine ganz wichtige Message vermittelt das Buch:Terrorismus ≠ Islam !!!Man merkt, dass es die 'normalen' Gläubigen gibt, die total friedlich nach dem Kuran leben, und die Extremisten, welche den Kuran so gewalttätig wie möglich auslegen und ihn als Ausrede für Gewalt benutzen.Gesellschaftskritisch ist das Wort, was perfekt zum Buch passt. Man bekommt während des Lesens viele Denkanstöße, Sachen auch mal anders zu bedenken, als die offensichtlichste Möglichkeit. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich glaube, dass es wichtig ist, nicht alles einfach so zu akzeptieren, was einem serviert wird.Doch nochmal zurück zur Geschichte:Sämtliche Charaktere, wie Jakob, Adil und Samira, wirken sehr authentisch und hautnah, und ihre Geschichten gehen ans Herz.Das Ende hat mich echt mitgerissen, und auch leicht schockiert.Eine definitive Leseempfehlung für alle, die auch gerne mal aus anderen Blickwinkeln diese Welt betrachten wollen.FAZITEin Roman, der durch schlichte Authentizität und vielfältige Blickwinkel überzeugt.Auf nur 320 Seiten befindet sich eine gesellschaftskritische und ergreifende Geschichte, die einen so schnell nicht loslässt.- 4 von 5 Feenfaltern -

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  • Wenn der Dschihad ruft...

    Dschihad Calling

    Buecherseele79

    22. April 2016 um 12:18

    Jakob lebt in Bonn, in einer WG mit seiner Freundin, hat das ABI in der Tasche und studiert nun. Und doch ist er mit seinem Leben einfach nicht  zufrieden. Am Bahnhof "rettet" er eine Muslimin von 2 Hooligans, ihre blauen Augen bleiben ihm in Erinnerung und er setzt alles daran sie wiederzusehen.Durch seinen Job liest er einen Bericht in dem es um den Salafisten Verein geht, unter anderem ist dort auch ein Foto von dem unbekannten Mädchen.Somit begibt sich Jakob zur Moschee und sieht nicht nur Samira wieder sondern lernt auch ihren Bruder Adil kennen, ein begeisterter Anhänger des Islams.Und mit der Zeit setzt sich Jakob immer mehr mit dem Islam auseinander, findet in dieser Religion seinen Frieden, seine Zufriedenheit, fühlt sich zugehörig.In seinem "alten" Umfeld stösst die Verwandlung auf kein positives Echo.Doch Jakob ist sich seiner Sache sicher und Adil wird sein bester Freund, doch dieser sympathisiert stark mit den Ansichten der IS, schaut regelmässig  You-Tube Videos über die Salafisten, den IS an und will unbedingt ins Paradies, das geht nur indem er als Märtyrer stirbt.... doch Samira sieht den Islam ganz anders als ihr Bruder Adil und versucht Jakob auf den rechten Weg, den rechten Glauben  zu bringen.... und dann gerät Jakob noch ins Visier des BKA....Am Anfang war ich etwas skeptisch ob ich das Buch wirklich lesen soll, geschweige denn eine Rezi schreiben denn ich persönlich finde den Islam eine sehr schöne und friedvolle Religion und beschäfitge mich gerne damit.Und doch hat es der Autor geschafft keine neuen Vorurteile aufzubauen(ausser bei Leuten die das natürlich so sehen wollen wie sie es eben sehen...) sondern er zeigt auf wie schnell ein Mensch der seine Mitte noch nicht gefunden  hat auf die "falsche" Seite gezogen werden kann und es ist egal ob es da um den IS geht, die Zeugen Jehovas oder andere Religionen!Der Wechsel zwischen der Geshichte von Jakob und seine Wendung und den Tagebucheinträgen von Adil sind unheimlich gut gelungen und geben gute Einsicht von ihren Ansichten, ihren Gedanken und wie sie sich letzendlich entscheiden.Ein Buch das zum nachdenken anregt und dafür spreche ich klar eine Leseempfehlung aus!

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  • "Da könnt ihr getz mal drüber nachdenken." ~ S. 46

    Dschihad Calling

    pattyliest

    31. March 2016 um 21:33

    INHALT Jakob hat gerade sein Abitur bestanden und beginnt sein Studium an der Universität. Er zieht von zu Hause aus und wird selbstständig. Als er sich dann in Samira verliebt und versucht an ihrem Leben teilzuhaben, gehört auch ihre Religion dazu. Samira ist Islamistin - genauer ist sie Teil der ultrakonservativen Salafisten. Je mehr er sich mit Samira und ihrer Religion beschäftigt, desto mehr faszinieren ihn die Gemeinschaft und das Gedankengut. Er bricht alle alten Kontakte ab und verpflichtet sich einem neuen Leben. Als er jedoch aufgefordert wird für den Islamischen Staat in den Krieg zu ziehen, muss er eine Entscheidung treffen. MEINUNG Vermutlich hätte ich im Buchladen nie zu diesem Buch gegriffen. Gerade weil das Thema momentan aktuell und hoch brisant ist, hat sich mein Kopf irgendwie gesträubt. Ich wollte kein Buch lesen, dass vermutlich den Islam verteufelt oder das Thema Radikalisierung in einem Jugendbuch abgeschwächt darstellt. Als ich dann vom Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse mit Christian Linker erfahren habe, habe ich doch zum Buch gegriffen. Den Autor treffen und sein aktuelles Buch nicht gelesen haben kam für mich einfach nicht in Frage. "Aber sie scheinen zum Hass gar nicht fähig zu sein. Sie ertragen uns, wie sie zuvor den Terror des Assad-Regimes ertragen haben." ~ S. 207 Plötzlich war ich von der Geschichte gefesselt. Die langsame Radikalisierung wirkte für mich realistisch und unglaublich nachvollziehbar. Christian Linker hat es für mich geschafft einen glaubwürdigen Einblick in die Radikalisierung Jugendlicher zu schaffen ohne dabei den Islam zu verurteilen. Eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Der Dschihad kommt definitiv nicht gut weg und muss einiges einstecken, aber dennoch wird das Positive im Islam hervorgehoben. Für mich hilft es irgendwie zu vermitteln und räumt vorschnelle Vorurteile aus. Es ist eben nicht jeder Islamist gleich ein Terrorist - möchte für Ideale kämpfen, die mit unseren Wertvorstellungen nicht kompatibel sind. Der Islam hat so viel mehr zu bieten und genau das kommt in dem Buch auch rüber. Jeder sollte für sich selbst entscheiden können WIE er glaubt. Für mich würde der Islam zwar nicht in Frage kommen, aber ich finde es einfach lobenswert, dass Menschen anderen Glaubens nicht per se verurteilt werden. Besonders spannend waren für mich die unterschiedlichen Perspektiven. Auf der einen Seite lernen wir Jakob kennen und erfahren wie er sich in der Gegenwart langsam radikalisiert. Da seine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, kann man sich besonders gut in ihn hineinversetzen und versteht seine Gedankengänge - auch wenn man nicht immer mit diesen übereinstimmt. Jakob trifft einige Entscheidungen, die ihn unglaublich unsympathisch machen; und damit meine ich nicht die eigentliche Entscheidung sich den Salafisten anzuschließen. Seine Geschichte ist auf jeden Fall sehr mitreißend. Parallel kriegen wir auch einen Einblick in die Zukunft. Direkt im Prolog erhält Jakob im Gefängnis (Einblick in seine Zukunft) ein Päckchen mit einem Tagebuch, welches Samiras Bruder Adil geschrieben hat, als er nach Jakobs Verhaftung alleine im Islamische Staat für den vermeintlichen Frieden weiterkämpft. Diese Tagebuchpassagen zeigen wie es laufen kann, wenn man sich bereits dafür entschieden hat sich dem Dschihad anzuschließen. Das Ende kam für mich auf jeden Fall überraschend, aber es war spannend gestaltet und grausam. Bevor ich mich in Spoilern verstricke, kann ich nur jedem dieses Buch ans Herz legen, da man sich durchaus realitätsnah in fiktiver Form in die Gedanken eines Jugendlichen wiederfindet, der sich von Gemeinschaft und der Liebe mitreißen lässt. "Da könnt ihr getz mal drüber nachdenken." ~ S. 46 FAZIT Christian Linker schafft es ein aktuell brisantes und politisches Thema für jeden verständlich zu erzählen. Sein Roman ist fesselnd, spannend und geht nah. Christian Linker verpackt hier nichts in Watte, sondern nennt die Dinge beim Namen. Wer sich einen Einblick in das islamische Leben und auch das Leben eines radikalisierten Jugendlichen wünscht, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. Einer meiner Kritikpunkte ist das furchtbare "getz", welches einer der Charakter immer wieder aufgrund seines Dialekts verwendet (vlg. das Zitat oben) . Wer sagt sowas? ;)

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  • Dschihad Calling

    Dschihad Calling

    Slatedfan

    25. March 2016 um 15:52

    Jakob ist 18 und hatte mit Religionen nie viel am Hut. Doch dann trifft er auf ein verschleiertes Mädchen, welches von zwei Nazis bedroht wird. Ein paar Tage später sieht er einen Zeitungsartikel und erkennt sofort zwei gewisse Augen auf dem Bild. Sie gehört zu einer islamischen Gruppe, über die sich Jakob informiert und über Facebook nimmt er Kontakt zu Samira, dem Mädchen auf. Nur kurze Zeit später begibt er sich zu dieser Gruppe und interessiert sich immer mehr für den Islam, den Dschihad, Radikalisierung, Salafismus, und, und, und. Doch beim Interesse wird es nicht lange bleiben. Immer mehr rutscht er dort hinein und auch seine Zuneigung zu Samira wächst. Ein Thema, welches sehr aktuell und auch nicht unbedingt leicht zu verpacken ist, mich aber ungemein interessiert. Der Islam wird einem näher erklärt, vor allem, dass der Islam nicht viel mit dem IS und anderen Terrororganisationen zu tun hat, jedoch leicht missverstanden werden kann. Es ist so erstaunlich zu sehen, wie ein Atheist, der sich vorher überhaupt nicht für Religionen zu interessiert hat, mir einem Mal so sehr darüber nachdenkt, sich ernsthaft damit befasst und so darin aufgeht, auch, wie er mit seiner westlichen Lebensweise mit den neuen, strengen Regeln des Islams umgeht. Doch im Gegensatz dazu steht Adil, den man im Verlauf des Buches auch immer besser kennenlernt, sein neuer bester Freund, den er durch die Gruppe kennengelernt hat. Nach jedem Kapitel gibt es einen Tagebucheintrag von ihm, wie es ihm in Syrien beim IS geht, was er erlebt. Je näher man hier dem Ende kommt, desto mehr erkennt man die Zweifel von Adil, ob das, was er dort tut, richtig ist. Diese Entwicklungen der Charaktere haben es super spannend gemacht. Auch mochte ich den Schreibstil auch sehr gern. Nicht in Watte verpackt, sondern knallhart gesagt. Und auch, wenn sehr viel über Gott geredet wurde, hat es gerade das ausgemacht, damit man die Sichtweisen verstehen kann. Eigentlich wollte ich noch was sagen, habe es aber von der einen auf die andere Sekunde schon wieder vergessen :( Schlussfolgernd kann ich euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Aktuelles politisches Thema, gut und verständlich erzählt, spannend, ergreifend und unfassbar nahgehend.  

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  • Christian Linker macht Radikalisierung anschaulich und begreifbar.

    Dschihad Calling

    BooksAndFilmsByPatch

    03. February 2016 um 11:26

    ►♥◄ INHALT ►♥◄ Der 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hooligans belästigt wird - und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Obwohl für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stoßen ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen? ►♥◄ MEINE MEINUNG ►♥◄ Bevor ich nun zur Rezension komme, möchte ich kurz anmerken, dass ich mich vor diesem Buch nie mit dem Dschihad, Muslimen oder dem Koran auseinander gesetzt habe. In erster Linie war ich neugierig auf die Ansichten und den Tatsachen des Buches. Ich war sofort interessiert, denn die negativen Schlagzeilen bezüglich Islamisten und Muslimen allgemein, nehmen ja inzwischen Überhand in den Medien. Umso gespannter war ich darauf, wie es tatsächlich in so einer Gemeinde abläuft und wie sich der Alltag von islamischen Menschen gestaltet; auch von den radikalisierten Anhängern Allah's. Der Einstieg war zugegebenermaßen nicht ganz einfach. Gerade für jemanden, der sich gar nicht mit dem Glauben oder Ähnlichem beschäftigt, ist das Anfang ein wenig holprig, jedoch konnte ich relativ schnell Fuß fassen und mich eher auf die Geschichte einlassen bzw. mich an die Umstände und die Thematik gewöhnen. Jedoch hatte ich von Anfang an Probleme, mich mit unserem Hauptfigur zu identifizieren. Jakob war zwar anfangs noch sehr bodenständig und ein ganz normaler Junge, entwickelte sich aber zunehmend in die falsche Richtung und ich konnte seine Entscheidungen und Gedankengänge einfach immer weniger nachvollziehen. Mag sein, dass ich mir von vorn herein irgendwie zu viel vorgenommen habe, mit dem Buch, doch alles in allem fand ich Jakob einfach nicht sympathisch (womit ich vielleicht hätte rechnen können...) genug, um ihn wirklich lieb gewinnen zu können. Demnach war mir auch permanent klar, dass ich eine Geschichte bzw. ein Buch lese, und nicht in einer anderen Welt landen konnte. Auch die Nebenfiguren waren mir teils sehr suspekt. Abu Tarek hätte ich definitiv alles zugetraut und Samira's Bruder, dessen Name ich permanent vergesse - Adil - konnte keinen einzigen Pluspunkt bei mir sammeln. Samira hingegen wirkte irgendwie bodenständig und sehr real. Auch ihr Glaube ist und bleibt mir fremd, jedoch empfand ich sie als die bedeuteste und am besten gestaltenste Figur in der ganzen Geschichte. Am Stil habe ich ebenfalls ein bisschen was auszusetzen. So missfiel es mir beispielsweise, dass einerseits so auf den Glauben beharrt wird, man dann aber wirkliche Kraftausdrücke vorfand; und das meist innerhalb eines einzigen Abschnitts. Wenn Sex doch haram ist, dann hätten sich die Figuren ja auch irgendwie gewählter ausdrücken können & auf solche vulgären Worte verzichten können. Das vermittelte mir irgendwie das Gefühl, als würde der Autor darauf hinzielen, dass die Figuren 'ganz normale Jugendliche' waren, und keine radikalisierten Islamisten. Außerdem fiel mir doch sehr schnell auf, dass die arabischen (? Hier muss ich ganz klar sagen, dass mir die Ahnung fehlt) Sätze immer mehr überhand nahmen. Irgendwann begann ich dann, diese Zitate und einzelnen, für mich fremden, Worte zu überlesen und zu ignorieren und spätestens ab diesem Moment konnte ich dann Gott sei dank sehr flüssig und schnell voran kommen. Um diesen Absatz hier positiv zu beenden: die Umschreibungen der Schauplätze und der Figuren selbst, waren hervorragend! Ich konnte mir alles sehr klar vor Augen führen, selbst wenn ich manches noch nie live gesehen habe. Überdies fand ich auch die Aufmachung große Klasse!! Im stetigen Wechsel zwischen normaler Geschichte aus Jakob's Sicht und Tagebuch-Einträgen von Adil in Syrien im Kampf für den IS, entstand eine gewisse, unterschwellige Spannung, die mich überzeugen konnte. Die Idee gefiel mir dann ebenfalls sehr gut. Sie vermittelte mir einen ausschweifenden Eindruck vom Alltag eines Islamisten und war zudem so gut ausgearbeitet, dass selbst der SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim aus Istanbul sagte "Dschihad Calling" macht Radikalisierung anschaulich und begreifbar". Da muss ich dem Mann absolut recht geben, denn die Idee war große Klasse und zeugte von guter Recherche! Auch die Idee mit den zwei Erzähl-Strängen war ein wirkliches Highlight. An der Umsetzung mangelte es nur teilweise. Den Start fand ich noch recht langatmig und fad, jedoch entpuppten sich die Informationen, die man als Leser zunächst häppchenweise serviert bekam, als äußerst nützlich. Denn die Spannung blieb nicht besonders lange fern. Ab ca. der Hälfte war ich dann schließlich gefangen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Jakob, Adil und Samira weiterging. Ich habe dem Lesen immer mehr entgegen gefiebert und war doch erstaunt, wie sehr mich das Thema packen konnte. Als es dann dem Ende entgegen ging, war ich zugegebenermaßen ein wenig langsamer; nicht aber, weil es mir nicht mehr gefiel, sondern weil ich das Buch noch ein wenig hinaus zögern wollte. Alles in allem eine rund um gelungene Umsetzung, auch wenn man die erste Hälfte vielleicht etwas interessanter hätte gestalten können. ►♥◄ FAZIT ►♥◄ Dieses Buch war anders, als alles, was ich bisher gelesen hatte. Der Einstieg war schwierig, die Thematik hoch brisant. Auch wenn ich anfangs große Probleme hatte, sowohl mit Stil als auch mit Thematik, gefiel mir das Buch alles in allem wahnsinnig gut. Dank Christian Linker habe ich nun ein klares Bild der Muslime und dem Unterschied zu dem IS erhalten. Obwohl ich auch unsere Hauptfigur Jakob nicht besonders gern hatte, kann ich sagen, dass ich ab ca. der Hälfte des Buches absolut gefesselt war. Mein Horizont wurde wieder einmal durch eine Jugend-Lektüre erweitert. ►♥◄ 3.5 VON 5 STERNEN ►♥◄ Ich vergebe lieb gemeinte 3.5 von 5 möglichen Sternen. Wer sich ein Buch mit aktueller und brisanter Thematik wünscht, wird Dschihad Calling sicherlich mögen. Auch für Leser, die gern einmal einen Einblick in den Alltag einer solch islamischen Gemeinde erhalten möchte, ist dieses Buch ein wahres Muss.

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