Christian Lukas , Sascha Westphal Die Scream Trilogie. Und die Geschichte der Teen- Horrorfilms.

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Inhaltsangabe zu „Die Scream Trilogie. Und die Geschichte der Teen- Horrorfilms.“ von Christian Lukas

Der Teen-Horrorfilm besitzt keinen guten Ruf in der Welt der seriösen Filmwissenschaft. Filme wie Scream und Ich weiß was du letzten Sommer getan hast mögen zwar an den Kinokassen erfolgreich gewesen sein -- doch schaut man sich die Geschichte dieses Genres an, landet man sehr schnell bei Werken wie die Freitag, der 13.-Serie und diversen anderen Filmen, die -- so ein weit verbreitetes Vorurteil -- sich vor allem dem Abschlachten ihrer jugendlichen Protagonisten widmen. Die wenigen lesenswerten Bücher, die sich objektiv und vor allem seriös mit diesem Genre auseinandergesetzt haben, sind bislang entweder im englischsprachigen Raum erschienen oder bei kleinen Verlagen, die diese Bücher meist nur in Fan-Kreisen vertrieben haben. Ausgerechnet der Heyne Verlag hat nun mit Die Scream-Trilogie... und die Geschichte des Teen-Horrorfilms vielleicht das deutschsprachige Buch über den Slasherfilm schlechthin veröffentlicht. Die Autoren Christian Lukas und Sascha Westphal, die zusammen bereits Buffy. Die neuen Abenteuer und Buffy. Im Bann der Dämonen geschrieben haben, nähern sich dem Teenhorrorfilm in ihrem Buch über jene Filmserie, die dieses Genre wieder belebt hat: Scream.
Die Scream-Trilogie aber dient nur als Aufhänger und Einstieg in die Welt des Teen-Horrorfilms. Und dieses Genre wird von den beiden Autoren mit einer überraschenden Seriosität behandelt. Ob in einem Film der Bösewicht mit einer Kettensäge seine Opfer zerlegt oder besonders viel rotes Kunstblut fließt -- diese Dinge interessieren Lukas und Westphal nicht. Stattdessen halten sie das Versprechen ein, das der Titel dem Leser gibt: Sie erzählen die Geschichte des Teenhorrorfilms, seit seinen Anfängen in den 50er-Jahren bis in die Gegenwart. Das filmjournalistische Niveau ist hoch, denn in diesem Buch wird nicht nur ein historisch-chronologischer Abriss geliefert. Die Autoren setzen sich vielmehr mit gesellschaftlichen Hintergründen auseinander, vor denen die Filme funktionieren mussten und erklären, warum und wie sich die Filme im Laufe der Zeit verändert haben. Sie widmen sich genretypischen Spezifika, analysieren einzelne, für das Genre besonders wichtige Filme wie Halloween, der für sie das zentrale Werk des Genres überhaupt darstellt, und liefern so einen aufregenden Einblick in die Funktionsmechanismen eines in der Filmliteratur bislang kaum beachteten Genres. Mit beinahe 500 Seiten ist das Buch vielleicht etwas lang ausgefallen, eine gelungene Fotoauswahl lockert die Texte jedoch auf. --Anne Jendrijewski
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