Christian Mähr Vergessene Erfindungen

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Inhaltsangabe zu „Vergessene Erfindungen“ von Christian Mähr

Die zehn spannendsten Erfindungen, die zu ihrer Zeit keine Chance hatten, heute aber erstaunlich zeitgemäß wirken. Unterhaltsame Eindrücke, Hintergründe und Anstöße aus der Welt der „Science Fiction". Wer kennt noch die geniale Natronlok, die jahrelang lärm- und abgasfrei durch Berlin und Aachen fuhr, ehe sie ausstarb? Oder den Stirlingmotor und das Ionentriebwerk? Christian Mähr macht auf dem Abstellgleis der Erfindungsgeschichte unerhörte Entdeckungen und stellt die zehn spannendsten Ideen vor. Für jeden verständlich erklärt „Vergessene Erfindungen" verblüffende Ideen und bettet sie geistreich ein in die Umstände ihrer Entwicklung und ihres Verschwindens.

Streifzug durch auf mitunter ominösen Wegen aus dem kollektiven Gedächtnis getilgte Erfindungen

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Vergessene Erfindungen" von Christian Mähr

    Vergessene Erfindungen
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    01. December 2014 um 22:16

    Kompetent hat sich der Autor einigen mehr als nur stiefmütterlich behandelten Entwicklungen und Maschinen angenommen, deren Verschwinden des Öfteren nichts mit scheitern aufgrund von Konzeptionsmängeln oder schlechter Funktionsweise zu tun hatte, sondern die schlicht als potentielle, lästige Konkurrenz präventiv unter den Tisch gekehrt wurden. Beim Flettner- Motor sind die höhere Effizienz herkömmlicher Motoren und die optisch doch recht fragwürdige Konstruktion einiger Meter hoher Türme auf Schiffen gute Argumente für die Kraftstofflösung. Warum der Einsatz dieser effizienten Form der Nutzung von Windenergie hingegen auch in alternativen Anwendungsbereichen keinerlei Resonanz erfuhr, bleibt nebulös. Die Natronlok wäre eine umweltfreundliche und sichere Alternative zu Dampflokomotiven gewesen, wurde jedoch mit dem fadenscheinigen Argument, der Verschleiß an Kesseln aufgrund der Ätzkraft der Lauge würde sich niemals amortisieren, aus dem Verkehr gezogen. Somit wurde die bereits in der Praxis erprobte und zuverlässige Natronlok recht unvermittelt bis heute hinter den Vorhang des Schweigens gebeten. Der Semaphor als blitzschnelle Übermittlungsmethode ist mehr wegen seiner Wirkung auf die Nachrichtenübertragung, Kriegsführung und den Machterhalt interessant, als dass er als vergessene Erfindung gelten kann. Er stellt das einzige Beispiel des Buches dar, das durch effizientere Nachfolger verdrängt wurde und nicht scheinbar grundlos verschwand. Während der hydraulische Widder eher eine physikalische Spielerei darstellt, die sich in speziellen Anwendungsbereichen lohnt, ansonsten aber gegen die Alternativen chancenlos ist, wurde der Holzvergaser ein Opfer der Zeit seines Einsatzes. Bedingt durch den 100.000-fachen Bau gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Deutschen konnte er den düsteren Nimbus seines Höhenflugs niemals recht ablegen und wurde deshalb nicht mehr gebaut. Heute könnte ihm im Zuge der Morgendämmerung des Zeitalters der erneuerbaren Energien eine Renaissance gelingen. Das Pech des Seebeck-Generators muss einer Erfindung erst einmal blühen. Wenn der Erschaffer beginnt, gegen die eigene Erfindung zu wettern, ist dem baldigen Ende des Erfolgs schon einmal ordentlich Vorarbeit geleistet worden. Dabei hätte es eine Revolution ungeahnten Ausmaßes mit sich bringen können, mit der flächendeckenden Nutzung von Thermoelektrizität bereits im 19. Jahrhundert beginnen zu können. Absorberkühlschrank und Wärmetransformator wären prädestiniert dazu gewesen aus, als Abfallprodukt anfallende und meist gänzlich ungenutzte, Restwärme verschiedenster Industrieprozesse Energie zu gewinnen, anstatt sie sinnlos verpuffen zu lassen. Als leichten Tadel kann man dem Autor vorwerfen, von Zeit zu Zeit den Chemiker ordentlich mit sich durchgehen zu lassen und in alles anderem als leserfreundlicher Manier von seinem Steckenpferd zu sprechen, wenn er bis ins Details Funktionsweisen erläutert. Auch die eingestreuten, mitunter halbseidenen Kommentare und leichter Einfluss persönlicher Meinungen sind Geschmackssache und hätten in dem ansonsten feinen Werk nicht sein müssen. Alles in allem aber schön veranschaulicht, wie häufig nach einem wiederkehrenden Schema mit Entdeckungen und Erfindungen verfahren wird. Wenn sie eine potentiell ernsthafte Konkurrenz zu Treibstoffen auf Erdölbasis und zentraler Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen darstellten, wurden sie umgehend mit dem Bann des Vergessens geadelt. Die Alternative wäre immer eine dezentrale, für den Endkunden günstigere Form von Energiegewinnung und Antriebskraft aus nachwachsenden Ressourcen, samt Unabhängigkeit von Energie- und Ölkonzernen mit damit einhergehender Geldersparnis und weitgehendem Ausbleiben von Umweltverschmutzung und exzessiver Ressourcenverschwendung gewesen. Es stellt sich daher viel mehr die Frage, wie viele Entdeckungen es nicht einmal bis in ein Register vergessener Erfindungen geschafft haben, sondern stattdessen direkt vom Reißbrett weg in die Versenkung befördert wurden und noch immer werden, weil sie entgegen zu mächtigen Lobbyinteressen stehen.

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  • Rezension zu "Vergessene Erfindungen" von Christian Mähr

    Vergessene Erfindungen
    Pleitegeier

    Pleitegeier

    29. December 2007 um 20:27

    Für Laien und Technikfreaks gleichermaßen interessanter Streifzug dur die technische Erfindungen die teilw. in die Sackgasse führten, aber mittlerweile vielleicht wieder interessant werden könnten