Christian Mørk

 3.9 Sterne bei 119 Bewertungen
Autor von Eminenza, Teufelslist und weiteren Büchern.

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Christian MørkEminenza
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Eminenza
Eminenza
 (10)
Erschienen am 12.06.2008
Christian MørkTeufelslist
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Teufelslist
Teufelslist
 (8)
Erschienen am 07.06.2010
Christian MørkTeufelslist
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Teufelslist
Teufelslist
 (1)
Erschienen am 09.06.2010
Christian MørkTeufelslist
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Teufelslist
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 (0)
Erschienen am 15.06.2010

Neue Rezensionen zu Christian Mørk

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thesmallnobles avatar

Rezension zu "Teufelslist" von Christian Mørk

Interessanter Plot
thesmallnoblevor einem Jahr

Wer hinter dem Cover einen saftigen Thriller vermutet, der irrt.
Tatsächlich mischt sich mit dem Auffinden der Tagebücher ein sehr subjektiver Faktor in die Geschichte (eben aus der Sicht von zwei verschiedenen Frauen geschrieben).
Es geht nun vor allem um das irische Dorf und die dort lebenden Frauen (hier im Mittelpunkt natürlich die Walsh-Schwestern und ihre Tante), die schnell von einem dort auftauchenden Fremden (Jim) fasziniert sind.

Die Dorfatmosphäre und das Mit- und Gegeneinander wird daher stärker betont als die vielleicht erwartete Thrillerspannung - aber genau das macht den Reiz dieser Geschichte meiner Meinung nach aus, denn dieser eher unterschwellige Spannungsaufbau gelingt Moerck ausgezeichnet.
Jim nennt sich selbst einen Seanchai, einen Geschichtenerzähler, und diese (Fantasy-)Geschichten gibt er immer mal wieder in dem einen oder anderen Pub von sich und fließen ebenfalls als zusätzlicher Strang in die Hauptstory mit ein.

Ein wesentliches Merkmal des Grauens, das von diesem Buch ausgeht, ist die Tatsache, dass die Hauptfiguren bereits am Anfang der Story tot sind, und man das Geschehen nur in der Rückschau erfassen kann. Der Tod der beiden Hauptfiguren setzt allen Ereignissen, und seien sie noch so nebensächlich, etwas beklemmend Gruseliges auf. Das Buch ist sehr gut geschrieben, mit tollen Allegorien, einer düster-bezaubernden Sprache und webt eine wunderbare Atmosphäre. Die Handlung ist überhaupt nicht so banal, wie der Titel (leider) vermuten lässt, und ich selbst kann nicht verstehen, warum das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Es ist spannend, mystisch und abgrundtief traurig. Ich habe es verschlungen, es hat mich nicht mehr losgelassen.

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Greedyreaders avatar

Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

Von Wölfen und Menschen
Greedyreadervor 3 Jahren

Aus Irland kommen hervorragende Thriller, z.B. Tana French, In the Woods / Grabesgrün oder Alex Barclay, Darkhouse / Schattenturm, um nur zwei zu nennen. Darling Jim wirkt auf Grund des Lokalkolorits und vieler Details so authentisch irisch, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass ein Däne diesen spannenden Thriller geschrieben hat. Der alte Postbote Desmond im kleinen Ort Malahide entdeckt durch den Briefkastenschlitz die Leiche von Mrs Walsh, die Polizei findet später auch ihre ermordeten Nichten, die offenbar monatelang von ihrer Tante gefangen gehalten und langsam vergiftet worden sind. Spuren im Keller weisen auf eine(n) weitere(n) Gefangenen hin, der (die) entkommen konnte. Als Desmond von Schuldgefühlen gequält den Ort für immer verlässt - er hatte niemandem von seinen Beobachtungen erzählt und daher nichts zur Rettung der Mädchen getan - tritt der junge Niall Cleary seine Nachfolge an. Niall wäre viel lieber ein berühmter Zeichner von Comics als Postbote, aber sein Leben verändert sich mit einem Schlag, als er in der nicht zustellbaren Post die Sendung mit Fiona Walshs Tagebuch findet. Er verliert seinen Job und betrachtet es von nun an als seine Aufgabe, den Tod der Walsh-Schwestern aufzuklären. Hier beginnt sein großes Abenteuer, in dessen Verlauf er nicht nur alle Puzzleteilchen zusammensetzt, sondern selbst auch in große Gefahr gerät. Im Zentrum des Romans steht neben Mrs Walsh und ihren drei Nichten der herumziehende Märchenerzähler Jim Quick, der mit einem Gehilfen zusammen fünf Grafschaften bereist und bei seinen Auftritten vor allem die tragische Geschichte des Königs Stiofn und seiner Zwillingssöhne erzählt, von denen einer nach dem Mord an seinem Bruder zum Wolf wird. Wölfe und Wolfslegenden durchziehen leitmotivisch den gesamten Roman. Der Autor macht die Parallelen zwischen den erzählten Geschichten und dem Leben des Jim Quick sehr deutlich, Der Märchenerzähler sieht umwerfend aus und versprüht einen solchen Charme, dass ihm Mädchen und Frauen jeden Alters sofort verfallen, aber tatsächlich ist er so gefährlich wie der Wolfsmensch in seiner Geschichte. Auch er steht immer wieder vor der Frage, ob er lieben oder töten soll. Im übrigen kann die Begegnung mit dem Wolf auch als Metapher für erwachende Sexualität und erste sexuelle Erfahrungen gedeutet werden wie in dem Lied des französischen Sängers Renaud, “Elle a vu le loup”. Die Geschichte ist enorm spannend zu lesen, weil der Autor die Erzählperspektive immer wieder wechselt. Zuerst berichtet ein allwissender Erzähler, der dem Leser die Aufklärung der Verbrechen verspricht. Dann wechselt Nialls Perspektive mit der von Fiona und Róisín Marsh ab, die der Autor in ihren Tagebüchern als Ich-Erzähler zu Wort kommen lässt. Zum Schluss wird Niall sogar noch ein drittes Tagebuch übergeben, über dessen Inhalt der Leser jedoch nichts mehr erfährt. Das ist auch nicht erforderlich, denn die wesentlichen Fakten sind zu diesem Zeitpunkt bekannt. Der Roman enthält viele märchenhafte Elemente, die seinen besonderen Reiz ausmachen, verlässt jedoch nie die Ebene der Realität. Wenn der auktoriale Erzähler also eingangs sagt, dass die Geister der toten Mädchen nicht ruhen werden, bis die Wahrheit ans Licht kommt, dann bedeutet dies keineswegs, dass es auf Friedhöfen spukt. Es gibt nichts Übersinnliches, es ist kein Fantasy-Roman. Fazit: Christian Moerks Thriller ist überaus empfehlenswert, auch wenn die Übersetzung eine Reihe von sprachlichen Unebenheiten enthält, z.B. “der Name meiner Schwestern und mir” (S. 235), das seltsame Adjektiv “nerdig” in “mein besonders nerdiger Kurzwellenverehrer” (S. 280) - nerds sind Computerfreaks oder einfach Schwachköpfe - oder auch das Wort “Teuflischkeit” auf der Rückseite des Umschlags.

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badwomans avatar

Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

Briefträger haben ein spannendes Leben!
badwomanvor 3 Jahren

Diese Geschichte über den Frauenmörder und Vergewaltiger Jim ist spannend und flüssig geschrieben. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit den irischen Ausdrücken und mit dem Metier des Geschichtenerzählers, aber nach einiger Zeit konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen. Gut gelöst fand ich die Gliederung, durch die Sichtweise der Schwestern erlebte man die Gefühle und die Stimmung im Ort sehr eindringlich. Dem Briefträger Niall wurde eine tragende, etwas weit hergeholte Rolle zuteil. Zuerst verwunderte es schon, dass dieser eigentlich unbeteiligte Mann sich auf die Suche nach der Lösung des verworrenen Falls machte, aber man fieberte immer mehr mit, je weiter er in seinen "Ermittlungen" kam. Manche Stellen muten ein wenig märchenhaft an, aber das passt zur Geschichte und hat mir gefallen.

Von diesem Autor möcht ich gern mehr lesen!

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