Christian Mørk Darling Jim

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Inhaltsangabe zu „Darling Jim“ von Christian Mørk

Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr … Atmosphärisch dicht, raffiniert und atemberaubend spannend – »Darling Jim« ist ein einzigartiger psychologischer Thriller.

ich fand das bucht leicht schleppend vor allem bis seite 160 danach wurde es besser.

— Sochii
Sochii

wirr

— karlomama
karlomama

Ein wundervolles Märchen!

— Crimeking
Crimeking

Fazit: Das Buch verzaubert. Christian Moerk ist ein spannender, mythologisch angehauchter Psychothriller gelungen, der mit einer runden, schlüssigen Geschichte aufwartet.

— Bellexr
Bellexr

Moerk schafft es die Spannung im ganzen Buch zu hakten. Klasse Buch

— Karin1970
Karin1970

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In ewiger Schuld

Ich bin mega begeistert. Habe das Buch innerhalb von einer Nacht durchgelesen, weil es so spannend war.

elohweih

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  • Von Wölfen und Menschen

    Darling Jim
    Greedyreader

    Greedyreader

    14. February 2016 um 17:22

    Aus Irland kommen hervorragende Thriller, z.B. Tana French, In the Woods / Grabesgrün oder Alex Barclay, Darkhouse / Schattenturm, um nur zwei zu nennen. Darling Jim wirkt auf Grund des Lokalkolorits und vieler Details so authentisch irisch, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass ein Däne diesen spannenden Thriller geschrieben hat. Der alte Postbote Desmond im kleinen Ort Malahide entdeckt durch den Briefkastenschlitz die Leiche von Mrs Walsh, die Polizei findet später auch ihre ermordeten Nichten, die offenbar monatelang von ihrer Tante gefangen gehalten und langsam vergiftet worden sind. Spuren im Keller weisen auf eine(n) weitere(n) Gefangenen hin, der (die) entkommen konnte. Als Desmond von Schuldgefühlen gequält den Ort für immer verlässt - er hatte niemandem von seinen Beobachtungen erzählt und daher nichts zur Rettung der Mädchen getan - tritt der junge Niall Cleary seine Nachfolge an. Niall wäre viel lieber ein berühmter Zeichner von Comics als Postbote, aber sein Leben verändert sich mit einem Schlag, als er in der nicht zustellbaren Post die Sendung mit Fiona Walshs Tagebuch findet. Er verliert seinen Job und betrachtet es von nun an als seine Aufgabe, den Tod der Walsh-Schwestern aufzuklären. Hier beginnt sein großes Abenteuer, in dessen Verlauf er nicht nur alle Puzzleteilchen zusammensetzt, sondern selbst auch in große Gefahr gerät. Im Zentrum des Romans steht neben Mrs Walsh und ihren drei Nichten der herumziehende Märchenerzähler Jim Quick, der mit einem Gehilfen zusammen fünf Grafschaften bereist und bei seinen Auftritten vor allem die tragische Geschichte des Königs Stiofn und seiner Zwillingssöhne erzählt, von denen einer nach dem Mord an seinem Bruder zum Wolf wird. Wölfe und Wolfslegenden durchziehen leitmotivisch den gesamten Roman. Der Autor macht die Parallelen zwischen den erzählten Geschichten und dem Leben des Jim Quick sehr deutlich, Der Märchenerzähler sieht umwerfend aus und versprüht einen solchen Charme, dass ihm Mädchen und Frauen jeden Alters sofort verfallen, aber tatsächlich ist er so gefährlich wie der Wolfsmensch in seiner Geschichte. Auch er steht immer wieder vor der Frage, ob er lieben oder töten soll. Im übrigen kann die Begegnung mit dem Wolf auch als Metapher für erwachende Sexualität und erste sexuelle Erfahrungen gedeutet werden wie in dem Lied des französischen Sängers Renaud, “Elle a vu le loup”. Die Geschichte ist enorm spannend zu lesen, weil der Autor die Erzählperspektive immer wieder wechselt. Zuerst berichtet ein allwissender Erzähler, der dem Leser die Aufklärung der Verbrechen verspricht. Dann wechselt Nialls Perspektive mit der von Fiona und Róisín Marsh ab, die der Autor in ihren Tagebüchern als Ich-Erzähler zu Wort kommen lässt. Zum Schluss wird Niall sogar noch ein drittes Tagebuch übergeben, über dessen Inhalt der Leser jedoch nichts mehr erfährt. Das ist auch nicht erforderlich, denn die wesentlichen Fakten sind zu diesem Zeitpunkt bekannt. Der Roman enthält viele märchenhafte Elemente, die seinen besonderen Reiz ausmachen, verlässt jedoch nie die Ebene der Realität. Wenn der auktoriale Erzähler also eingangs sagt, dass die Geister der toten Mädchen nicht ruhen werden, bis die Wahrheit ans Licht kommt, dann bedeutet dies keineswegs, dass es auf Friedhöfen spukt. Es gibt nichts Übersinnliches, es ist kein Fantasy-Roman. Fazit: Christian Moerks Thriller ist überaus empfehlenswert, auch wenn die Übersetzung eine Reihe von sprachlichen Unebenheiten enthält, z.B. “der Name meiner Schwestern und mir” (S. 235), das seltsame Adjektiv “nerdig” in “mein besonders nerdiger Kurzwellenverehrer” (S. 280) - nerds sind Computerfreaks oder einfach Schwachköpfe - oder auch das Wort “Teuflischkeit” auf der Rückseite des Umschlags.

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  • Briefträger haben ein spannendes Leben!

    Darling Jim
    badwoman

    badwoman

    31. January 2016 um 17:49

    Diese Geschichte über den Frauenmörder und Vergewaltiger Jim ist spannend und flüssig geschrieben. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit den irischen Ausdrücken und mit dem Metier des Geschichtenerzählers, aber nach einiger Zeit konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen. Gut gelöst fand ich die Gliederung, durch die Sichtweise der Schwestern erlebte man die Gefühle und die Stimmung im Ort sehr eindringlich. Dem Briefträger Niall wurde eine tragende, etwas weit hergeholte Rolle zuteil. Zuerst verwunderte es schon, dass dieser eigentlich unbeteiligte Mann sich auf die Suche nach der Lösung des verworrenen Falls machte, aber man fieberte immer mehr mit, je weiter er in seinen "Ermittlungen" kam. Manche Stellen muten ein wenig märchenhaft an, aber das passt zur Geschichte und hat mir gefallen. Von diesem Autor möcht ich gern mehr lesen!

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  • Everybody's darling?

    Darling Jim
    buchtrunken

    buchtrunken

    24. November 2015 um 20:38

    This book is out of character compared to other thrillers or crime stories. The story of how three women died in one house is told with the help of two diaries that fall into the hands of the postman of the town by accident. Christian Mørk combines a thrilling story of three young sisters and their "beloved" aunt with an Irish saga told by "a wolf in sheep's clothing". The switch between the diary-parts and the parallel story of the postman is turned out well and boosts tension additionally.

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  • Darling Jim

    Darling Jim
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:57

    Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen. Was aber mitunter auch daran lag, dass das Buch nur 350 Seiten hat. Spannend war es zwar auch, aber nicht durchgehend. Die ersten Kapitel und die Tagebücher haben mich total gefesselt. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zu den schrecklichen Geschehnissen im "Horror-Haus" gekommen ist. Die Auflösung war passend und authentisch. Was ich aber nicht so spannend fand, war die eingebettete Geschichte, die Jim erzählt hat, sowie die Nachforschungen von Niall. Irgendwie ist hier der Spannungsbogen extrem abgeflacht und ich habe stellenweise quer gelesen. Ich hatte während des Lesens übrigens auch das Gefühl, mich nicht in der Neuzeit zu befinden und war immer wieder überrascht, Wörter wie Iphone oder andere moderne Begriffe zu lesen. Irgendwie erwarte ich von einem Buch, das in Irland spielt, eine altertümliche Atmosphäre und die hat sich während des Lesens tatsächlich auch aufgebaut.

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    CloudyWhite

    CloudyWhite

    04. December 2012 um 22:45

    In einem kleinen Ort in Irland, Nähe Dublin, findet der Briefträger Desmond im Haus an der Strand Street drei Frauenleichen. Es sind die beiden 22 und 24 Jahre alten Schwestern Roisin und Fiona Walsh und deren Tante Moira. Ermittlungen ergeben, dass die Schwestern von ihrer Tante mit Rattengift vergiftet und anschließend erstochen worden sind. Die Tante ist offenbar im Kampf von einem der Mädchen mit einer Schaufel erschlagen worden. Eine vierte Person scheint sich auch in dem Haus befunden zu haben, von ihr fehlt jedoch auch nach weiteren Ermittlungen jede Spur, so dass der Fall nach einigen Monaten von der Polizei zu den Akten gelegt wird. Nach dem Rückzug des Briefträgers Desmond tritt der junge Niall an dessen Stelle, der sich als gescheiterter Kunststudent mehr dem Zeichnen als seinen dienstlichen Aufgaben widmet. Eines Tages findet er in einem nicht zustellbaren Postumschlag ein Tagebuch. Es ist das Tagebuch von Fiona Walsh. Niall vertieft sich in die Geschichte und erfährt bald von dem attraktiven Geschichtenerzähler Jim, der mit seinen märchenhaften Geschichten von König Euan vor allen Dingen die Frauen magisch anzieht. Niall macht sich auf den Weg nach West Cork um das Geheimnis des Tagebuchs zu erkunden und gerät bald in ein Netz von Vorurteilen und Ablehnung. Auch wenn anfangs schon alles gesagt zu sein scheint, so entdeckt der Leser im Laufe des Romans immer neue Puzzlestücke, die sich am Ende zu einem klaren Bild zusammen fügen. Der Schreibstil ist unkompliziert, die Zusammenhänge lassen sich schnell erfassen. Die Parallelgeschichte von König Euan bringt eine mystische Komponente in den Plot. Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn er einem keine kalten Schauer über den Rücken jagt.

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    marion_gallus

    marion_gallus

    26. June 2012 um 22:26

    Ein tragischer Mordfall erschüttert das kleine irische Dorf Malahide (nahe Dublin). In einem unscheinbaren Haus werden die Leichen der Anfang 40-jährigen Moira Walsh und ihrer Nichten gefunden. Was sich dort ereignet hat, kann nur grob in Erfahrung gebracht werden. Moira Walsh wurde mit einer Schaufel erschlagen, schaffte es aber noch bis ins Erdgeschoß, wo sie dann aber ihren Verletzungen erlag. Die ältere Nichte befindet sich im Obergeschoß, woran sie starb, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Dann findet sich die zweite Nichte, eine jüngere in einem Raum, der eigentlich nur eine Nische zwischen Wand und Dämmung ist. Sie ist bis auf das Skelett abgemagert. Im Keller finden sich Spuren einer dritten Person. Auch sie muss dort festgehalten worden sein, doch von ihr fehlt jede Spur. Ihr scheint die Flucht gelungen zu sein. Bei der Durchsuchung des Hauses findet die Polizei in einer Kommode die Ausweise der Mädchen. Es handelt sich um drei Nichten von Moira Walsh. Fiona, die ältere und die jüngeren Zwillinge Róisín und Aoife. Die drei Schwestern wurden im Ort nie gesehen und auch Moira Walsh machte nicht den Eindruck etwas zu verheimlichen, gar ihre Nichten einzusperren und zu quälen. Der Postbote des kleinen Ortes, Desmond, macht sich schwere Vorwürfe. Denn er war nicht nur bei Postanlieferungen ab und an in Moiras Haus auf ein Tässchen Kaffee geladen, er hatte in den letzten Wochen auch gemeint Rufe und Klopfen aus dem Haus zu hören, doch er hat nicht einen Versuch unternommen, der Ursache auf den Grund nachzugehen. Die Toten werden auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt und Desmond, der Postbote verfällt nach der Beisetzung in Depressionen und verlässt den Ort. Die Polizei führt nicht wirklich Ermittlungen durch, das Haus wird desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht. Niall, der Nachfolger des Postboten Desmond ist ein junger Mann, der eine Leidenschaft hat: Er zeichnet und er möchte unbedingt Design Artist werden. Der Job als Postbote dient nur dem Geldverdienen und nach Feierabend hockt er noch lange im Postamt und zeichnet, bzw. er versucht es: Die vielen Versuche einen Wolf zu zeichnen misslingen ihm immer wieder. Vor lauter Frust wirft er ein zerknülltes Papier in Richtung Mülltonne, trifft aber nicht richtig und löst somit eine kleine Lawine an Papierbällen aus, die in der Gitterbox für unzustellbare Post landet. Er klettert hinein und will eigentlich nur den Schaden beseitigen, als er auf ein seltsames Paket stößt, dass seine Neugier weckt. Es ist nicht frankiert, darum liegt es wohl in der Gitterbox. Aber auf dem Paket ist ein Empfänger markiert: Irgendjemand im Postamt in Malahide. Bei genauerem Hinsehen findet Niall noch einen weiteren Vermerk auf dem Paket und kann nicht widerstehen. Er öffnet es und entdeckt ein altes Notizbuch. Es scheint ein Tagebuch zu sein, geschrieben von Fiona Walsh, der älteren der toten Nichten …. *** So beginnt der Autor seine Erzählung dieses genialen Thrillers. Dann “erzählt” das Tagebuch in einer Rückblende die Geschichte von Fiona. Was sie alles niedergeschrieben hat, beinhaltet die letzten ca. 3 Jahre ihres Lebens und ich werde nicht mal annähernd verraten worum es geht Das es jedoch um einen jungen, gut aussehenden Geschichtenerzähler ( irisch: seanchaí ) geht, der den Frauen reihenweise den Kopf verdreht hat und sie durch seine Erzählungen mehr als nur in seinen Bann gezogen hat, ist bereits dem Klappentext zu entnehmen. Der Autor schreibt in sehr guten Schreibstilen, die sich innerhalb des Romans immer wieder unterscheiden. Wird z.B. das Tagebuch von Fiona wiedergegeben , schreibt und formuliert er natürlich ihrem Charakter entsprechend. Die Passagen in der er die Geschichten von Jim Quick zu Papier gebracht hat, sind völlig anders. Er schreibt hier als Märchen oder Sagenerzähler. Mich hat der Autor mit diesem Roman absolut in seinen Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und vor allem: was geschah? Ich habe als Leserin viele Höhen und Tiefen erlebt, schöne, hochfliegende Gefühle sowie Angst, Wut, Neid, Eifersucht und Leidenschaft. Die Mischung dieses Thrillers ist perfekt gelungen und fällt für mich absolut aus dem Rahmen. Dabei fühlte ich mich Im ersten Moment bei „drei Schwestern“ und einem Geschichtenerzähler direkt an die „Hexen von Eastwick“ erinnert, doch dem ist nicht so. Dieser Roman ist kein Abklatsch des (immerhin genialen) Films, sondern eine eigenständige Idee, die spannend umgesetzt wurde und nicht mal an den Haaren herbeigezogen wird. Bis zum Schluss hatte ich ein Problem mit dem Namen Aoife. Der Autor hat der Handlung entsprechend irische Namen ausgewählt und die Übrigen konnte ich auch aussprechen, doch mit diesem konnte ich nichts anfangen. Nun, ich hätte vielleicht zu Anfang im Internet nachschauen sollen, denn nun weiss ich, dass ich die Figur mit „A-eufe“ total falsch „gesprochen“ habe. Wie die schönen irischen Namen tatsächlich klingen können Interessierte Leser sich hier sogar anhören ;-) Aoife – gesprochen: EE-fa Roisin – gesprochen: ro + sheen Ich habe das Buch als gebundene Ausgabe mit Leseband gebraucht gekauft. Es ist aber als Taschenbuch erhältlich. Das Cover zeigt grüne Hügel mit einer Felsformation, was mich ein bisschen an Schottland erinnert. Mich hat es angesprochen, denn es wirkt nicht reißerisch und lässt nicht annähernd vermuten, was sich dahinter verbirgt. Mein Fazit: 5 von 5 Punkten für diesen Thriller, den ein Däne, wohnhaft in den USA in Irland spielen lässt. Für mich ist die Handlung außergewöhnlich fesselnd, u.a. weil der Autor die Erzählstile und Blickwinkel innerhalb des Romans wechselt. Es gibt eine unheimliche Vielfalt an Gefühlen in diesem Buch (u.a. bedingungslose Liebe unter Geschwistern) und was die Brutalität angeht habe ich schon krassere forensischere Thriller gelesen. Christian Mørk versteht es den Leser auf andere, seine Weise in seinen (oder Jims ?) Bann zu ziehen. ACHTUNG: Der Verlag hat “Darling Jim” in einer neuen Ausgabe unter dem Titel “Teufelslist” veröffentlicht. © Buchwelten 2012

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  • Wenn Märchen wahr werden

    Darling Jim
    Stefan83

    Stefan83

    30. October 2011 um 16:39

    Bei der Bewertung dieses Buches stieß ich auf einige Schwierigkeiten. Stellte sich mir doch die Frage, welche Maßstäbe ich anlegen sollte, da dieses Buch einem Genre nicht einwandfrei zugeordnet werden kann. Autor Christian Mørk ist zwar in Dänemark geboren und aufgewachsen, ging aber mit Anfang zwanzig zum Studium (Geschichte und Journalismus) in die USA. Eine Entscheidung, die wohl auch seinen späteren Schreibstil beeinflusst zu haben scheint, denn "Darling Jim" liest sich sehr amerikanisch. Auch wenn Mørk dies mit einer gehörigen Portion irischer Mythologie zu kaschieren versucht. Die Geschichte sei schnell angerissen: In dem ruhigen irischen Dörfchen Malahide herrscht friedliche Idylle - bis der neugierige Postbote Desmond eines Tages eine schaurige Entdeckung macht. Bei seiner täglichen Auslieferungstour stößt er in einem Haus auf drei übel zugerichtete Frauenleichen. Die Tante scheint ihre Nichten als Gefangene gehalten und langsam vergiftet zu haben. Laut Untersuchungen der Polizei endete ein verzweifelter Ausbruchsversuch schließlich im Tod aller drei Frauen. Nach diesem grausigen Fund ist es mit der Ruhe im Dorf vorbei. Nachbarn beginnen sich misstrauisch zu beäugen, der seltsame Desmond wird zum Ausgestoßenen und selbst der Comiczeichner Niall bleibt von den Auswirkungen nicht verschont. Auf seiner Arbeit in der Poststelle stößt er während des Sortierens auf das Tagebuch einer der drei Schwestern und macht sich, angezogen von dieser Geschichte aus Gewalt, Lügen und Märchen, auf die Suche nach der Wahrheit. Was ist mit den Walsh-Schwestern in dem Haus passiert? Wer ist der mysteriöse seanchai (irischer Geschichtenerzähler) Jim Quick? Die Antwort auf all diese Fragen beinhaltet eine grausige Wahrheit, welche das Leben des jungen Künstlers verändern und den Leser über weite Strecken ans Buch fesseln wird. Seltsam und eigenartig liest sich Mørks Buch, das, für einen Thriller ungewöhnlich, in Tagebucheinträge und die von Jim Quick vorgetragenen Märchen eingeteilt wird. Anfangs lässt sich zwischen den einzelnen Handlungssträngen kein Zusammenhang herstellen, was jedoch kein Manko ist, dass sich jeder für sich äußerst spannend liest. Auch wenn die Figuren gegenüber dem wahren Leben natürlich etwas überzeichnet sind, können sie überzeugen. Die Walsh-Schwestern waren mir trotz ihrer extremen Art belustigend sympathisch, Jim Quick ein überzeugender, äußerst diabolischer und hassenswerter Bösewicht. Beste Zutaten also für ein gutes Krimi-Gericht. Leider hat der Autor dies etwas zu lang köcheln lassen. Vor der lang ersehnten Auflösung werden immer wieder abweichende Sprünge gemacht, Passagen unnötig in die Länge gezogen, was das Lesetempo extrem bremst und dem Spannungsaufbau wenig zuträglich ist. Spaß findet man an all dem dennoch, da sich "Darling Jim" in seiner Art erfrischend von der Konkurrenz abhebt und sich die Tragödie sehr nah (leider ist das so) an der Realität orientiert. Wie nah zeigt Mørks aufschlussreiches Nachwort. Insgesamt ist "Darling Jim" ein kurzweiliger, psychologisch fesselnder Thriller mit Schauermärchen-Faktor, der aufgrund seines drastischen Beginns für dünnhäutigere Leser aber eher nicht zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    15. September 2011 um 21:54

    Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr … Dies ist ein sehr ungewöhnliches und sehr gutes Buch mit Suchtfaktor. Jim erzählt Märchen und dies ist mit der Thrillerhandlung verwoben. Eine Fabel in der Geschichte sozusagen. Die Protagonisten kann man in zwei Kategorien einteilen. Jetztzeit und Opfer. Briefträger Niall erlebt die Geschichte nachdem die Opfer gefunden wurden und er macht sich auf die Suche , weil ihn Fionas Tagebuch fasziniert. Polizeiliche Ermittlungen sind in diesem Buch fast nicht existent. Hauptteil des Buches sind die Geschichten der Opfer Fiona und Roisin im Tagebuchstil. Sie berichten jeweils aus ihrer Sicht aus der Vergangenheit und wie alles begann. Und wie und warum sie zu Opfern wurden. Der Schreibstil ist klasse man ist sofort in der Geschichte drin und leidet mit den Figuren. Durch den ungewöhnlichen Stil dieses Buches lernt man sämtliche Figuren " von innen" kennen, es geht in diesem Thriller nämlich keineswegs um Indizien, Spuren oder Ermittlungen sondern nur um das "Warum" der Liebe, des Hasses, des Todes. Die Handlungsstränge und Auflösungen werden gegen Ende des Buches sehr komplex , bleiben aber logisch. Eingebettet in die irische Landschaft und Lebensweise in Zusammenführung mit der Geschichte des Erzählers "Darling Jim" ist dieses Buch ganz klar ein " zauberhafter Thriller".

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2011 um 20:09

    Ohne es zu wissen, habe ich schon lange auf genau dieses Buch gewartet. Eigentlich könnte in dem kleinen irischen Dorf Malahide alles so idylisch sein. Und das wäre es auch geblieben, hätte nicht der Postbote Desmond eines Tages eine grausige Entdeckung gemacht und die Leiche von Moira Walsh gefunden. Kurz darauf werden in Moiras Haus zwei weitere Frauenleichen gefunden und der Leser wird in eine Geschichte aus Liebe, Verrat und Gewalt gezogen. Es sind keine großen Worte die Christian Moerk benutzt, und dennoch schreibt er so eindringlich, dass sich mir beim lesen die Nackenhaare aufstellten. Gut gefallen hat mir die Idee, die Morde nicht von der Polizei oder einem privaten Ermittler sondern von den Opfern selbst aufklären zu lassen. Das ist mal etwas völlig neues und hat mir gut gefallen. Der Postangestellte Niall findet im Korb für unzustellbare Sendungen das Tagebuch von Fiona Walsh, einem der Opfer. Voller Neugierde fängt er an in dem Tagebuch zu lesen und erfährt wie der Geschichtenerzähler Jim Quick in das Leben der Frauen tritt und es völlig verändert. Gleichzeitig mit Jims auftauchen geschehen Morde an Frauen, die nie aufgeklärt wurden. Dennoch ist dem Leser bald klar, dass Jim dahinter stecken muss. Niall macht sich auf den Weg zum Ort des Geschehens und gelangt dort an ein weiteres Tagebuch von Fionas Schwester. So setzen sich dann schließlich alle Puzzlestücke zusammen und gemeinsam mit Niall kommt der Leser den Gründen für die Morde auf die Spur. Gut gefallen hat mir, dass Niall ein ganz normaler Typ ist, der nur zufällig in die Geschichte der Walsh-Schwestern und des Geschichtenerzählers Jim gezogen wird. Die Charaktere sind vielseitig geschildert, so dass man schnell ein Gefühl für sie bekommt. Dadurch sind sie mir Näher gekommen, als so manch andere Opfer in anderen Thrillern. Dieses Buch ist durchaus spannend geschrieben und trotzdem nicht nur ein Thriller. Vielmehr verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln eine spannende Geschichte mit teilweise märchenhaften Elementen. Ich lese gerne Thriller und ich lese auch gerne Bücher, die in Irland spielen. In Darling Jim wurden diese beiden Elemente gelungen vereint.

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  • Frage zu "Der Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher
    avarez

    avarez

    Ich bin jetzt mit den Fitzeks so weit durch. Kann mir jemand etwas empfehlen, das dem nahe kommt? Ich bin nicht extrem der Fan von "klassischen" Ermittlerkrimis und Polizeiarbeit, dafür mag ich lieber Krimis und Thriller, die irgendwie "anders" sind, auch mal Mysteryelemente enthalten, gerne das Prinzip "Gruppe von Menschen eingeschlossen" wie im Seelenbrecher zB., abgelegene Orte, interessante Figuren, unerwartete Wendungen. Auch Privatermittler dürfen es gerne sein. Freue mich über Tipps! lg Andreas

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    Crimeking

    Crimeking

    13. June 2010 um 13:31

    Darling Jim ist ein echter (Geheim-)Tipp. Völlig anders in seiner Struktur und seiner Erzählweise, wie üblicherweise Thriller aufgebaut sind. (Zum Thema Thriller am Ende mehr) Mit mystischem Hintergrund eignet sich Irland als Land in dem die Geschichte spielt ganz hervorragend. Ein etwas seltsamer Postbote - Desmond - entdeckt in Dublin-Malahide die Leiche der Maria Walsh. Als die Polizei am Tatort eintrifft, entdeckt sie sehr viel mehr. Ein wahres Grauen erwartet die Beamten am Tatort und noch mehr Tote. Schnell hegt der Leser den Verdacht - bedingt auch durch das Vorwort - das hier mehr passiert sein muss als die Polizei sowie die Nachbarn mit ihren vorschnellen Vorurteilen vermuten. Und Desmond ist der Lösung näher als er denkt. Zum Schluß des ersten Kapitels geht die Geschichte dann in Richtung Mystery. Der Erzählstil ändert sich ab hier und wird von einem eher sachlich, pragmatischen in einen erzählerischen Stil überführt. Der Leser lernt dann auch direkt den neuen Postboten Niall kennen, welcher von "Geistern" schon unter Beobachtung steht. Und genau ab diesem Punkt wird dieser Roman immer besser und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dieser Mix im Erzählstil ist einzigartig, wir finden Anleihen aus der unendlichen Gesichte, "Gänsehaut" sowie aus Gespenster- und Abenteuergeschichten. Eine wundervolle Schreibweise mit tollen Figuren machen dieses Werk zu einem Pageturner erster Güte. Die Perspektive des Erzählers wechselt stetig. Herrlich frech und spannend wenn Fiona über ihr Tagebuch mit Niall, mit dem Leser, "spricht". Und immer ein Stück geheimnisvoll. Im weiteren Verlauf nimmt der Autor dann das Tempo ein wenig heraus und der Geschichtenerzähler Jim kommt ins Spiel. Welche Rolle spielt dieser undurchsichtige Mann, der abends in der Dorfkneipe alte, irische Sagen in seonchaí Tradition erzählt? Sein wahres Gesicht wird dem Leser schon bald darauf offenbart. Nachdem ein langer Erzählungsbogen im gemächlichem Stil abgeschlossen ist, nimmt Mork wieder Fahrt auf und die Spannung steigt wieder an. Wird Niall das Rätsel lösen, als er zum Ort des Geschehens reist? Mork kokettiert mit dem Thema (Wer-)Wolf und überlässt dem Leser eine lange Zeit seinen eigenen Theorien dazu. Der letzte Teil des Buches startet dann mit dem "Dialog" über Roísíns Tagebuch. Auch hier - wie bei Fiona - ist es ein erfrischender und frecher Erzählstil. Nach und nach werden kleine Rätsel und Geschehen preisgegeben und doch wartet man als Leser auf die Enthüllung des großen Ganzen. Dieses Buch ist ein sprachlicher Blumenstrauß mit einem sensationellen Aufbau. Aber: es ist ein Roman mit doppeltem Boden, denn der Autor führt uns von Anbeginn auf eine falsche Spur. Es geht nicht um das klassische "who done it". Nein, dieses Werk will mehr sagen und aussagen. Dennoch ist es auch spannend. Ich finde allerdings einen kleinen Kritikpunkt: warum nennt Piper dieses fulminante Buch Thriller, im Innenteil sogar Psyschothriller? Klar, die Antwort weiss man, aber ich hätte mir da mehr Mut vom Verlag gewünscht. Es ist nämlich so viel mehr als das, es geht um menschliche Abgründe, Rache, Liebe, Selbstjustiz, Moral, um Mythologien, Märchen und menschliche Schicksale. (Abenteuer-)Roman oder sogar Märchen wäre in meinen Augen zutreffender gewesen. Aber das ist der einzige Schönheitsfehler. Ein Buch welches mehr Beachtung in der Öffentlichkeit verdient hat. Ein echtes Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    Stahlfixx

    Stahlfixx

    03. June 2010 um 10:50

    Über das Buch: In einem irischen Dorf werden drei Leichen gefunden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten, Fiona und Roisin, die sie eingekerkert und langsam vergiftet hatte. Kurz vor ihrem Gifttod gelingt es den Schwestern die Tante zu erschlagen, aber ihr Gefängnis konnten sie trotzdem nicht mehr lebend verlassen. Im Keller wird noch eine leer "Zelle" entdeckt, anscheinend gab es noch ein Opfer, das möglicherweise fliehen konnte. Die Umstände der Tat bleiben bis zu dem Zeitpunkt ein Rätsel, an dem ein Postbote - Niall, einen unadressierten Umschlag findet und ihn an sich nimmt, darin befindet sich das Tagebuch Fionas und Niall beginnt es zu lesen, er wird eingeweiht in die damaligen Ereignisse um Jim Quick, einem charismatischen Geschichtenerzähler der durch Irland zieht und viele Frauenherzen bricht. Und so macht sich Niall auf die Spurensuche nach West Cork, zu dem Ort an dem alles begann... Meine Meinung: Ein außergewöhnlicher Psychothriller, wobei man sich um das wirklich zu dem Buch passende Genre sicherlich streiten könnte, evtl. wäre das Buch besser beschrieben als ein etwas mystisch angehauchter irischer Kriminalroman. Wie es auch sei, jedenfalls hebt sich "Darling Jim" sehr positiv von dem üblichen Schema ab, kann den Leser erstaunen und nimmt ihn mit auf eine Suche nach der Wahrheit hinter vielen Geschichten. Was mir als erstes durch den Kopf ging, nachdem ich das Buch gelesen hatte - der Weg ist das Ziel. Besser lässt sich die Geschichte nicht beschreiben - mit den Morden in Malahide beginnt die Geschichte, dass Moira die beiden Schwestern vergiftet hat, und dass Fiona und Roisin mit letzter Kraft ihre Tante erschlugen ist von Anfang an klar. Das Buch beschäftigt sich nur mit den Motiven. Durch die Tagebücher von Fiona und Roisin (das Niall auf seiner Spurensuche später noch findet) begleitet der Leser die beiden durch ihr Leben und lernt Aiolfe, die dritte der "Walsh-Schwestern" kennen. Diese Teile des Buches sind zwar sehr interessant und gut erzählt, jedoch wer hier einen klassischen Thriller sucht, wird sicherlich etwas enttäuscht. Auch Nialls Suche nach den Spuren die die Schwestern und Jim hinterlassen haben ist spannend aber weder blutig noch bringt es den "Thrill", den man von einem Psychothriller erwartet. Die ganze Geschichte lebt dahingehend von dem subtilen und berechnenden Grauen, bzw. Bösen, welches hinter der schönen Fassade von Jim lauert. Christian Mørk legt Geschichte um Geschichte an, um sie am Schluss zusammenzuführen, denn es steckt auch in den Geschichten die der "Seanchai" Jim erzählt ein Körnchen Wahrheit. Das Ende hat mich zwar überrascht, aber es hat mir persönlich nicht so gut gefallen, es passt zwar in den Kontext aber es war für mich einfach eine Geschichte zuviel unter den vielen Geschichten. Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch, wer sich entführen lassen will, auf eine Suche nach der Wahrheit zwischen vielen Geschichten, dem sei das Buch empfohlen.

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    Winterzauber

    Winterzauber

    30. May 2010 um 23:44

    Das ist mal ein ganz anderer Krimi. Irland in den 60ern. In einem Haus wird eine Frau und ihre beiden Nichten tot aufgefunden, die beiden jungen Frauen wurden offenbar vor ihrem Tod gefangen gehalten. Ein Buch was nicht mehr loslässt und Gänsehaut verursacht. Gut geschrieben, eine unglaubliche Geschichte um Manipulation und Rache !! Der charismatische Jim hat 2 Gesichter, der Liebling der Frauen und doch so böse, was eine Kette von Ereignissen lostritt !!! Wirklich ein lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    goat

    goat

    09. May 2010 um 23:09

    Eine interessante Art der Mordaufklärung, die Christian Moerk gewählt hat. Diese überlässt er den Opfern selbst, in Form von Tagebüchern, die nach ihrem Tod nicht etwa an die Polizei gehen, sondern an irgendjemanden im Postamt gerichtet sind. Das ganze Buch hindurch begleiten die Schwestern den Leser und lüften Stück für Stück das Geheimnis um ihren grausamen Tod. Die Tagebuchaufzeichnungen geben dem Leser das Gefühl direkt angesprochen zu werden, und ich musste einige Male schwer schlucken über die schonungslose Offenheit, mit der uns Fiona Walsh über ihren bevorstehenden Tod konfrontiert. Die gleichbleibende Spannung, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch hindurch zieht, hat mich zwar schnell, aber aufmerksam lesen lassen. Und zum Schluss war ich enttäuscht: zum einen, weil der Roman schon zu Ende war und zum anderen, weil für mich persönlich einige Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet waren - zum Teil auch von der Logik her. Deswegen gibt es auch ein Sternchen Abzug von mir. Ansonsten kann ich den Thriller ruhigen Gewissens weiter empfehlen und wünsche allen Lesern viel Spaß beim mitfiebern

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  • Rezension zu "Darling Jim" von Christian Mørk

    Darling Jim
    Bellexr

    Bellexr

    04. May 2010 um 16:31

    Dublin: In einem kleinen Haus am Ende der Straße scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Der Meinung sind zumindest Desmond, der Briefträger und die Anwohner. Die schöne Frau mittleren Alters lebt mehr für sich und legt wenig Kontakt auf gute Nachbarschaft. Eines Tages kann Desmond dann doch seine Neugier nicht zügeln und schaut durch den Briefschlitz der Haustür. Was er dort entdeckt, kann nun nur noch die Polizei lösen. Denn in dem Haus werden die Leichen von Moira Walsh und ihren beiden Nichten gefunden. Die drei Frauen sind auf grausame Weise zu Tode gekommen. Doch wie kam es dazu, warum geht von dem Haus eine so mysteriöse Aura aus, sodass die Nachbarn es bald nur noch als Spukhaus bezeichnen? Da findet der Briefträger und Comiczeichner Niall eines Tages auf seiner Dienststelle ein Päckchen: Das Tagebuch eines der beiden Nichten, in der die letzten Wochen vor ihrem Tod beschrieben werden. . Der Däne Christian Moerk erzählt seine Geschichte um den Geschichtenerzähler Jim, dem Seanchai, aus verschiedenen Perspektiven. Und so hat der Psychothriller auch verschiedene Dynamiken in der Erzählung. Den roten Faden in der Geschichte hält Niall, der Comiczeichner und Briefträger, in Händen, der die Tagebücher von Fiona und Roisin liest und man hierdurch das schreckliche Schicksal der Walsh-Schwestern nach und nach erfährt. So verfolgt man gespannt ihre erste Begegnung mit Jim, wie er ihr Leben und das ihrer Tante Moira beeinflusst und wie es letztendlich zu ihrem grausamen Tod im Haus ihrer Tante kam. . Geschickt baut der Autor in seine Geschichte die Mythologie Irlands mit ein, sodass sie von Anfang an atmosphärisch dicht, spannend und rätselhaft erzählt wird und durch seinen wirklich sehr bildhaften, flüssigen Erzählstil fesselt er einen mühelos während des gesamtes Buches an seine Geschichte. Die Story ist bis zum Ende hin schlüssig und rund erzählt und Fragen bleiben keine offen. . Die Charaktere der Schwestern werden ausführlich, detailreich und lebendig beschrieben. Da ist zum einen die älteste Schwester Fiona, eine Grundschullehrerin, eher bodenständig, vernünftig und verantwortungsbewusst. Zum anderen sind da die jüngeren Zwillinge Roisin und Aoife, beide rebellisch, intelligent, sehr selbstbewusst und in ihrer Art so gar nicht angepasst an das gutbürgerliche Leben in ihrem kleinen Dorf. Der Charakter von Jim ist natürlich sehr charismatisch, geheimnisvoll und absolut undurchsichtig und überraschend angelegt. Er spielt mit seinem Charme, verzaubert jedes weibliche Wesen und ist der geborene Seanchai. . Fazit: Das Buch verzaubert. Christian Moerk ist ein spannender, mythologisch angehauchter Psychothriller gelungen, der mit einer runden, schlüssigen Geschichte aufwartet.

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