Christian Mørk Teufelslist

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Inhaltsangabe zu „Teufelslist“ von Christian Mørk

Die Bewohner des irischen Dorfs Malahide mieden das Haus noch lange, obwohl die Leichen längst friedlich in der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus brutal ermordet aufgefunden worden. Wer aber hatte sie getötet? Die Spur führt zu einem mysteriösen Fremden namens Jim Quick. Er war eines Tages mit seinem roten Motorrad aufgetaucht und als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen. Die meisten Frauen waren seinen Schauergeschichten und seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr. Als eines Tages die Tagebücher der toten Frauen entdeckt werden, scheint es, als ob diese aus ihren Gräbern zu sprechen beginnen.

Interessanter Plot!

— thesmallnoble
thesmallnoble

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    Teufelslist
    thesmallnoble

    thesmallnoble

    24. August 2017 um 20:35

    Wer hinter dem Cover einen saftigen Thriller vermutet, der irrt.Tatsächlich mischt sich mit dem Auffinden der Tagebücher ein sehr subjektiver Faktor in die Geschichte (eben aus der Sicht von zwei verschiedenen Frauen geschrieben).Es geht nun vor allem um das irische Dorf und die dort lebenden Frauen (hier im Mittelpunkt natürlich die Walsh-Schwestern und ihre Tante), die schnell von einem dort auftauchenden Fremden (Jim) fasziniert sind.Die Dorfatmosphäre und das Mit- und Gegeneinander wird daher stärker betont als die vielleicht erwartete Thrillerspannung - aber genau das macht den Reiz dieser Geschichte meiner Meinung nach aus, denn dieser eher unterschwellige Spannungsaufbau gelingt Moerck ausgezeichnet.Jim nennt sich selbst einen Seanchai, einen Geschichtenerzähler, und diese (Fantasy-)Geschichten gibt er immer mal wieder in dem einen oder anderen Pub von sich und fließen ebenfalls als zusätzlicher Strang in die Hauptstory mit ein.Ein wesentliches Merkmal des Grauens, das von diesem Buch ausgeht, ist die Tatsache, dass die Hauptfiguren bereits am Anfang der Story tot sind, und man das Geschehen nur in der Rückschau erfassen kann. Der Tod der beiden Hauptfiguren setzt allen Ereignissen, und seien sie noch so nebensächlich, etwas beklemmend Gruseliges auf. Das Buch ist sehr gut geschrieben, mit tollen Allegorien, einer düster-bezaubernden Sprache und webt eine wunderbare Atmosphäre. Die Handlung ist überhaupt nicht so banal, wie der Titel (leider) vermuten lässt, und ich selbst kann nicht verstehen, warum das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Es ist spannend, mystisch und abgrundtief traurig. Ich habe es verschlungen, es hat mich nicht mehr losgelassen.

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  • Stimmen aus dem Grab

    Teufelslist
    klaraelisa

    klaraelisa

    04. October 2014 um 17:25

    Die Taschenbuchausgabe des Thrillers „Darling Jim“ des dänischen Autors Christian Mørk ist unter dem Titel „Teufelslist“ erschienen. Es ist ein hypnotisierender Thriller im Stil einer irischen Gothic Novel mit einer wunderbaren vielschichtigen Geschichte, die in einem kleinen Städtchen in Irland, in Malahide, nördlich von Dublin beginnt. Der Postbote Desmond Kean schleppt schon seit mehr als achtzehn Jahren seinen Postsack über die Straßen der Stadt. Eines Tages entdeckt er durch den Briefschlitz des Hauses von Mrs. Walsh deren sterbliche Überreste. Moira Walsh war vor knapp drei Jahren hierher gezogen. Wo sie herkam, das wusste niemand so genau. In ihrem Haus, das später nur noch das Spukhaus genannt wird, entdecken die Gardaí neben jeder Menge Rattengift im Obergeschoß zwei weitere Leichen. Wie sich später herausstellt, hatte Moira Walsh ihre 24jährige Nichte Fiona und deren zweiundzwanzigjährige Schwester Róisín aus Castletownbere wie Gefangene gehalten, und ihnen über mindestens sieben Wochen Rattengift in ihr Wasser gemischt. Ihre Leichen waren bis auf das Skelett abgemagert und im Keller des Horrorhauses entdecken die Gardaí Hinweise auf einen dritten Leidensgefährten, der höchstwahrscheinlich mit Handschellen an einem Handgelenk fliehen konnte. Einige Zeit später findet der Postbeamte Niall Cleary das Tagebuch von Fiona in der Briefsortiermaschine des Postamtes und nimmt es an sich. Auf dem Tagebuch steht eine Botschaft für den Empfänger: „Wir sind bereits verloren. Lies diese Geschichte nur, damit wir nicht vergessen werden.“ (S. 35) (…) „Wir werden in diesem Haus sterben, weil wir einen Mann namens Jim liebten, ohne seine wahre Natur zu kennen. Pass gut auf, ich werde dir erzählen, wie alles geschah…“ (S.41) Das Tagebuch offenbart Niall die Geschichte der Familie Walsh. Was in Malahide passiert ist, hat in Castletownbere vor nicht ganz drei Jahren seinen Anfang genommen. Es beginnt an dem Tag, als der Geschichtenerzähler Darling Jim Quick mit seiner alten roten Vincent Comet in die Stadt kommt. Er gehört einer alten Bruderschaft der Erzähler an, er ist ein seanchaí. Gegen Bezahlung erzählt er Geschichten von Liebe, Leid und Gefahr, von König Stiofán und seinen Zwillingssöhnen Euan und Ned und einer furchteinflößenden Festung des Wolfes. Alle Anwesenden erliegen seinem Charme auch die Tante der Walsh-Schwestern, doch Darling Jim ist nicht nur ein großer Geschichtenerzähler, er manipuliert die Menschen und ist, wie sich später herausstellt, ein Psychopath. Niall, der seine Arbeit verloren hat, verlässt Malahide und begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit der Walsh-Schwestern. Unter Einsatz seines Lebens kommt er in den Besitz von Róisíns Tagebuch, und er entdeckt die dritte, lange Zeit auf mysteriöse Weise verschwundene Schwester Aoife. Auch sie hat ein Tagebuch geschrieben, das aber nicht Eingang in den Roman findet. Christian Mørk hat mit "Teufelslist"/"Darling Jim" einen wunderbaren Thriller geschrieben, eine makabre Geschichte, die den Leser unaufhörlich in ihren Bann zieht und ihn erst nach der letzten Seite wieder loslässt. Der Autor hat sich, wie er im Nachwort ausführt, an einem wahren Familiendrama orientiert, das sich in einer irischen Gemeinde, auf einem einsamen Gehöft, im Jahr 2000 abgespielt hat. Dort fand man die Leichen einer 83jährigen Frau und ihrer drei Nichten, die sich zu Tode gehungert und so Selbstmord begangen hatten. Ausgehend von dem realen Fall entwickelt Mørk einen psychologisch fundierten Krimi, in dem sich Elemente von Horror, Märchen und Mythologie mischen. Es ist ein ungeheuer vielschichtiger Roman über Liebe, Leidenschaft und Eifersucht und die Macht der Verführung, der durch seine raffinierte Erzählstruktur besticht. Mehrere Erzähler mit ihrer jeweils eigenen Stimme erzählen aus wechselnder Perspektive immer neue Geschichten in Geschichten und thematisieren damit auch die verführerische Wirkung des Geschichtenerzählens selbst. Gekonnt spielt der Autor mit den Konventionen verschiedener Genres und schafft ein originelles, wahrhaft innovatives Stück Spannungsliteratur. Ohne Einschränkung zu empfehlen.

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