Christian Oehlschläger Der Waldvogel

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Inhaltsangabe zu „Der Waldvogel“ von Christian Oehlschläger

In einem Sexmobil im Wald, an der Landstraße L 310 zwischen Celle und Fuhrberg, wird die Leiche einer jungen Weißrussin gefunden. Die Tatumstände weisen auf einen Triebtäter hin, was die unzähligen Straßenprostituierten in der Region und ihre Zuhälter in helle Aufregung versetzt. Robert Mendelski, Maike Schnur sowie das gesamte Spusi-Team von der Polizeiinspektion Celle erfahren auf der Beerdigung eines Kollegen von der Tat und rücken sofort aus. Doch es soll nicht bei einer Leiche bleiben. Aus dem vermeintlichen Triebtäter wird ein Serienmörder … Christian Oehlschläger, 1954 in Hannover geboren, ist bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Förster tätig. Neben zahlreichen Beiträgen für die Fachpresse sind von ihm die Kurzgeschichtenbände Seltene Beute (1990), Wildwechsel (1998) und Draußen vom Walde (2007) sowie die drei Kriminalromane Der Schwanenhals (2005), Der Kohlfuchs (2006) und Die Wolfsfeder (2008) erschienen. Der Waldvogel ist der vierte Roman, in dem das ungleiche Ermittler-Duo Mendelski/Schnur einen Mörder jagt.

Fazit: Bedingt durch den Ort der Handlung und dem gut dosiert eingebrachtem Fachwissen des Autors ist dies einmal ein etwas anderer Krimi und nicht nur Naturfreunde werden hier bestens unterhalten. Denn zusätzlich bietet er noch eine komplexe, temporeiche und spannende Story und gut herausgearbeitete Charaktere.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Der Waldvogel" von Christian Oehlschläger

    Der Waldvogel

    buchratte

    03. January 2012 um 21:20

    Während sich Mendelski und Co. auf der Beerdigung eines Kollegen befinden, begibt sich der Obdachlose Waldbewohner Janoske zu seinem Lieblingsplatz im Wald um die Prostituierte Laryssa bei ihrer Arbeit zu bespannen. Doch statt der erwarteten Nummer durchs „Guckloch“ erwartet ihn ein zerstreuter Freier, der sich panisch an den zufällig anwesenden Förster wendet. Laut dem Freier liegt die junge Prostituierte tot in ihrem Sexmobil. Durch ein blödes Missgeschick gelingt es Janoske nicht unentdeckt zu bleiben als die Polizei anrückt. In seiner Aufregung flieht er kopflos davon und lenkt so die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich. Doch ist der Waldschrat auch der Mörder? Während der Voyeur sich auf der Flucht quer durch den Wald befindet, rennt dem Ermittlerteam die Zeit davon… denn die Prostituierten-Morde gehen weiter. Dies ist der vierte Roman von Christian Oehlschläger mit dem sympathischen Ermittlerduo Mendelski/ Schur. Und obwohl dies mein erstes Buch von dem Autor war, wird es bestimmt nicht das letzte bleiben. Authentische und sympathische Charaktere, rasante Entwicklungen und ein mitreißender Schreibstil machen diesen Krimi für mich zu einem echten Pageturner. Da der Autor als Förster tätig ist, ist es nicht verwunderlich, dass es ihm gelungen ist die Atmosphäre im Wald so gut einzufangen, dass der Leser meint mittendrin zu sein und sich mit dem Waldschrat hinter einem der Büsche zu verstecken.

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  • Rezension zu "Der Waldvogel" von Christian Oehlschläger

    Der Waldvogel

    Sky

    04. December 2011 um 11:29

    Meine Meinung Robert Mendelski und Maike Schnur werden nach der Beerdigung eines Kollegen zu einem neuen Fall gerufen. Die Weißrussin Laryssa Ascheschka wurde mit einen grünen Blumendraht erstickt in ihrem Wohnmobil tot aufgefunden, wo so ihrer Tätigkeit als Prostituierte nachging. In Verdacht gerät Bruno Janoske, ein Waldschrat der im niedersächsischen Wald zwischen Celle und Fuhrberg sein Leben verbringt. Doch zu Unrecht gerät er in den Fokus der Ermittlungen: Er hat nur die Weißrussin beobachten wollen und hat gesehen wie der Freier Märtens, der einen Faible für Rollenspiele hat, in das Sexmobil eingestiegen ist und panikartig wieder verlassen hat. Aber wer würde einen verwahrlosten, im Wald herum streifenden, Menschen Glauben schenken und ihn nicht als Mörder von Laryssa betrachten? Deswegen flieht er in den Wald und versteckt sich vor der örtlichen Polizei. Doch nicht nur die ist ihm auf dem Fersen. Als eine zweite Prostituierte, eine gute Freundin von Laryssa, auf dieselbe bestialische Art in ihren Wohnwagen gefunden wird, schlagen die Zuhälter der beiden Prostituierten Alarm und nehmen die Sache selbst in die Hand. Mit einer Gruppe von Jägern machen sie sich auf die Jagd nach dem unschuldigen Waldschrat. Dabei gerät die Situation völlig aus der Kontrolle. Das Setting des Kriminalromans ist ungewöhnlich und neu. In den niedersächsischen Wäldern zu Hause, erzählt der Förster und Autor Christian Oehlschläger, eine spannende Verfolgungsjagd mit Liebe zum Detail. Die Umgebung ist greifbar und man kann jede Tannennadel einzeln berühren. Man merkt wie der Wind sich verhält, die Wälder rauschen und wie das Getier seinen Weg durch die grüne Landschaft schlägt. Immer mit dem Gespür für lokales Flair und regionaler Genauigkeit. Dabei fällt hin und wieder auch Fachvokabular aus dem Jagd- und Försterbereich, was meistens verständlich ist und für Unwissende in einem Glossar erläutert wird. So bleibt trotz der Ungewöhnlichkeit der Umgebung keine Verwirrung und Unklarheit und man kann sich einen Überblick über den Jagd- und Forstbereich schaffen. Das Ermittlerduo Robert Mendelski und Maike Schnur kommt dabei so herzerfrischend gegensätzlich daher, dass sie einfach Sympathie ausstrahlen. Während Mendelski eher eine ruhige und besonnene Persönlichkeit hat, hat die jüngere Kollegin Maike eine ungestüme, vorlaute und neckische Art, die sie gegenüber ihren Kollegen auch an den Tag legt und einen Schmunzeln lässt. Auch alle anderen Charaktere haben eine Authentizität, die vor allem durch die zwischenmenschlichen Beziehungen rühren und über die täglichen Sticheleien des Lebens die Personen Leben einhauchen. Zwar fehlt die übliche Hintergrundinformation zum Leben des Ermittlungsteams, außerhalb der kriminologischen Arbeit, was aber nur zum Vorteil des Lesers ist. Obwohl „Der Waldvogel“ der vierte Fall um das skurrile Ermittlerpaar ist, ist das Bild der beiden Protagonisten klar und eindeutig ohne Vorkenntnis der Vorgänger. Der Autor arbeitet mit Perspektiven um seine Geschichte zu erzählen. So wechselt er hauptsächlich zwischen der Flucht des Waldschrates und der Ermittlungsarbeit, greift aber auch zu anderen Sichten um auch alle Seiten des Falles beleuchten zu können. Immer mit angepassten Schreibstil und Blick der Innensicht des jeweiligen Perspektivträgers. Der Stil ändert sich oftmals von ruhig, spannungserzeugend bis zeitweise ironisch und umgangssprachlich und bildet damit Abwechslung und individuelle Unterschiede zu den jeweiligen Gedanken. Bis zum Ende ist man gefesselt von der Kriminalgeschichte, empfindet die Auflösung als Überraschung und hat die Feststellung dass man auf die falschen Fährten eingegangen ist. Aber ein Grand Finale bleibt doch irgendwie aus. Das Ende kommt mit keinen Paukenschlag daher, sondern sanft und ruhig, wie der ganze Roman daherkommt. Der Höhepunkt der Geschichte ist schnell abgehandelt, trotz des Falles dass er einem mit Staunen und Faszination die Zeilen lesen lässt. Es bleibt aber realistisch, logisch und auf seine eigene Art skurril und leicht überspitzt. Außerdem ist die ganze Jagd nach dem Waldschrat ein wenig zu ausführlich geraten, so dass die eine oder andere Länge in den spannenden Krimi eingeschlichen hat. Fazit Christian Oehlschläger überzeugt mit einen antithetisch-sympathischen Ermittlerduo, einem spannenden Kriminalfall mit ungewöhnlichem, plastisch gezeichneten Spielort wie Umgebung und eigenständigen, ans Herz wachsende Charaktere und schafft daraus einen lesenswerten Regionalkrimi rund um die niedersächsischen Wälder.

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  • Rezension zu "Der Waldvogel" von Christian Oehlschläger

    Der Waldvogel

    michael_lehmann-pape

    26. November 2011 um 13:35

    Mord im Wald Dass einer der neuen, jungen Kollegen bei der Besichtigung eines Tatorts im Wald Kommissarin Maike Schnur von der Polizeiinspektion Celle im Umfeld von Prostituierten morden für eines solcher „leichten Mädchen“ hält und dementsprechend seine Blicke unverhohlen auf und nieder schweifen lässt, zeigt schon, dass das Ermittlungsteam aus Celle (neben Maike Schnur noch bestehend aus dem „Liebhaber des (und der) Spanischen“ Kommissar Robert Mendelski) ein wenig „aus der Reihe“ fällt. Zumindest, was die Kleidungsgewohnheiten und die Liebe zum Tattoo der jungen Kommissarin angeht. Ein anders sein, welches aber der konzentrierten Fähigkeit zur Ermittlung des Duos keinen Abbruch verschafft. Ermittlungen, die sich in diesem Fall der Ermittler als vertrackt erweisen werden. Und ebenso für den Leser, obwohl dieser hier und da doch einen kurzen Einblick aus der Perspektive des Mörders erhascht und damit den Kriminalbeamten einen Hauch voraus ist. Was dennoch nicht viel nutzt bei der Frage, wer denn zunächst eine, dann zwei Prostituierte, die ihre Dienste in ihren Wohnmobilen im Wald anbieten, eben in diesen Wohnmobilen ermordet und in merkwürdigen Posen zurückgelassen hat. Auch ein anderer Bewohner des Waldes, ein Aussteiger, der für sich im Wald lebt und dort nebenbei zur eigenen Unerhaltung auch einmal gerne in die Fenster der Wohnmobile geschaut hat, weiß nicht viel mehr. Doch unversehens gerät er in den Mittelpunkt der Fahndungen. So gestaltet sich ein breiter Teil des Buches in und um die Hatz nach jenem „Waldschrat“ Bruno Januske, durchaus breit gestaltet, sogar mit einem keinen Einschub aus der Perspektive eines Fährtenhundes ist dieser Teil ausgestattet. Andererseits, und hier liegen kleinere Abzüge in der Qualität des Buches vor, zu ausführlich beschäftigt sich Oehlschläger mit dieser Verfolgung im Wald und das beständige sich Verstecken des Obdachlosen. Ein gutes Stück Straffung dieses Fadens der Geschichte hätte dem Buch im Gesamten besser zu Gesicht gestanden. Denn durchaus spannend und rätselvoll lässt es sich ansonsten an, die Begleitung so mancher dubioser Figuren von Zuhältern über den Förster bis hin zum undurchschaubaren Waldarbeiter mit seinem Bruder, bei all denen lange nicht deutlich wird, was genau deren Interessen sind und wie genau sie mit diesen beiden Morden in Zusammenhang stehen könnten. Erweitert durch ein wenig Lokalkolorit und durch einen Prolog, der ins Innere des Mörders blicken lässt, lesen sich die 300 Seiten des Buches munter und flüssig und werden zum Ende hin durchaus mit überraschenden Wendungen, Gefahr und Spannung angereichert. Ein in sich logisch konstruierter Kriminalfall mit überraschender Auflösung, unorthodoxen Ermittlungswegen, in der Sprache flüssig und teils umgangssprachlich aus dem Leben gegriffen, hier und da mit leichten Längen, alles in allem aber eine anregende Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Der Waldvogel" von Christian Oehlschläger

    Der Waldvogel

    Bellexr

    12. November 2011 um 12:47

    Ein Waldschrat auf der Flucht . Der Obdachlose Bruno Janoske lebt in der weitläufigen Wald- und Moorlandschaft zwischen Celle und Fuhrberg. Ab und an beobachtet er gerne das Wohnmobil von Laryssa, die dort in einem Waldweg an der L310 ihre Dienste anbietet. Eines Tages sieht er, wie ein Freier das Wohnmobil betritt und dies kurze Zeit später panikartig wieder verlässt. Die vom Freier herbeigerufene Polizei kann nur noch den Tod der Prostituierten feststellen und sie soll nicht die Letzte bleiben. Das Ermittlerduo Robert Mendelski und Maike Schnur beginnen mit ihren Ermittlungen. . Hierbei erregt auch der Waldschrat ihre Aufmerksamkeit. Denn Janoske ist am Tatort geblieben, um die Arbeit der Polizei zu verfolgen und wird hierbei von einem Reporter erwischt. Voller Panik, denn wer glaubt schon einem Obdachlosen, flüchtet er und wird fortan nicht nur von der Polizei als mutmaßlicher Täter gejagt, sondern seine Flucht ruft auch Jäger und Zuhälter auf den Plan. Eine wilde Verfolgungsjagd in der Moor- und Waldlandschaft beginnt, wobei Janoske seine Ortskenntnisse sehr zugute kommen. . Der Krimi spielt vorwiegend in diesem Waldgebiet und hierbei merkt man deutlich, dass Christian Oehlschläger neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit als Förster arbeitet. Aber keine Sorge, der Krimi ist keineswegs gespickt mit Jägerlatein und Fachausdrücken, sondern dem Autor gelingt es wirklich sehr gut, einem so ganz nebenbei dieses Gebiet mit seiner Fauna und Flora anschaulich zu beschreiben und dies geschickt in seinen Krimi einzubauen. Auch geht er sparsam mit Fachausdrücken um und jeder, der nur ein klein wenig naturverbunden ist, hat absolut keine Probleme damit. Für alle anderen gibt es ein Glossar. . Die Story beginnt bereits im Prolog ziemlich spannend und rätselhaft und geht dann sofort zum Mord an der Prostituierten und den anschließenden Ermittlungen über. Immer wieder wechselt der Autor zwischen der Flucht des Waldschrats und den Ermittlungen der Mordkommission. Diese Wechsel zwischen den beiden Erzählsträngen sind gut gelegt, sodass das Tempo wie auch der Spannungsgrad durchweg auf einem hohen Niveau liegen. Zwar ist einem klar, dass der Waldschrat die Morde nicht begangen hat und die Polizei hier eine falsche Spur verfolgt. Um wen es sich jedoch bei dem Täter handelt und welches Motiv hinter seinen Morden steht, erfährt man wirklich erst ganz zum Schluss. Bedingt ist diese Ungewissheit durch die komplex aufgebaute Story, die in ihrem Verlauf nicht nur für die Polizei einige Verdächtige hervorbringt. . Die Charaktere beschreibt der Autor absolut authentisch und stellenweise recht undurchschaubar. Auf das Privatleben der beiden Kommissare Mendelski und Schnur legt der Autor kaum Wert und dennoch hat man bereits nach kurzer Zeit eine sehr gute Vorstellung von dem besonnenen Robert Mendelski und der teilweise etwas ungestümen Maike Schnur. Die geringe Einbeziehung des Privatlebens hat den Vorteil, dass man den Krimi problemlos lesen kann, ohne die drei vorherigen Bände des Ermittlerduos zu kennen. . Fazit: Bedingt durch den Ort der Handlung und dem gut dosiert eingebrachtem Fachwissen des Autors ist dies einmal ein etwas anderer Krimi und nicht nur Naturfreunde werden hier bestens unterhalten. Denn zusätzlich bietet er noch eine komplexe, temporeiche und spannende Story und gut herausgearbeitete Charaktere.

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