Christian Ritter Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

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Inhaltsangabe zu „Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers“ von Christian Ritter

Lachen ist gesund – dieser Roman hilft Ihnen dabei Paul lebt zusammen mit seinem Mitbewohner Herr Müller auf einem abgelegenen Bauernhof. Die Tage verbringt er damit, im Supermarkt zu arbeiten und entspannt mit seiner treuesten Kundin Frau Rottenbauer zu plaudern, die jeden Tag vier Stunden vor dem Zeitschriftenregal sitzt. Mit Herrn Müller verbringt er weit weniger Zeit, sie treffen sich nur zweimal die Woche vor dem Fernseher, um zusammen »Wer wird Millionär?« anzusehen. Sie sind Fans der ersten Stunde und verehren Günther Jauch gottgleich. Das immer erhoffte Glück tritt ein, als Paul einen Anruf erhält und erfährt, dass er als Kandidat für die Sendung ausgewählt wurde. Er nimmt all seinen Resturlaub, bereitet sich umfassend vor und sucht sich fachkundig seine Telefonjoker zusammen. Er überwindet sich sogar, dafür seine missliebige Mutter anzurufen. Doch als alle Hürden ausgeräumt sind, erlebt er bei der Aufzeichnung alles andere als einen Glückstag. Alles scheint verloren, das triste Leben ist zurück und es bleibt eigentlich nichts mehr, außer depressiv zu werden. Eigentlich …

Leicht und seicht.

— Chimiko

Ein Genuss für zwischendurch :)

— SarahRomy

Gute Laune ist auf jeden Fall garantiert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Kurzweilige Unterhaltung mit netten Charakteren und viel Humor. Die Story fällt im letzten Teil ins Schräge ab, aber man hat seinen Spaß!

— Anchesenamun

Eine super lustige Geschichte! Wem die entsprungen ist, der muss viel Fantasie haben. Unbedingt lesen und ungeniert vor sich hin grinsen!

— Janine2610

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    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    Chimiko

    07. November 2015 um 23:44

    Allein der Titel ist hier doch schon ziemlich außergewöhnlich, ein Titel, der einen definitiv zwei Mal hinschauen lässt. An sich ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers eine durchaus amüsante Geschichte, die jedoch oft nur vor sich hin plätschert und mich definitiv nicht vom Hocker reißen konnte. Das Buch liest sich leicht und schnell. Man muss anerkennen, dass es gute Unterhaltung für zwischendurch ist, denn auf seine Weise unterhält es den Lesern, allerdings nicht so, dass ich vor Lachen auf dem Boden gelegen hätte. Man kann fast sagen, dass hier nicht nur eine sanfte Entführung stattfindet, sondern auch der Humor ziemlich 'sanft' ist. Ich finde auch, dass der erste Teil sich sehr lange hinzieht, es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis Paul endlich im Studio sitzt. Daher kommt auch hier kein Spannungsfaktor auf, da die Inhaltsangabe da einfach schon die Hälfte des Buches vorweg nimmt. Leider gilt hier dann auch das altbekannte "Der Weg ist das Ziel" nur streckenweise. Absolut positiv waren für mich jedoch die Charaktere: leicht abgedreht, chaotisch, ungewöhnlich und eindeutig die Tendenz zur Skurrilität - da muss ich an Frau Rottenbauer und ihren Hocker denken... Aber gerade in dieser Einzigartigkeit waren sie mir doch sehr sympathisch. Allgemein fand ich diese dörfliche Supermarktszenerie recht treffend beschrieben. Interessant fand ich auch Günther Jauch: Für mich, soweit ich das als Zuschauerin beurteilen kann, ist er recht gut getroffen, so könnte man ihn sich zumindest doch vorstellen. Einige seiner Eigenheiten wurden sehr schön hervorgearbeitet, und dennoch war er nicht zu überzogen dargestellt, wie ein anderer, weiblicher, blonder Charakter, der gegen Ende des Buches noch seinen Auftritt hat. Trotzdem... obwohl das Buch an sich wirklich gut lesbar war, es fehlt einfach etwas. Ich habe es durchgelesen, habe mich manchmal amüsiert, fand die Charaktere sympathisch, doch es ist und bleibt einfach eine Lektüre für Zwischendurch, die ich nach dem nächsten richtig guten Buch schon wieder abgehakt habe. Die paar Schmunzler, die die Geschichte erzeugt hat, sind nichts Bleibendes und mehr ist da einfach nicht. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich keine großen Kritikpunkte habe, außer dass es eben doch ziemlich seicht ist. Fazit Wenn man mal ziemlich leichte und seichte Lektüre zwischendurch benötigt, ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers sicherlich nicht verkehrt. Doch es ist auch ein Buch, das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, nett und mittelmäßig, so dass es eben auch kein absolutes Lesemuss wäre.

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  • Wir haben Sie entführt, Herr Jauch

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    MikkaG

    Pro: Der Titel ist genial - wer stutzt da nicht erstmal und macht sich hochintellektuelle Gedanken wie: "Häh?" Dazu kommen auf dem Cover noch ein Huhn und die erstaunlich gepflegten Beine (knieabwärts) eines Mannes. Entführung, Huhn, Strümpfe? Das kam mir ein bisschen vor wie eines dieser altmodischen Bilderrätsel, nur dass ich keine Ahnung hatte, was hier die Lösung sein könnte. Dass hinter dem Ganzen ein aberwitziger Roman über zwei einsame, etwas verkrachte Existenzen und ihre (platonische) Liebe zu "Wer wird Millionär?" und Günther Jauch steht, darauf wäre ich nie gekommen. Ist es ein Krimi? Nicht wirklich, denn die Entführung ist so sanft, dass man darüber nur lächeln kann. Ist es ein hochanspruchsvolles Juwel der Gegenwartsliteratur? Hmmmm, jein. Ist es zum Schreien komisch und dabei auch irgendwie rührend und positiv? Absolut! Zum Thema "Originalität" kann ich nur sagen: habt IHR schon einmal einen Roman darüber gelesen, wie Günther Jauch entführt wird? Eben. Ich auch nicht. Und es ist ja nicht nur das - es ist auch, wie hier das Leben in einer Kleinstadt beschrieben wird: das ist alles so überzogen und komisch, und dabei irgendwie auch wahr und echt... Der Autor zeigt mit Augenzwinkern und sanftem Lächeln die ganze Abstrusität hinter der stinknormalen Fassade. Ich LIEBE es. Obwohl es kein Krimi ist, ist es überraschend spannend, denn ich wollte so, so verzweifelt, dass für Paul und Herr Müller (und seine Freundin Katja) endlich mal etwas richtig läuft... Ich wollte ein Happy-End für diese kauzigen Anti-Helden, weil sie trotz all ihrer Ecken und Kanten und Marotten und Schrulligkeiten einfach liebenswert sind. Besonders Paul hätte ich manchmal knuddeln können. Und wie hier Herr Jauch beschrieben ist - kostbar. Ich habe KEINE Ahnung, ob sich Günther Jauch privat auch nur annähernd so benimmt wie in diesem Buch, aber ein kleiner Teil von mir möchte es gerne glauben, denn er ist so wunderbar sympathisch! Übrigens ist der nicht der einzige Promi, der hier einen kleinen Auftritt hat - auch Heidi Klum gibt sich die Ehre, und auch sie ist auf eine Art und Weise dargestellt, dass man sich vorstellen kann, dass sie so etwas wirklich sagt und tut. Der Schreibstil ist... speziell. Denn Paul erzählt uns die Geschichte, und Paul hat eine ganz eigene Art zu denken. Seine Gedanken sind oft naiv, manchmal staubtrocken, gelegentlich pedantisch, aber insgesamt großartig. Habe ich schon gesagt, dass ich dieses Buch liebe? Ich habe so oft laut und herzlich gelacht, und am Schluss habe ich den Roman mit einem breiten, glücklichen Grinsen zugeklappt und bin beschwingten Schrittes zu dem Bücherregal gegangen, wo ich meine Lieblingsbücher aufbewahre. "Wer wird Millionär?" wird nie wieder dasselbe sein! Kontra: Kontra? Welches Kontra? Von mir aus hätte das Buch gerne doppelt so lange sein dürfen, aber mehr an Kontra fällt mir beim besten Willen nicht ein. Zusammenfassung: Es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand dieses Buch NICHT mögen könnte, aber in aller Fairness muss ich eingestehen, dass der Humor vielleicht nicht jedermanns Sache ist und man deswegen mal reinlesen sollte. Aber mal ehrlich - ich lese normal überhaupt keine Bücher, die unter Humor stehen, und Bücher über spießige Kleinstädte und Bauern, die ernsthaft darüber nachdenken, sich für "Bauer sucht Frau" anzumelden, lese ich normal auch nicht, und ich liebe, liebe, liebe dieses Buch. Es ist witzig und goldig und aufbauend und stimmungserhellend und einfach wunderbar.

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    • 2
  • einfach mal raus aus dem studio ...

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    Buecherspiegel

    Was liegt näher, als den Moderator einer Fernsehshow zu entführen, bei der man kläglich versagt hat? Das denken sich die beiden Freunde Paul und Herr Müller, nachdem Paul genau das passiert ist. Jahrelang nun probieren die beiden bei der Show “Wer wird Millionär“ als Kandidaten angenommen zu werden. Und dann das. Erst spielt Pauls Hirn ihm einen Streich, dann ist er jedes mal einen Tick zu langsam, um bei der Vorrunde auf den heißen Stuhl zugelassen zu werden. Also planen er, sein Freund Herr Müller, dieser will partout nicht bei seinem Vornamen genannt werden, und dessen Freundin Katja, zuständig für die Idee der sanften Entführung, Günther Jauch als nicht ganz unfreiwilligen Gast aufzunehmen und sich die Millionen eben ohne Rätsellösungen zu holen. Der Autor, Christian Ritter, der als Slam-Poet, Vorleser und Moderator bekannt geworden ist, lässt also den beliebten Moderator Günther Jauch, nachdem er mithilfe eines Reinigungsmittels betäubt und entführt wurde, auf einer Couch der beiden Herren aufwachen. Paul dachte sich, dass er als Supermarktleiter in einem kleinen Dorf nicht so leicht verdächtigt wird einen Showmaster mal eben für einen längeren, für diesen nicht erwünschten, Besuch bei ihm zu bitten. Zumal er, sein Freund sowie dessen Freundin, auf einem abgelegenen Bauernhof wohnen, wo nur selten jemand einfach so hereingeschneit kommt, um sie zu entdecken. Bis es zu seinem Auftritt in der Show allerdings kommt, muss Paul bange Stunden am Telefon wachen, Testfragen und Videoaufnahmen über sich ergehen lassen bis die ersehnte Teilnahmebestätigung eintrudelt. Die Vertretung für seinen Job ist mit Etienne, der Sohn einer seiner Stammkundinnen schnell gefunden und der junge Mann kann ihm sogar bei der Vorbereitung entsprechender Fragen behilflich sein. Genauso wie die gute Frau Rottenbauer, eine Klatschblattleserin, die ihm alles Wissenswerte über Königin und Co beibringt. All das nutzt nichts. Selbst als er, wieder zu Hause, wie ein Star empfangen wird, kann ihn das nicht trösten. Und so kommt es zur Entführung. Aber die Drei stauen nicht schlecht, als Günther Jauch mitnichten in Panik gerät, sondern sofort die in dieser Situation notwendige Hotline-Nummer aus der Tasche zieht, die es anzurufen gilt. Fazit: es ist seicht, es ist leicht, es ist lustig, wirkt ab einem bestimmten Punkt aber sehr überdreht. Trotzdem: die Idee, wie Herr Jauch aus dem Studio gelockt werden soll, hat mir gut gefallen. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, für Schrägideenliebhaber bestimmt ein MUSS es zu lesen.

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    • 2
  • Skurriler Humor der amüsante Lesestunden garantiert

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    GlamourGirl80

    31. January 2014 um 09:52

    Inhalt Paul und Herr Müller leben als WG auf einem Bauernhof. Paul arbeitet im Dorfsupermarkt und Herr Müller als DJ in einer Dorfkneipe. Ihr gemeinsames Hobby ist die Show "Wer wird Millionär?", wovon sie noch nie auch nur eine Folge verpasst haben und bei der sie beide unbedingt mal Kandidaten werden wollen. Als Paul dann endlich Kandidat bei der Show wird und sich schon recht siegesicher gibt, passiert das schlimmste was ihm je passieren konnte... Die Schmach ist groß und er plant mit Herrn Müller und dessen Freundin Katja einen Coup den es- so denken sie - noch nie gab.... Meine Meinung Als ich das Cover sah und den Klappentext gelesen hatte war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Die Story hat mich schon von Anfang an amüsiert. Paul und Herr Müller sind generell etwas speziell, sie sind eben eine richtige Männer WG und haben da auf dem Dorf eigentlich nur ein Hobby und das ist "Wer wird Millionär?". Sie treffen sich regelmäßig vor dem Fernseher um die Show zu sehen und sind wahre Experten wenn es um sie geht. Natürlich wollen beiden Kandidaten der Show werden und als das Paul gelingt, ist die Freude riesig. So verlässt er Bauernhof und Dorfsupermarkt um in Köln "Millionär" zu werden, was ihm leider so gar nicht gelingt. Doch was dann kommt, ist eine aberwitzige Entwicklung der Dinge, die den Leser köstlich amüsieren. Der Leser darf hier gern mit einem Dauer-Schmunzeln rechnen, denn von Seite zu Seite wird die Story amüsanter und unterhaltsamer. Die unerwarteten Wendungen, die Szenen, die teilweise fast schon Slapstick sind und die interessanten Details machen den Roman zu wirklich guter Unterhaltung. So absurd diese Gesichte auch ist, sie ist kurzweilig, lässt einen so manches mal den Kopf in absoluter Ungläubigkeit schütteln und führt dann zum nächsten Schmunzeln. An diesem Buch ist nichts "normal", eine unfassbare Anzahl an Promis begegnet dem Leser und die Gedankengänge von Paul und Herrn Müller sind teilweise nicht von dieser Welt. Aber ganz abgesehen davon, ist "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers" ein kleines Meisterwerk. Es ist immer ein sehr schmaler Grat zwischen skurrilem Humor und Lächerlichkeit und Christian Ritter hat es geschafft, die Linie nicht zu übertreten und ein amüsantes Stück Literatur zu schreiben, das ich jedem Empfehlen kann, der mal eine ganz andere Welt betreten möchte und alles aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen möchte ohne sich dabei an dem bereits erwähnten skurrilen Humor zu stören. Sehr gelungen! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension: "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpträgers" (C. Ritter)

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    Anchesenamun

    29. January 2014 um 21:51

    Zum Inhalt: Der Mittdreißiger Paul führt ein beschauliches, ja geradezu stinklangweiliges Leben. Er wohnt auf einem Bauernhof in einem kleinen Kaff und leitet dort den Dorfsupermarkt. Höhepunkte in seinem Leben sind die beiden Abende in der Woche, in denen er zusammen mit seinem Mitbewohner Herr Müller „Wer wird Millionär?“ anguckt. Noch keine einzige Folge hat Paul verpasst, und sein größter Traum ist es, eines Tages selbst als Kandidat auf diesem Stuhl zu sitzen. Und plötzlich ist es so weit! Der ersehnte Anruf kommt endlich, und nach einem harten Aussiebverfahren sitzt Paul als Auswahlkandidat im Studio – und versagt... Völlig geknickt kehrt er in sein Dorf zurück und sieht sich dem alten Trott wieder gegenüber. Doch da hat Herr Müller DIE Idee: Wie wäre es, wenn sie einfach Günther Jauch entführen und sich so die Million erpressen? Mit einer gefakten Einladung zur Preisverleihung für den „Strumpfträger des Jahres“ soll der beliebte Moderator in eine Falle gelockt werden... Meine Meinung: Das Buch liest sich sehr flüssig und flott, die Sprache ist einfach gehalten und erwartungsgemäß sehr humorvoll. Die Charaktere, allen voran Paul, Herr Müller und Katja (Herrn Müllers Freundin) sind herrlich eigen und liebenswürdig. Die Geschichte wird aus Pauls Sicht erzählt, wir nehmen Anteil an seinen Gedanken und Emotionen, und ich mochte seine ironische Sichtweise der Dinge sehr. Günther Jauch ist so gar nicht, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Auch er bleibt durch und durch ein sympathischer Kerl – einen Imageschaden wird der echte Herr Jauch also durch das Buch sicherlich nicht davontragen, auch wenn man ihn sich nur schwerlich beim Kühereiten vorstellen kann. Auch die Nebenfiguren wie Frau Rottenbauer oder Etienne muss man einfach mögen. Nachdem man am Anfang regelrecht die Langeweile in Pauls Leben spürt und hofft, dass mal langsam was passiert, steigert sich die Spannung von Seite zu Seite. Erst das leicht schräge Auswahlverfahren am Telefon, dann Pauls Teilnahme an der Quizshow – Höhepunkt des Ganzen ist natürlich die Entführung von Günther Jauch und sein anschließender Aufenthalt auf Pauls und Herrn Müllers Bauernhof. Von da an muss man jeglichen Anspruch auf Realität fahren lassen, dann kann man mit diesem Buch wirklich seinen Spaß haben. Gegen Ende wird es dann nochmal richtig skurril, und mir war es fast schon ein Ticken zuviel des Guten. Dennoch fand ich es recht amüsant und einfallsreich, und die Entführung an sich bzw. das Verhalten von Günther Jauch war ja bereits schon total überzogen und unrealistisch, da war es vermutlich sowieso schwierig, die absurde Situation noch irgendwie so aufzulösen, dass es logisch und nachvollziehbar wird. Und ehrlich gesagt: So ein bisschen wünscht man sich ja, dass das im echten Leben auch so ablaufen würde mit der Entführung eines Promis. Mehr kann ich aber nicht verraten, ohne zu spoilern. Alles in Allem ist „Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers“ ein herrlich schräger Roman über einen Langweiler, der das Abenteuer seines Lebens hat. Und mittendrin: Günther Jauch.

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  • Wer wird Strumpfträger des Jahres?

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    erdbeerliebe.

    29. January 2014 um 16:09

    Eine WG auf einem Bauernhof mitten irgendwo im Nirgendwo auf dem Land. Dort lebt Paul. Zusammen mit Herrn Müller versorgt er ihre drei Kühe und diverse Hühner. Zusammenschweißen tut sie ihr gemeinsames Hobby "Wer wird Millinär" schauen - jede Sendung wurde bisher mit Spannung von ihnen verfolgt und inzwischen wissen die beiden fast schon so gut über die Sendung bescheid wie die Produzenten selbst. Da ist der Anruf, den Paul bekommt, natürlich eine große Sensation! Er wurde für die Teilnahme an dem Auswahlverfahren für die Show ausgelost! Paul kann sein Glück kaum fassen und gibt sein bestes - und scheitert kläglich. Der Morgen nach der Aufnahme ist für Paul unerträglich.. doch dann kommt Herr Müller mit einer ziemlich skurilen Idee daher: Was wäre, wenn sie Günther Jauch einfach entführen würden? Schließlich ist sowieso Sommerpause und das würde ja auch keiner merken. "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers" ist eines der lustigsten Bücher, die ich in den letzten Monaten lesen durfte. Mit sehr viel Einfallsreichtum und Kreativität beschreibt der Autor Christian Ritter die eigenbröglerischen Charaktere von Paul und Herrn Müller hervorragend ulkig und skuril. Ohne (oder nur: ein bisschen) zu albern zu sein entführt er den Leser (ha! Wortwitz über den Titel!) in eine Welt mit der man als Leser nicht gerechnet hätte und schafft es  sogar, Günther Jauch so darstehen zu lassen, wie man ihn sich irgendwie auch ingeheheim vorgestellt hat. (Mich würde ja wirklich interessieren, was dessen Meinung zu dem Buch ist...) Nebenher erfährt man zudem noch eine Menge "Insider"wissen über die Sendung Wer wird Millinär. Paul und Herr Müller sind ziemlich seltsame Typen - und doch Menschen, wie man sie hier und dort selbst kennt. Die Figuren des Dorfes sind keine Pappaufsteller und trotzden jedem Klischee von Dorfbewohnern, wie man sie sonst so kennt. Fast jede Figur kommt mit einer kleinen Überraschung daher, mit der man als Leser nicht gerechnet hätte. Die Geschichte um die Entführung selbst ist gut durchdacht und nie übertrieben dargestellt - lediglich der Schluss schien mir ein bisschen überzogen zu sein und sparte etwas an dem, was es am Anfang des Buches so im Überfluss gab: Ironie und Urigkeit. Das ist schade, allerdings kein Totschlagkriterium für den Roman. Ich mich sehr freuen noch mehr Bücher von Christian Ritter zu sehen, da ich seinen subtilen, vor Wortwitzen und Sympathie protzenden Schreibstil sehr mochte und mir vorstellen kann, dass auch andere Romane sehr davon profitieren würden. Ans Herz legen würde ich "Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers" jedem, der gerne Wer wird Millinär schaut, Günther Jauch Fan ist und der einen Hang zu Albernheiten und Skurilitäten hat. Ich kann mich einer Vorrezensentin nur anschließen: Der Autor Christian Ritter hat jetzt auf jeden Fall einen Fan mehr!

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  • "Sie sind mir ja 'ne Nummer"

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    Janine2610

    02. January 2014 um 21:59

    Paul und Herr Müller leben zusammen WG-mäßig auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo. Beide haben ein gemeinsames Hobby: Günther Jauchs "Wer wird Millionär" schauen. Sie haben bis jetzt noch keine einzige Sendung verpasst, denn sie sind die größten Fans vom Moderator selbst. Eines Tages schafft es Paul in die Sendung, wohlgemerkt als Kandidat und nicht nur als Zuschauer. Leider scheitert er dort aber kläglich. Infolgedessen fühlt sich Paul schrecklich beschämt und sich seines Glückes beraubt. Doch dann kommt plötzlich Herr Müller mit einer Idee an, wie sie doch noch an die Million kommen könnten: Günther Jauch entführen und Lösegeld fordern. Aber das bitte ganz sanft... ;-)  Wie schon der Titel des Buches vermuten lässt: es ist ein (sehr) lustiges Buch. Bin ich froh, dass ich es gelesen habe, denn es hat mir wirklich einige amüsante Stunden beschert. ;-) Also ich fand das Buch nicht "niveaulos" lustig, nein es war wirklich eine witzige, gut erfundene und durchdachte Geschichte, um eine Entführung, die es so "sanft" bestimmt noch nie auf der Welt gegeben hat. Ich konnte mir die geschilderten Situationen und beschriebenen Personen im Buch richtig gut vorstellen, vielleicht auch gerade deswegen, weil der Autor Günter Jauch darin auch sehr gut getroffen hat. - Das war so super. :-D Ein Buch voller Humor, Überraschungen und sogar ein wenig Action und Spannung. Ans Herz legen möchte ich es jedem, der gerne lacht und/oder Humor hat. Ich bin mir ganz sicher, dass es Günther Jauch selbst auch sehr gefallen würde. ;-) Der Autor Christian Ritter hat jetzt auf jeden Fall einen Fan mehr! Und ich persönlich würde mich sehr über weitere Bücher von ihm freuen. - Die lese ich liebend gerne sofort.

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  • Günther Jauch wurde entführt!!!

    Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

    Kaddi

    02. December 2013 um 20:20

    Günther Jauch wurde entführt!! Und wer jetzt glaubt, dass die Medien an der Sache dran sind, die Polizei mit allen Kräften nach ihm sucht, wird leider verwundert feststellen müssen, das nichts dergleichen passiert! Unglaublich, nicht wahr!?
    Aber warum das so ist, wird wunderbar originell und komisch erzählt.
    Ein leichter Schmöker zum mal schnell weglesen ;-).

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