Christian Saehrendt

 4 Sterne bei 38 Bewertungen

Alle Bücher von Christian Saehrendt

Sortieren:
Buchformat:
Das kann ich auch!

Das kann ich auch!

 (15)
Erschienen am 23.01.2009
Geier am Grabe van Goghs

Geier am Grabe van Goghs

 (5)
Erschienen am 12.03.2010
Das sagt mir was!

Das sagt mir was!

 (5)
Erschienen am 08.10.2008
Alles Bluff!

Alles Bluff!

 (2)
Erschienen am 18.05.2011
Blamage!

Blamage!

 (1)
Erschienen am 06.03.2012

Neue Rezensionen zu Christian Saehrendt

Neu
X

Rezension zu "Gefühlige Zeiten: Die zwanghafte Sehnsucht nach dem Echten" von Christian Saehrendt

Authentizität in verschiedensten Bereichen
X-tinevor 2 Jahren


Inhalt:
Christian Saehrendt untersucht das Thema Authentizität unter den Schlagworten Romanze, Fernweh, Kitsch, Kunst Idylle, Einsamkeit, Niederlage, Tod, Maske, Kontrolle, Entfremdung, Ausbruch und Abschied.
Dabei geht er in den aufgeführten Kapiteln darauf ein, inwieweit der Mensch nach der Echtheit in der heutigen Zeit sucht. Er illustriert, wie wir Leben, wonach wir streben, aber auch was unsere Vergangenheit dazu beigetragen hat wie bspw. die 68er Bewegung. Dabei ist sein Blick umscheifend und betrifft auch andere Länder und deren historischen und politischen Entwicklungen und Situationen.


Fazit:
Es ist sehr aktuell, da beispielsweise sehr junge Entwicklungen oder Themen oder Unternehmen (z.B. Westwing) aufgeführt werden. Was mir überhaupt nicht gefällt ist, dass Themen nur angerissen werden, Themen innerhalb der Kapitel vermischt werden und ähnliches. Er geht nicht wissenschaftlich tief ins Detail. So geht es bei "Fernweh" hauptsächlich um Japaner und ihre Leidenschaft für Reisen in die Schweiz oder auf der Märchenstraße in Westdeutschland. Mir fehlt manchmal der Bezug zur jeweiligen Kapitelüberschrift und die Ausschweifungen sind vielmals zu groß. Daher 3,5 Sterne für ein nett zu  lesendes Buch, das informiert, jedoch keine große Erkenntnis aufbringt.

Kommentieren0
5
Teilen
W

Rezension zu "Gefühlige Zeiten: Die zwanghafte Sehnsucht nach dem Echten" von Christian Saehrendt

Angenehme Unterhaltung, aber kein sozialwissenschaftlicher Wurf
WinfriedStanzickvor 3 Jahren




Hauptsache man ist authentisch. So beschreibt der Historiker und  Kunsthistoriker Christian Sehrendt in seinem Buch „Gefühlige Zeiten“  die Stimmung im Lande. Nicht erst seit gestern, sondern seit einer geraumen Zeit schon. Er bemüht zur Unterstreichung seiner These, dass wir in Gesellschaft und Kultur in einer Zeit der Neo-Romantik leben, mit unzähligen Texten aus der Popmusik, der Literatur und einer Vielzahl eigener kulturwissenschaftlichen Betrachtungen und Reflexionen.

Er führt diese „zwanghafte Sehnsucht nach dem Echten“ zurück auf eine zunehmende Entfremdung angesichts der riesigen Komplexität unserer globalisierten Welt.  Seine Sprache allerdings, die er benutzt, ist alles andere als romantisch. Sie nimmt den Leser mit auf spannende Reisen durch unser Land und seine Mainstreams.

Was mir bei aller Freude und allem Erkenntniszuwachs bei der Lektüre aber gefehlt hat, ist eine aus allen Einzelbeobachtungen schlüssig formulierte Beweisführung, warum er so viele Ähnlichkeiten mit der klassischen Romantik sieht. Genauere Vergleiche etwa von Liedtexten, Bildern, Theaterstücke etc. hätten da vielleicht weitergeführt.

Und so ist das Buch angenehme Unterhaltung, aber kein sozialwissenschaftlicher Wurf.

Kommentieren0
7
Teilen
M

Rezension zu "Blamage!" von Christian Saehrendt

Rezension zu "Blamage!" von Christian Saehrendt
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Peinlichkeiten en Masse

Jeder kennt das. Das „Danebenhauen“, das „Entgleisen“. Diese Dinge zu tun, die einem im Nachgang die Schamesröte ins Gesicht bringen.

Insofern kann man die erste Frage Saehrendts im Buch durchaus mit „Nein“ beantworten. Letztendlich leben wir nicht in einer Gesellschaft, der „nichts mehr peinlich ist“. Andererseits, dieser Beobachtung des Autors kann man durchaus zustimmen, nehmen die Formen gerade des öffentlichen Auftretens vieler durchaus an immenser Peinlichkeit zu. Nicht nur in merkwürdigen Doku-Soaps und Talk-Shows bestimmter Sender, in denen sich bestimmte Menschen fast von allem entblöden, was an Geschmack noch allgemein vorhanden sein mag.

Auch Teile bestimmter „Prominenz“ (der C, D oder noch tieferen Ebene) ebenso, wie massiv sich selbst überschätzende Casting-Teilnehmer lassen mittlerweile nichts mehr aus, um in irgendeiner Form ins Gerede zu kommen.

Dies spricht aber nicht dafür, dass es keine Peinlichkeiten mehr gäbe, sondern eher dafür, dass manchen alle Peinlichkeiten für ein wenig Glitzerlicht einfach egal sind. Sicher mit motiviert aus der gesellschaftlichen Erfahrung heraus, dass noch lange nicht jeder tief fällt, der hoch stapelt, sondern im Gegenteil, ein „an sich abperlen lassen“ von Blamagen und Peinlichkeiten in durchaus zahlreichen Fällen einfach zu einer anderen, gutdotierten, Aufgabe führen.

Im Umgang mit der Peinlichkeit gibt es also ein differenziertes Bild. Unter anderem erläutert Saehrendt im Buch durchaus, woran das liegen könnte.

In seinem munteren und unterhaltsamen Stil legt Christian Saehrendt den Finger unnachgiebig auf die Wunden der Blamagen und Peinlichkeiten, wobei er zwar durchaus auch „peinlich prominent“ in den Fokus rückt, beileibe aber nicht bei einer einfachen Aneinanderreihung kleinrer und größerer Skandale stehen bleibt. Durchaus vertiefend legt er im Buch auch die geschichtliche Entwicklung der Blamage vor und wertet diese als eine „Errungenschaft der Zivilisation“, als ein wesentliches Moment sozialen Lebens, das als Klammer eine Gesellschaft mit zusammenhalten kann. Löst sich diese Klammer, dann wird der Einzelne auch nicht mehr in gleicher Stärke gezwungen, sein Verhalten gleichmäßiger und stabiler zu regeln. Mit Folgen für die gesamte Gesellschaft.

Neben diesen grundlegenden Betrachtungen kommen aber natürlich die vielfachen Formen möglicher Blamagen und Peinlichkeiten durchaus zu Wort. Von Flirtdebakeln bis zu Pickeln und anderen körperlichen „Peinlichkeiten“, vom „Deutschen im Ausland“ bis zur gewollten Peinlichkeit als PR Instrument oder auch die „peinlichen Blamagen Kohls in den 80ern“ (und was daraus wurde vor allem).

Interessant zum Ende des Buches hin ist die Verortung des „peinlichen Gefühls“ in einer Mittelschicht, während der „Adel“ und „neureiche Gangster und Tycoons“ sich mit einem „niemals erklären, niemals entschuldigen“ souverän über solche „Gefühlsniederungen“ hinwegzusetzen scheinen. Ein wenig von beidem bleibt über nach der Lektüre. Eine Ahnung dessen, dass ein völlig ungehemmtes „sich gehen lassen“ einem selber nicht gut tun würde, aber auch, dass ein Mehr an Wagnis und Coolness durchaus den eigenen Erfahrungsschatz und das eigene Leben bereichern könnten.

Eine durchaus anregende Unterhaltung, wenn auch keine „lebensverändernde“ Lektüre.

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 52 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks