Christian Seidel Die Frau in mir

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Inhaltsangabe zu „Die Frau in mir“ von Christian Seidel

Wie viel Frau steckt in einem Mann? Christian Seidel hat seine klassische Männerrolle satt. Innerhalb eines ungewöhnlichen Experimentes bricht er ein Tabu und schlüpft für ein Jahr in die Rolle einer Frau. Erst spät wird ihm klar, dass der Perspektivwechsel seine komplette Existenz gefährdet. Seine Ehe, seine Freundschaften, seine gesamte Identität. Mit schonungsloser Offenheit erzählt Seidel von tiefgreifenden und schockierenden Erlebnissen während seines Balanceaktes auf den Grenzen zwischen den Geschlechtern. Dabei sieht der einstige Macho nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer in einem völlig neuen Licht. Ein provokanter Aufruf, die gängigen Klischees endlich über Bord zu werfen, und ein wohltuend authentischer Beitrag in der oft theoretisch ausufernden Geschlechterdebatte.

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    Die Frau in mir

    alasca

    Nichts Neues Christian Seidel hat in jedem Winter eine Bronchitis. Warum? Männerunterwäsche wärmt entweder zu gut, oder gar nicht. Was aber, wenn er Nylonstrümpfe unter der Hose trüge? Sein Ausflug in die Welt der schillernd vielfältigen Damenbekleidung fasziniert ihn dermaßen, dass er entschlossen ist, die Limitierungen seiner männlichen Existenz abzuwerfen. Damenkleidung muss her, samt künstlicher Doppel-D-Brüste, BH und Beinrasur. Um es gleich ganz klar zu sagen: Seidel ist während seines Experiments nie wirklich als Frau durchgegangen. In Stilettos über 1,95 groß und mit seiner transig-tussig aufgebrezelten Erscheinung ist er allerspätestens auf den zweiten Blick als Grenzgänger zwischen den Geschlechtern erkennbar. Die Reaktionen, die er bekommt, sind also keine auf sein Frau-Sein, sondern auf seine Grenzüberschreitung. Dass Frauen neugierig und Männer irritiert bis feindselig reagieren, hat mich nicht überrascht. Auch nicht, dass seine Frau Probleme hat, diese Entwicklung zu verkraften – Chapeau für ihre Toleranz. Immerhin war ich fasziniert zu lesen, dass ein Mann tatsächlich ein solches Experiment gewagt hat. Seidel berichtet euphorisch über sein neues weibliches Körpergefühl und ist begeistert von der emotionalen Offenheit, mit der Freundinnen miteinander umgehen. Seine Identifikation geht so weit, dass sogar sein Testosteronspiegel sinkt, etwas, das mich an seiner Stelle alarmiert hätte. Seinem originellen Ansatz zum Trotz sind die Erkenntnisse, die er gewinnt, nicht neu. Dass Männer in ihrer Rolle wesentlich limitierter sind als sie selbst wissen. Dass Frauen emotional freier sind als Männer. Dass Männer ihre „weiblichen“, sprich anlehnungsbedürftigen Anteile nicht zulassen, weil sie fürchten, ihrer Männlichkeit verlustig zu gehen. Dass die Frau die biologische Urform ist. Dass dennoch auch Weiblichkeit ein Konstrukt ist. Dass Frau sich verbiegen muss, um in der männlich geformten Welt zu bestehen. Dass in der Sexualität erschreckende beiderseitige Unkenntnis herrscht, weil Mann und Frau zu wenig miteinander reden. Das alles, sorry, weiß, wen´s interessiert, schon lange. Nach einem nächtlichen Überfall auf „Christiane“, dessen er sich mit männlicher Kraft erwehren kann, geht Seidel immerhin auf: „Nein, wie es wirklich für eine Frau ist, weiß ich nicht.“ Das sehe ich auch so, denn: Haben Frauen wirklich keinen Leistungsdruck? (Wie bitte?!) Haben sie wirklich weniger zu tun als Männer, weil Männer ihnen die Türen aufhalten und heruntergefallene Handtaschen aufheben? (Wollen Sie uns verarschen?) Kann frau in High Heels dauerhaft schmerzlos wandeln? (Mitnichten!) Ist es wirklich so toll, dem zeitaufwändigen weiblichen Gepflegtheitsanspruch genügen zu müssen? (Wohl kaum.) Konkurrieren Frauen wirklich nicht miteinander? (Blödsinn!) Seidels Idealisierung der weiblichen Welt und vor allem seine Konzentration auf das Äußere ging mir über weite Strecken ziemlich auf die Nerven. Am Ende deduziert Seidel Forderungen aus seinen Erfahrungen, die erstmal verwirren. Was soll das heißen, wenn er sagt, Männer sollten nicht mehr Anrecht auf Jobs haben als „den Umfang ihres gesellschaftlichen Anteils“? Meint er den demografischen Anteil? Der wäre 49 Prozent per 2009. (Wäre es der gesellschaftliche Anteil, z. B. 96 Prozent in Firmenvorständen per 2012, so würde der Status quo zementiert.) Geregelt werden soll dies von einer überparteilichen Frauenorganisation. Ein schöner Traum. Seidels Fazit: „Die Männer werden sich nie von allein bewegen. Sie werden immer ihr Spiel spielen.“ Erzählen Sie mir was Neues, Herr Seidel.

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    Floh

    28. August 2014 um 07:45
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