Christian Sievers

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Autor von Grauzonen.

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Grauzonen

Grauzonen

 (4)
Erschienen am 15.12.2017

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Rezension zu "Grauzonen" von Christian Sievers

Grauzonen
AlexandraKvor 21 Stunden

Christian Sievers ist allen bekannt, die heute oder das heute-journal schauen. Jahrelang war er Auslandskorrespondent im Nahen Osten für das ZDF. In seinem Buch Grauzonen erzählt er von Erlebnissen, die es nicht in eine Sendung geschafft haben. Er erzählt von Menschen und Regionen, die uns fremd und weit weg erscheinen und zumindest in meinem Fall weckt er auch Sympathien für die Region des Nahen Ostens.

Das Buch ist in 3 Teile geteilt: Davor, Draussen und Drinnen.

Im ersten Teil erzählt der Autor, wie er zum Journalismus gekommen ist und auch seine ersten Schritte als Journalist.

Der zweite Teil ist der größte Teil. Darin geht es um seine Zeit als Auslandskorrespondent im Nahen Osten. Knappe 5 Jahre war er im Auslandsstudio Tel Aviv und hat entsprechend viel zu erzählen. Dieser Teil war für mich auch definitiv der Spannendste, was nicht heißt, dass die anderen Teile langweilig waren. Am Ende des zweiten Teil sind dann ein paar Seiten mit Fotos von Christian Sievers in Aktion eingefügt. Das macht die Geschichten noch greifbarer, noch realer oder auch absurder.

Im dritten Teil geht es dann um seine Zeit nach der Rückkehr aus Tel Aviv. In dem Teil werden dann auch grundlegende Fragen und Themen zum Journalismus bearbeitet. Sievers zeigt auf, in welchem Dilemma Journalisten zuweilen stecken und welchem Druck sie ausgesetzt sind und welche Schwierigkeiten sie hin und wieder zu überwinden haben.

Spannend und in einem angenehmen Schreibstil bringt uns Christian Sievers das journalistische Leben mit all seinen Höhen und Tiefen näher. Die Lektüre zieht einen in den Bann, man spürt das Adrenalin, als wäre man selbst gerade Reporter. Es wühlt einen auf und lässt den Leser nachdenklich zurück. Wie gehen wir mit Medien um? Wie gehen wir mit Journalisten um? Respektvoll, wie sie es eigentlich verdient haben? Wie konsumiere ich Nachrichten? Und noch viele Fragen mehr treiben einen nach der Lektüre um.

Ich hoffe, dass nach der Lektüre dieses Buches keiner mehr teilweise abschätzig über „die Medien“ spricht, sondern auch an die Menschen dahinter denkt. Menschen, die für Nachrichten teilweise ihr Leben riskieren. Sie stehen mitten im Krieg während wir abends gemütlich auf dem Sofa die Nachrichten schauen. Und letztlich erkennen die Leser hoffentlich, dass die Welt nich nur schwarz-weiss ist, sonder dazwischen ganz schön viele Grauzonen liegen.


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Rezension zu "Grauzonen" von Christian Sievers

Geschichten über den Journalismus, Gaza, Israel und noch viel mehr
ban-aislingeachvor 10 Monaten

Das Sachbuch „Grauzonen“ wurde von Christian Sievers geschrieben. Das Buch ist am 15.12.2017 im ROWOHLT Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 224 Seiten. Es geht um Geschichten, welche er als Journalist erlebt hat, aber welche es nicht in die Nachrichten geschafft haben.

 

Der in Mainz geborene Christian Sievers studierte Rechtswissenschaften, aber schon während seinem Studiums bemerkt er, dass er Reporter werden wollte. Denn während des Studiums jobbte er als Reporter bei RIAS Berlin. Die meisten kennen ihn wohl aus als Moderator, Nachfolger von Matthias Fornoff, von „heute“, welches um 19 Uhr auf ZDF läuft. Doch er arbeitete auch als Reporter aus Israel, dem Kosovo, Bosnien und berichtete über aktuelle Ereignisse wie von den Terroranschlägen des 11 Septembers, der Tsunami-Katastrophe 2006 in Südostasien,

 

Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil geschrieben, welcher sich flüssig lesen lässt. Ganz besonders gefreut haben mich die Fotografien in der Mitte des Buches, welches mir anfangs gar nicht aufgefallen sind. Das Buch ist in drei Teilen gegliedert und zwar in Davor, Draussen und Drinnen.

 

In Davor erzählt er wie er zum Journalismus kam und wieso er sein Glück nicht in den Rechtswissenschaften fand, es ist sehr spannend zu lesen, weil er das Glück hatte während dem Fall der Mauer in Berlin gewesen zu sein. Zudem berichtete er in diesem Teil auch über die Medien in den USA. Das was ich im Buch sehr klasse fand war die Tatsache, dass ich nicht nur einiges über die Welt hinter den Nachrichten lernen durfte, sondern auch über den Journalismus und dabei ist mir aufgefallen, dass ich darüber nicht besonders viel weiß. In Draussen erzählt er von Erlebnissen, welche er während seiner Zeit in Israel und Gaza gemacht hat. Ich habe viel Neues erfahren zum Beispiel wieso sie einen Esel als Zebra im Zoo von Gaza bemalt haben, über das Lebensgefühl der Israelis und wieso die jungen Leute aus Tel Aviv Berlin so sehr lieben. Manche Geschichte hat mich zu Tränen berührt, obwohl ich ihn für den objektiven Ton bewundere. Ich kam während all den Geschichten nicht so vor als ob er mich in eine bestimmte Richtung drängen wollte. In Draussen geht es um seinen Job von heute und da habe ich einiges darüber gelernt wie die Nachrichten, welche ich um 19 Uhr im Fernsehen ansehe, es in die Nachrichtensendung schaffen. Dann erzählte er noch Geschichten über den tragischen 11 September in New York, über die Wahl von Trumpf und da gab es Infos, wie zum Beispiel wie viel Leute damals schon Trumpf wählen wollte, welche mich sehr überrascht haben. Ich muss dem Buch leider schweren Herzens einen Punkt abziehen und zwar weil mir im dritten Teil das Flüchtlingsthema zu groß vorkam und ich all diese Geschichten schon aus dem Fernsehen oder aus Zeitungen wusste.

 

Dennoch empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Es lohnt sich vor allem für Leser die mehr über den Journalismus oder mehr über Geschichten aus Gaza und Israel erfahren möchten.

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