Christian Signol Der Himmel, so blau

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Inhaltsangabe zu „Der Himmel, so blau“ von Christian Signol

Südfrankreich, um 1890. Julien ist das Kind einer armen Landarbeiterin. Sein Leben ist bestimmt von harter Arbeit, ohne jede Perspektive auf einen sozialen Aufstieg. Dennoch schwört er sich, aus dieser Tretmühle auszubrechen. Kaum hat er begonnen seine Träume wahrzumachen – er wird Maurer, gründet eine Familie, wird Vater –, bricht der Erste Weltkrieg aus und verschlägt ihn in die Fremde. Traumatisiert, mit einer zertrümmerten Hand und desillusioniert, kehrt er zurück. Doch sein fester Vorsatz, seinen Kindern die Bildung zu ermöglichen, die ihm, der nie lesen und schreiben lernen durfte, immer verwehrt blieb, ist ungebrochen. Ein zäher und imponierender Aufstiegskampf beginnt.

Mit diesem Roman hat Christian Signol seinen Großeltern ein wunderbares Denkmal gesetzt.

— Bibliomarie
Bibliomarie

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    Der Himmel, so blau
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    16. November 2015 um 22:52

    In diesem bewegenden Buch erzählt Christian Signol die Doppelbiografie seiner Großeltern Julien und Helene. Einfache Menschen aus dem Perigord, die durch Krieg und Elend gingen und es zu einem kleinen, für sie selbst aber so wichtigen Wohlstand brachten und ein kleines Haus und einen kleinen Acker ihr Eigen nannten. Das wäre nun nichts Weltbewegendes, wenn es nicht auch eine Geschichte des 20. Jahrhunderts wäre und uns vor Augen hält, welche Errungenschaften wir kaum mehr beachten und für selbstverständlich halten. Unsere persönliche Freiheit zum Beispiel, unverzichtbar für uns und doch vor grade mal 3 Generationen noch undenkbar. So kommt Julien als Sohn eines Halbpächters zur Welt, eine Stellung, die völlig rechtlos war und die Pächter ganz den Gutsbesitzern untertan waren. Der Vater stirbt früh und Julien kennt, genau wie seine Schwestern, schon als Kind nur Arbeit. Er erkennt aber auch sehr früh, dass die Abhängigkeit auf dem Land nicht durchbrochen werden kann und erreicht es, zur Lehre bei einem Maurer aufgenommen zu werden. Kaum erwachsen, folgt Militärdienst und nur wenige Jahre danach seine Einberufung auf die Schlachtfelder des 1. Weltkriegs. Er kommt mit dem Leben davon, aber durch eine Granate ist seine rechte Hand zertrümmert und er kann nicht mehr als Maurer arbeiten. Sein Leben bleibt hart, aber er ist unabhängig, zusammen mit seiner Frau ist er, der nie zur Schule gehen konnte, weder lesen, noch schreiben lernte, zu einer kleinen bescheidenen Existenz gekommen und kann seinen Kindern die Schule ermöglichen. Zwar reicht es nur zur Grundschule, für weitere Bildung fehlt es an Geld und der Vater braucht auch die Arbeitskraft seiner Söhne. Das Leben hat nur wenige unbeschwerte Tage für Julien und Helene bereit gehalten, aber ihre Liebe und ihr Stolz auf ihre Söhne haben sie getragen und ihnen das Leben immer lebenswert erscheinen lassen. Das ist eine Geschichte von ganz einfachen Menschen, die mich anrührte, aber mir auch deutlich macht, wie wichtig Freiheit,  Bildung und Unabhängigkeit des Einzelnen ist, und wie wichtig es ist, diese Werte zu verteidigen.                  

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