Christian Signol Wenn die Christrose blüht

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Inhaltsangabe zu „Wenn die Christrose blüht“ von Christian Signol

Nur weg aus der grauen, tristen Betonwüste der Trabantenstadt! Sébastien ist 10 Jahre alt und an Leukämie erkrankt. Seine Mutter liebt ihn sehr, trotzdem will er nur eines: aufs Land zu seinen Großeltern und dort all seine Ängste vergessen. Er ist davon überzeugt, dass er in der herrlichen Natur die Kraft finden wird, die heimtückische Krankheit zu besiegen.

Schöne Landschaftsbeschreibungen und das Auf und Ab einer Krankengeschichte ... Nachdenkliches für Zwischendurch.

— angi_stumpf
angi_stumpf

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    Wenn die Christrose blüht
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    22. January 2015 um 19:45

    Die Geschichte: Es geht um den 10-jährigen Sébastien, der mit seiner Mutter in einem nicht so schönen Stadtteil von Paris lebt. Der Vater hat die beiden schon vor einigen Jahren verlassen. Sébastien erkrankt leider an Leukämie und äußert den Wunsch, diese schwere Zeit bei seinen Großeltern in einem kleinen Dörfchen auf dem Land zu verbringen. Alle willigen schnell ein und so zieht Sébastien nach Millac. Er genießt das stille Leben und schöpft neue Kraft für die Strapazen der Chemotherapie. Meine Meinung: Normalerweise lese ich nicht gerne Bücher über Krankheiten, denn beim Lesen möchte ich lieber den realen Widrigkeiten des Alltags entfliehen. Trotzdem habe ich mich auf diesen Roman eingelassen, den er versprach auch wunderschöne Beschreibungen der südfranzösischen Landschaft – und die mag ich ja bekanntlich sehr. Es ist tatsächlich auch so, dass das Buch in großen Teilen von diesen atmosphärischen und bildhaften Schilderungen der Umgebung lebt. Aber Christian Signol hat auch seinen Protagonisten echtes Leben eingehaucht, so dass man schnell mit Sébastien und seinen Großeltern mitfühlt. Im Großen und Ganzen dreht sich alles um das Auf und Ab während Sébastiens Chemotherapie. Abwechselnd verbringt er seine Zeit im Krankenhaus und dann wieder im idyllischen Millac, in dem er bald auch Freunde findet. Manchmal hatte ich den Eindruck, es würde nicht viel passieren, aber so richtig langweilig wurde es nie, eher etwas gleichförmig. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich zu einem 10-jährigen Jungen passt, egal ob es um den Umgang mit Mädchen geht oder bei anderen Verhaltensweisen. Das wirkte mir oft zu erwachsen. Die Unterschiede zwischen der ländlichen, eher ärmlichen Lebensweise und dem hektischen Stadttrubel spielen ebenso eine große Rolle wie die Kluft zwischen Jung und Alt. Auch die langsame Überalterung abgelegener Dörfer wird thematisiert. Vor dem Schluss habe ich mich etwas gefürchtet, denn mitten in der Behandlung neigt sich das Buch dem Ende zu. Doch ich wurde angenehm überrascht, auch wenn mir das alles etwas zu schnell ging. Fragen bleiben trotzdem kaum offen, im Epilog wird alles Wesentliche noch geklärt. Fazit: Wunderbare, stimmungsvolle Beschreibungen der Landschaft entführen den Leser in eine südfranzösische Idylle, jedoch immer überschattet von der Krankheit Sébastiens. Es zeigt, wie nahe Licht und Schatten beieinanderliegen und es ruft dazu auf, das Leben zu genießen und wertzuschätzen.

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  • Rezension zu "Wenn die Christrose blüht" von Christian Signol

    Wenn die Christrose blüht
    Klusi

    Klusi

    27. November 2011 um 23:58

    Sébastien erkrankt im Alter von zehn Jahren an Leukämie. Als er die Diagnose erfährt, will er so schnell wie möglich weg aus der schmutzigen, lauten Trabentenstadt von Paris, wo er bisher mit seiner Mutter gelebt hat. Er möchte aufs Land, zu seinen Großeltern, die er bisher viel zu selten getroffen hat. Dort, in dem kleinen Dorf Millac, wünscht er sich, Trost und Zuversicht zu finden. Großvater Auguste kennt sich gut mit Kräutern aus, und Sébastien erhofft sich insgeheim Hilfe davon. In dem alten Mann findet der Junge einen heimlichen Verbündeten, hat er ihm doch erzählt, dass die Christrose, die nur selten unter dem Schnee zu finden ist, ihm vielleicht Heilung bringen könnte. Cyprienne, die Großmutter, ist eine resolute Frau, die ihr gutes Herz hinter einer rauen Fassade versteckt. Sébastien ist ein feinfühliges Kind, und mit ihrer energischen Art kann sie ihn nicht darüber hinweg täuschen, dass sie ihn von ganzem Herzen liebt und alles für den Jungen tun würde. Ihre Entschlossenheit und Stärke gibt ihm die Kraft, durchzuhalten und der Krankheit zu trotzen. Es ist ein sehr berührender Roman. Das Schicksal von Sébastien geht einem sehr nahe. In dem kleinen, stillen Dorf, bei den Großeltern, findet er die Geborgenheit und Kraft, die er während der zermürbenden und anstrengenden Behandlung braucht. Mit den Großeltern verbindet ihn ein ganz besonderes Verhältnis, das von Liebe, tiefem Verständnis und Mitgefühl geprägt ist. Das alte Ehepaar lebt sehr naturverbunden und ursprünglich. Hier erfährt Sébastien die Schönheit der malerischen Landschaft und der Natur, und er entwickelt ein tiefes Urvertrauen, das er so dringend benötigt, um den kommenden Strapazen Stand zu halten. Auch neue Freunde findet der Junge in dem stillen Dörfchen. Es tut ihm sehr gut, Menschen um sich zu haben, die sich um ihn sorgen, mit ihm fühlen und ihn doch ab und zu seine Krankheit vergessen lassen. Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksstark gezeichnet, und der Leser bekommt ein intensives Bild vermittelt, was in dem schwer kranken Kind vorgeht. Die Zeit der Behandlung ist ein dauerndes Auf und Ab, ein stetiger Wechsel zwischen Zuversicht und Mutlosigkeit. Sébastien hat Angst. Er stellt sich und den Großeltern viele Fragen nach dem Leben und nach dem Sterben, und was wohl danach kommt? Der Klappentext verspricht: „Wohl noch nie ist es Christian Signol, dem großartigen Erzähler, gelungen, seine Leser mit einer solchen Präzision mitten ins Herz zu treffen wie in diesem Roman.“ Dem kann ich nur absolut zustimmen!

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