Christian Stahl , Jens Johler Keine Macht für Niemand

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Inhaltsangabe zu „Keine Macht für Niemand“ von Christian Stahl

Ton Steine Scherben – das ist mehr als nur der Name einer Band. Ton Steine Scherben – das ist der Mythos der siebziger Jahre. Die Scherben repräsentierten das Lebensgefühl einer Generation, das rebellische, trotzige, träumerische und utopische Lebensgefühl der Jugend, die den Aufstand probte. Die Scherben schrieben den Soundtrack der linken Bewegung. Das Buch zeichnet die Geschichte der Scherben nach, von ihrer Gründung im Jahre 1970 bis zur Auflösung im Jahre 1985. Interviews mit Bandmitgliedern und Weggefährten von damals gehen der Frage auf den Grund, was die Scherben aus heutiger Sicht waren – und sind.

Interessant,aber erzählerisch kein Highlight

— DasLeseschaf

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  • Rezension zu "Keine Macht für Niemand" von Kai Sichtermann

    Keine Macht für Niemand

    thursdaynext

    31. December 2011 um 09:39

    Rios Stimme und Texte berühren mich heute immer noch so, wie damals als ich sie kennenlernen durfte.

    Daher keine Rezension von mir, sondern der liebenswürdigerweise genehmigte Querverweis auf KAIVAIS Rezension die alles was Rio aumacht so wunderbar einfängt , wie ich es nie ausdrücken könnte .

    Logischerweise gehen die HERZEN dann bitte auch an Kaivai !!!

  • Rezension zu "Keine Macht für Niemand" von Kai Sichtermann

    Keine Macht für Niemand

    Kaivai

    19. June 2009 um 18:08

    "Angie: "Kai sollte die Bowle zusammen mit mir im FORD-Transit zum Mariannenplatz fahren. Ich saß hinten mit meinem Zwergkaninchen >Swabble< auf dem Schoß. Vor mir stand der Behälter mit der Bowle. Kai fuhr extrem langsam, damit nichts überschwappte. Kurz vor der Möckernbrücke lief plötzlich ein Kind vors Auto, und Kai mußte eine Vollbremsung machen. Swabble rutschte von meinem Schoß herunter und fiel genau in die Bowle. Das Bad in der Bowle dauerte nur ein paar Sekunden, aber Swabble war den ganzen Tag nicht mehr zu gebrauchen. Und die Bowle? Sollten wir die etwa wegkippen?" " Ist das lustig? Ist das auch dann lustig, wenn kein Swabble in die Bowle fällt, sondern ein Rio? Ein Rio Grande? Auch Rio ist in die Bowle gefallen. Und hat fortan von ihr gelebt. Seelisch. Zu gebrauchen war er dann nicht mehr. Zu mißbrauchen aber auch nicht. Irgendwo dazwischen bewegte sich der große Fluß, der für Rio Alkohol hieß und der für ihn den Streß minderte, den ein extrovertierter Dompteur im Namen der Liebe und Träume erleiden muß. Als Ralph Peter Steitz im Jahr 1966 bei Ralph Moebius in Nieder-Roden, heute Rodgau, an der Tür klingelte und sich zwei 16-jährige kennenlernten, wurde der Keim zu einer Band gelegt, die sich Ton Steine Scherben nannte. Der dritte im Bunde (später folgten noch viele andere), der hieß Kai Sichtermann. Er war der Bassist. Der ruhende Pol. Der Ruhige. Manchmal konnte Rio sein Schweigen nicht ertragen. An einem Tag wollte er nicht mehr vom Frühstückstisch aufstehen, bis Kai etwas sagte. Kai schwieg. Und verließ den Raum. Wenn Rio sein Wort gehalten hätte, würde er heut nach an dem Tisch sitzen. Und vor lauter Langeweile bestimmt singen. Das wär der Traum. So sollt es sein. Doch in Wirklichkeit: Todesstille. Schade! Schade ist auch: die alten Ton Steine Scherben hab ich nie kennengelernt. Die wurden mir verschwiegen. Von den Medien. Ich war nicht im Wendland, nicht in Kreuzberg, nicht in St.Pauli. Ich war nicht links. Ich war knapp rechts von meinem Herz, noch ganz eingegraben in mein Zwerchfell. Ende der Achtziger lernte ich Rio kennen. Und kaufte mir "Rio der erste". Der war jetzt König von Deutschland (übrigens ein Lied, das die Scherben schon in den siebzigern gespielt haben). Und ich zog nach St.Pauli. Die Verortung war vollzogen. "Alles Lüge" lag hinter mir. Die Fahne mit dem Totenkopf in meiner Hand, "Ole, ole, ole" auf meinen Lippen. Der Ort ist zuerst ein Symbol. Doch dann, im Lauf der Zeit, tummeln sich die Ereignisse und tummeln sich die Zuträger der Ereignisse und die verpuppen sich und werden zu Schmetterlingen und einer (vielleicht der bunteste oder der mit dem Totenkopf) fängt dich mit seinem Netz. Und hält dich in seiner Liebe fest. Kai Sichtermann liebte Angie. Sie bekamen ein Scherbenkind. Lisa. Kurz liebte er Emma aus Dänemark. Später trennten sich Kai und Angie. R.P.S. Lanrue liebte viele Frauen. Britta blieb lange. Rio blieb ewig. Sein Tod erschütterte ihn wie keinen anderen. Er ging nach Portugal. Allein. Rio liebte Männer. Das war schwer. Verortung wurd auch schwer. Berlin wurd schwer. Landleben wurd schwer. Alkohol wurd schwer. Singen war leicht. Alles Schwere entlud sich im Singen. So schöne Liebeslieder. Ja, Liebe ist schwer. Doch wenn die Liebe singt, kann es so leicht werden, als hätte ein Pfeil den Erdboden durchdrungen und in dem Pfeil waren Seifenblasen, vieleviele und unplatzbare und die trugen dann die Erde in den Himmel empor. Dies Buch ist toll. Direkt am Puls der Zeitgeschichte. Null plakativ. Beziehungsdynamisch. Lebendig. Rio sitzt am Früstückstisch und staunt. Der Kai hat was gesagt. Und dazu noch der Christian und der Jens. Alle im Raum klatschen.

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