Christian Wiethüchter , Christian Wiethüchter Donoussa

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Inhaltsangabe zu „Donoussa“ von Christian Wiethüchter

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  • Rezension zu "Donoussa" von Christian Wiethüchter

    Donoussa
    Dilbertine

    Dilbertine

    11. October 2009 um 13:34

    „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“Jean Paul *************************** Haben Sie schon einmal ein Buch gelesen, dass vergessene Erlebnisse, Erfahrungen und Sehnsüchte mental wiederbelebt hat? Mir ist es mit dem Reisetagebuch Donoussa von Christian Wiethüchter so ergangen. Aber der Reihe nach. Donoussa ist eine 13 km² große Insel, südöstlich von Naxos, die zur Gruppe der kleinen Kykladen gehört. Auf der Insel leben ca. 150 Menschen, es gibt keine Bank, keine Polizei, keine Tankstelle, keinen Friseur, dafür aber viel Ruhe, zahlreiche wunderschöne Strände und eine karge aber dennoch atemberaubende Landschaft. Anfang der 90er Jahre kurz nach dem Mauerfall, habe ich mich meiner Sehnsucht nach Ferne, Freiheit und einem echten Meer hingegeben und mit Ruck- und Schlafsack bewaffnet auf den Weg nach Griechenland gemacht. Ziel meiner Reise war die Inselgruppe der Kykladen. Unterwegs auf einem verrosteten Schiff namens Scopelitis konnte ich mich an diesem himmelblauen Mittelmeer kaum satt sehen. Dieses Schiff hat mich eines Tages im wahrsten Sinne des Wortes auf der Insel Donoussa ausgespuckt und ich habe mich auf der Stelle in den rauen Charme dieses Fleckchens Erde verliebt, habe keine weiteren Kykladeninsel aufgesucht und bin drei Jahre in Folge immer zurück gekehrt. Christian Wiehthüchter, ein Architekt aus Braunschweig, hat dieses kleine Paradies auch für sich entdeckt. Die Insel, die polarisiert, hat ihn animiert, immer wieder zurück zu kehren und sich der Entdeckung der Langsamkeit und Einsamkeit hinzugeben. In seinem Buch „Donoussa – Ein Reisetagebuch“ reflektiert er seine Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken, die auf seinen Reisen in die donoussianische Gelassenheit entstanden sind. Sein Tagebuch beginnt mit der ersten Reise im Jahr 2000 und setzt sich bis ins Jahr 2008 fort. Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung der umständlichen und langwierigen Anreise von Deutschland nach Donoussa, die sich immer wieder anders gestaltet und gelegentlich einer wahren Odyssee gleich kommt, die schon einmal 40 Stunden andauern kann. Ist er am Ziel seiner Reise angekommen, nutzt er seine Tage auf dem Island, um zu wandern, nachzudenken und in das Leben, dass sich so deutlich von dem eines Nordeuropäers unterscheidet, einzutauchen. Seine Wanderbeschreibungen sind erstklassig und machen Spaß und Lust, diese Wege, die keine sind, selber zu entdecken und nachzuempfinden. Auf jeder seiner Reisen erschließt er neue Möglichkeiten die Insel von einer anderen Seite zu erobern. Auf diesen Wanderungen erfährt der Leser einiges über die Geschichte und Entwicklung der Insel. Liebenswert sind seine Beschreibungen der Donoussianer, die auch ein Stück der griechischen Mentalität preisgeben. Kritisch ist seine Auseinandersetzung mit der Entwicklung dieses Paradieses. Auch vor Donoussa macht die Entwicklung des Tourismus und die damit einhergehende mutwillige Zerstörung der Natur leider keinen Halt. ********************* „Auch Donoussa ist mir wie ein Paradies vorgekommen, und was dort abläuft erschreckt mich nicht mehr, es ist immer das Gleiche. Überall spüre ich die Bestrebungen nach Fortschritt. Ich kann es den Menschen nicht einmal verdenken. Jeder möchte an dem steigenden Wohlstand teilhaben. So wird gebaut und gleichzeitig zestört. Dass man das auch besser machen kann, wissen wir alle, aber wer nicht lesen gelernt hat, kann auch nicht schreiben. Der griechischen Inselbevölkerung mit ihrer minimalen Schulausbildung, ihren elementaren Berufen, wenn überhaupt einer erlernt wurde, kann man nichts vorwerfen. Ich werfe den schweren Raubbau an Landschaft und Identität den Verantwortlichen vor, den Bürgermeistern und Geschäftemachern.“ *********************** Neben seinen Berichten enthält das Buch, dass 269 Seiten stark ist, zahlreiche wunderschöne Fotos und Skizzen. An dieser Stelle bitte ich den Autor vielmals um Entschuldigung, ob meiner kritischen Äußerung über den Preis, das Reisetagebuch ist die veranschlagten 32,00 € durchaus wert. Nach meiner persönlichen Entdeckung der Insel Donoussa habe ich längst andere Meere gesehen, alle Kontinente bereits einmal bereist und neue Paradiese für mich erschlossen. Christian Wiethüchter hat meine Sehnsucht und meine Erinnerungen an ein wunderschönes Fleckchen Erde reanimiert. Wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann die Mutter meiner Urlaubserinnerungen noch einmal aufsuchen. „Donoussa – Ein Reisetagebuch“ ist Literatur für alle Griechenland- und Wanderfreunde, die gern in glasklares Wasser eintauchen, den strahlend blauen Himmel, die schlichte Architektur auf kahlen Felsen lieben und Freude an der griechischen Lebensweise haben.

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