Christian Wiman

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Mein heller Abgrund

Mein heller Abgrund

 (5)
Erschienen am 15.01.2018

Neue Rezensionen zu Christian Wiman

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Rezension zu "Mein heller Abgrund" von Christian Wiman

Etwas aus dem Leben ruft ins Leben
Traeumerin109vor 2 Monaten

Dieses Buch stand, das muss ich zugeben, eine Weile bei mir im Regal, bevor ich angefangen habe, es zu lesen. Dann aber hat es mich richtig beeindruckt, geradezu überwältigt. Mit so einem Feuerwerk der Sprache hätte ich nicht gerechnet. „Mein heller Abgrund“ ist ein Buch voller Poesie und tiefer Wahrheiten, das mich immer wieder zutiefst berührt hat. Es ist ein Buch voller Schmerz und Hoffnung, voller Trauer , Angst und Freude. Christian Wiman benutzt eine unvergleichliche Sprache, um uns auf uns selbst zurückzuwerfen.

Das Thema: Der Autor, welcher nach eigener Aussage jahrelang überhaupt nicht an Gott dachte, bekommt die vernichtende Krebsdiagnose. Diese ändert alles und führt unter anderem zu dieser wunderbaren Sammlung von Gedichten, Zitaten und Überlegungen, über viele Jahre hinweg geschrieben, immer vor dem Hintergrund des Bewusstseins des eigenen möglichen Todes. Der Autor spricht dabei auf eine Art und Weise von Gott und seinem Glauben, die ganz anders ist als die, welche man sonst meistens antrifft. Aber, wie ich finde, auch sehr viel echter und ehrlicher. Da sind keine unumstößlichen Gewissheiten, außer der einen: Gott ist Kontingenz, ist Ungewissheit.

„In der Minute, in der man anfängt, mit Gewissheit über Gott zu sprechen, ist er fort.“

Was ihn zum Glauben geführt hat, ist die Erkenntnis, dass seine alten Vorstellungen nicht ausreichen für das, was das Leben an Trauer und Schmerz, aber auch an Freude zu bieten hat. Eine sehr schöne Beschreibung: Gott, der nicht wie ein Sturm in unser Leben hineinbricht, sondern ihm einfach mehr Sinn verleiht als alles andere. Der Autor hat dabei eine sehr intensive Art, von Gott zu sprechen bzw. zu schreiben, die mich sehr berührt hat und die ich so noch in kaum einem anderen Buch gefunden habe. Abseits von überzogenen Erwartungen und Klischees, Sätzen, die so viel leichter dahergesagt sind als gefühlt. Gott ist immer bei uns? Ich bin mir sicher, niemand fühlt das immer so, wir alle müssen auch mit Gottes Abwesenheit in unserem Leben klarkommen und Christian Wiman hat dies nicht nur erkannt, sondern versucht in einem immer wieder auch verzweifelten Ringen, dafür eine Sprache zu finden. Was er letztlich sucht, ist eine Sprache für das Gefühl des Verlorenseins, das mit unserem Leben untrennbar verbunden ist. Er schreibt von einem Gott, den er als einen Gott der Trauer und der Liebe, der Abwesenheit und des Beständigen, aber auch des vernichtenden Schweigens erlebt.

Christian Wimans Art, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, ist die vielleicht beste und bewegendste, die man sich vorstellen kann, sodass am Ende vor allem eines bleibt: Hoffnung und Ermutigung. Gleichzeitig berichtet er auch von seiner nie enden wollenden Suche nach Gott, welche im Titel des Buches wunderschön zusammengefasst ist. Er gibt auf die Frage, warum er trotzdem Christ ist, eine ebenso einfache wie überzeugende Antwort: wegen jenes Momentes am Kreuz, in dem Jesus rief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ Dies lässt, so Wiman, nur den Schluss zu, dass die Einsamkeit in menschlichem Leid eine Illusion ist, denn Gott ist bei uns. Diese Erkenntnis hat nichts zu tun mit oft gehörten und zitierten Beteuerungen auf diese altbekannte Frage, sondern hat einen anderen, viel tieferen Klang.

Auf dieses Buch muss man sich einlassen, viele Abschnitte vielleicht sogar mehrmals lesen. Und wahrscheinlich wird man trotzdem bei nochmaligem Lesen immer wieder Neues entdecken. Vieles ist kompliziert, aber nicht auf abschreckende Weise, sondern eher so, dass es zum Nach- und Weiterdenken anregt.

Fazit: Dieses Buch muss man selbst gelesen zu haben, denn es in wenigen Sätzen zusammenzufassen ist unmöglich. Wir haben es hier mit einem Autor zu tun, der anerkennt, dass man nicht alles verstehen kann und wird, und der das auch gar nicht erst versucht. Der von Gottes Liebe sprechen kann, ohne pathetisch zu werden und den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Ein philosophisches, theologisches und sehr authentisches Buch. Definitiv eines der besten und interessantesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und eines, das ich unbedingt weiterempfehle!

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Rezension zu "Mein heller Abgrund" von Christian Wiman

Poetische Überlegungen über Gott und den Tod
strickleserlvor 9 Monaten

Christian Wiman wächst in einer ländlichen Umgebung in Texas auf, in der Religion allgegenwärtig ist. Als Kind erlebt er eine Bekehrung, die er aber später in Frage stellt, da er zu dieser Zeit einfach nichts Anderes kannte. Als Student trifft er erstmals Atheisten. Für ihn selbst tritt der Glaube in den Hintergrund. Mehr und mehr versteht er sich als Poet. Mit Worten versucht er seine Sicht der Welt und seine Gefühle auszudrücken.

Eine niederschmetternde Krebsdiagnose verändert alles. Der Tod ist von nun an sein ständiger Begleiter. Durch die Krankheit, und zusammen mit seiner geliebten Frau, findet er mit langsamen, zögernden Schritten zurück zu Gott. Aber es bleiben viele Zweifel. Vieles, was er von Gott ahnt, kann er nicht mit Worten ausdrücken. Er zweifelt an der Auferstehung. Einerseits tröstet ihn sein neugefundener Glaube, andererseits hadert er damit. Woran er sich festhält ist die Schwäche und Verlassenheit Jesu am Kreuz, der darum auch sicher ihn in seiner Not verstehen kann.

Dieses Buch ist eine fragmentarische Sammlung von Gedanken und Gedichten, aufgezeichnet im Laufe von mehreren Jahren, in denen der Autor mit seiner Krebserkrankung kämpft. Er spricht von den unaussprechlichen Schmerzen, die seine Erkrankung mit sich bringt, von seinen Kindern, die er vielleicht nicht lange begleiten kann, und immer wieder von seiner verzweifelten Suche nach Gott. Er ahnt, dass sich die Welt nur mit Gott erklären lässt. Er spürt die Lücke, die nur mit Gott gefüllt werden kann. Er spricht aber auch offen über seine Zweifel.

Manche Sätze dieses Buches sind sehr tiefsinnig und sicher wohlüberlegt. Andere erscheinen mir einfach nur verwirrend. Wer Dichtung liebt, wird sicher viel Freude an diesem Buch haben. Auch Menschen, die noch keine Beziehung zu Gott haben und ihn angesichts von Leid suchen, können hier Hilfe und Trost finden. Die Lektüre ist auf jeden Fall nicht einfach. Es ist ein Buch, in dem man immer wieder hineinschauen kann, aber es ist weniger dafür geeignet an einem Stück gelesen zu werden.

Schade, dass lange, komplizierte Sätze die Verständlichkeit dieses Buchs erschweren. Und schade, dass der Autor sich nicht einfach in Gottes liebende Gegenwart fallenlassen kann, ohne alles verstehen zu müssen. Das Überzeugtsein von einer Auferstehung der Toten wäre in der Situation des Autors sicher besonders tröstlich. Ich hoffe seine Suche führt ihn zu dieser Gewissheit.

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Rezension zu "Mein heller Abgrund" von Christian Wiman

Mein heller Abgrund
Mauelavor 10 Monaten

Manche Menschen schaffen es stundenlang zu reden und zu philosophieren ohne eigentlich etwas zu sagen. Beim Lesen des Buches Mein heller Abgrund von Christian Wiman, hatte ich das Gefühl, genau so einem Menschen gegenüber zu stehen. Er, der eine schreckliche Krebsdiagnose erhalten hat und nun mit dem Tod konfrontiert ist, redet sich sein Leid von der Seele und läßt den Leser in langen, verschachtelten Sätzen unter Verwendung vieler Fremdwörter und philosophischer Ausdrücke an seiner Suche nach Hoffnung, nach Sinn und Halt und auch nach Gott teilhaben.


Einen Zugang zum Buch und Verständnis für die umständlichen, mit vielen Phrasen bestückten Textpassagen konnte ich, trotz wirklich großem Interesse an diesem doch außergewöhnlichen Buch, nicht aufbringen. Viele Formulierungen erscheinen mir sogar falsch und nicht durchdacht, aber das kann auch durchaus daran liegen, daß ich dem Autor stellenweise, obwohl ich ein sehr routinierter Vielleser bin, nicht folgen konnte.


Besonders traurig und bewegen fand ich persönlich den letzten Teil des Buches. Der Autor ist offensichtlich auf der Suche nach Gott, scheint aber nicht zu wissen, wie oder wo er Gott finden kann. Zu diesem Schluß komme ich vor allem durch zwei Aussagen des Autors. Zum einen schreibt er, daß er noch mit der Auferstehung ringt (Seite 212) und zum anderen stellt er fest, daß er es nicht nur problematisch sondern sogar nutzlos findet, Christus als moralisches Vorbild anzusehen (Seite 213).


Ich finde es schön und mutig, daß Jemand so viel Aufrichtigkeit und Schneid hat, ein Buch zu verfassen, in dem es um seine persönliche Suche nach dem Sinn des Lebens geht und in dem er tief in seine eigene Seele blicken läßt. Und trotzdem muß ich leider sagen, daß das Buch für mich keinerlei Sinn macht, denn ich kann weder einen Nutzen für mich daraus gewinnen, noch neue Erkenntnisse erlangen und nur als „Nebenherlektüre“ zur netten Freizeitgestaltung ist es dann eben doch zu schwer zu lesen.


Ich habe lange überlegt , aber wie ich es auch drehe und wende, ich kann leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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Gespräche aus der Community

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Dieses auf den ersten Blick etwas unscheinbare Buch aus dem adeo Verlag verdient einen zweiten Blick. Ich danke dem adeo Verlag für die Unterstützung der Leserunde.


Mein heller Abgrund von Christian Wiman




Zum Inhalt:


Mein Gott mein heller Abgrund
In den all mein Sehnen nicht gehen will
Wieder komme ich an den Rand all meines Wissens
Und nichts glaubend glaube ich dies.

So beginnt Christian Wimans wilde, wunderschöne, mutige und poetische Pilgerreise nach einer Krebsdiagnose zurück zum Glauben an einen Gott, den er - oder der ihn - aufgegeben zu haben schien.


"Das beste moderne Buch über den Glauben."
New York Times, David Brooks

"Vielleicht braucht jede Generation einen Autor, der vom ausgetretenen Weg abweicht und dadurch den Zugang zum Glauben erneuert, wie es Christian Wiman tut."
Wall Street Journal, David Yezzi


  • „Ein Buch, das man mit einem Stift in der Hand lesen muss.“ Eric Metaxas
  • „Wimans Fähigkeit, tiefe Gefühle in Worte zu fassen, gibt seinem Buch eine fast brutale Kraft. Ohne Trost anzustreben, erlangt er ihn; ohne Zuspruch geben zu wollen, verschenkt er ihn auf jeder Seite.“ Leserstimme
  • „'Mein heller Abgrund' gehört ins Regal neben die Bücher von Paul Tillich, Dietrich Bonhoeffer und C.S. Lewis.“ Leserstimme



Link zum Interview und zur Leseprobe:

https://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=835187



Infos zum Autor:

Christian Wiman

Jahrgang 1966, geboren in West Texas. Autor und Dozent für Literatur und Theologie. Seine Gedichte, Essays und Kritiken erscheinen in verschiedenen Magazinen, darunter der New Yorker.



Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 25. Februar 2018, 24 Uhr hier im Thread mit einem Eindruck zur Leseprobe ?





Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.


Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!



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