Christian Zehnder

 3.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Julius, Die Welt nach dem Kino und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christian Zehnder

Christian Zehnder wurde 1983 in Bern geboren. Er studierte Slawistik und Philosophie in Fribourg und München. 2008 erschien sein Debüt, die Erzählung ›Gustavs Traum‹. Derzeit ist Christian Zehnder am Lehrstuhl für Slawistik der Universität Fribourg tätig. Er ist Mitbegründer der Literaturzeitschrift "art.21-zeitdruck".

Neue Bücher

Die verschobene Stadt

Erscheint am 26.02.2019 als Hardcover bei Müller, Otto.

Alle Bücher von Christian Zehnder

Julius

Julius

 (4)
Erschienen am 01.05.2011
Gustavs Traum

Gustavs Traum

 (1)
Erschienen am 07.07.2008
Die Welt nach dem Kino

Die Welt nach dem Kino

 (1)
Erschienen am 01.04.2014
Die verschobene Stadt

Die verschobene Stadt

 (0)
Erschienen am 26.02.2019
Axiome der Dämmerung

Axiome der Dämmerung

 (0)
Erschienen am 01.06.2015
Julius

Julius

 (0)
Erschienen am 01.05.2011

Neue Rezensionen zu Christian Zehnder

Neu
W

Rezension zu "Die Welt nach dem Kino" von Christian Zehnder

Dieses Buch hat mich enttäuscht und irritiert
WinfriedStanzickvor 5 Jahren


 

Sein literarisches Debüt, der episodenhafte Kurzroman „Julius“, hat mich im Jahr 2011 überzeugt.

 

Da schrieb ein junger Mann  seinen ersten Roman über einen jungen Mann, der seine ersten Schritte macht, tastend und vorsichtig in die Welt der Erwachsenen hinein.

Aus wundervollen und fast zärtlichen Beschreibungen der Natur, wie Julius sie mit seiner feinen Seele wahrnimmt, besteht ein langer Teil des Buches. Ich habe damals den stellenweise poetisch anmutenden Roman auch als ein Hinweis darauf gelesen, wie eine Art Ermutigung an junge Menschen, die anders sind, die sich etwas von ihrer Kindheit und Jugend und deren Unbekümmertheit mit in das Erwachsenenleben nehmen wollen.

Ein Roman aus verschiedenen zeitlich aufeinander folgenden Episoden aus dem Leben eines Träumers, der sich auch liest wie ein leichter, fliegender Traum. Kaum hat man angefangen, ist er auch schon fertig und es bleibt ein angenehmer Geschmack von Schönheit zurück.

Mit diesen durchaus schönen Erinnerungen habe ich das nur unwesentlich längere neue Buch von Christian Zehnder „Die Welt nach dem Kino“ in die Hand genommen und die Geschichte des ehemaligen Platzanweisers Lorenz, der nun in einem Kopierladen arbeitet und der Studentin Iris, die sich ihren Lebensunterhalt mit Unterrichtsvertretungen verdient,  begonnen zu gelesen.

 

Und ich habe es, obwohl ich schon nach dem ersten Drittel immer wieder den Impuls hatte, das Buch wegzulegen, weiter gelesen bis zum Ende. Ungewöhnlich ist der Roman auf jeden Fall, wie der Klappentext verspricht, irritierend auch, denn die verschiedenen Teilgeschichten folgen unzusammenhängend und wie verbindungslos aufeinander. Selbst wenn Zehnder damit das eher sprunghafte episodenhafte Leben seiner Protagonisten charakterisieren möchte, den Leser verwirrt es. So ist zum Beispiel völlig unklar, wie insbesondere Lorenz und Iris mit ihren Jobs sich über Wasser halten können; wir erfahren nichts über ihre Geschichte und Herkunft, nichts über ihre Familien. Warum Iris von einer Seite auf die andere in einem Kloster gelandet ist, und warum sie es dann wieder verlässt - es bleibt im Nebel.

 

Natürlich  - es geht um Liebe, es geht um Freundschaft, um die Menschen, die uns eher zufällig begegnen, die uns in ihr Leben verwickeln, wie das etwa Iris und Lorenz mit dem Schweizer Diplomaten Jonas und dessen Tagebuch geht, das Lorenz eines Tages bindet. Und um die Botschaft, dass das Leben mehr ist und vor allem anders ist als in den Filmen im Kino.

 

Julius wurde vor drei Jahren als ein junger Mann von zartbesaiteter Wesensart beschrieben, ein Träumer, der versucht erwachsen zu werden und lieben zu lernen. Die Protagonisten in „Die Welt nach dem Kino“ sind alle dreißig und älter, doch man hat ein keiner Stelle des Buches den Eindruck, sie seien erwachsen. Ihr Leben schwebt gleichsam über der Erde, ohne reflektierte Vergangenheit und ohne auch nur in Andeutungen realistische Zukunft.

 

War die Sprache in „Julius“ noch an vielen Stellen von einer poetischen Schönheit, habe ich mich durch die Sätze dieses Buches regelrecht gequält.

 

Ein drittes Buch von Christian Zehnder würde ich gerne noch lesen – dieses hat mich enttäuscht und irritiert.

 

 

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Rezension zu "Julius" von Christian Zehnder

Rezension zu "Julius" von Christian Zehnder
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Ein junger Mann schreibt seinen ersten Roman über einen jungen Mann, der seine ersten Schritte macht, tastend und vorsichtig in die Welt der Erwachsenen hinein.

Vielleicht hat Christian Zehnder, jener 1983 geborene Autor dieses kleinen Romans, all jene Episoden, die er seine Hauptfigur Julius da erleben lässt, selbst erlebt, so oder ähnlich. Er erzählt leicht und mit einer Sprache, die einfach schön ist, von Julius, einem verträumten jungen Mann, etwas einzelgängerisch, aber nicht seltsam, eher schweigsam, aber nicht verschlossen.

Es ist auch die treue und stille Freundschaft mit seinem Freund Martin, die da notiert wird. Während Martin studiert, träumt Julius weiter vor sich hin und streift durch die Landschaft. Aus wundervollen und fast zärtlichen Beschreibungen der Natur, wie Julius sie mit seiner feinen Seele wahrnimmt, besteht ein langer Teil des Buches.

Aber Julius lernt auch die Liebe kennen und tastet sich ganz langsam heran an ein Leben, wie es einem Erwachsenen gemäß ist. Doch gleich wie seine Geschichte weitergeht, unabhängig davon, ob seine zarte Beziehung zu Jadwiga Bestand hat, etwas von dieser zartbesaiteten Wesensart wird dieser Mann immer behalten, das spürt man.

Ich habe den stellenweise poetisch anmutenden Roman auch als ein Hinweis darauf gelesen, wie eine Art Ermutigung an junge Menschen, die anders sind, die sich etwas von ihrer Kindheit und Jugend und deren Unbekümmertheit mit in das Erwachsenenleben nehmen wollen.

Ein Roman aus verschiedenen zeitlich aufeinander folgenden Episoden aus dem Leben eines Träumers, der sich auch liest wie ein leichter, fliegender Traum. Kaum hat man angefangen, ist er auch schon fertig und es bleibt ein angenehmer Geschmack von Schönheit zurück.

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TheDianaBookss avatar

Rezension zu "Julius" von Christian Zehnder

Rezension zu "Julius" von Christian Zehnder
TheDianaBooksvor 8 Jahren

Julius ist ein junger Mann, der die ersten Schritte hinaus ins eigenständige Leben wagt. Er zieht aus seinem wohlbehüteten Elternhaus aus und mit seinem Jugendfreund Martin, dem Sportstunden, mit dem ihn eine treue und doch zurückhaltende Freundschaft verbindet, in eine Wohngemeinschaft. Julius lebt träumend vor sich hin, spaziert im Wechsel der Jahreszeiten durch seine Stadt, verliebt sich und tritt seine erste Arbeitsstelle an.
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Der Autor Christian Zehnder erzählt auf 119 Seiten eine ruhige und poetische Geschichte über einen jungen Träumer. Julius hat eine wohlbehütete Kindheit erlebt, scheint jedoch in manchen Gefühlslagen noch etwas zurückgeblieben und nicht immer in diese Welt hineinzupassen. Trotzdem muss Julius mal Abschied nehmen und aufbrechen, Freundschaft und Liebe erleben und heranwachsen. Er lebt vor sich hin und geht trotzdem seinen Weg.
Christian Zehnders gefühlvolle Art zu schreiben ist etwas Besonderes. Mit seiner Geschichte über den jungen Träumer Julius schafft er es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn, trotz der wenigen Seiten, tief im Inneren zu berühren. Dieser Roman ist ein kleiner Schatz, über den ich froh bin, ihn zu besitzen und gelesen zu haben!!

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