Christian v. Ditfurth Böse Schatten: Kriminalroman (Stachelmann ermittelt 7)

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Inhaltsangabe zu „Böse Schatten: Kriminalroman (Stachelmann ermittelt 7)“ von Christian v. Ditfurth

In Hamburg wird die Leiche eines Mannes gefunden, der 25 Jahre zuvor zu Tode gefoltert wurde. In seinem Mund steckt ein Fetzen Papier, von dem sich die Polizei Rückschlüsse erhofft. Oberkommissarin Rebekka Kranz bittet Josef Maria Stachelmann, den frisch berufenen Uni-Professor mit Privatschnüffler-Vergangenheit, um Hilfe. Eine Autobombe explodiert vor seinem Haus, in seiner Wohnung sind Abhörwanzen, er wird offen beschattet, sein Assistent Georgie wird schwer verletzt. Aber Stachelmann lässt nicht locker und stößt bei seinen Recherchen auf ein finsteres Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte.

Christian von Ditfurth erweist sich erneut als Meister allerbester Spannungsliteratur mit politischem Anspruch.

Spannend, aber meiner für mich zur wirr und strukturlos

— leserattebremen

Wie alle anderen Thriller und Krimis von von Ditfurth gefällt mir auch Böse Schatten wieder sehr gut!

— jaylinn
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  • Leider ein schwächerer Stachelmann

    Böse Schatten: Kriminalroman (Stachelmann ermittelt 7)

    leserattebremen

    13. April 2018 um 13:20

    Als in Hamburg eine zwanzig Jahre alte Leiche gefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Ein Papierschnipsel bei dem Opfer verweist auf einen historischen Bezug, Professor Stachelmann von der Uni Hamburg soll wieder helfen können. Doch der Fall scheint auch für ihn unlösbar und als seine Freundin und ihr Sohn auch noch in eine bedrohliche Lage geraten, wird auch sein Privatleben auf den Kopf gestellt. Dieser Fall ist für Stachelmann ein besonders schwieriger – beruflich wie auch privat. Ich habe bereits einige Stachelmann-Krimis gelesen und sie haben mir immer sehr gut gefallen. Mit dem neuesten Band „Böse Schatten“ hatte ich jedoch so meine Probleme, die Perspektivwechsel waren mir teilweise zu abrupt und nicht gut gekennzeichnet. Dadurch wurde die Lektüre etwas verwirrend, auch wenn ich den Fall an sich und den Lösungsweg sehr spannend fand. Die privaten Einlassungen des Professor Stachelmann nahmen hier meiner Meinung nach einen etwas zu großen Raum ein, das hätte die Geschichte nicht gebraucht und weniger wäre mehr gewesen. Zudem fehlte mir teilweise etwas der rote Faden für eine klare und stringente Kriminalhandlung, zu viele Nebenbereiche spielten eine Rolle. In „Böse Schatten“ reaktiviert Christian v. Ditfurth seinen ermittelnden Geschichtsprofessor Stachelmann, der seine Fälle auf unkonventionelle Art und Weise zu lösen vermag. Dieser Fall war zwar spannend, mir aber zu strukturlos, um richtig überzeugen zu können. 

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  • Ich möchte mehr von Stachelmann!

    Böse Schatten: Kriminalroman (Stachelmann ermittelt 7)

    jaylinn

    09. April 2018 um 18:58

    Allgemeines: Christian von Ditfurth ist studierter Historiker und hat sowohl Sachbücher als auch Thriller verfasst. Seine Bücher um Josef Maria Stachelmann (ebenfalls Historiker) sind Krimilesern gut bekannt. In von Ditfurths Büchern lernt man fast nebenbei historische Fakten kennen, vieles dreht sich um die Nazizeit, aber auch andere Themen greift der Autor auf. Eine intelligent konstruierte Reihe mit einem Protagonisten, der eigentlich alles andere als ein Held ist. Mit Böse Schatten legt Ditfurth den siebten Band dieser Reihe vor. Er ist am 12.03.2018 im Penguin Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 415 Seiten. Inhalt: „In Hamburg wird die Leiche eines Mannes gefunden, der 25 Jahre zuvor zu Tode gefoltert wurde. In seinem Mund steckt ein Fetzen Papier, von dem sich die Polizei Rückschlüsse erhofft. Oberkommissarin Rebekka Kranz bittet Josef Maria Stachelmann, den frisch berufenen Uni-Professor mit Privatschnüffler-Vergangenheit, um Hilfe. Eine Autobombe explodiert vor seinem Haus, in seiner Wohnung sind Abhörwanzen, er wird offen beschattet, sein Assistent Georgie wird schwer verletzt. Aber Stachelmann lässt nicht locker und stößt bei seinen Recherchen auf ein finsteres Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Ich habe bisher alle Krimis um Josef Maria Stachelmann gelesen. Auch die Reihe um den Kommissar Eugen de Bodt (Zwei Sekunden, Deutscher Krimipreis – meine Rezension findet ihr hier) gefällt mir sehr. Ditfurth schafft es glaubwürdig, und wie ich finde großartig, spannende zeitgeschichtliche Plots zu konstruieren, das ist sicherlich auch seinem ursprünglichen Beruf geschuldet, aber nicht unbedingt ein Selbstgänger. Denn wer die Geschichte liebt, ist nicht automatisch auch ein guter Erzähler. Stachelmann ist Dozent an der Uni Hamburg, ein Typ mit Ecken und Kanten, sitzt seit dem ersten Band der Reihe an seiner Habilitation und hat diese nun endlich geschafft. Er tritt oft in Fettnäpfchen, macht sich unbeliebt und lässt nie locker, wenn ihn ein Thema gepackt hat. Er ist mittlerweile bei der Hamburger Polizei anerkannt und wird bei schwierigen Fällen, die sich auf politische Sachverhalte beziehen, als Experte hinzugezogen. So manches Mal musste er schon um sein Leben fürchten. Und so mancher Fall belastet ihn noch immer sehr. Mit Böse Schatten liegt sozusagen der Start einer neuen Reihe in der Reihe Stachelmanns neue Fälle 1 vor. Wie eigentlich immer startet Ditfurth mit einem Prolog, der auf den eigentlichen Fall einstimmt. Dann Szenenwechsel: Stachelmann hält seine Antrittsvorlesung, ist unglaublich nervös, lässt alte Fälle, Menschen mit denen er zu tun hatte und die Umgebung, die ihm gerade surreal erscheint, an sich vorbeiziehen. Er Professor, das fühlt sich fast falsch an, so denkt er.   „Sein Magen zog sich zusammen. Gleich musste er ans Rednerpult. (…) Die Knie zitterten, als er ans Pult trat. Er spürte ein Stechen im Rücken. Es würde sich ausweiten, zuerst in die Beine schießen. Er hatte vergessen, die Diclofenac-Tablette zu schlucken. Sonst tat er es immer auf Verdacht, wenn etwas Wichtiges anstand. Ein Griff in die Jackentasche genügte. Aber wie sah das aus? Als nähme er ein Aufputschmittel.“ (S. 11f.) Stachelmann ist manchmal etwas hypochondrisch veranlagt, was ihn menschlich macht. In Böse Schatten bekommt Stachelmann es wieder mit einem Fall aus einer düsteren Ecke der deutschen Geschichte zu tun. Wie so oft lässt von Ditfurth Kriminalfälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sich entwickeln. Und Puzzlestück für Puzzlestück nähert man sich der Auflösung. Nebenbei erfährt man wie immer Neues über das Privatleben der Protagonisten. Solche Krimis mag ich. Neben Stachelmann spielt die Polizistin Rebekka eine wichtige Rolle bei der Lösung des Falls, der zeitgeschichtlich in den Kalten Krieg einzuordnen ist. Von Ditfurth lässt seine Figuren viel miteinander reden, seine Krimis leben von ihren Dialogen. Das fällt mir immer wieder auf und zwar positiv. Man merkt den Krimis zudem an, dass hier jemand schreibt, der über fundiertes politisches und historisches Hintergrundwissen verfügt, was den Plot sehr glaubwürdig macht. Fazit: Wie alle anderen Thriller und Krimis von von Ditfurth gefällt mir auch Böse Schatten wieder sehr gut. Man sollte allerdings die anderen Bände der Reihe kennen, um diesen so richtig genießen zu können. Und ich möchte mehr von Stachelmann!

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  • Das Warten hat sich gelohnt

    Böse Schatten: Kriminalroman (Stachelmann ermittelt 7)

    Matzbach

    13. March 2018 um 19:44

    Lange hat es gedauert, bis Christian von Ditfurth seinem untypischen Helden einen neuen Fall zugewiesen hat. Doch das Warten hat sich ausgezahlt. Stachelmann, inzwischen Lehrstuhlinhaber, wird von der Polizei um Hilfe gebeten. Eher zufällig wird die Leiche eines vor 25 Jahren ermordeten Spediteurs entdeckt, der sich als wahrer Stinkstiefel entpuppt. Ein Fetzen Papier im Mund macht es nötig, den Historiker um Hilfe zu bitten. Als dieses von der Presse aufgegriffen wird, ereignen sich Anschläge auf Stachelmann nahe stehende Menschen. Eine Warnung, all zu tief in die Materie einzudringen? Doch Stachelmann wäre nicht Stachelmann, wenn er sich dadurch von seinen Ermittlungen abbringen ließe. Er stößt auf die Spur einer umstrittenen Gruppe, die sich in der ehemaligen DDR als Widerstandsgruppe sah, tatsächlich aber wohl eher eine Sabotagetruppe im Auftrag der CIA war. Der Ermordete war einer ihrer Leiter, der sich auch nach dem Ende des von ihm bekämpften Staates im rechtsradikalen Umfeld bewegte, sich aber auch in seinem Berufs- wie Privatleben zahlreiche Feinde schaffte. Trotz der Bedrohungen und einiger Rückschläge gelingt es Stachelmann, dem Täter sehr nahe zu kommen. Die Freude auf den neuen Stachelmann war groß, noch größer die über den Untertitel "Stachelmanns neue Fälle", der weitere Nachfolger verspricht. Neben dem Fall ist für die Leser der Reihe die Entwicklung der angespannten Beziehung des Historikers zu seiner Mitarbeiterin Anne von Interesse. Da scheint sich das Ende anzubahnen, aber wer weiß das schon so genau, das sah ja auch schon öfter mal so aus.

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