Christian v. Ditfurth Giftflut

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Inhaltsangabe zu „Giftflut“ von Christian v. Ditfurth

Ein Sprengstoffanschlag auf die Oberbaumbrücke erschüttert Berlin. Es gibt Tote und Verletzte. Auch in Paris und London explodieren Brücken. Es folgt Anschlag auf Anschlag. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Täter hinterlassen keine Spur und keine Botschaft. Klar ist nur: Jemand führt Krieg gegen Europa. Die Politik verfällt in Panik, die Bevölkerung lebt in Angst, es kommt zu Übergriffen auf Minderheiten und Flüchtlinge. Rechtsparteien werden stärker. Aktienmärkte und Wirtschaft stürzen ab. Mit hoher Schlagzahl jagt Christian v. Ditfurth seinen Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt durch ein Land am Abgrund. De Bodt wirft alle Regeln über den Haufen, ermittelt hart am Rand der Legalität und darüber hinaus. Mit seinen Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf verfolgt er Spuren im In- und Ausland. Eugen de Bodts dritter Fall spielt in einer Welt, die sich auflöst. Alle Gewissheit schwindet. Eherne Regeln werden zertrampelt. Moral ist Ballast, Recht ein Störfaktor. In einer entfesselten Welt braucht es neue Ideen, um Ideale zu bewahren. Und um Gewalttäter zu fassen.

Schneller Thriller zu einem aktuellen Thema

— Sabine_Hartmann
Sabine_Hartmann

Intelligent, rasant, hochspannend und angenehm komplex.

— Nisnis
Nisnis

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    Giftflut
    Sabine_Hartmann

    Sabine_Hartmann

    13. September 2017 um 12:39

    Ein Ehepaar wurde in seiner Badewanne ertränkt, so weit so kurios und zuerst einmal unverständlich, doch dann ergeben sich bald Parallelen zu Todesfällen im übrigen Europa und alle haben etwas mit Wasser zu tun. Kommissar de Bodt aus Berlin ist eine skurrile Figur mit vielen Facetten, die sich nicht unbedingt an die Regeln und Vorschriften hält, gleichzeitig ist er ein Getriebener, der nicht allzu viele Gewissheiten mit sich herumträgt. Die Story nimmt sofort Fahrt auf und verlangsamt sich nicht wieder, die Ermittlungen, die Todesfälle, man kommt beim Lesen kaum hinterher, eine wilde Jagd. Gleichzeitig kommen Humor und Lebensweisheit nicht zu kurz, alles bleibt irgendwie menschlich, nachvollziehbar und ist gleichzeitig unglaublich spannend, vermutlich auch, weil das Thema – Terroranschläge - eben topaktuell ist.

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  • Giftflut

    Giftflut
    thenight

    thenight

    11. September 2017 um 08:02

    Inhalt:Hauptkommissar de Bodt und sein Team ermitteln in einem skurrilen Fall, der Leiter des Wasserwerkes und seine Frau liegen ertränkt in ihrer Badewanne. Mord oder Selbstmord? Fast zeitgleich werden in Paris und London die Leichen der dortigen Wasserwerksdirektoren aufgefunden, ebenfalls ertränkt in ihren Badewannen.Kurz darauf sprengen Terroristen die wichtigsten Brücken in Berlin, London und Paris in die Luft. Europa droht in Chaos und Angst zu versinken.Meine Meinung:Die verschiedenen Handlungsstränge greifen perfekt ineinander über, der Leser erfährt nicht nur etwas von den Ermittlern, auch die Terroristen Pavlon und Oberon verfolgt der Leser hautnah mit.Die Motive der Anschläge bleiben lange unklar auch de Bodt und sein Team tappen lange im Dunkeln, behindert von den Zwängen und Regeln die das Gesetz ihnen auferlegt kommen sie nicht weiter.Ditfurth spielt mit der allgemein herrschenden Angst vor Terroranschlägen, die in der heutigen Zeit jeden treffen können, zu jeder Zeit und an fast jedem Ort, wobei das Wort "spielt" nicht ganz richtig ist, er entwirft ein Szenario, das erschreckend realistisch ist.Giftflut war mein erstes Buch aus der Feder Ditfurths und ich kann sagen: Sicher nicht mein letztes.Vielleicht hätte ich die Vorgängerbände um de Bodt und sein Team, Salinger und Yussuf lesen sollen, aber als zwingend erforderlich sehe ich das jetzt nicht, nur das ich wahrscheinlich ebenso spannende Lesestunden verpasst habe, wie ich sie jetzt hatte.Ditfurth schafft es schon auf den ersten Seiten seine Protagonisten zu charakterisieren, so das ich mir schnell ein Bild von ihnen machen konnte und das ohne, dass sich der Autor in belanglosem Geschwafel verliert. An den Schreibstil des Autors musste ich mich, zugegebenermaßen, erst gewöhnen, extrem kurze Sätze, in denen nur das absolut Nötige gesagt wird geben ein recht hohes Lesetempo vor. Da blieb keine Zeit zum Durchatmen. Schlag auf Schlag führt Ditfurth seine Leser durch die sehr spannende Handlung einem überraschenden, nachvollziehbaren Ende.Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung.

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  • Die Angst der Unsicherheit - 3. Teil der Thriller Reihe um Hauptkommissar de Bodt

    Giftflut
    Nisnis

    Nisnis

    01. September 2017 um 10:56

    Hauptkommissar de Bodt und sein Team werden nach Berlin-Friedrichshafen an den Schauplatz eines inszenierten Verbrechens gerufen. Der Chef des hiesigen Wasserwerks und dessen Ehefrau liegen ertränkt in der eigenen Badewanne. Zeitgleich verzeichnet auch die Pariser- und die Londoner Polizei inszenierte Morde, an den jeweiligen Chefs der dortigen Wasserwerke.Kurz darauf explodieren die Oberbaumbrücke an der Spree, danach die Seinebrücke in Paris und die Tower Bridge in London. Es gibt kein Bekennerschreiben und keine Botschaft.Das bittere Resultuat: Hunderte Tote und zahlreiche schwer Verletzte.Hauptkommissar de Bodt und sein Team glauben zu erkennen, dass alle Verbrechen mit dem Element „Wasser“, dem Grundstoff allen Lebens, in Verbindung stehen. Um den Tätern auf die Spur zu kommen, suchen de Bodt und sein Team nicht nur nach möglichen Motiven, sondern sie recherchieren auch unter Hochdruck, wer scheinbar finanziell unabhängig, diese kaltblütigen Verbrechen in Auftrag gegeben haben könnte, die professionell ausgeführt worden sind.Trotz enger Zusammenarbeit mit den französischen und britischen Behörden tappt die SOKO im Dunkeln und die Ermittlungen gestalten sich schwieriger denn je. Europa steht Kopf und verfällt in Panik, während Aktienkurse abstürzen und die Wirtschaft zum Stillstand kommt. Vor allem aber verfestigt sich die Angst in den Köpfen der Bevölkerung vor einem neuen Terrorakt.Erst als de Bodt spürt, wie die Täter ticken, kann er erste Theorien für Motive entwickeln, die ihm außer seinem Team, jedoch niemand abnimmt. Eine intelligente Jagd beginnt.Der Autor:Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin und in der Bretagne. Er hat zahlreiche Sachbücher geschrieben, zuletzt Deutsche Geschichte für Dummies. Neben Thrillern wie Der 21. Juli und Das Moskau-Spiel hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht, die auch in den USA, in England, Australien, Frankreich, Spanien und Israel veröffentlicht wurden. Bei carl's books erschien zuletzt »Zwei Sekunden. Kommissar de Bodts zweiter Fall«.Reflektionen:Giftflut ist der dritte Teil der Thriller-Reihe um Hauptkommissar Eugen de Bodt und sein Team und auch dieser Thriller überzeugt durch intelligente Komplexität und ein kontinuierlich rasantes Tempo. Giftflut könnte als „stand alone“ gelesen werden, doch ich rate dringend davon ab. Christian von Ditfurth hat die Grundzüge seiner starken Charaktere bereits im ersten Teil der Reihe „Heldenfabrik“ beschrieben und aufgebaut und die Entwicklung der detailreichen Charaktere im zweiten Teil der Reihe „Zwei Sekunden“ weiter gefestigt. Dem Leser würde zu viel entgehen, wenn er auf Heldenfabrik und Zwei Sekunden verzichtete, außerdem würde man der Flut an Figuren nicht genussvoll folgen können.Christian von Ditfurth produziert mit seinen kurzen und prägnanten Sätzen einen flüssigen Schreibstil im melodischen Takt, der knackig und im hohen Tempo durch die Seiten drillt. Einzig die Legenden der vielen Figuren, die bereits in den Vorgänger-Thrillern begannen, lassen kurz innehalten, um sich zu erinnern, denn sie sind relevant.Die Hauptfigur Eugen de Bodt hasst es Polizist geworden zu sein. Dementsprechend verbindet ihn emotional nichts mit Kollegen und Vorgesetzten, außer mit seinem Team. Er tickt anders als alle und er zieht alles so durch, wie er es für richtig hält. Neid und Missgunst seiner Kollegen und Vorgesetzten sind im stets gewiss. So eigenbrötlerisch wie de Bodt auch ist, er ist ein äußerst intelligenter Sympathieträger, der philosophisch Fundiertes stets parat hat. Selbst Teammitglied Yussuf, ein blonder Zappelphilipp-Türke, beginnt inzwischen zu philosophieren, wenn er mal nicht gerade mit spitzfindigen Bemerkungen und Kommentaren Kollegen in den Wahnsinn treibt. Die dritte im Bunde ist Silvia Salinger, die manchmal unnahbar erscheint und dann wieder de Bodts Nähe sucht. Als der französische Kollege Lebranc mit de Bodt ermittelt fühlt sich Salinger zurückgesetzt und als eine Frau in de Bodts Leben tritt, trägt sie ihre Emotionalitäten direkt auf der Zunge.Dieses Ermittlungsteam stemmt fast Unmögliches. Sie sind fachlich absolut kompetent, agieren authentisch, akzeptieren unorthodoxe Ermittlungsmethoden und sind ein richtig gut aufeinander abgestimmtes Team. Bei diesem gigantischen Fall sind sie erneut kaltgestellt und nicht in der SOKO vertreten. Man drückt de Bodt nieder wo man nur kann, provoziert ihn dieses Mal sogar zum sonst verpönten Alleingang. Sehr reich an Details ausgearbeitete Figuren begleiten diese rasante Geschichte. Die Spekulationen der möglichen Tätermotive verleihen der Handlung eine erschreckend realistische und nachvollziehbare Tiefgründigkeit. Christian Ditfurth spielt intelligent mit meisterhaft inszenierten Perspektiven, verstrickt Handlungen vieler Figuren miteinander und dreht so die Schrauben der Dramaturgie und Hochspannung bis zum Anschlag. Die Täterperspektive gibt Aufschluss über deren professionelle Vorgehensweise, ohne das Motiv zu benennen. Sie erhält noch einmal eine besondere Dynamik, als Jan, ein IT-Begeisterter Tourist, auf der pazifischen Insel Palau zufällig auf die Täter stößt. Diese wollen ihn ausschalten, treffen jedoch seine Freundin und töten sie. Damit setzten sie in Jan eine unbändige Wut frei, die er bald gegen die Täter einsetzt.Erst auf den letzten Seiten löst von Ditfurth die geschickten Verflechtungen auf, führt die Handlungsstränge zusammen und überrascht mit einem unfassbar authentischen Motiv.Fazit und Bewertung:Der dritte Teil der Hauptkommissar de Bodt Thriller-Reihe überzeugt erneut. Giftflut ist ein intelligenter, ansprechend komplexer Thriller, der besonders durch geschickt inszenierte Perspektiven und Verflechtungen besticht. Außergewöhnliche und intensiv gezeichnete Charaktere sowie realistisch fundierte Tiefgründigkeit bei der Motivermittlung präsentieren einen Hochgenuss an Spannung.Leseempfehlung.©nisnis-buecherliebe

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1088
  • Packender Politthriller

    Giftflut
    travelannka

    travelannka

    28. August 2017 um 11:12

    Zu Beginn des Buches hatte ich einige Schwierigkeiten mich einzulesen, da ich mit den kurzen bzw. Ein- und Zweiwortsätze nicht zu Recht gekommen bin. Diese werden zum Glück weniger im Buch.   Der Auftakt der Geschichte war einfach grandios. Hauptkommissar Eugen De Bodt stellt morgens fest, dass er kein Wasser hat. Später wird er zu einem Tatort gerufen, an dem ein Ehepaar ertränkt in der Badewanne gefunden wurde. Der Ehemann war Leiter des Wasserwerkes. Zeitgleich wird der Leiter des Wasserwerkes in Paris und dessen Ehefrau auf dieselbe Art und Weise ermordet. Kurze Zeit später wird eine Brücke in Berlin und Paris gesprengt. Die Tower Bridge in London wird ein paar Tage später gesprengt. Parallel macht Jan mit seiner Freundin Urlaub in der Südsee.   Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Den Protagonisten De Bodt mochte ich sofort. Seine Art und Weise konnte ich gut nachvollziehen. Seine Denkweise den Fall Schritt für Schritt zu lösen hat mich sehr fasziniert. Da ich unbedingt wissen wollte wie die einzelnen Handlungsstränge nachher zusammenlaufen und sich verflechten, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste mehrere 100 Seiten auf einmal lesen. Das Ende des Buches hat mich überrascht, da ich nicht mit gerechnet habe wer hinter den Taten steckt. In der heutigen Zeit ist aber alles möglich. Der Autor bringt glaubhaft rüber, dass die Drahtzieher heutzutage wirkliche die sein können, die es in der Geschichte waren.   Da mir dieses Buch so gut gefallen hat, muss ich mir jetzt wohl auch die anderen De Bodt Bücher kaufen.

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  • Raffinierte Inszenierung

    Giftflut
    mabuerele

    mabuerele

    25. August 2017 um 21:10

    „...Der Polizeipräsident zog die Mundwinkel erdwärts. Das BKA versteinerte. Die Bundeswehr errötete. Der Verfassungsschutz putzte sich die Nase. Der Generalstaatsanwalt räusperte sich...“ Als Kriminalkommissar Eugen de Bodt am Morgen erwacht und ins Bad geht, stellt er fest, dass er kein Wasser hat. Er ahnt nicht im geringsten, dass das der Beginn seines neuen Falls ist, denn in Friedrichshagen wird ein Ehepaar tot in der Badewanne gefunden. Der Ehemann war Direktor des Wasserwerkes. Logischerweise beginnen die Ermittlungen im privaten Umfeld. Doch dann ergeben Nachforschungen, dass es fast zur gleichen Zeit einen ähnlichen Fall in Paris gab. Als fast zeitgleich die Oberbaumbrücke in Berlin und die Seinebrücke in Paris in die Luft gesprengt werden, erhält der Fall eine neue Dimension. Ein paar Tage später wiederholt sich das gleiche Szenarium in London. Der Autor hat erneut einen fesselnden Thriller mit brisanter politischer Thematik geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen, zumal ich einigen alten Bekannten wieder begegnen durfte. Der Schriftstil ist ausgereift und abwechslungsreich. Das beginnt schon damit, dass die Protagonisten gut charakterisiert werden. De Bodt lässt sich nicht in ein Korsett zwängen. Er sagt, was er denkt, stößt gern seine Vorgesetzten vor den Kopf, geht eigene Wege und lotet die Grenzen der Legalität aus. Seine besondere Begabung liegt aber in seinem konsequent logischen Denkvermögen und seiner Fähigkeit, einen Fall auch aus ungewöhnlichen Blickwinkel zu betrachten. Kommissar Leblanc in Paris muss ähnlich wie de Bodt erleben, dass man versucht, ihn aufs Abstellgleis zu schieben. Ihm fehlt allerdings die Kraft, sich erfolgreich dagegen zur Wehr zu setzen. Dadurch erkennt er auch nicht das Potential seines jungen Kollegen Floire, der mit seiner unkonventionellen und unbekümmerten Art frischen Wind bringt. Er hat mehrmals ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert. Als besonderes Stilmittel lässt mich der Autor an den Gedanken der Täter teilnehmen, das heißt derjenigen, die die Anschläge geplant haben. Gekonnt wird ihre Angst dargestellt, denn sie wissen nicht, wer ihre Auftraggeber sind und was mit ihnen passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Obiges Zitat zeigt, dass manche Situationen mit wenigen, aber aussagekräftigen Sätzen auf den Punkt gebracht werden. Als die Ermittlungen immer mehr ins Stocken geraten, wird de Bodt wieder hinzugezogen. Vorher hat man mehrere seiner Warnungen ignoriert. Während einer Besprechung legt er seine Sicht der Dinge da und spricht die gefahren und mögliche Ursachen an. Die Reaktion ist im Zitat dargestellt. Ein feiner Sarkasmus durchzieht die Geschichte, wie der folgende Ausspruch zeigt, dem de Bodt einem Amerikaner entgegenhält, dessen Entscheidung und Aussage er braucht: „...Ihre Staatsanwälte sind doch ziemlich humorlos. Ihre Gefängnisse gleichen Legebatterien...“ Natürlich gibt es bei der Ausweitung der Ermittlungen die üblichen Verdächtigen. Doch denen fehlt für das geschickte Vorgehen entweder das Geld oder die Logistik. Bedauerlicherweise blockiert Großbritannien die Zusammenarbeit. Gekonnt werde ich in de Bodts Gedankengänge mit einbezogen und darf sämtliche Umwege mitgehen. Fachliche Grundlagen werden allgemeinverständlich erläutert. Ich denke dabei insbesondere an die Erklärung für Hedgefonds. Nicht nur im Großen wird gezeigt, wie Recht und Gesetz ausgehebelt werden. Eine kleine, aber feine Geschichte im Roman zeigt, wie schnell im persönlichen Bereich Moral und Ethik den Bach runter gehen, wenn man Blut geleckt hat und glaubt, das Recht auf Rache in die eigenen Hände nehmen zu dürfen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. In einer fesselnden Handlung wird ein Szenarium aufgebaut, dass hoffentlich nie wahr wird. Ich möchte meine Ausführungen mit einem Zitat de Bodts beenden, das fast am Anfang des Buches fällt und am Ende seine Bestätigung findet: "...Wir müssen unsere Werte gegen die eigenen Leute verteidigen, nicht gegen Terroristen..."

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    • 6
  • Wie grausam doch die Welt ist!

    Giftflut
    Kiki77

    Kiki77

    20. August 2017 um 18:39

    "Giftflut" von Christian v. Ditfurth ist der dritte Fall von Kommissar de Bodt. Ein sehr spannender und nervenaufreibender Thriller, der hoffentlich nur in der Fantasie besteht; denn bei der Flut an Grausamkeit in dieser Welt würde es mich nicht wundern wenn Menschen dazu in der Lage wären. Es geschehen Anschläge, Sprengungen und Katastrophen in Menschen-Metropolen wie Berlin, Paris oder dem Eurotunnel. Viele Opfer sind zu beklagen - aber niemand bekennt sich zu diesen Taten. Die eingesetzten Soko´s rudern ganz schön im Leerlauf und versuchen gemeinsam die Ermittlungen zu führen. Kommissar de Bodt versucht auf eigenen Wegen die Täter und gut bezahlten Mithelfer zu fassen. Erst fahren sie Schlitten, aber dann kommen erste Ermittlungserfolge. Russland schickt Hilfe, um seine Unschuld zu beteuern. Das aufgestellte Team um de Bodt besteht aus seinen Kollegen, französischen und russischen Helfern und bereits inhaftierten Überläufern, die es schaffen mit viel eigener Intuition und Risiko die Schuldigen zu finden. Super Thriller, den ich nur empfehlen kann. spannend von der ersten bis zur letzten Seite - und meist kommt es anders als man denkt.

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  • Absolut empfehlenswerter Thriller mit aktuellem Bezug

    Giftflut
    gndu59

    gndu59

    13. August 2017 um 21:12

    Wenn mir vor diesem Buch jemand gesagt hätte, ich würde auf 679  ebook-Seiten neben einigen Badewannenmorden auch Massenmorde auf einer Berliner und Pariser Brücke, einer Ostseefähre, im Eurotunnel und letztlich die Zerstörung des Kanzleramtes in Berlin in einer nachvollziehbar spannende Story finden, ich hätte wohl skeptisch mit dem Kopf geschüttelt. Christian v. Ditfurth hat daraus einen super spannenden Thriller geschrieben. Die Handlungsstränge wechseln recht schnell, neben den Ermittlern und ihrem Stress mit Vorgesetzten und Hierarchien sind auch die Täter sowie ein mehr zufällig in die Story geratener ITler verwickelt, dessen Freundin auf den Malediven ermordet wurde, weil er das Hacken nicht lassen konnte. Und der darauf hin zum Rächer mutiert, der die gesamte Story aufmischt. Der Spannungsbogen hält über die gesamte Länge, die Dialoge sind unterhaltsam-witzig, eingestreut werden diverse Zitate von Philosophen, was total gut passt. Die Charaktere sind individuell gezeichnet. Am besten haben mir dabei auch die nachvollziehbaren Motive der jeweils Handelnden sowie der aktuelle politische Bezug gefallen. Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Rassant! Spannend! Fesselnd!

    Giftflut
    AnjaMagdalena

    AnjaMagdalena

    12. August 2017 um 12:45

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Ich hatte viele spannende Stunden und Probleme das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Die Seiten fliegen nur so dahin, an wird in die Geschichte hineingezogen und möchte immer weiterlesen um zu erfahren, wie der Fall gelöst wird. Wer dahinter steckt. Was dahinter steckt. Der Schreibstil des Autors ist sehr abgehackt und kurz. Im Telegrammstil. Anfangs ungewohnt, doch sobald man sich daran gewöhnt hat umso spannender. Der Schreibstil bringt die Geschichte vorwärts, es wird nicht um den heißen Brei herumgeredet. Und er passt zum Hauptcharakter. Das Buch lebt von seinen witzigen, tiefgründigen, humorvollen und intelligenten Figuren. Es ist eine super spannende Geschichte. Eine äußerst überraschende und unerwartete Wendung. Ein Autor, der seine Story super recherchiert hat und mit Fachwissen geschrieben hat. Überlegt geschrieben hat, mit Sinn und Logik. Und Spannung und Humor! Noch dazu ein Szenario entwickelt hat, das vom Grundgedanken her durchaus möglich wäre. Ich bin hellauf begeistert und werde wohl die vorherigen de Bodt Bücher lesen müssen ;)

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  • Leserunde zu "Giftflut: Thriller - Kommissar de Bodts dritter Fall (Kommissar de Bodt ermittelt 3)" von Christian v. Ditfurth

    Giftflut
    cditfurth

    cditfurth

    Buchverlosung und Leserunde"Giftflut" - Eugen de Bodts dritten Fall schon vor dem Erscheinen lesen!Jetzt geht es weiter mit Hauptkommissar de Bodt vom Berliner Landeskriminalamt. In „Heldenfabrik“ und „Zwei Sekunden“ hatte er schon mit harten Fällen zu tun. Aber sein dritter Fall – „Giftflut“ – sprengt die Dimensionen. Im buchstäblichen Sinn: Irgendwer versetzt Europa mit einer Serie von Sprengstoffanschlägen in Angst und Schrecken.Als Erstes versinken die Trümmer der Berliner Oberbaumbrücke in der Spree. Es gibt Tote und Verletzte. Auch in Paris und London explodieren Brücken. Es folgt Anschlag auf Anschlag. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Täter hinterlassen keine Spur und keine Botschaft.Die Politik verfällt in Panik, die Bevölkerung lebt in Angst, es kommt zu Übergriffen auf Minderheiten und Flüchtlinge. Rechtsparteien werden stärker. Aktienmärkte und Wirtschaft stürzen ab.Der Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt jagt die Verbrecher durch ein Land am Abgrund. De Bodt wirft alle Regeln über den Haufen, ermittelt hart am Rand der Legalität und darüber hinaus. Mit seinen Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf verfolgt er Spuren im In- und Ausland. Aber immer wieder enden Ermittlungen in Sackgassen. Und in den eigenen Reihen muss de Bodt gegen Inkompetenz und Ignoranz ankämpfen. Als de Bodt schließlich das Motiv hinter den Anschlägen erkennt, setzt er alles auf eine Karte. Seine letzte Chance, die Drahtzieher zu stoppen.Die E-Book-Ausgabe von „Giftflut“ erscheint am 1. August. Die gebundene Version vier Wochen später. Die Leserunde endet am 25. Juli. Der Verlag spendiert den Gewinnern 15 Exemplare der E-Book-Ausgabe von „Giftflut“, die am 26. Juli verschickt werden.Bitte mitteilen, ob die Kindle- oder die Epub-Version verschickt werden soll. Und eine Frage zur Verlosung beantworten:Was macht einen Ermittler erfolgreich? Intelligenz? Kriminalistischer Sachverstand? Teamfähigkeit? Eigensinn? Oder was anderes?

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    • 133
  • Rasanter Politthriller

    Giftflut
    Settembrini

    Settembrini

    05. August 2017 um 22:00

    Eugen de Bodt ist ein ungewöhnlicher Kommissar, der ein ungewöhnliches Team leitet. Es geht um Anschläge auf unser wichtigstes Lebensmittel: Das Wasser. Ganz Europa ist bedroht.Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, um die Spannung nicht zu zerstören.Der Thriller ist genretypisch geschrieben: Kurze Kapitel aus verschiedenen Perspektiven. Dennoch ist die Sprache nicht anspruchslos. Der Autor versteht es, den Leser das eine öder andere Mal auf eine falsche Fährte zu locken und auch zum Nachdenken zu animieren.Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe. Das Buch ist auch aus sich selbst heraus verständlich, ich persönliche würde allerdings empfehlen, mit dem ersten Band der Reihe zu beginnen.Was mich persönlich bedrückt hat, ist, dass das vom Autor entworfene Szenario leider erschreckend glaubhaft ist.Wer gut unterhalten werden und etwas nachdenken möchte, sollte zu diesem Buch greifen.Das ebook ist mir kostenlos zur Verfügung gestellt worden, was meine Rezension aber nicht beeinflusst hat.

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  • Leserunde zu "Der Totensucher" von Chris Karlden

    Der Totensucher
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Ein Serienmörder. Eine verschwundene Tochter. Ein Wettlauf gegen die Zeit.Adrian Speer hat alles verloren: Seit ihrer Entführung vor zwei Jahren ist seine Tochter verschwunden, und von seinem Job wurde er suspendiert. In einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen wagt er einen Neubeginn. Der erste Fall führt ihn und seinen Partner zu einer alten Fabrikhalle, in der sie eine bestialisch zugerichtete Leiche finden. Schon am nächsten Tag taucht ein weiteres Opfer auf, das nach demselben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Toten entdecken sie ein aktuelles Foto von Speers Tochter. Die fieberhafte Jagd nach dem Serienmörder beginnt.Leserunde mit Autor Im Frage-Thread könnt ihr eure Fragen an den Autor stellen.Chris Karlden, Jahrgang 1971, hat Rechtswissenschaften studiert und arbeitet derzeit als Jurist in der Gesundheitsbranche. Er lebt mit seiner Familie im Südwesten Deutschlands. Sein erster Psychothriller »Monströs« war bereits ein großer Erfolg. Mehr zum Autor unter www.chriskarlden.deJetzt bewerben!Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 414
  • Verbrechen 2.0

    Giftflut
    Baerbel82

    Baerbel82

    02. August 2017 um 16:58

    „Giftflut“ von Christian v. Ditfurth ist bereits der dritte Fall für den Berliner Kommissar und Philosoph Eugen de Bodt. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Die Vorgänger hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es? Ein Ehepaar ertränkt in seiner Badewanne. Er war bei den Berliner Wasserwerken. Kurz danach wird eine Brücke über die Spree in die Luft gesprengt. Auch in Paris und London explodieren Brücken. Geht es um Wasser? Wer sind die Täter und wo liegt ihr Motiv? Verbrechen ohne Grenzen. Es geht es um Politik, viel Geld - und Hass. Tödlicher Hass. Gleich mehrere spannende Handlungsstränge gilt es zu verfolgen, auch aus Sicht der Terroristen, die sich Pavlinsky und Oberon nennen. Doch was haben Nadine und Jan, die in Palau Urlaub machen, mit alldem zu tun? Nach einem schweren Schicksalsschlag wächst der Touri über sich hinaus. Und so hat der Leser Verständnis für Jan, der moralisch mehr als fragwürdige Dinge tut. Man fiebert mit ihm mit, ob er es wohl schafft, Pavlinsky und seinen Schergen zu entkommen. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis. Erst als de Bodt alle Regeln über Bord kippt, kommt er der Wahrheit langsam auf die Spur… Story und Stil haben mir gefallen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Auf über 260 kurz-knackigen Kapiteln hetzt der Autor seinen Protagonisten um den Globus. Doch seine Widersacher wissen permanent Kontra zu geben und sind de Bodt & Co immer einen Schritt voraus. Über das Wiedersehen mit de Bodt, Salinger und Yussuf habe ich mich sehr gefreut. Sogar die Russen und Oberknacki Bob sind wieder mit dabei. Hauptkommissar Eugen de Bodt gilt als überheblich und eigenbrötlerisch. Aber er ist auch schlau - und erfolgreich. Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Das macht Lust auf mehr für die, die die ersten beiden Bände (noch) nicht kennen. Der Prolog hatte mich verwirrt. Aber der Sinn erschließt sich einem ganz zum Schluss. Gott sei Dank, alles nur Fiktion. Fazit: Ein Thriller mit dem Finger am Puls der Zeit. Unbedingt lesen!  

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    • 3
  • Packender Wirtschaftskrimi, meisterhaft in Szene gesetzt

    Giftflut
    Sonne63

    Sonne63

    01. August 2017 um 19:58

    Inhalt (Auszug aus dem Klappentext): Ein Sprengstoffanschlag auf die Oberbaumbrücke erschüttert Berlin. Es gibt Tote und Verletzte. Auch in Paris und London explodieren Brücken. Es folgt Anschlag auf Anschlag. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Täter hinterlassen keine Spur und keine Botschaft. Klar ist nur: Jemand führt Krieg gegen Europa. Die Politik verfällt in Panik. De Bodt wirft alle Regeln über den Haufen, ermittelt hart am Rand der Legalität und darüber hinaus. Mit seinen Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf verfolgt er Spuren im In- und Ausland. Meinung:De Bodt’s dritter Fall war meine erste Bekanntschaft mit dem Ermittler und seinem Team. Doch auch ohne Vorkenntnisse konnte ich problemlos der Handlung folgen. Ich machte Bekanntschaft mit Ermittlern von ganz besonderer Art, mit all ihren Stärken und Schwächen. Die sehr menschlichen Charaktere hatten bald meine vollste Sympathie. Christian v. Ditfurth ist ein absolut tolles Werk gelungen. Von der ersten Seite an zieht er den Leser mit seinem lockeren Schreibstil in den Bann. Er benutzt nur wenig komplette Sätze, sodass man sich teilweise wie in einem Drehbuch fühlt. Erst ungewohnt aber irgendwie auch genial. Schnell merkt man, dass genau das die Seiten nur so vorbeifliegen lässt. Man hat sofort die passenden Bilder dazu im Kopf. Nebenbei strotzt der Text nur so voll Witz und Ironie. Detaillierte Beschreibungen der verschiedensten Handlungsabläufe weisen darauf hin, dass der Autor nicht einfach nur seine „Hausaufgaben“ gemacht hat, sondern sich in den verschiedensten Sachgebieten sehr gut auskennt. Dazu ist er selber sehr belesen und legt seinem Hauptdarsteller zu jeder Gelegenheit passende Zitate von namhaften Schriftstellern, wie z.B. Kant, Nitzsche usw in den Mund. Das Ganze wird in mehrere Handlungsstränge gepackt, meisterhaft verwoben und dann in einem fesselnd zu lesenden Handlungsablauf serviert. Politik, Wirtschaft und Börse sind eigentlich nicht mein Ding, für mich persönlich zu trocken und schwer verstehbar. Doch Christian v. Ditfurth brachte es fertig, genau dieses hochaktuelle Thema, bei dem nicht einmal Trump und Brexit fehlen, so spannend in den Mittelpunkt zu stellen, dass ich mich jede einzelne Minute bestens unterhalten fühlte. Einmal angefangen, war es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.Fazit: Ein fesselnder Wirtschaftsthriller, voller Witz und Ironie, sehr spannend umgesetzt. Für mich sicher nicht das letzte Buch dieses Autors. Absolut empfehlenswert!

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