Christian v. Ditfurth Heldenfabrik

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Inhaltsangabe zu „Heldenfabrik“ von Christian v. Ditfurth

Die Täter hinterlassen nichts außer den Kugeln ihrer Maschinenpistolen in den Leichen ihrer Opfer. Und einem Gedicht über den Tod. Nach dem Mordanschlag auf den Vorstand eines Berliner Chemiekonzerns zieht ein Killer eine Blutspur durch das Land. Hauptkommissar Eugen de Bodt steht vor einem unlösbaren Fall. So scheint es jedenfalls. Verlassen kann er sich nur auf seine Mitarbeiter: Silvia Salinger, die ihn stärker anzieht, als es seiner Ehe guttut. Und Ali Yussuf, der unter der Zappelphilippkrankheit ADHS leidet. Ditfurths coole Mischung aus Härte und Esprit erzeugt atemlose Spannung.

Leider nichts für mich. Gute Grundidee, aber keine ganz so gute Umsetzung.

— Drakonia007
Drakonia007

Etwas langatmig und teilweise übertrieben! "Zwei Sekunden" war definitiv besser...

— Pippo121
Pippo121

Spannendes, temporeiches Lesevergnügen mit einer Portion Humor

— Pergamentfalter
Pergamentfalter

Die philosophische Seite macht diesen Thriller so unterhaltsam. Die Spannung sorgt dafür, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legt.

— djojo
djojo

Tolles Buch, absolut kurzweilig, flüssig, spannend zu lesen. Sympatisches Ermittlertrio, das Spass auf weitere Fälle macht.

— hans-bubi
hans-bubi

Die Wahrheit ist nur ein Anschein - Start der Thriller-Serie mit Hauptkommissar Eugen de Bodt

— Nisnis
Nisnis

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  • Heldenfabrik

    Heldenfabrik
    jojo-lesemaus

    jojo-lesemaus

    08. September 2017 um 12:19

    Dieser Reihenauftakt hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich habe dieses Buch gesehen und bin aufmerksam geworden, als ich gesehen habe, dass der Schauplatz Berlin ist und sich die Handlung somit in einer Stadt abspielt, die ich selbst schon schön oft besucht habe. Die Handlung hat mich deshalb noch mehr fasziniert, weil sie sich auf Straßen und Plätzen abgespielt hat, die ich selbst schon entlanggegangen bin. Ich habe eine persönliche Krimi/ Thriller Regel, die besagt, dass wenn nicht in den ersten Hundert Seiten ein Mord passiert, dann ist das Buch nichts. In diesem Fall hat das ganze schon im Prolog mit einem blutigen Gemetzel begonnen und so sofort sehr viel Spannung mit ins Spiel gebracht. Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil immer wider andere Personen in ihrem Umfeld im Fokus standen und man so einen guten Einblick von verschiedenen Seiten bekommen hat. Außerdem gab es so einige parallel laufende Handlung, deren Zusammenhang nicht von Anfang an klar war, wodurch zusätzliche Spannung erzeugt wurde. Zum Schluss ist deutlich geworden, dass das Buch unter einem genauen Plan geschrieben wurde, weil alle Spuren stimmig zusammengeführt haben und es so zu einem großen Knall gekommen ist. Dass der große Knall am Ende unerwartet kam, war der Verdienst vieler unerwarteter Wendungen, die das Buch mit geprägt haben. Auch die Charaktere waren gut ausgearbeitet und haben gut zur Geschichte gepasst und sie schön mit gestaltet. Außerdem gab es durch die Unterschiedlichkeit und das dennoch gut funktionierende Zusammenspiel immer wider lustige Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben und die Handlung, die von vielen Gewaltverbrechen geprägt ist so immer wieder aufgelockert. Sie Auflösung, die das große Ganze noch einmal beleuchtet war einfach klasse inszeniert und zeigt einen kreativen Gedanken, auf den ich niemals gekommen wäre!Doch so viele positives ich dem Buch auch zusagen kann, so kann ich doch nicht unerwähnt lassen, dass mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt hat. Die kurzen und knappen Sätze, die oftmals zusammenhangslos aufeinanderfolgten haben mir das Lesen erschwert und den Lesefluss gestört, so dass ich nicht so an das Buch gefesselt war, wie es diese super Geschichte verdient gehabt hätte. Dennoch lohn es ich das Buch zu lesen, weil es auch mit seinen politischen Aspekten einen gesellschaftlichen Wert mit ins Spiel bringt, der uns alle Interessiert: Sicherheit und Korruption.

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  • Heldenfabrik

    Heldenfabrik
    Drakonia007

    Drakonia007

    16. April 2017 um 22:26

    Meine Meinung: Hauptkommissar Eugen de Bodt wird von Hamburg nach Berlin versetzt. Direkt wird er in einem großen Fall involviert. Fast der komplette Vorstand eines Chemiekonzerns wird ermordet. Es gibt keine Spuren, keine Zeugen. Es ist klar, dass hier Profikiller am Werk waren. Die Leichen werden als Kranz zusammengebunden im See gefunden. Immer wieder taucht ein Gedicht von Rilke auf. Dieses zieht sich über das gesamte Buch hindurch. Leider hat mir das Buch nicht gefallen. Die Idee der Story war gut. Dennoch fand ich alles recht wirr. Der Schreibstil war oft sehr einsilbig und bestand viel aus sehr knappen Sätzen. Ein oder Zweiwortsätze. Manchmal finde ich sowas ganz gut, aber nicht wenn fast 500 Seiten so aufgebaut sind. Zumindest hatte ich so den Eindruck. Die Dialoge fand auch oftmals verwirrend, aber da möchte ich jetzt nicht spoilern. Wirklich sympatisch fand ich keinen Charakter, bei manchen frage ich mich was sie für eine Bedeutung hatten. Auf den letzten Seiten wird der Titel des Buches klar und ist auch logisch. Aber irgendwie waren für mich 100 Seiten logisch und nachvollziehbar, der Rest leider total wirr. 2 von 5 Büchern Anmerkung: "Heldenfabrik" wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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  • Rezension zu "Heldenfabrik"

    Heldenfabrik
    Zsadista

    Zsadista

    11. February 2017 um 19:43

    Hauptkommissar de Bodt, gerade von Hamburg nach Berlin versetzt bekommt direkt einen neuen Fall übergeben. Noch nicht richtig eingelebt, die Kollegen noch unbekannt bekommt er diesen großen Fall anvertraut. Fast der komplette Vorstand des Berliner Chemiekonzerns BBC wurde ermordet. Keine Zeugen, keine Spuren, das können nur Profis gewesen sein. Und dann taucht auch immer wieder dieses seltsame Gedicht von Rilke auf. Mit seiner Kollegin Kriminaloberkommissarin Silvia Salinger und dem Anwärter Yussuf nimmt de Bodt die Ermittlungen auf. Noch ahnen die drei nicht, in welches Wespennest sie gestochen haben. „Heldenfabrik“ ist der erste Band der neuen Thriller Reihe aus der Feder des Autors Christian V. Ditfurth. Der Schreibstil ist flott und lässt sich gut lesen. Trotzdem bin ich recht unentschlossen bei diesem Werk. Das Buch ist mir an sich zu überladen mit Aktion. Wollte hier an die typischen übertriebenen amerikanischen Thriller angeschlossen werden? Mir hat es nicht so sehr gefallen. Eugen de Bodt ist mir durchweg unsympathisch. Ich kann zwar das Grundprinzip der Figur nachvollziehen, doch das Endprodukt hat mir gar nicht gefallen. Ich habe nichts gegen Personen mit eigenem Kopf, de Bodt hat mich in seiner Art allerdings fast schon genervt. Der gesamte Inhalt der Story ist auch etwas löcherig. Bei manchen Begebenheiten hatte ich einfach ein Fragezeichen über dem Kopf und überlegte, was mir das jetzt sagen sollte. Manche Ereignisse passten einfach nicht zusammen. Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, sonst müsste ich spoilern und würde so etwas von der Spannung nehmen. Auch die Auflösung des Falles ließ für mich einiges offen und zu wünschen übrig. Ich hätte mir zumindest am Ende etwas Runderes gewünscht. Es wird auch nichts groß hinterfragt, es ist einfach alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Der Story hätte auf jeden Fall etwas weniger übertriebene Aktion und etwas mehr Inhalt gut getan. Für Leser rasanter amerikanischer Thriller ist „Heldenfabrik“ mit Sicherheit eine Perle. Für mich war es am Ende nur ein kleines Perlchen. Nicht so schlecht, aber auch nicht übermäßig gelungen.

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  • Rezension zu "Heldenfabrik"

    Heldenfabrik
    Pergamentfalter

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 22:16

    Gerade neu als Berliner Hauptkommissar eingesetzt, wartet gleich der erste Fall auf Eugen de Bodt: bis auf zwei Mitglieder wurde der Vorstand des Berliner Chemiekonzerns BBC während einer Sitzung ermordet, die Leichen zusammengebunden und auf derSpree treiben gelassen. Als wäre das noch nicht ausreichend, hinterließen die Täter eine Botschaft, die blanker Hohn zu sein scheint: Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns. (Rainer Maria Rilke) Was wollen die Täter damit sagen? Ist die Nachricht als Warnung gedacht? Kennzeichnet sie den Beginn neuer Serienmorde? Oder wurden die Morde im Auftrag von jemandem ausgeführt und die Botschaft ist für die Auftraggeber bestimmt? Für de Bodt und sein Team - Silvia Salinger und Ali Yussuf - beginnt die schwierige Suche nach Spuren, wer hinter den Morden steckt. Doch während sie versuchen, den Fall zu lösen, scheinen nicht nur de Bodts Vorgesetzte genau das verhindern zu wollen und legen ihm immer wieder Steine in den Weg ... Kernstück dieser Geschichte ist mehr als nur die Handlung selbst, sondern auch klar ausgearbeitete Charaktere, die alle irgendwo ihre Eigenarten haben und die gerade deswegen so liebenswert sind. Angefangen bei Eugen de Bodt, der eigentlich gar kein Polizist sein will und gerne mal ein Zitat zum Besten gibt, über Silvia Salinger, die gern eine Beziehung hätte, aber glaubt, dass das sowieso wieder nicht funktioniert, bis hin zu Ali Yussuf, dem Zappelphilipp mit großen Potenzial. Die drei und eine ganze Reihe weiterer Charaktere tragen eine Geschichte, die schon nach kurzer Zeit eine ganz eigene Dynamik entwickelt und dadurch nie langweilig wird. Lediglich zum Ende hin auf den letzten Seiten ist die Erzählweise etwas hastig und es scheint, als sollte auf möglichst wenigen Seiten ein Abschluss gefunden werden. Da die Geschichte allerdings abgesehen davon flüssig und in einem angemessenen Tempo erzählt wird, lässt sich darüber hinwegsehen. Die gesamte Handlung ist rasant erzählt - voller Verstrickungen, Intrigen und Wendungen, die dieses Buch zu einem wahren Leseabenteuer machen. Dachte man eben noch, man hätte eine Idee, wie es weitergehen und enden könnte, muss man die schon im nächsten Moment wieder verwerfen. Dabei ist "Heldenfabrik" nicht nur ein Buch über die Suche nach Mördern. Christian v. Ditfurth versteht es, komplexe politische Strukturen aufzuzeigen und so in die Geschichte einzuflechten, dass diese Verwicklungen am Ende tatsächlich als Realität eingestuft werden können. So zeigt er beispielsweise, wie im indirekten Auftrag der Regierung aus einer nach den Jahren längst unbedeutend gewordenen "Jugendsünde" der Grund für eine Zwangsversetzung wird, die die gesamte Aufklärung des Falles in Frage stellt. FAZIT Spannendes, temporeiches Lesevergnügen mit einer Portion Humor. Ich freue mich bereits auf Kommissar de Bodts nächsten Fall!

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  • Der uneigentliche Polizist, der keiner werden wollte.

    Heldenfabrik
    djojo

    djojo

    25. December 2016 um 20:35

    Eugen de Bodt wurde gerade erst von Hamburg nach Berlin versetzt. Seine Familie wartet noch widerwillig in Hamburg und er muss sich aufgrund des neuesten Falles direkt in seinen Job stürzen. Beim Berliner Chemiekonzern BBC wurde fast der gesamte Vorstand grausam ermordet. Ein offensichtliches Motiv gibt es nicht, allerdings waren definitiv Profis am Werk. Es gibt keine Zeugen und kaum Spuren. Nur ein Gedicht von Rilke taucht immer wieder auf. Eine Warnung?Zusammen mit seinen neuen Kollegen Salinger und Yussuf beginnt de Bodt zu ermitteln. Dabei nutzt er gezielt seine empathischen Fähigkeiten um auch dunklen Gestalten das eine oder andere Geheimnis zu entlocken. Parallel dazu scheint aber jemand darum bemüht die Ermittlungen zu behindern. Sogar eine regelrechte Hetzkampagne wird gegen den leitenden Ermittlungsbeamten geführt. Wer steckt hinter diesem Aktionismus?„»Die Bundeskanzlerin ist beunruhigt«, sagte Kammann. »Sie fragt sich natürlich, ob da noch so etwas passiert.« – »Also doch Terrorismus«, sagte de Bodt. »Eine neue Form der Kriminalität«, widersprach Kammann. (S. 156)Christian v. Ditfurth präsentiert uns hier einen spannenden Roman, der sprachlich mit viel Gefühl und Feinschliff aufwartet. Seinen Protagonisten lässt er philosophieren. Gleichzeitig erzeugt er mit Eugen de Bodt eine skurrile Figur: ein Polizist, der eigentlich keiner werden wollte. Einer der sich überhaupt nicht um Anweisungen oder Vorgesetzte schert. Der seine Ermittlungen nach seinem eigenen Stil durchzieht. Der sich die unwichtigen zwielichten Gestalten zum Freund macht.Parallel dazu lässt Christian v. Ditfurth Einblicke in die Sicht der Verbrecher zu. Einer der Täter versucht selbst Licht ins Dunkel zu bringen und begibt sich auf die Suche nach seinem bis dato unbekannten Auftraggeber. Diese Darstellung hilft das Gesamtbild zu verstehen, zeigen allerdings auch in einer ungeschminkten Grausamkeit was ein Profikiller so alles anrichtet. Die philosophische Seite macht diesen Thriller so unterhaltsam. Die Spannung sorgt dafür, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legt. Wer einen realistischen Thriller erwartet könnte ein wenig enttäuscht werden. Zu nah befinden sich manche Tatsachen an der Grauzone zu reinen Verschwörungstheorien. Dass sich die Geschichte auf den letzten Seiten rasant schnell auflöst, spielte aber gerade deshalb für mich keine große Rolle. Für mich ist „Heldenfabrik“ ein tolles Werk und erhält meine uneingeschränkte Empfehlung.

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  • Die Wahrheit ist nur ein Anschein - Start der Thriller-Serie mit Hauptkommissar Eugen de Bodt

    Heldenfabrik
    Nisnis

    Nisnis

    26. July 2016 um 12:18

    Vorstandssitzung des Berliner Chemiekonzerns BBC:Die Türen zum Sitzungssaal öffnen sich, automatische Waffen Zielen auf alle anwesenden Vorstandsmitglieder und töten sie. Eiskalt.Die Leichen der Getöteten findet die Polizei am Spreeufer. Die Hände der Leichen sind an den Händen zusammengebunden, ihre Körper zu einem Kreis formiert schwimmen sie unterstützt durch Schwimmflügel an der Wasseroberfläche. Inmitten des Leichenkreises schwimmt ein Aktenkoffer, in dem die Ermittler ausschließlich ein Gedicht finden:Der Tod ist groß.Wir sind die Seinenlachenden Munds.Wenn wir uns mitten im Leben meinen,wagt er zu weinenmitten in uns. (Rainer Maria Rilke)Hauptkommissar Eugen de Bodt ermittelt mit Kriminaloberkommissarin Silvia Salinger und dem Anwärter Yussuf, einem blonden Türken. Der Fall scheint unlösbar und die drei werden bei ihren Ermittlungen immer wieder erheblich behindert. Vertrauen können sie sich ausschließlich untereinander, während sie den blutigen Spuren eines brutalen Killers durchs Land folgen.Der Autor:Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Zuletzt hat er neben Sachbüchern und Thrillern (Das Moskau-Spiel, 2010) Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht, die auch in den USA, in Frankreich, Spanien und Israel veröffentlicht wurden. Zuletzt erschienen Das Dornröschen-Projekt und Tod in Kreuzberg. (Quelle: carl’s books)Reflektionen:Heldenfabrik ist ein anspruchsvoller Thriller, der mich mein Notizbuch während des Lesens vollschreiben lässt, um keine Szene zu vergessen und um viele Besonderheiten auch im Nachhinein einatmen zu können.Christian von Ditfurth hat mich schon vor vielen Jahren mit seinen Stachelmann Kriminalromanen begeistert. Darin habe ich es besonders genossen, den Historiker von Ditfurth darin erkennen zu dürfen. Heldenfabrik ist anders. Fast wie ein typisch amerikanischer Thriller, der mit äußerster Härte und Tempo bereichert einhergeht. Fast atemlos lese ich durch die Seiten und kann es kaum fassen, wie erfrischend und atemlos mich von Ditfurth durch die mehr als 400 Seiten treibt. Die Spannung reißt niemals ab und sie agiert auf einem hohen Level. Von Ditfurths Schreibstil ist literarisch anspruchsvoll, aber dennoch federleicht zu lesen.Heldenfabrik ist der erste Band einer Reihe um die Fälle des sympathischen Berliner Hauptkommissars Eugen de Bodt. An seinem ersten Arbeitstag bei der 3. Mordkommission des Berliner Landeskriminalamtes, trifft er seine neuen Kollegen erstmals am grausigen Tatort.Der junge Anwärter Yussuf, ein blonder Türke, lässt Raum zum Schmunzeln. Mit ihm und mit der attraktiven Kriminaloberkommissarin Silvia Salinger agiert de Bodt nach anfänglichem Zusammenraufen harmonisch. Dieses kleine Team gegen den Rest des Präsidiums, so scheint es.Die Figur des Hauptkommissar de Bodt ist eine selten dagewesene. Er selbst hält sich nach gescheiterter Ehe für einen Alltagsversager. Er hasst intensive Körperlichkeiten, jemanden anfassen zu müssen ist ihm ein Groll und er kann sich niemandem unterordnen, der weniger kann als er. Er ist sehr gebildet und elitär. Nach abgebrochenem Literatur- und Philosophiestudium, nur um den Gelehrten Vater zu provozieren, geht er zur Polizei. De Bodt, der jeden Morgen den Tag verflucht, an dem er beschloss Polizist zu werden, stapft emotionslos durch den Polizeialltag. Da er einer Entlassung auf Grund von Fehlverhalten oder ähnlichem gleichgültig entgegensieht, schreckt er nicht davor zurück, sich Freunde bis in die oberen Etagen der Polizeibehörde zu schaffen.Christian von Ditfurth hat nicht an Ideen gespart und setzt Tatorte und Verbrechen blutig brutal in Szene. De Bodt macht es stutzig, dass der Fall des Attentats an den Vorständen des Chemiekonzerns nicht an das BKA übergeben wurde. Er und sein Team recherchieren und stoßen auf mögliche Motive wie Korruption, Patentrecht, Marktanteil und Konkurrenz. Im Zuge der Ermittlungen folgern sie, dass die Täter Elitepolizisten oder Söldner sein müssen.Zeitgleich bildet sich eine Gruppe im Kanzleramt, bestehend aus BKA, Verfassungsschutz, BND und weiteren, die ebenfalls Recherchen eingeleitet haben, um die Attentäter zu ermitteln. Aber, sie müssen auch mit allen Mitteln verhindern, dass das wahre Motiv für das Attentat an die Öffentlichkeit gelangt. Ihr Ziel ist es, de Bodt und seinem Team Täter zu liefern, die nicht mehr aussagen können. Als man de Bodt im Präsidium nahelegt sich von seiner Biographie zu distanzieren, da seine Gegner einen dunklen Fleck auf seiner West gefunden haben, da er in jungen Jahren linksextremistisch aktiv war, ist de Bodt erst recht motiviert, die Täter zu überführen und die Öffentlichkeit über die schmutzigen Aktivitäten der Gruppe im Kanzleramt zu informieren. Die Handlung ist psychologisch verstrickt, komplex und äußerst intelligent. Immer wieder muss sich der Blick des Lesers auf Neuigkeiten in der Handlung fokussieren. Besonders dramatisch und rasant wird es, als die Perspektive eines Attentäters einen großen Raum in der Handlung einnimmt. Andre, Profilkiller und Söldner, ist einer der überlebenden Attentäter, denn Söldner-Chef Bob, der eine Spitzentruppe für dieses Attentat rekrutiert hatte, räumt gnadenlos alle Zeugen aus dem Weg. Andre versetzt sich in die Gedankenwelt Bobs und versucht ihm strategisch geschickt entgegenzutreten. Dieses Gedankenkarussell hat von Ditfurth klug geschrieben. Den Konflikt den Andre nun mit sich allein austrägt, um Bob zur Strecke zu bringen, war eine äußerst interessante und hochspannende Angelegenheit.Die komplexe Handlung, bei der ich als Leser dennoch nie den Faden verliere, ist mit zahlreichen Figuren gesegnet, die interessante Charakterzüge aufweisen. De Bodt bleibt mir als kautziger, eher ruhiger Ermittler in Erinnerung und ich freue mich schon sehr auf „Zwei Sekunden“, den zweiten Teil der Reihe, der im August 2016 bei carl’s books erscheinen wird.Fazit und Bewertung:Heldenfabrik hat mir verdammt gut gefallen und mich sehr intelligent und spannend unterhalten. Wer einen knallharten Thriller lesen mag, aber auch literarisch gut unterhalten werden möchte, der sollte zugreifen.

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    • 4
  • Perfekt!

    Heldenfabrik
    -Anett-

    -Anett-

    04. November 2014 um 20:16

    Dieser Thriller ging gleich richtig spannend los: Ein Killerkommando stürmt die Vorstandssitzung eines Pharmakonzerns und richtet alle hin. Diese werden in den Fluss gelegt, regelrecht angeordnet und dabei ein Koffer dessen Inhgalt nur ein Gedicht von Rilke enthält. Der Fall gibt sehr viele Rätsel auf und Kommissar De Bodt tappt eine Weile mit seinem Team im Dunkeln. Dann schaltet sich der Verfassungsschutz ein und De Bodt hat das Gefühl, er soll den Fall gar nicht lösen. Und der Leser fragt sich immer wieder: Was steckt wirklich hinter den Morden??? Nebenher ist noch ein Plot, eines Killers aus der Truppe, der regelrecht um sein Leben kämpft, denn die meisten, die dabei waren, sollen nun auch eliminiert werden, damit es so wenig wie möglich Zeugen gibt. Auch diese Geschichte ist äußerst spannend. Dem Autor ist hier ein toller Auftakt gelungen und ich war wirklich begeistert von dem Thriller. Dieser ist spannend von Anfang an und selbst das Ende recht verblüffend. Sehr temporeich geschrieben, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind mir sehr sympatisch gewesen und auch sehr glaubhaft. Selbst die Bösewichte der Geschichte geben einen guten Kick und es macht Spaß auch von ihnen zu lesen. Mir hat der Thriller jedenfalls Lust auf mehr von dem tollen Ermittlertrio gemacht und ich kann das Buch wärmstens weiter empfehlen!

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  • Heldenfabrik

    Heldenfabrik
    -Anett-

    -Anett-

    Dieser Thriller ging gleich richtig spannend los: Ein Killerkommando stürmt die Vorstandssitzung eines Pharmakonzerns und richtet alle hin. Diese werden in den Fluss gelegt, regelrecht angeordnet und dabei ein Koffer dessen Inhgalt nur ein Gedicht von Rilke enthält. Der Fall gibt sehr viele Rätsel auf und Kommissar De Bodt tappt eine Weile mit seinem Team im Dunkeln. Dann schaltet sich der Verfassungsschutz ein und De Bodt hat das Gefühl, er soll den Fall gar nicht lösen. Und der Leser fragt sich immer wieder: Was steckt wirklich hinter den Morden??? Nebenher ist noch ein Plot, eines Killers aus der Truppe, der regelrecht um sein Leben kämpft, denn die meisten, die dabei waren, sollen nun auch eliminiert werden, damit es so wenig wie möglich Zeugen gibt. Auch diese Geschichte ist äußerst spannend. Dem Autor ist hier ein toller Auftakt gelungen und ich war wirklich begeistert von dem Thriller. Dieser ist spannend von Anfang an und selbst das Ende recht verblüffend. Sehr temporeich geschrieben, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind mir sehr sympatisch gewesen und auch sehr glaubhaft. Selbst die Bösewichte der Geschichte geben einen guten Kick und es macht Spaß auch von ihnen zu lesen. Fazit: Mir hat der Thriller jedenfalls Lust auf mehr von dem tollen Ermittlertrio gemacht und ich kann das Buch wärmstens weiter empfehlen!

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    • 3
    -Anett-

    -Anett-

    25. October 2014 um 11:24
  • Super Thriller - mit einem völlig neuen Kommissar-Typ!

    Heldenfabrik
    olivia

    olivia

    17. October 2014 um 21:39

    Also, wenn ich ehrlich bin, habe ich anfangs wirklich Schwierigkeiten gehabt, in dieses Buch bzw. in die Geschichte hineinzukommen. Woran es lag? Ich weiß es gar nicht.... 40 Seiten habe ich zuerst knapp gelesen, dann habe ich das Buch erst einmal auf die Seite gelegt und ein anderes beendet. Vielleicht war ich noch nicht bereit, mich auf diese Geschichte einzulassen?! Irgendwie war ich auch verwirrt, durch die vielen Charaktere, die plötzlich auf mich einprasselten. Also beendete ich erst einmal noch ein anderes Buch und versuchte dann nochmals mein Glück...Und von da an gab es kein Halten mehr. Ich war S O F O R T in der Geschichte, konnte mich völlig auf die Personen und die Handlungen einlassen und fragte mich, warum mir das vorher nicht möglich gewesen war. Die Lösung habe ich zwar immer noch nicht gefunden, aber letztendlich spielt das nun auch keine Rolle mehr. Der Kommissar, Eugen de Bodt, ist herrlich anders! Nun gut, problembeladen ist er sicherlich auch auf seine Weise, aber trotzdem ist er einfach mal ein völlig anderer Typ als die Kommissare, deren Bekanntschaft ich sonst in der letzten Zeit machte! Denn welcher Kommissar zitiert schon Philosophen wie Aristoteles oder gibt Lebensweisheiten auf Latein von sich?! Und ist von Grund auf wirklich ungern Polizist geworden, eigentlich nur um seinen Vater zu ärgern!!! Einfach großartig.... "Wer sind Sie in Wirklichkeit?" "Die Intelligenz, die Ihre Frage verrät, verbietet, sie zu stellen." Auch die weiteren Charaktere des Buches - de Bodts Team beispielsweise, das sich aus Silvia Salinger und Ali Yussuf zusammensetzt - sind sehr gut und interessant beschrieben. Und, wie bei mir manchmal so üblich, waren mir selbst die Bösewichte des Buches irgendwie sympathisch und ich konnte Verhaltensweisen - so extrem sie auch waren - doch seltsamerweise nachvollziehen, ohne schlecht über die Person zu urteilen.... Absolut kurzweilig, flüssig und spannend zu lesen....! (Und ich glaube, der für mich schlechte Start des Buches lag einfach nur in einer kurzzeitigen Laune von mir....). Mein Fazit Sehr spannendes, kurzweiliges Buch mit einem tollen Ermittler, auf dessen weitere Fälle ich mich nun sehr freue!!!

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