Mann ohne Makel

von Christian v. Ditfurth 
4,1 Sterne bei64 Bewertungen
Mann ohne Makel
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mabuereles avatar

Spannend bis zur letzten Seite! Politisch brisant!

ChristinKs avatar

Sehr spannend geschrieben. Ich konnte mich kaum davon losreißen!

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Inhaltsangabe zu "Mann ohne Makel"

Ein Historiker auf Mördersuche- Der Bestseller jetzt als Taschenbuch
Berge von Akten türmen sich seit Jahren unbearbeitet auf Josef Maria Stachelmanns Schreibtisch. Material für seine längst überfällige Habilitation.
Doch der Dozent für Geschichte an der Universität Hamburg, gleichermaßen geplagt von Arthritis und Historikerquerelen, hat alles Selbstvertrauen verloren. Da meldet sich ein ehemaliger Kommilitone und Genosse aus bewegter Zeit, Ossi Winter, inzwischen Kriminalkommissar in Hamburg. Er müht sich seit drei Jahren, eine Mordserie aufzuklären: Wer hat die Frau und zwei Kinder eines angesehenen Hamburger Maklers umgebracht? Es gibt nur eine schwache Spur, und die führt in die Vergangenheit. Winter bittet Stachelmann um Hilfe, und in dem Historiker erwacht die alte Neugier. Stachelmann macht sich auf die Suche und gerät in ein lebensgefährliches Labyrinth. Der atemberaubende, mitreißende Krimi führt den Leser zurück in eines der abstoßendsten Kapitel der NS-Zeit. Es ist bis heute nicht abgeschlossen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462033892
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:01.03.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.2006 bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zur letzten Seite! Politisch brisant!
    Brisanter und fesselnder Krimi

    „...Wenn er seine Rache nicht vollenden konnte, musste er sterben, ohne dass sein Leben einen Sinn gehabt hatte...Schuld vererbt sich, wenn der Schuldige nicht ausgestoßen wird aus der Familie. Nichtwissen schützt nicht vor Bestrafung...“


    Josef Maria Stachelmann, Dozent für Geschichte an der Universität von Hamburg, liest im Zug einen Artikel über die Ermordung der kleinen Tochter des Maklers Maximilian Hollers. Der Fall gibt den Kriminalisten Rätsel auf, da zuvor die Ehefrau und ein Sohn des Maklers umgebracht wurden. Eigentlich hat Stachelmann eigene Probleme. Sein Vorgesetzter erwartet endlich sein Habilitationsschrift. Daran hängt seine Stelle an der Universität. Stachelmanns Forschungsthema beschäftigt sich mit den Konzentrationslagern im Dritten Reich, ihrer Entstehung und Entwicklung.

    Dann erhält er einen Anruf von Ossi Winter, Kriminalkommissar der Hamburger Kripo und einstiger Begleiter in den Studienjahren. Stachelmann glaubt, den Namen Holler schon einmal in anderen Zusammenhang gehört zu haben, kann sich aber nicht daran erinnern.

    Der Autor hat einen fesselnden und tiefgründigen Kriminalroman geschrieben, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

    Stachelmann ist ein Protagonist mit Ecken und Kanten. Nach einer hochgelobten Doktorarbeit kann er sich jetzt kaum zum Schreiben eines wissenschaftlichen Artikels aufraffen. Hinzu kommt, dass er mit heftigen Rheumaschüben leben muss. Seine Vorlesungen sind bei den Studenten beliebt. Allerdings erhofft sich zumindest eine Studentin mehr von ihm. Dazu ist er aber nicht bereit.

    Nachdem die Polizei so gut wie keine Spur im Falle Holler hat, versucht man nun, dessen Vergangenheit zu durchleuchten, um herauszufinden, wen er sich zum Feind gemacht haben könnte. Noch lebt ein Sohn. Den gilt es zu schützen. Dabei bittet Ossi Stachelmann um Hilfe. Der findet eine Spur weit in die Vergangenheit und ahnt nicht, dass er damit auch dunkle Punkte in der Lebensgeschichte seines Vaters aufdecken wird und selbst in Lebensgefahr kommt.

    Der Schriftstil des Buches unterstützt einerseits den hohen Spannungsbogen, lässt andererseits Platz für Ruhepunkte und Zeit zum Nachdenken.

    Zu den sprachlichen Höhepunkten gehören die gut ausgearbeiteten Dialoge. Das Gespräch mit dem Vater wirkt fast gequält. Er sagt nicht mehr als nötig. Das folgende Zitat gibt die Ansicht des Vaters wieder:


    „...Wir konnten uns den Staat nicht aussuchen. Was wir tun mussten, bestimmten die Gesetze. Was sollte ein kleiner Mann daran ändern?...“


    Einige Kapitel widmen sich dem Täter. Das Eingangszitat stammt von ihm. Er ist Jude, wurde mit der Kinderverschickung nach England geschickt, hat bei der Rückkehr keinen seinen Verwandten mehr vorgefunden und musste erleben, dass ihm jede Wiedergutmachung verweigert wurde. Sein Vater war Makler. Seine Kindheit in England war hart.

    Ossis Sarkasmus sorgt für eine weitere Facette in der Geschichte. Als er sich mit Stachelmann in der Kneipe trifft und der Gedanke aufkommt, dass das Motiv in der Nazizeit liegen könnte, fasst er seine Arbeit folgendermaßen zusammen:


    „...Ich arbeite in einem milchverarbeitenden Gewerbe. Was ich denke, ist Quark. Was ich tu, ist Käse. Aber manchmal kommt am Ende sogar Sahne dabei heraus. Zumindest in schwierigen Fällen...“


    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. SO spannend kann Aufarbeitung der Vergangenheit sein!

    Kommentare: 3
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    A
    Arunvor 5 Jahren
    Stachelmanns erster Fall

    Dies ist das erste Buch einer neuen Reihe von Christian von Ditfurth.
    Der Hauptprotagonist ist der Historiker Josef Maria Stachelmann dessen Fachgebiet das 3. Reich ist. J.M.S. Der in Lübeck lebt und an der Uni in Hamburg lehrt ist ein Durchschnittsbürger mit kleinen und großen Sorgen. Außerdem hat er eine besondere Vorliebe für den Romanheld Horatio Hornblower aus dem Romanzyklus von C.S. Forester.

    Durch einen ehemaligen Jugendfreund, jetzt Kommissar in der Mordkommission Hamburg,
    wird er als Berater in eine Mordserie hinein gezogen die ihre Wurzeln in der Zeit des Nationalsozialismus hat.
    Im Laufe des Falles ermittelt J.M.S. auf eigene Faust in einer recht unkonventionellen Art und Weise.

    Mein Fazit: Eine neue Figur in der deutschen Krimiszene (inzwischen sind schon 6 Bände dieser Reihe erschienen) welche aber nur teilweise meine Zustimmung findet. Gerade die vielen Zufälle in dieser Story waren recht unglaubwürdig. Kann man lesen-oder auch nicht.

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 8 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Josef Maria Stachelmann, Historiker, alleinstehend, skurril aber sympathisch, leidet unter schwerer Arthritis, ein Antiheld, wird unfreiwillig zum Nebenberufsermittler. Dort ist er dann aber unbestechlich gradlinig. Spannend. Etwas für Liebhaber der Geschichte des 20. Jahrh.

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    Buechereules avatar
    Buechereulevor 8 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Klappentext:
    Berge von Akten türmen sich seit Jahren unbearbeitet auf Josef Maria Stachelmanns Schreibtisch. Material für seine längst überfällige Habilitation. Doch der Dozent für Geschichte an der Universität Hamburg, gleichermaßen geplagt von Arthritis und Historikerquerelen, hat alles Selbstvertrauen verloren. Da meldet sich ein ehemaliger Kommilitone und Genosse aus bewegter Zeit. Ossi Winter, inzwischen Kriminalkommissar in Hamburg. Er müht sich seit drei Jahren eine Mordserie aufzuklären: Wer hat die Frau und zwei Kinder eines angesehenen Hamburger Maklers umgebracht? Es gibt nur eine schwache Spur, und die führt in die Vergangenheit. Winter bittet Stachelmann um Hilfe, und in dem Historiker erwacht die alte Neugier. Stachelmann macht sich auf die Suche und gerät in ein lebensgefährliches Labyrinth.

    Inhalt:
    Irgendetwas läuft falsch in der beruflichen Laufbahn von Stachelmann, einem Historiker an der Universität Hamburg. Auf seinem Schreibtisch befinden sich dutzende Akten von Material für seine Habilitation, aber anstatt sie endlich zu Papier zu bringen, macht er sich immer wieder auf die Suche nach neuem Material.
    Unterdessen wird in Hamburg die Tochter eines reichen unbescholtenen Immobilienmaklers im Garten des heimischen Hauses vergiftet aufgefunden. Es ist schon der dritte Todesfall binnen drei Jahren in der Familie. So etwas kann eigentlich nicht wahr sein? Die Hamburger Polizei ermittelt und stößt dabei auf Spuren, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreichen und auch die Familie des Hamburger Immobilienmaklers scheint in die Schrecken dieser Zeit verwickelt zu sein. Stachelmann wird als Experte für den Nationalsozialismus und vor allem für Enteignungen in dieser Zeit herbeigezogen. Er kommt auch nach und nach dem Täter auf die Spur und bringt sich so in Gefahr.

    Meinung:
    Christian von Ditfurth führt den Leser mit Stachelmanns ersten Fall zurück in ein dunkles deutsches Kapitel, in die Zeit des Nationalsozialismus und die Enteignung von Haus und Grund der Juden in Deutschland. Er verknüpft die historischen Ereignisse mit einer Mordserie in Hamburg. Dabei wechselt er immer wieder die Erzählperspektive, mal spricht der Mörder, dann wieder Stachelmann oder Ossi Winter von der Polizei, so erfährt der Leser wesentlich mehr als die einzelnen Akteure der Handlung. Und ihm wird auch schneller deutlich in welche Richtung die Geschichte gehen wird.
    Von Ditfurths Darstellung von Stachelmann ist ihm ganz gut gelungen, man erfährt einiges aus dem Uni-Alltag des angehenden Professors und dessen Schwierigkeiten mit der Habilitation, aber auch etwas über sein Privatleben. Durch den Fall muss er sich auch mit der Vergangenheit seiner Familie in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Dies ist im Hinblick auf sein Verhältnis zu seinem Vater nicht gerade leicht.
    Ein gutes Buch, dass einerseits mit Hintergrundwissen zur Geschichte des Nationalsozialismus aufweist, aber die eigentliche Kriminalgeschichte nicht überlädt. Jedoch ist dieses Buch nicht für jemanden geeignet, der sich für die Geschichte der Enteignung von Juden interessiert, denn dafür steht die Kriminalgeschichte zu sehr im Vordergrund.

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    Cibo95s avatar
    Cibo95vor 8 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Der erste Fall mit Historiker Stachelmann. Ein geschichtsträchtiger Krimi, indem sich alte Nazis und deren Opfer bekämpfen. Spannend ... aber ich finde, es gibt bessere Krimis. Ich habe mich gut unterhalten bin aber noch zwiespältig, ob ich weitere Fälle lesen werde 8)

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    Monsignores avatar
    Monsignorevor 8 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Die Grundidee ist hervorragend und die Mischung stimmt: Ein Historiker wird in einen dubiosen Mordfall hineingezogen, er wird unfreiwillig zum Ermittler und Wissenden. Die Spur führt in die Nazivergangenheit. Und schon bald versteht er, dass er das nächste Mordopfer sein wird ... Mit Stachelmanns erstem Fall hat Christian von Ditfurth - selbst Historiker - einen neuen Krimitypus geschaffen. Fast nebenbei ist dieses Buch ein Geschichtsbuch. Und spannend allemal ...

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    lilamonalisas avatar
    lilamonalisavor 9 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    ein deutscher krimi mit einem sehr ausgelutschten nazithema.und trotzdem unterhaltung vom feinsten.stachelmanns erster fall führt den komplizierten (hypochondrisch und beziehungsängstlich) unidozenten für geschichte in die 30er jahre nach hamburg, in eine zeit,in der gnadenlos juden ausgebeutet und enteignet wurden.soweit nichts neues, aber schockierend ist,dass dieses unrecht bis heute weder eingestanden ,noch entschädigt wurde.ein guter stil sorgt für spannende unterhaltung,in der es auch an einer prise komik nicht mangelt.gleiches gilt für alle von mir bislang gelesenen,bzw. erinnerten stachelmann bücher.

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    BertieWoosters avatar
    BertieWoostervor 10 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Der erste und m.E. auch der beste Krimi um den Historiker Stachelmann. Man lernt auch etwas über die Nazivergangenheit und die Verdrängung nach dem Krieg.

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    tvbs avatar
    tvbvor 10 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    nett geschriebener typisch deutscher Krimi. Raubt einem nicht die Nachtruhe.

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    Waldlaeuferins avatar
    Waldlaeuferinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Mann ohne Makel" von Christian von Ditfurth

    Schöner Hamburg-Krimi mit historischem Hintergrund und sympathischem Ermittler.

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