Schattenmänner

von Christian v. Ditfurth 
4,3 Sterne bei18 Bewertungen
Schattenmänner
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Positiv (16):
kassandra1010s avatar

Mord an Mitgliedern einer Facebook-Katzengruppe bringen Kommissar de Bodt ins Visier diverser Killerkommandos....

Kritisch (1):
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Geschichte ganz gut, aber der Schreibstil sowie die Ortsprünge fand ich nicht gelungen.

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Inhaltsangabe zu "Schattenmänner"

Tatort Berlin: brisant, hart, explosiv - Kommissar de Bodts gefährlichster Fall
Eine mysteriöse Mordserie gibt Kommissar Eugen de Bodt Rätsel auf: Denn die einzige Gemeinsamkeit, die die Opfer zunächst aufweisen, ist, dass sie einer Facebook-Gruppe angehörten, die sich mit Katzen beschäftigt. Doch bald findet de Bodt ein weiteres Merkmal: Sie alle haben für Rüstungskonzerne gearbeitet. Was könnten Katzenfotos mit der Rüstungsproduktion zu tun haben? Tarnung – also Spionage? Nur, wer spioniert? Und wer ist der Auftraggeber? De Bodt geht wieder ganz eigene Wege. Er merkt schnell, dass es um Leute geht, die strategische Ziele verfolgen und vor nichts zurückschrecken, um diese zu erreichen. Dieser vierte Fall ist die bislang größte Herausforderung für den scharfsinnigen Einzelgänger.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570103524
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum:13.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor einem Monat
    Kurzmeinung: Mord an Mitgliedern einer Facebook-Katzengruppe bringen Kommissar de Bodt ins Visier diverser Killerkommandos....
    Wer zieht hier die Strippen?

    Der vierte Teil des Ermittlertrios um Kommissar de Bodt schlägt nicht nur in Berlin gewaltige Wellen. Der Mord an einer Regierungssekretärin erregt das Aufsehen von Kommissar de Bodt. Die Ermittlungen führen das Team in die engsten Regierungskreise und schnell zum Ziel. Für de Bodt steht allerdings fest, dass der eigentliche Strippenzieher in einer ganz anderen Liga spielt.

     

    Die Hinrichtung einer jungen Programmiererin in Frankreich und eine Fahrerflucht in Düsseldorf ergeben eine skurrile Gemeinsamkeit. Alle drei Opfer waren Mitglied in einer Facebook Katzengruppe.

     

    Als Yussuf den entscheidenden Hinweis in den Katzenbildern findet, wird das LKA in die Luft gesprengt. De Bodt ist sich daraufhin auch ohne Hegel klar, dass er einen neuen Feind hat. Auf der Flucht, im Visier mehrerer Killerkommandos, den eigenen Reihen und im Schlepptau altbekannter französischer und russischer Freunde tritt er seinen eigenen ganz persönlichen Feldzug an.

     

    Während sein Team einem Anschlag nach dem nächsten entkommt, tragen die Franzosen wie auch die Russen Stück für Stück zur Lösung des Falles bei, bis de Bodt klar wird, das hier im Hintergrund noch jemand agiert.

     

    Christian v. Ditfurths Thriller bereiten dem Leser mehr als eine schlaflose Nacht. Aus scheinbar unzusammenhängenden Morden, Anschlägen und allgemeinem Zeitgeschehen bastelt der Autor in Schattenmänner eine Story, die mit Zitaten berühmter Philosophen, abenteuerlichem Kameradengeplänkel und tiefgründigem Sarkasmus stets zum bitteren Ende, der letzten Seite des Buches führt. Ehe man sich als Leser versieht, steckt man in einem politischen Grabenkrieg im Zentrum der deutschen Macht, rast mit dem Ermittlerteam durch halb Europa und hat keine Scheu, den mächtigen Gegnern die Stirn zu bieten.

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    walli007s avatar
    walli007vor 2 Monaten
    Katzenfreunde

    In Berlin wird die ehemalige Geliebte eines Politikers umgebracht, in Düsseldorf kommt ein junger Mann bei einem vermeintlichen Unfall ums Leben, in Paris ereilt das Schicksal eine junge Frau. Vorfälle, die in keinem Zusammenhang stehen und die von den ermittelnden Beamten wie Einzelfälle behandelt werden. Wer sollte bei unterschiedlichen Personen an unterschiedlichen Orten schon an eine Gemeinsamkeit denken. So geraten in Berlin sowohl der Politiker als auch seine Frau unter Verdacht. Kommissar Eugen de Bodt und sein Team versuchen herauszufinden, was hinter dem Mord stecken könnte. Hat etwa der Politiker selbst seine Freundin beiseite schaffen wollen, weil sie ihn erpresste, oder war es eher seine Frau in ihrer Eifersucht.


    In ihren einzelnen Fällen stellen  die verschiedenen Teams ihre Nachforschungen an. Für jeden Todesfall suchen sie nach Erklärungen und tappen doch im Dunkeln. Erst als festgestellt wird, dass die Opfer in der selben Facebook-Gruppe für Katzenfreunde waren, scheint sich ein Zusammenhand abzuzeichnen. Kommissar Eugen de Bodt ist dabei seinen Kollegen häufig eine Spur voraus, manchmal ist er ihnen auch einen Spruch voraus, obwohl ihm Yussuf häufig Konkurrenz im Sprüche klopfen macht. Doch trotz des flapsigen Umgangs klappt die Zusammenarbeit bestens. Wäre da nicht Kollege Krüger, der nur auch die kleinste Chance wartet de Bodt eins auszuwischen. Und der Chef entscheidet meist auch erst im letzten Moment, auf wessen Seite er am besten steht.


    Neugierig verfolgt man wie aus scheinbar unzusammenhängenden Todesfällen eine Art Serie entsteht. Wobei die wahren Hintergründe lange im Unklaren bleiben. So ein Kabinettstückchen kann man nicht so schnell entschlüsseln. Bedauernswerte Katzenfreunde werden gemeuchelt. Wer soll daraus einen Nutzen ziehen. Doch einige Äußerungen der Täter und auch das Vorankommen der Beamten enthüllen nach und nach einige Hintergründe des Geschehens. Ein Fall mit vielen Facetten, der bis zum Schluss mit Überraschungen aufwartet. Vielleicht nicht ganz so mitreißend wie sein Vorgänger, aber doch sehr spannend und klug konstruiert. Eine letzte Frage nagt im Hinterkopf, die wiederum zu der Hoffnung führt, de Bodt möge darüber in seinem nächsten Fall Aufschluss geben.


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    martina_turbanischs avatar
    martina_turbanischvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Schattenmänner ist mal wieder ein Thriller der sich mit Verbrechen und der hohen Politik befasst.
    Wenn alle auf dein Scheitern warten….

    In Berlin sorgt eine Mordserie eher für Verwirrung als für Aufmerksamkeit. Die einzige Gemeinsamkeit der Opfer sind Katzen - vielmehr eine Facebookgruppe die sich mit Katzen beschäftigt. Aber de Bodt findet eine weitere Gemeinsamkeit heraus - sie alle haben für einen Rüstungskonzern gearbeitet. Katzenfotos und Rüstungsprojekte? Wie passt das zusammen? Sind die Opfer Spione? Aber für wen haben sie spioniert? Um Antworten zu finden, geht de Bodt mal wieder ganz eigene Wege.

    Sie lag nachts wach und dachte an ihn. Wie er zurückgekommen war. Und wieder gegangen. Nachdem er ihr das Versprechen abgenommen hatte, es diesmal geheim zu halten. Für immer. Schattenmänner, S. 7

    Mein Eindruck:

    Wenn alle auf dein Scheitern warten….

    Nicht verändert

    In diesem vierten Fall hat sich Eugen de Bodt mal wieder  überhaupt nicht verändert. Er nervt seine Kollegen und Mitmenschen. Er nervt sie mit Zitaten von Philosophen, mit Alleingängen, mit seiner Ignoranz der üblichen Routinen, mit seiner Geringschätzung und  Besserwisserei. Das ärgerlichste daran ist allerdings, das er es tatsächlich meist besser weiß und er gar nichts dagegen hätte, wenn man ihn rauswerfen würde. Aber für einen Rauswurf ist er zu erfolgreich - also bleibt er und nervt weiter :-)

    International

    Auch dieser Fall zieht wieder einmal internationale Kreise und man arbeitet mal wieder europäischer Ebene zusammen. Besonders de Bodts Kollegen in Frankreich spielen dieses Mal eine größere Rolle. Der Fall, der dem Ganzen den roten Faden liefert ist komplex und gut durchdacht, sorgt aber auch gelegentlich für Verwirrung. Man sollte als Leser schon ein gewisses Interesse an Politik und dem politischen Tagesgeschehen haben, um hier die Zusammenhänge zu erfassen.

    Abschussliste

    Schnell erkennen die Täter, dass de Bodt ihnen gefährlich nahe kommt und so landet er auch auf ihrer Abschussliste. Von seinen Vorgesetzten erfährt nur wenig unterstützung, sondern eher das Gegenteil, aber daran ist er ja schon auch ein bisschen selber schuld. Aber mit seiner Art eckt er nicht nur an, er deckt eben auch die Heucheleien und Spitzfindigkeiten der Politiker auf.

    Erfolgskonzept

    Christian v. Ditfurths Erfolgskonzept funktioniert auch hier. Ein komplexer, relativ aktueller, brisanter Fall, ein unangepasster Ermittler, kurze, knappe Kapitel die für Tempo sorgen und eine ziemlich große Portion Sarkasmus - schon hat man einen Erfolgsthriller :-) Nein, so einfach ist es natürlich vermutlich nicht :-) Aber ich finde schon, dass die Thriller rund um den Ermittler Eugen de Bodt für mich ein Garant für intelligente, aktuelle Unterhaltung sind, bei denen man tatsächlich noch das eine oder andere lernt.

    Mein Fazit:

    Schattenmänner ist mal wieder ein Thriller der sich mit Verbrechen und der hohen Politik befasst. Als Leser sollte man schon ein gewisses Interesse an aktueller Politik haben, dafür wird man aber auch mit einem schnellen, spannenden Thriller belohnt :-)

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    M
    michael_lehmann-papevor 2 Monaten
    Überaus eigenwillige Ermittler


    „Ich gehe eine rauchen. Mit euch hält es ein wahrer Muselman nicht aus. Sündenpfuhl“.

    Wobei Yussuf, Teil der Ermittlergruppe von Hauptkommissar de Bodt in Berlin, eigentlich nur ein wenig Hegel einfließen lassen wollte (analog zu seinem Chef, ein wandelndes Philosophie-Lexikon) in den losen Austausch zum Stand der Ermittlungen im Mordfall der Ex (oder auch nicht Ex?) Geliebten des Innenministers. Bayer. Und unschwer zu erkennen, dass lebende Personen hier als Vorbild dienen.

    „Götterdämmerung“ ist das Thema, denn die attraktive Frau, aktuell übrigens schwanger (nicht zum ersten Mal), ist tot. Ermordet. Und damit steht sie beileibe nicht alleine da.

    Berlin. Paris. Quimper. Düsseldorf. Morde.

    Überfahren von einem Lieferwagen, erschossen, erstochen, verschiedene Todesarten und drei Ermittlerteams, die jeweils ihre Mühe haben, auch nur einen Hauch Licht in diese Morde zu bringen. Wobei die Fäden irgendwann bei de Bodt zusammenlaufen werden. Denn zunächst, augenscheinlich, gibt es nichts Verbindendes zwischen den opfern als die Mitgliedschaft in einer Gruppe von „Katzenliebhabern“ auf Facebook.

    Und selbst, als de Bodt das erste Geständnis eingesammelt hat, ergeben sich letztlich mehr Fragen als Antworten. Bis eine weitere Gemeinsamkeit langsam an die Oberfläche der Ermittlungen gerät und de Bodt die Entscheidung zu treffen hat, die üblichen Pfade offizieller Ermittlungen zu verlassen, um dem Hintermann, den Hintermännern (oder Frauen) der Verbrechen auf die Spur zu kommen.

    Wobei der neuen Thriller von Christian von Ditfurth, wie bei ihm immer schon Markenzeichen gesetzt, nicht nur durch die Spannung der Ermittlungen und die Frage, wer hinter allem steckt und was das wahre Motiv sein könnte, überaus lebendig daherkommt, sondern vor allem durch die Vielzahl teils skurriler (aber nie zu unterschätzender) Protagonisten und ihrer Verhältnisse unterineinander hervorragend unterhält.

    Zwar verblasst irgendwann der Reiz an den ständigen Zitaten de Bodts ein wenig (wobei ein Kommissar, der als Bettlektüre Lukrez wählt und mit seiner klassischen Bildung sein Umfeld immer wieder auf den allgemeinen „guten Pfad“ des Lebens hin orientiert), was aber nicht weiter stört, denn es gibt ja genügend andere, die umgehend in kleinere Lücken vorstoßen.

    Sei es Hauptkommissar Lebrane in Paris, der nicht nur in die Bretagne aufbrechen muss, sondern auch in seinem Untergebenen Floire so etwas wie eine Prüfung des Lebens (und seiner an sich schon griesgrämigen Laune) ständig um sich hat. Sei es die Besitzerin des Stammcafés der Ermittler in Berlin, die bestens symbolisch passend gerne mit „Bruchkeksen“ de Bodt und sein Team daran erinnert, dass alle Fälle zunächst aus Bruchstücken bestehen und man sich gefälligst anstrengen muss, das Bild hinter den Einzelteilen mehr und mehr zusammenzusetzen.

    Wozu vielleicht auch jene Frau und jener Mann beitragen könnten, die sich ihrer Haut zu wehren haben und dies konsequent versuchen, zu tun. Es könnte gut sein, dass der Grund, aus dem die beiden verfolgt werden und alles dafür tun, unterzutauchen, für die Hintergründe der Morde interessant wäre.

    „Das Ziel ist die Einsicht des Geistes in das, was das Wissen ist“ (Hegel).

    So ergibt sich insgesamt ein legerer Erzählton, ein ausgeprägter Sinn für Humor und Ironie, ein hin- und her Werfen der Bälle zwischen den Beteiligten, zudem je ganz eigene Herangehensweisen und Ermittlungstechniken, die nicht immer im Handbuch der Polizeiarbeit zu finden sein werden und ein durchaus anregender und spannender Fall, der mit einigen überraschenden Wendungen, Action zur rechten Zeit und einem überzeugenden Schluss versehen ist.

    Eine anregende und in sich stimmige Lektüre, die wieder einmal das menschlich schräge und inhaltlich schlüssige Erzähltalent von Ditfurths aufzeigt. 

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    jaylinns avatar
    jaylinnvor 2 Monaten
    Mehr von de Bodt!

    Allgemeines:

    Mit Schattenmänner legt Christian von Ditfurth seinen vierten Fall mit Kommissar de Bodt vor. Für diese Reihe erhielt er 2016 den Stuttgarter Krimipreis. Bei allen Bänden handelt es sich um Politthriller, die in Berlin spielen und in denen sich viele Anspielungen auf Politiker wiederfinden, manche meint man, sofort zu erkennen. Schattenmänner ist bei Bertelsmann am 13. August 2018 als Paperback erschienen und umfasst 478 Seiten.

    Inhalt:

    „Eine mysteriöse Mordserie gibt Kommissar Eugen de Bodt Rätsel auf: Denn die einzige Gemeinsamkeit, die die Opfer zunächst aufweisen, ist, dass sie einer Facebook-Gruppe angehörten, die sich mit Katzen beschäftigt. Doch bald findet de Bodt ein weiteres Merkmal: Sie alle haben für Rüstungskonzerne gearbeitet. Was könnten Katzenfotos mit der Rüstungsproduktion zu tun haben? Tarnung – also Spionage? Nur, wer spioniert? Und wer ist der Auftraggeber? De Bodt geht wieder ganz eigene Wege. Er merkt schnell, dass es um Leute geht, die strategische Ziele verfolgen und vor nichts zurückschrecken, um diese zu erreichen. Dieser vierte Fall ist die bislang größte Herausforderung für den scharfsinnigen Einzelgänger.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

    Meine Meinung:

    „Ein Mann wurde in einer Pariser Polizeiwache erschossen. Gerade wurde die höchste Terrorstufe ausgerufen. Deutschland ist ein großes Verbrechens-Chaos. Werdet schlauer!“

    Donald Trump (S. 6)

    Am Anfang ausgerechnet ein Zitat von Donald Trump… Dieser wäre geschmeichelt und würde die Ironie sicherlich niemals erkennen! Ein guter Start für dieses Buch!

    Christian von Ditfurth ist mit seinem neuen Thriller wieder ein unglaublich spannendes Buch gelungen.

    Er legt mit Schattenmänner seinen vierten Fall um das großartige Ermittlerteam de Bodt, Yussuf und Salinger vor. Er macht es dem Leser wie immer nicht leicht, denn seine Bücher sind vielschichtig angelegt und erfordern ein genaues Lesen und Mitdenken, sonst kann man die Handlung nicht nachverfolgen. Gerade diese Art zu schreiben finde ich aber besonders gelungen, zumal von Ditfurth einfach sehr gut erzählen kann. Es gelingt ihm auch hier wieder, aktuelle Tagespolitik, die aktuellen Themen in der Bundesrepublik Deutschland wie die Flüchtlingskrise, Misstrauen in die Politik, Selbstbehauptung und Wahrhaftigkeit einzubinden, und dieses auf sehr glaubwürdige Art und Weise. Dieses Mal hat de Bodt auch wieder einen Fall zu lösen, der sehr komplex ist, zunächst aber recht eindeutig aussieht. Wie immer muss er sich gegen seine Vorgesetzten durchsetzen, um selbständig ermitteln zu können und deren Ressentiments gegenüber der politischen Obrigkeit zu überwinden. Aber damit hat er wie gewohnt keine Schwierigkeiten, denn sich unbeliebt machen, davon versteht er etwas. Ganz nebenbei erfährt man auch eine Menge über das Verhältnis der drei Ermittler zueinander, auch hier gelingt es von Ditfurth überzeugend Themen wie Rassismus, Feminismus und Antifeminismus auf humorvolle Art und Weise miteinander zu verknüpfen. Daran sollte man sich ein Beispiel nehmen, denn der lockere Umgang mit diesen Themen würde massiv dazu beitragen, dass die zurzeit sehr verbissene Diskussion eine andere Richtung bekäme.

    Der aktuelle Fall von Ditfurth spielt wieder in Berlin und wieder geht es um Politiker, die mehr oder weniger Dreck am Stecken haben. Ob sie aber in den Mordfall, in dem ermittelt wird, verwickelt sind, das weiß der Leser zunächst nicht.

    Die Orientierung im Buch wird einem nicht gerade leicht gemacht. Von Ditfurth springt sowohl innerhalb der Orte als auch der Ermittlungsteams und stellt zwischendurch immer wieder kleine Kapitel ein, die sich auf Täter und Verfolger beziehen. Genau weiß man das aber nicht und wer hier gut oder böse ist schon einmal gar nicht. Das heißt also, wieder sehr aufmerksam lesen, aber wer die Fälle um de Bodt liebt, der macht dieses sehr, sehr gerne, weil er jede Seite, die Christian von Ditfurth schreibt, genießt. Ich habe bereits Zwei Sekunden und Heldenfabrik gelesen, beides auch großartige Bücher. Gleiches gilt für die Stachelmannreihe, mit der Christian von Ditfurth in Deutschland zunächst bekannt geworden ist. Die Reihe um de Bodt ist sprachlich sehr viel ausgereifter und völlig zurecht von der Presse und der Kritik hoch gelobt und ausgezeichnet.

    Fazit:

    Mehr von de Bodt! Man sollte allerdings in der richtigen Reihenfolge lesen, sonst verpasst man so manche wichtige, aber auch amüsante Information.

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    Bkwrms avatar
    Bkwrmvor 2 Monaten
    Politischer Thriller, spannend bis zum Ende

    In Berlin, Düsseldorf und Quimper werden ganz verschiedene Menschen getötet, die auf den ersten Blick keine Gemeinkeiten haben außer, dass alle in der selben Facebook-Gruppe für Katzenliebhaber sind ohne Katzen gemocht zu haben. Allerdings stellt sich später aus heraus, dass alle für den selben Rüstungskonzern gearbeitet haben. De Bodt ermittelt mit seinen Kollegen Salinger und Yussuf in Zusammenarbeit mit französischen und Düsseldorfer Kollegen, um den Morden auf den Grund zu gehen.


    Das Buch ist in verschiedenen Handlungssträngen geschrieben, die erst einen verworrenen Eindruck machen, aber nach und nach setzen sich beim Lesen die einzelnen Puzzleteile zusammen. Ich finde es besonders toll, wenn man immer wieder im Verlauf eines Buches Erkenntnisse hat und auf einmal viel mehr versteht. Der Schreibstil ist sehr besonders und gefällt mir total gut, genauso wie die kurzen Kapitel mit den vielen Sprüngen zwischen den Handlungssträngen. Die Ermittler sind wie ich finde alle sehr charakterstark und besonders. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. 

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    PaperLovervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte ganz gut, aber der Schreibstil sowie die Ortsprünge fand ich nicht gelungen.
    Facebook für Verbrecher

    Liebe Buchfreunde,

    vor dem eigentlichen Inhalt des Buches erstmal etwas zum Cover. Der gelbe Titel auf dem schwarzen Untergrund springt einem direkt ins Auge und hat mich auch sehr angesprochen.

    Zum Inhalt:

    Dieser Thriller handelt um den Kommissar De Bodt in seinem vierten Fall. In verschiedenen Städten bzw. Länder geschehen Todesfälle die zuerst nichts miteinander zu tun haben. Einige davon sehen auf den ersten Blick nicht einmal nach Mord aus. De Bodt versucht mit seinem Team, Salinger und Yussuf seinen eigenen Fall aufzuklären. Der Tod der heimlichen Geliebte eines Ministers. Alles deutet auf eine  Tat aus Rache oder Eifersucht, dennoch kommt es anders als gedacht. Nach und nach ergeben sich Parallelen und diese führen in die digitale Welt. Eine Facebook Gruppe hat irgendetwas mit den Morden zu tun. Damit schließen sich die unterschiedlichen Fälle zusammen und es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen der Polizei und den verdeckten Drahtziehern.

    Die Story an sich finde ich sehr ansprechend und mich interessieren jetzt auch seine vorherigen Fälle die ich noch nicht gelesen habe.

    Ein großes Manko ist die Art des Schreibens. Die Formulierungen und Beschreibungen waren gut, jedoch kam ich mit den Kapiteln nicht klar.  Die Geschichte springt von Kapitel zu Kapitel an einen anderen Ort zu anderen Personen. Mir war in der ersten Hälfte des Buches nicht klar in welcher Stadt bzw. Land die einzelnen Personen sind. In die einzelnen Kapitel kam ich auch sehr schwer rein.

    Im ganzen war das Buch sehr schwer und langsam lesbar.

    Wer den Schreibstil von Christian V.Ditfurth mag, der ist bei diesem Thriller sehr gut dran.

    buchige Grüße

    PaperLover

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    lucycavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Politischer Thriller mit Tiefgang, spannend und absolut lesenswert.
    spannender und actiongeladener Thriller

    Eigentlich fängt dieser Thriller ganz harmlos an. Die Geliebte eines bayerischen Ministers wird umgebracht. Fast Zeitgleich geschehen sehr mysteriöse Unfälle mit tödlichem Ausgang. Kommissar de Both und seinem Team werden die Ermittlungen in diesen Fällen übertragen. De Both wäre nicht de Both, wenn ihm ziemlich schnell klar wird, dass es sich hier wahrscheinlich um eine Verschwörung handelt. Wenn verschiedene Geheimdienste, die Politik und Rüstungsunternehmen aufs Tapet gerufen werden, dann wird es sicherlich hochdramatisch und nervenaufreibend.
    Für mich war es das erste Buch von Christian v. Ditfurth und wurde nicht enttäuscht. Anfänglich hatte ich ein wenig Mühe, all die verschiedenen Akteure richtig einzureihen (wer gehört zu wem und welcher Funktion). Einmal diese Hürde überwunden, fieberte ich mit de Both und seinem Team richtiggehend mit, ob es ihnen gelingt, diese Todesfälle aufzuklären und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Jede darin vorkommende Figur wurde hervorragend beschrieben und ausgearbeitet. Welche Mächte hinter dem ganzen stecken, einfach genial. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass niemand an der Wahrheit interessiert ist, ausser natürlich de Both.
    Auflockernd fand ich die jeweiligen Dialoge zwischen Yussuf und Salinger.
    Ein Thriller der besonderen Klasse, tiefgründig, zum Nachdenken anregend, gespickt mit einem Körnchen Wahrheit. Ich würde sagen, sehr realistisch. Wer sich nicht scheut, einen politischen Thriller mit Tiefgang zu lesen, der ist diesem Buch gut bedient.

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    Tamtamvor 3 Monaten
    Katzengruppe und Morde

    Das Buch „Schattenmänner“ ist der vierte Fall von de Bodt. Es beginnt der Ermordung der Geliebten eines Politikers. Die Tat wird relativ schnell aufgeklärt. Jedoch stellt de Bodt fest, dass mehr dahinter steckt. Die Geschichte schlängelt sich durch Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Dort werden mehrere Personen getötet, die alle eins gemeinsam haben: Sie alle sind Mitglieder einer Katzengruppe im sozialen Netzwerk. Dieser vierte Fall von de Bodt war mein erster Thriller von ihm. Dies merkt man schon ein wenig, da teilweise auf die vorherigen Bücher Bezug genommen wird. Jedoch versteht man die Geschichte dennoch. Nichtsdestotrotz konnte mich die Geschichte nicht ganz mitreißen und begeistern. Einerseits lag es an der Vielzahl von Personen und Handlungsorte, Andererseits bin ich kein Fan von solchen Themen. Wer jedoch Thriller, mit einem politischen Hintergrund liebt, dem kann ich das Buch empfehlen.

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    mabuerelevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Politthriller vom Feinsten!
    Fesselnd bis zur letzten Seite

    „...Unsere Spekulationen werden immer geistreicher. Was nur beweist, dass wir keine Ahnung haben...“


    Eine Frau wird in Berlin ermordet. Sie hatte ein Verhältnis mit einem Minister, der aus Bayern kommt. Alles sieht nach einem Eifersuchtsdrama aus. Die Ermittlungen bekommt Hauptkommissar de Bodt übertragen.

    In Düsseldorf wird ein Mann an einer grünen Ampel überfahren. Um den flüchtigen Fahrer soll sich Kommissarin Kern kümmern.

    In Paris bittet man Lebranc, in die Dienststelle zurückzukehren. Er soll im Fall einer toten Frau ermitteln, die auf die Gleise der Bahn gestoßen wurde.

    Der Autor hat erneut einen fesselnden und politisch hochbrisanten Thriller geschrieben. Es ist der vierte Teil mit de Bodt als Ermittler.

    Es dauert eine Weile, bis der Zusammenhang zwischen den Fällen deutlich wird. De Bodt kann zwar schnell die Täterin überführen, erkennt dabei aber, dass sie zur Tat provoziert wurde. Er begibt sich auf die Suche nach den Hintermänner.

    Der Schriftstil unterstützt die rasante Handlung. Kurze Kapitel und ein schneller Wechsel der Handlungsorte und Personen sorgen für einen hohen Spannungsbogen.

    Die Täter erkennen bald, dass vor allem von de Bodt Gefahr für sie ausgeht. Deshalb landet er ebenfalls auf ihrer Abschussliste. Natürlich eckt de Bodt mit seiner unkonventionellen und eigenwilligen Art erneut bei seinen Vorgesetzten an. Auch Krüger wirft ihn im unpassendsten Moment sprichwörtlich Knüppel zwischen die Füße.

    In Frankreich spielt vor allem Florin seine Fähigkeiten aus und bringt damit Schwung in die Ermittlungen. Die Schikanen von Lebranc steckt er kommentarlos weg. Er weiß, dass ihm die Zukunft gehören wird.

    Gekonnt werden die Heucheleien und Spitzfindigkeiten der Politik entlarvt. Das beginnt schon damit, dass der Herr Minister glaubt, dass er über den Dingen steht. Dann führt der Fall in die Rüstungsindustrie. Ein gemeinsames Projekt zwischen Frankreich und Deutschland und eine neue Fabrik in den Niederlanden sollen Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter aushebeln.

    Ab und an erlaubt mir der Autor einen Blick in die Gedankenwelt der Täter, allerdings nur in die der Handlanger, denn die Hintermänner bleiben fast bis zum Schluss im Dunkeln.

    Natürlich darf de Bodts Sarkasmus nicht fehlen, wie das Eingangszitat zeigt. Allerdings kann das Yussuf genauso gut. Das liest sich dann so:


    "...Yussufs Augen schienen einer Fliege zu folgen. Aber natürlich versprühten die im Büro jede Menge Glyphosat, weil das Zeug ja so gesund war..."


    Die kleinen Sticheleien im Team von de Bodt lockern die angespannte Atmosphäre auf. De Bodt kontert dabei gern mit Aussprüchen bekannter Philosophen.

    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autor versteht es nicht nur, fesselnd zu erzählen, er ermöglicht auch einen Blick hinter die Kulissen der Politik und entlarvt manche Scheinheiligkeit.

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    cditfurths avatar

    Die gefährlichste Herausforderung für Kommissar de Bodt


    In Berlin wird die Ex-Geliebte eines Ministers aus Bayern tot in ihrer Wohnung gefunden. Erstochen. In Düsseldorf kommt ein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Fahrerflucht. In Paris fällt eine holländische Touristin vor die Métro. Die Überwachungsvideos zeigen, sie wurde gestoßen. Im französischen Quimper wird eine junge Frau vor einer Eisdiele getötet. Per Kopfschuss aus einem Scharfschützengewehr. Nichts scheint diese Todesfälle miteinander zu verbinden, außer dass die Opfer in derselben Facebook-Gruppe für Katzenfreunde waren. Ein Motiv für die Morde? Schon bald finden de Bodt und seine Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf vom Berliner LKA eine weitere Gemeinsamkeit. Alle Ermordeten haben für Rüstungskonzerne gearbeitet. Geht es um Spionage? Oder verfolgen die Auftraggeber ganz andere Interessen? Anfangs laufen alle Spuren ins Leere, aber bald wird klar: Es stehen weitere Opfer auf der Liste der Killer. Auch auf de Bodt werden Anschläge verübt, er ist gezwungen unterzutauchen. 
    Nach den Reihen-Erfolgstiteln "Heldenfabrik", "Zwei Sekunden" und "Giftflut" stellen die "Schattenmänner" de Bodt vor seine bislang gefährlichste Herausforderung.

    Bitte beachten: Hier wird die E-Book-Ausgabe von "Schattenmänner" verlost. Sie erscheint am 29. Juni. Die gebundene Ausgabe gibt es ab dem 13. August.

    Und hier die Frage zur Verlosung der E-Book-Ausgabe von "Schattenmänner": Schreibt bitte, worauf es für euch bei einem Thriller ankommt.

    cditfurths avatar
    Letzter Beitrag von  cditfurthvor 2 Monaten
    Ich danke dir!
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