Christian v. Ditfurth Zwei Sekunden

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Inhaltsangabe zu „Zwei Sekunden“ von Christian v. Ditfurth

Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken – doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunkeln. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse. Der Druck wächst. Widerwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eugen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allem in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein könnten. Doch um sie zu entlarven, muss er mehr einsetzen, als ihm lieb ist: das eigene Leben. Zwei Sekunden, Kommissar de Bodts zweiter Fall, ist ein sehr heutiger Thriller über Terror und Staatsräson.

Russen und Deutsche ermitteln nach politischen Hintergrund. Spannender Thriller. Lesenswert

— kleinwitti

Teilweise zäher, sprunghafter Schinken. Spannung muss man nicht suchen, de Bodts Eintreten in einen Raum sorgt schon für genug Spannungen!

— DeinSichererTod

Politscher Thriller der Extraklasse! Unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele

Starker deutscher Politthriller mit einem spöttischen Blick auf die deutschen Sicherheitsbehörden.

— Gulan

Tiefgründige Hochspannung mit aktuellem Hintergrund. Starker Stoff. So muss Thriller!

— Baerbel82

Sehr dichter und spannender Thriller. Nach Eingewöhnung und den Stil, der super zur Story passt, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

— AnnMan

So müssen Thriller sein: Spannend und unterhaltsam. Kommissar de Bodt und sein Team sind einfach Klasse. Weiterso.....

— hans-bubi

De Bodt ist einfach genial und so eigenwillig und unangepasst!

— Stups

Nervenkitzel, hoher Anspruch und Einblicke in Politik, Terror und Macht. Intelligente und erstklassige Recherche. On Top.

— Floh

Ein spannender und actionreicher Polit-Thriller, der nah an der Realität liegt, mit kleinen Mängeln.

— buecher_liebe21

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  • Themen
  • Leider nicht überzeugend

    Zwei Sekunden

    Drakonia007

    16. May 2017 um 21:40

    Ich bin durch eine Vorstellung durch den Autor auf das Buch aufmerksam geworden. Die Passagen die vorgelesen und vorgestellt wurden haben mir auch gefallen. Eigentlich ist die Grundidee des Buches auch gut und in der heutigen Zeit möglich. Einen Bombenanschlag auf die Bundeskanzlerin. Terror in Deutschland. Ein aktuelles Thema. Deswegen fand ich die Idee und auch den Klappentext recht interessant. Leider war auch dieses Buch von Christian von Ditfurth nicht meins. Ich habe vor "Zwei Sekunden" "Heldenfabrik" gelesen, der erste Fall des Komissars de Bodt. Auch hier ist meine Rezension nicht positiv ausgefallen. Wie gesagt, die Grundidee ist gut. Leider gefällt mir der Schreibstil überhaupt nicht. Der Schreibstil machte es mir teilweise sehr schwer der Geschichte zu folgen. Passagen werden wiederholt, die Sätze und Dialoge enden oft wie abgehackt. Punkte werden benutzt, als wären sie im Angebot. Dies habe ich schon bei "Heldenfabrik" bemängelt. Durch die Wiederholungen und mehreren Handlungsstränge die teilweise total verworren sind in meinen Augen, wird das lesen schnell anstrengend und langweilig. Das Buch dadurch extrem langatmig. Ich stand oft davor, dass Buch abzubrechen. Fazit Schade, leider ein Buch das mich nicht überzeugen konnte. 1,5 von 5 Büchern Anmerkung: "Zwei Sekunden" wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür !

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  • Intelligenter politischer Thriller

    Zwei Sekunden

    Talitha

    19. March 2017 um 20:42

    Bei einem Bombenanschlag auf die Staatskarosse der deutschen Kanzlerin mit dem russischen Präsidenten an Bord entgehen die beiden Politiker nur knapp dem Tode, weil der falsche Wagen in die Luft gesprengt wird. Doch war es wirklich ein Versehen, wie das BKA zuerst annimmt? Auch die Berliner Polizeit ist bei ihren Ermittlungen recht hilflos. Von oberster Stelle wird daher der unter Kollegen wegen seiner unbequemen Art unbeliebte Hauptkommissar Eugen de Bodt auf den Fall angesetzt. Auch die Russen ermitteln und scheinen ein falsches Spiel zu spielen...Dieser Thriller ist kein hirnloser Actionklopper, sondern ein intelligent geschriebenes verzwicktes Puzzlespiel, bei dem die Ermittler lange im Dunkeln tappen und sich auf Irrwege begeben,... und der Leser mit ihnen. Für eilige Leser ist das Buch daher eher nichts. Das Rätsel um die Täter wird erst nach und nach enthüllt, dann allerdings in einem Showdown aufgelöst. De Bodt ist als Hauptfigur nicht immer einfach, aber auf jeden Fall interessant. In der Riege an schrulligen Kommissaren, wie man sie aus der Literatur kennt, ist er eine besonders eigensinnige Figur. Er zitiert z. B.  gerne philosophische Sprüche, die nicht abgenudelt sind, sondern zuweilen sehr anspruchsvoll, z. B. Hegel. Seine Mitarbeiter nehmen es mit Humor und dadurch sind die kleinen Exkurse auch okay, die natürlich trotzdem das nicht wirklich schnelle Erzähltempo noch etwas drosseln. Die Thematik ist brandaktuell, das hat mir besonders gut gefallen. Interessant war auch die realistisch erzählte Herangehensweise fern von Action und übertriebenem "über-die-Lösung-stolpern", wie es teilweise in Thrillern geschieht. Man hat beim Lesen wirklich den Eindruck, dass es SO auch in der Realität geschehen könnte.Mein Fazit ist daher positiv. Dieser Thriller ist gut geschrieben, intelligent erzählt und schön verzwickt und somit gut geeignet für unterhaltsame Lesestunden. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung! 

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  • Spannender Thriller mit politischen Hintergrund

    Zwei Sekunden

    kleinwitti

    19. March 2017 um 17:12

    Mit dem Thriller "Zwei Sekunden" hat uns Christian v. Ditfurth einen wirklich spannenden Roman mit politischen Hintergrund beschert. Das Cover ist sehr dunkel gehalten und der Titel sticht gläzend in einem Blau hervor, sehr gut gefällt mir auch die Jalousie die leicht geöffnet  ist und dahinter sieht man noch Rauch und Feuer. Es hat auf alle Fälle meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.In dem Buch begleiten wie De Bodt und seine beiden Kollegen Salinger und Yussuf dabei einen Anschlag auf die Kanzlerin und den russischen Prasidenten zu untersuchen. Dabei kommt es natürlich zu Konflikten mit der Taskforce für diesen Fall. De Bodt ist denen immer mindestens eine Nasenlänge voraus.De Bodt ist ein Kommissar der aus Hamburg nach Berlin versetzt wurde. Seine Ehe ist kaputt und seinen zwei Töchtern war er nie ein richtiger Vater, da er von seinem Vater auch nie wirklich liebe bekommen hat. Er hat anscheinend Philosophie studiert und ist auch weit bekannt dafür das er sehr unkonventionelle Ermittlungsmethoden hat, Dieses führt dazu das er von vielen Kollegen nicht gerade gemocht wird und den meisten ein Dorn im Auge ist.Merkow ist russischer Agent und eigentlich soll er die Deutschen unterstützen, aber eigentlich nutzt er die Taskforce nur um an Informationen zu kommen. Er merkt schnell das wenn dann etwas von De Bodt zu erwarten ist, aber der arbeitet mit seinem Team ja einzeln und nicht in der Taskforce. Merkow ist ein alter Hase in seinem Job und er macht ihn gut. Als Kämpfer ausgebildet ist er auch noch in vordersten Front dabei. Er wird sogar von De Bodt akzeptiert und ich denke auch mal geschätzt. Auch wenn für ihn die Sache eigentlich abgeschloßen ist, sieht er es als selbstverständlich sich nochmals in Gefahr zu begeben um De Bodt das Leben zu retten. DesWeiteren zeichnet er sich durch seine schnelle Schlußfolgerung und auch seine Cleverness aus . Auch alle anderen Charaktere, die hier aufzuzählen würde zu lange dauern, waren einfach passend für die Geschichte. Einige kamen sehr witzig (z.B. Yussuf) oder auch sehr eifersüchtig ( z.B. Krüger) rüber, aber das machte das lesen echt zum Vergnügen. Für mich waren alle Personen gut beschrieben, auch die Eingreiftruppe zum Schluß die nur kurz auftrat war trotzdem kurz beschrieben. Ich hatte genug Hintergrundwissen für jede Person und das gefiel mir.Die Handlungsorte waren manchmal schnell wechselnd und da muss ich sagen war es manchmal etwas verwirrend für mich. Ich konnte mir öfters nur schwammig vorstellen wie es dort aussah. Eigentlich schade.Der Schreibstil des Autors gefiel mir widerum gut und ich kam gut damit zu recht. Die Handlungsstränge oder auch Orte wurden immer durch Kapitel getrennt, was zwar manchmal sehr kurze Kapitel zur Folge hatte, aber widerum animierte das zum immer weiterlesen. Auch toll fand ich die Zitate von De Bodt, wo wir auch immer erfahren haben von wem diese waren. Oftmals waren diese wirklich passend und haben die Situation entsprechend bereichert. Die Spannung im Buch war immer auf einem sehr hohen Niveau, welches sich im letzten Viertel nochmals steigerte.Ich kann diesen Thriller allen empfehlen, die ein Fan von politischen Thrillern sind. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie das alles bei den Russen sehr glatt ging, gefiel mir dieses Buch wirklich gut.

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  • Leserunde zu "Zwei Sekunden" von Christian v. Ditfurth

    Zwei Sekunden

    cditfurth

    Seid herzlich eingeladen zu Buchverlosung und Leserunde! Es ist meine erste Leserunde. Ich bitte um Nachsicht (und Kritik), wenn es irgendwo hakt. Es geht um mein Buch Zwei Sekunden, den zweiten Band meiner Thrillerreihe um den Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt. Zwei Sekunden stand im Dezember auf der KrimiZeit-Bestenliste und ist für den Friedrich Glauser Preis 2017 nominiert. Über das Buch: Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken – doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunkeln. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse. Der Druck wächst. Widerwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eugen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allem in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein könnten. Doch um sie zu entlarven, muss er mehr einsetzen, als ihm lieb ist: das eigene Leben. „Zwei Sekunden“, Kommissar de Bodts zweiter Fall, ist ein sehr heutiger Thriller über Terror und Staatsraison. Zur Verlosung habe ich eine Frage an euch: Was haltet ihr von einem Kommissar, der auf seine Vorgesetzten pfeift und gerade deshalb erfolgreich ist? Bitte nicht vergessen: Für den Fall, dass ihr ein Buch gewinnt, wollt ihr die Druckausgabe oder das E-Book?

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    • 152
  • Teatime beim Terroranschlag auf Regierungsoberhäupter

    Zwei Sekunden

    DeinSichererTod

    08. March 2017 um 18:18

    Nach "Heldenfabrik" begleiten wir, die Krimi-hungrigen Leser, Kommissar de Bodts Teetrinkereien in "Zwei Sekunden" aufs Neue. Dieses Mal geht es - neben zig Liebschaften zwischen den Figuren - um einen Terroranschlag auf Mutti-Merkel und den namenlosen russischen Präsidenten. Auf über 200 Kapitel nehmen uns de Bodt & Bande (nun, und die bösen Buben halt) mit durch Berlin. In der geliebten Hauptstadt werden plötzlich Politiker ohne Ende ermordet und keiner scheint den Fall lösen zu können. Wahrscheinlich mehr aus Mitleid als aus Interesse bilden de Bodt und seine Kollegen ein extra Ermittlungstrüppchen und ein Kopf-an-Kopf Rennen mit der "eigentlichen" Ermittlungstruppe beginnt. Entsprungen ist Kommissar de Bodt dem deutschen Schriftsteller und Historiker Christian von Ditfurth. Dieser fühlt sich momentan als freier Autor und Lektor in Berlin ziemlich heimisch. Rein vom Optischen her spricht mich das Cover und Design des Buches schon irgendwie an. Nur ist es nichts Besonderes. Muss ja auch gar nicht sein. Gegliedert ist der Thriller in vieeeeeeeeele (hier bitte Echo einfügen) Kapitel. Der Leser - also ich! - hängt sich nämlich nicht nur an de Bodts Fersen, sondern auch an die der "Nebendarsteller" - de Bodt hat ein so einnehmendes Wesen, dass man den Rest wirklich nur als Nebengedöns bezeichnen kann. Teilweise ist das ziemlich spannend, manche Passagen hat der Leser - also wieder ich... - ohne Gewissensbisse bloß überflogen, weil es einfach too much war. Ich möchte keine 20 Kapitel über eine Perspektive lesen, in der sich die Figürchen nur im Kreis drehen und nichts Neues zu passieren scheint. Dem kommt zum Glück entgegen, dass die Kapitel bloß eine Handvoll Seiten umfassen. In der Kürze liegt die Würze! Das Ende wurde ziemlich dramatisch inszeniert. Und es wurde in die Länge gezogen. Plötzlich war da auch so viel Action...irgendwie nahm es mir jeden Bezug zur realen Welt, den ich vorher eigentlich noch hatte. Das Szenario ist schließlich nicht mal SO unvorstellbar: Terroranschlag auf Regierungsoberhäupter, Polizei dribbelt im Kreis und Klatschblätter ziehen die Gesetzeshüter so richtig schön durch den Dreck. Aber gut, literarischen Welten sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt! Ziemlich ausgelatscht wurde auch der "Plot" an sich. Er war so breitgelatscht, dass er gar nicht mehr überraschend war. Ja gut, betraf auch nicht unbedingt mein Interessengebiet. Andere Leser, die etlichen, nichtssagenden und doch so vielversprechenden Seiten über politische Dramen etwas abgewinnen können, sind hier jedoch sehr gut beraten! Man kann es halt nicht jedem recht machen. Das Spannendste für mich waren übrigens die Liebesgeschichten. Denn davon gibt es zuhauf. Herr von Ditfurth, sollte es irgendwann mit den Kriminalromanen und Sachbüchern nicht mehr klappen, schwenken Sie einfach auf Liebesromane um. Potential ist definitiv vorhanden! 

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  • Fesselnder Politthriller

    Zwei Sekunden

    mabuerele

    07. March 2017 um 21:05

    „...Der Präsident hat mindestens zwei Millionen Feinde. Und wenn du mich fragst, hat er sich jeden mit ehrlicher Arbeit verdient..." Die Kanzlerin und der russische Präsident sind vom Flughafen auf den Weg ins Kanzleramt. In Gedanken gehen die Sicherheitsleute nochmals die Planung durch. Es wurde an alles gedacht. Wirklich? Zwei Sekunden genügen, dann ist nichts mehr, wie es war. Es hat dann Wagen hinter der Bundeskanzlerin und dem Präsidenten getroffen. Drei Personen sind tot. Der Autor hat einen fesselnden Politthriller geschrieben. Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Zwei Männer dominieren das Geschehen. Das ist zum einen Hauptkommissar Eugen de Bodt. Nach seinem letzten Fall legt das Bundeskanzleramt Wert darauf, dass er in der nach dem Anschlag zusammengestellten Taskforce mitarbeitet. Doch de Bodt lehnt ab. Er erreicht, dass er mit zwei seiner Mitarbeiter unabhängig an dem Fall arbeiten darf. De Bodt hat eine eigene Meinung, mag keine Vorgaben und lässt sich in keine Schublade stecken. Das bringt im allerdings im Kommissariat kaum Freunde ein. Krüger, der nun in die Taskforce berufen wird, kann seine Abneigung gegen de Bodt und dessen Sonderrolle nur schlecht verbergen. Ähnlich wie de Bodt ist der russische Geheimdienstler Konstantin Merkow eher ein Einzelgänger. Auch er steht mancher Reaktion seines Präsidenten kritisch gegenüber, wird das aber nie äußern. Trotzdem nutzt er die Freiräume, die sich ihn eröffnen. Dass er logisch denken kann und Zusammenhänge schnell erfasst, zeigt seine punktgenaue Einschätzung der offiziellen Taskforce. Kompetenzgerangel und Inaktivität zeichnen sie aus. Doch nicht nur der hohe Spannungsbogen sorgt für ein Lesevergnügen. Auch der gekonnte Schriftstil des Autors hat mich begeistert. Schon obiges Zitat weist auf die im Buch enthaltene Ironie hin. Solche Spitzen gegenüber der Politik und ihren Vertretern gibt es mehrere. Das ist aber nur eine der vielen Seiten. Gut gestaltete Gespräche gehören des weiteren dazu. Während in der Taskforce knallharter Schlagabtausch dominiert, vermag es de Bodt, seine Mitarbeiter durch kleine Impulse zum Nachdenken zu bringen. Mir gefallen die an passender Stelle eingefügten Zitate bekannter Philosophen. Sprachlicher Leckerbissen sind auch die wenigen Treffen von de Bodt und Merkow. Beide ahnen, dass sei ähnlich ticken, bleiben aber auf Distanz. Während in de Bodts Gruppe Nachdenklichkeit und sachliche Arbeit vorherrscht und versucht wird, sich in das Wesen der Täter und ihre Motive ein zu denken, versuchen es andere mit blinden Aktionismus. Natürlich gibt es die üblichen Verdächtigen. Doch nichts scheint zusammenzupassen. Worin liegt das Motiv? Die Täter haben minutiös geplant und sind dabei ungewöhnliche Wege gegangen. Ihr einziger Fehler war, dass sie das falsche Auto erwischt haben. Der Gedanke lässt de Bodt nicht los. De Bodt ist kein einfacher Chef. Er fordert seine Mitarbeiter, ist aber auch bereit, selbst Risiken einzugehen. Karrieredenken ist ihm fremd. Das unterscheidet ihn wohltuend von Krüger. Er nimmt nicht nur seine Mitarbeiter sondern auch mich als Leser gedanklich mit. Gekonnte Fragestellungen gehören zu seinen besonderen Begabungen und ermöglichen mir, das Geschehen reflektieren zu lassen und mir gegebenenfalls eine eigene Meinung zu bilden. Dadurch bin ich gedanklich in die Handlung eingebunden. Korruption und Bestechlichkeit, Machtbestreben und Ineffektivität durchziehen die Geschichte. Die Täter haben einen Informant bei der Polizei. Es ist ungewöhnlich, dass ich als Leser sehr zeitig dessen Namen und dessen Motivation erfahre, gibt der Handlung aber eine neue Facette. Ab und an kommen die Hintermänner der Anschläge zu Wort. Sie verraten mir, was sie planen, lassen aber ihr Motiv im Dunklen. Das dunkle Cover mit den einen Spalt geöffneten Rollo passt zur Handlung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich mag Ermittler mit Ecken und Kanten. Die Verknüpfung von spannender Handlung, persönlichen Reflexionen der Ermittler und politischen Hintergrundinformationen gibt der Geschichte sein besonderes Flair.

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    • 8
  • spannender Polit-Thriller

    Zwei Sekunden

    Mrs. Dalloway

    05. March 2017 um 13:16

    Terroranschlag! Auf die deutsche Kanzlerin und den russischen Präsidenten wird ein Anschlag verübt - zum Glück verpasst die Bombe die beiden aber knapp. Wer ist dafür verantwortlich? Die Behörden tappen im Dunkeln und auch der Leser weiß noch nichts...Thriller mag ich richtig gerne, da sie so schön spannend sind und in dieser Hinsicht wurde ich in diesem Buch auch nicht enttäuscht. Durchweg war ich gefesselt und konnte am Ball bleiben, da auch immer wieder irgendetwas neues passiert ist.Was mir hier aber fast am besten gefallen hat sind die extrem kurzen Kapitel. Manchmal sind sie sogar nur eine Seite lang, was ich sehr ansprechend finde. Sowas sorgt für Abwechslung und man kann das Buch auch besser mal aus der Hand legen und weiß danach schneller wo man aufgehört hat.  Auch die Dialoge zwischen den einzelnen Figuren sind sehr kurz und knackig, was den Lesefluss erhöht und nichts von der Spannung nimmt.Eine der Figuren im Buch heißt Salinger, was mir auch sehr gut gefallen hat, da ich immer an den berühmten Autoren denken muss. Das mag für andere nichts besonderes sein, aber mir gefallen diese Kleinigkeiten sehr. Fazit: ein guter und spannender Thriller für alle Fans von Polit-Thrillern, einem rasanten Schreibstil und einem aktuellen Thema.

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  • Bedingt abwehrbereit.

    Zwei Sekunden

    Gulan

    04. March 2017 um 18:10

    Die Terroristen waren vom Fach. Trotzdem würde es ihnen schwerfallen, Bierbauer zu töten. Niemand wusste, in welchem Hotel er übernachtete. Niemand wusste, welche Route sein Wagen fuhr. Keine Chance, den Job mit einer Bombe zu erledigen. Wenn er den gepanzerten Wagen verließ, dann in einer kurzfristig gesperrten Tiefgarage und umgeben von Personenschützern. Keine Chance für einen Schützen. So dämlich die Fahrzeugwechsel waren, so wirksam war der sonstige Schutz. Merkow sah es sofort, wenn er es mit Profis zu tun bekam. […] Sie hatten sich rund ums Adlon aufgestellt. Waren nicht in den Wagen sitzen geblieben. Hatten Betriebsamkeit vorgetäuscht. Einer ging einkaufen, die andere bummelte zum Brandenburger Tor. Schließlich wollten sie das BKA nicht auf sich aufmerksam machen. So war Bierbauer doppelt geschützt. Aber es nützte ihm nichts. (S.223-224) Staatsbesuch in Berlin: Die Kanzlerin begrüßt den russischen Präsidenten am Flughafen. Die Fahrzeuge machen sich auf den Weg ins Stadtzentrum, als eine Detonation die Kolonne erschüttert. Einer der Wagen wird völlig zerstört, vier Menschen sterben. Der Wagen mit Kanzlerin und Präsident ist nur knapp davon gekommen. Helle Aufregung aller Orten, ein Taskforce wird gegründet. Außerdem erhält noch jemand den Auftrag zu ermitteln - der eigenwillige Hauptkommissar Eugen de Bodt. De Bodt bedingt sich einen unabhängigen Status außerhalb der Taskforce aus und erhält diesen auf Befehl von ganz oben. Sehr zum Verdruss einiger seiner Kollegen. Doch wie seine Kollegen kann de Bodt und sein Team zunächst wenig Handfestes vorweisen. Die Drahtzieher des Anschlags bleiben im Dunkeln. Erst als der Kanzleramtsminister und weitere hochrangige Beamte weiteren Anschlägen zum Opfer fallen, reift in de Bodt die Idee: Waren Kanzlerin und Präsident womöglich gar nicht das Ziel und war der erste Anschlag gar kein Fehlschlag? Autor Christian v. Ditfurth ist Historiker und Autor zahlreicher Kriminalromane, alternativhistorischer Romane und politischer Sachbücher. Sehr interessant fand ich beispielsweise seinen Roman „Der Consul“, der mit den Fund der Leiche Adolf Hitlers in einem Hotel in Weimar 1932 beginnt und von da aus eine alternative Version der Geschichte weitererzählt. Seine Krimireihe um den Historiker Stachelmann hat übrigens in „Zwei Sekunden“ eine Art „Cameo-Auftritt“: Im Bücherregal einer Prostituierten liegt der Roman „Mann ohne Makel“. Der Name (von) Ditfurth dürfte einigen Kindern der Achtziger wie mir noch etwas sagen: Tatsächlich ist Wissenschaftsjournalist Hoimar von Ditfurth („So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“) der Vater des Autors, die Publizistin und ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth seine Schwester. Er lehnte sich zurück, rieb sich die Schläfe und flüsterte: „Die Angst läuft vorweg, sie entdeckt die Folge, ehe denn sie kommt, so, wie man es an sich selber spüren kann, dass ein Wetter im Anzuge ist.“ „Hegel“, sagte Seibert.De Bodt nickte. Nur eine Andeutung. „Die Angst verrät, was wir in der Zukunft fürchten. Unser Hirn betrachtet die Fakten, mischt sie mit unseren Sorgen. Wenn im Amt die Angst umgeht, dass das Morden weitergeht, spüren die Leute dort Motive, die wir nicht kennen.“Seibert starrte de Bodt an. „Sie meinen, die Angst weiß mehr.“„Das meine ich. Die Angst weiß mehr.“ (S.189) Seinen Protagonisten Eugen de Bodt lässt v. Ditfurth nun zum zweiten Mal ermitteln. De Bodt ist ein unkonventioneller und (vor allem für seine Vorgesetzten) unbequemer Kommissar mit Sonderstatus im Berliner LKA. Eine Laus im Pelz des Beamtenapparates. De Bodt ist fachlich brillant, denkt und handelt unorthodox und ist gerade dadurch erfolgreich. Er lässt dies aber auch andere spüren und ist daher als arroganter Einzelgänger verschrien. Zudem kommentiert er gerne Situationen mit philosophischen Bonmots, vor allem von Hegel. Doch seine beiden Untergebenen Salinger und Yussuf lassen nichts auf ihn kommen, verteidigen seine Eigenarten, weil sie spüren, dass er sie zu besseren Ermittlern macht. De Bodts Erfolge im vorherigen Fall („Heldenfabrik“) haben auch bei der Bundeskanzlerin Eindruck gemacht, so dass er in diesem neuen Fall vom Kanzleramt einen Sonderstatus erhält und unabhängig zur Taskforce ermitteln darf. Eine Konstellation, die es im normalen Leben bei den deutschen Sicherheitsapparaten wohl kaum geben dürfte, die sich aber in diesem Thriller als Glücksgriff erweist. Denn der Blick auf diese Taskforce ist spöttisch-satirisch. Dort versammeln sich abgehalfterte GSG-9-Helden, Besserwisser, Speichellecker, oder ganz einfach kriminalistisch durchschnittliche, aber höchst selbstbewusste Alphatiere. Auf den Sitzungen werden neben dem Austausch von (überschaubaren) Ermittlungsergebnissen und der Strategie fürs weitere Vorgehen mindestens so viele Gedanken daran verschwendet, wem man dieses Behördenversagen am besten ankreiden kann. Die deutschen Sicherheitsbehörden erweisen sich (mit Ausnahme von de Bodt natürlich) als völlig untauglich, mit dieser Situation klarzukommen. Außerdem wird nach und nach klar, dass der deutsche Ministerialapparat relativ problemlos korrumpierbar oder ansonsten erpressbar ist. Auch die Russen bilden ihre eigene kleine Taskforce in der Botschaft „Unter den Linden“, schließlich kann man einen Anschlag auf den Präsidenten (wem sonst soll der Anschlag gegolten haben?) nicht auf sich sitzen lassen. Auch hier gibt es große Rivalitäten und auch hier tappt man im Dunkeln. Das hält sie natürlich nicht davon ab, irgendwelche angeblichen Drahtzieher oder Maulwürfe zu traktieren. Aber wenn ich nicht lupenreiner Demokrat, sondern Zyniker wäre, würde ich sagen, immerhin unternehmen die Russen etwas. Ditfurth etabliert Konstantin Merkow, Chefleibwächter des Präsidenten und hochrangiger Offizier des FSO als wichtigste Nebenfigur. Merkow ist ein intelligenter Mann, der kühl kalkulierend die Interessen Russlands vertritt. Er darf an der deutschen Taskforce teilnehmen, aber merkt schnell, dass bei den Deutschen nur de Bodt in der Lage ist, die Hintergründe der Terrorserie aufzudecken. De Bodt und Merkow ticken ähnlich und entwickeln einen gegenseitigen Respekt voreinander. Salinger lächelte. Er hatte wieder 'treu' gesagt. Treu, das gab es nicht mehr. Genauso wenig wie Minnesang. Man hatte es längst in Loyalität umbenannt, das so klang wie Kaugummi. (S.271) Dass de Bodt am Ende so ein bisschen James-Bond-mäßig die Lage klärt – geschenkt! Denn ansonsten bietet das Buch echte Pageturner-Qualitäten. Hohes Tempo und hohe Spannung werden unterstrichen durch den extrem knappen, stakkatoartigen Stil. Das aber nicht zu Lasten der Figuren oder der durchaus komplexen, aber überzeugenden Gemengelage im Plot. „Zwei Sekunden“ ist ein wirklich starker deutscher Politthriller.

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    • 7
  • Eiskalter Plan

    Zwei Sekunden

    Baerbel82

    26. February 2017 um 21:20

    „Heldenfabrik“ von Christian v. Ditfurth hatte ich mit Begeisterung verschlungen. Die Inhaltsangabe von „Zwei Sekunden“ ließ erneut auf einen rasanten Thriller hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. „Zwei Sekunden“ ist der zweite Fall für Hauptkommissar Eugen de Bodt. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es? Zitat: „Zwei Sekunden. Dann war alles anders. Später würden die Leute die Zeit teilen. Vor dem Ereignis und nach dem Ereignis.“ Ein Terroranschlag auf die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten ruft nicht nur die Berliner Polizei, sondern auch die Geheimdienste auf den Plan. Schnell ist klar, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Wer steckt hinter dem Anschlag und wo liegt das Motiv? Blinder Aktionismus und eine eigens gegründete Taskforce führen zu nichts. Auch die Russen und de Bodt tappen lange im Dunkeln. Erst eine weitere Bombe führt die Ermittler auf die richtige Spur. Ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel beginnt: »Weil sie jetzt mich [de Bodt] wollen.« »Wie bitte? Die wollen dich umbringen?« »Nein. Sie wollen mich greifen. Lebend. « Ein erschreckendes Szenario, das Christian v. Ditfurth sich ausgedacht hat. Erschreckend real. Eine sehr komplexe und wirklich spannende Geschichte, bestens recherchiert. Eine Geschichte mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen. Viele Ebenen des Ermittlungsapparates werden berührt. Auch Geheimdienstliche Aktivitäten sind im Spiel. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Unerbittlich dreht der Autor an der Spannungsschraube bis zum fulminanten Finale. Der Stil ist kurz und knackig, die Sprache zynisch. Die Dialoge messerscharf und bissig. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. So lässt sich die Geschichte flott lesen. Ab und zu sind Bezüge zum Vorgänger eingestreut. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Über das Wiedersehen mit de Bodt, Salinger und Yussuf habe ich mich sehr gefreut. Eugen de Bodt ist Philosoph, bei Polizei und BKA verhasst, macht aber einen guten Job. Und so fiebert man gerne mit ihm mit. Eugen, Silvia und Ali, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte. Fazit: Tiefgründige Hochspannung mit aktuellem Hintergrund. Starker Stoff. So muss Thriller!  

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  • Rezension: Zwei Sekunden

    Zwei Sekunden

    booksand_myrabbits

    22. February 2017 um 18:26

    Titel: Zwei Sekunden Autor: Christian V. Ditfurth Seiten: 459 Sprache:Deutsch Verlag: carl's books Art: Thriller Vom Hersteller empfolendes Alter: Preis: Gebundene Ausgabe: (D) 14,99€ ISBN: 978-3570585672 Buchrücken: Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken-doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunklen. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse.  Der Druck wächst. Wiederwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eigen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allein in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein können. Doch um sie zu entlaven,  muss er mehr einsetzten, als ihm lieb ist: das eigene Leben. Inhalt: In dem Buch geht es um Themen wie Bedrohund durch terroranschläge, das Flüchtlingsthema und die Ukrainenkrise. Der Kommissar de Bodt hat eine ganz eigene Art. Er eckt an vieles an und pfeifft auf Vorgesetzte. Allerdings hat er auch etwas Humor und ermittelt mit seinem Team an einem Fall das jeden fordert. Das Team geht sehr krativ an den Fall ran. Dank:Ich habe das Buch vom carls'sbooks Verlag a ls Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen. Vielen Dank an den carl'sbooks Verlag. Meine Meinung: Man ist sofort ein Teil dieser spannenden Geschichte. Die Geschichte ist mal etwas ganz anderes und geht nicht den Weg was man denkt das es als nächstes passiert. Die Charaktere sind sehr spannend und es hat sehr viel Spaß gemacht mitzufiebern. Das Cover gefällt mir sehr gut das es sehr spannend und vielverspreschend aussieht. Da es ein tolles Buch ist würde ich mich freuen wenn es das auch als Hörbuch geben würde da man sich die Geschichte dann nochmal unterwegs anhören könnte. Wenn man verleicht grade keine Lust hat zu lesen oder um irgendetwas dabei zu machen. Ich gebe dem Buch: 4,5 Sterne

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  • Ein sehr eigenwilliger Kommissar

    Zwei Sekunden

    Stups

    10. January 2017 um 16:54

    Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig. Die kurzen Kapitel finde ich toll, allerdings musste ich mich in die kurzen, knackigen Sätze einlesen. (Hier ein Beispiel: Das Mobiliar war funkelnagelneu. Der Teppich auch. Die Wände frisch gestrichen. Raufaser. ...) Der Vorteil davon ist, aber dass es keine unnötig ausschweifenden Beschreibungen gibt.Anfangs zog es sich schon ein bisschen. Die Ermittlungen gingen im Buch nicht voran und ich musste auch etwas kämpfen, allerdings wollte ich immer wissen was Auslöser für das Attentat war. Ab der Hälfte des Buches wurde es auch spannender, die Ermittlungen stagnierten nicht mehr und es passierte einfach viel und viel Extremes.Den Kommissar de Bodt fand ich als Person einfach genial. Er ist egoistisch, eigenwillig, eigenbrötlerisch, intelligent, belesen, unangepasst und doch tief im innern ein Gutmensch und weiß sich gut einzuschätzen. Zum Ende setzt er alles auf eine Karte, aber auf keine wirklich Gute.Ich würde allen empfehlen, dass Buch nicht zu schnell aus der Hand zu legen, da es immer besser wird und der Spannungsbogen zwar etwas braucht um zu entstehen, aber dann laufend zu nimmt. Man wird zum Schluss für seine Ausdauer belohnt!

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    • 3
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    07. January 2017 um 18:11
  • Nervenkitzel, hoher Anspruch und Einblicke in Politik, Terror und Macht. Intelligente Spannung!

    Zwei Sekunden

    Floh

    12. December 2016 um 12:45

    Der deutsche Autor Christian V. Ditfurth hat mit seinen bisherigen Publikationen und Veröffentlichungen im Bereich der Spannungsliteratur, der Sachbücher und historischen Thriller bereits einen großen Bekanntheitsgrad erlangt. Auch sein erster Fall für den einschlägigen Kommissar Eugen de Bodt „Heldenfabrik“ zeugt von großer Begeisterung und vielen Lobgesängen durch seine intelligente und hochspannende Umsetzung. Zwei Sekunden sind keine lange Zeit, können aber ein ganzes Leben bedeuten, oder ein ganzes Leben für immer auslöschen. Wie sich der verheißungsvolle und bedeutsame Buchtitel „Zwei Sekunden“ in diesem deutschen Polit- Thriller zeigt und einen Kontext bildet, das wollte ich, nachdem ich den spannenden Klapptext gelesen hatte, und erste Presse- und Leserstimmen zum Thriller vernommen habe, selbst erfahren und erleben. Hochbrisant, thematisch aktuell und stets präsent, grandios und nahezu filmreif. Alles vermengt, entstand dieser mitreißende und sehr anspruchsvolle Thriller.Erschienen im carl´s books Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/carls-books/65000.rhd)Der Klapptext / Inhalt:"Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken – doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunkeln. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse. Der Druck wächst. Widerwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eugen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allem in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein könnten. Doch um sie zu entlarven, muss er mehr einsetzen, als ihm lieb ist: das eigene Leben. Zwei Sekunden, Kommissar de Bodts zweiter Fall, ist ein sehr heutiger Thriller über Terror und Staatsräson."Zum Schreibstil:Der deutsche Autor Christian V. Ditfurth war mir bisher unbekannt, seinen Namen habe ich schon einige wenige Male in der Spannungsliteraturwelt vernommen, aber bisher noch keinen seiner Titel und Werke gelesen. Hier habe ich definitiv etwas verpasst. In seinem zweiten Fall für den charakteristischen Ermittler Eugen de Bodt in „zwei Sekunden“ begibt sich der routinierte Autor in die Welt der dunklen (Macht-)Abgründe und nimmt wahrhaftig kein Blatt vor dem Mund. Er bedient sich schauderhafter Elemente der Korruption, der Machtgefüge, der Hierarchien, der Rüstung, der Angst und des Schrecken. Machtgier, Politik, Terror und Korruption. Er treibt es auf die Spitze des Thrillers, er schockiert und überrascht. Er trifft den Geschmack der Leser, die auf der Suche nach fesselnder Spannung und packenden Thrillern sind. Seine Story, seine Schauplätze, die Charaktere...alles scheint bis ins kleinste Detail recherchiert und durchdacht zu sein. Und als Deutschlandkenner wird man unglaublich nahe und authentische Parallelen zur Regierung und dessen Wirken und Agieren finden, aber auch über die Staatsgrenzen hinaus ins weite Osteuropa bis nach Russland und tief hinein in undurchdringbare Gefilde und Operationen. Selbst die Namen der Protagonisten und des unschlagbar agierenden Ermittlerteams geben einen Eindruck der Herkunft und Nationalität eines einzelnen. Mit Bedacht gewählt. Einzigartig und bemerkenswert.Christian V. Ditfurth spannt seine Leserschaft auf die Folter, denn das Buch ist ein zerreißendes Wechselspiel aus Spannung und noch mehr Spannung. Erholung gibt es lediglich in den kleinen Ruheoasen aus Alltäglichkeiten, wie Essen- und Trinken, Schlaf und Beischlaf. Der Thriller nimmt gleich zu Beginn richtig Fahrt auf und lässt sich dann kaum noch halten, dieser Umstand wird tatsächlich bis zum Ende durchgezogen! Dies verdankt es sicherlich auch den brisanten Schauplätzen, nahezu um den ganzen Globus. Für Leser, die de Bodts ersten fall nicht gelesen haben, könnte es gerade zu Beginn des Thrillers etwas Unaufgeräumt wirken, da man zunächst das Setting, das Ermittlerteam des BKA und den eigensinnigen Experten Eugen de Bodt einsortieren und kennenlernen muss. Da bei einem solchen offensichtlichen Terroranschlag natürlich alle Instanzen mobilisiert sind, gibt es hier viele Hierarchien und behördliche Richtlinien, die das Einfinden in den Plot zunächst erschweren. Doch durch eine überaus intelligente Sprache, Dialoge mit angebrachten Wortwitz und stimmiger Ironie, kleine Menschlichkeiten und ansprechenden Details schafft es der Autor den Leser relativ schnell einzubinden und ihn an Ort und Stelle abzuholen um ihn in ein Machtgeflecht und politischer Stärke einzubinden und mitzureißen. Leben und Tod, ein Wettlauf gegen die Zeit und die Skrupellosigkeit terroristischer und fanatischer Verbindungen und Organisationen aus diversen Reihen und Strukturen. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig und sehr authentisch dargelegt. Ein Schreibstil, der für unerträgliche Spannung und Entsetzen sorgt, aber auch mal aufatmen lässt und sich auch einem Schmunzler nicht entbehren kann.Schauplätze:Bei der Wahl der Schauplätze verdient der Autor Ch. V. Ditfurth weitere Sterne. Er hat einen rasanten Thriller erschaffen, der mit einer fast erschlagenen Vielzahl an Kulturen, Ländern und einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich der deutschen Regierung, Berliner Senat, Politik, Macht und Geld rund um den Globus glänzt. Christian V. Ditfurth definiert seine Schauplätze mit Details, das Buch erzeugt Bilder und erinnert stark an Actionfilme und großes Kino. Orte, an denen ich als Leser noch nie war, werden mir so nahe gebracht wie meine eigene Hosentasche. Dennoch gibt Autor Ditfurth nur so viel preis wie möglich, aber nur so viel wie nötig. Dieser Umstand beflügelt die Fantasie der Leser sehr und nimmt ihn mit in die beklemmende und kaltblütige Welt der Macht und des Regimes . Viele atemberaubende Sequenzen bringen den Leser aufgrund der Facette und des Wirkens zum Atemstillstand und zum Adrenalinkick! Berlin von seiner gefährlichsten und bedrohtesten Seite. Charaktere:Bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor Beck nochmals haushoch. Zwar hatte ich doch enorme Probleme mit der Vielzahl der Akteure und der vielen behördlichen Instanzen und Ermittlungsbenen, des grandios verzweigten Ermittlerteams der jüngsten terroranschläge und den Vermutungen der Drahtzieher, jedoch lohnt sich all die Mühe, jeden einzelnen genauer ins Visier zu nehmen. So entsteht ein komplettes Bild der Nationen, der Fähigkeiten und der einzelnen Aufgaben und Wirkungskreise. Zu den Ermittlern gesellt sich auch die dunkle Seite aus Mafia, Jäger, Gejagten und Täter. Wo diese zu suchen und zu finden sind, lässt unglaubliches zu Tage treten. Thrillerautor V. Ditfurth hat Protagonisten erschaffen, die alltäglicher und realer nicht wirken können. Gerade die Hauptrollen, gar Heldenrollen, werden hier absolut interessant eingebettet. Besonders der unbeliebte Ermittler Eugen de Bodt, der seinen Job scheinbar wiederwillig ausführt, sich jedoch trotzdem keinerlei Fehler zugesteht, wird den Leser um den Verstand bringen. De Bodt ist ein echt schwieriger Typ und scheut sich nicht offen das zu sagen, was er denkt. Er trägt sein Herz auf der Zunge. Er wird von anderen Kollegen anderer Behörden gern gemieden und hat keinen hohen Beliebtheitsgrad. Doch wenn es um sein eigenes Team geht, vor allem um eine Frau, dann erscheint Eugen ganz klar, rücksichtsvoll, bedacht und versiert. Ein Teamplayer in den eigenen Reihen, aber nicht über seinen Tellerrand hinaus. Das macht ihn unheimlich interessant und anders. Auch de Bodt hat seine Schattenseiten, seine Vergangenheit und ist geprägt, doch er ist keinesfalls ein klischeehafter Trinker, Kettenraucher oder ein psychisches Wrack. Er ist helle, intelligent und absolut agil. Sein ihm unterstelltes Spezialteam zieht alle Register und wird den Leser fesseln und verblüffen, mit dessen Handeln und dessen Folgen, sorgt für viel Spannung und unvorhersehbare Ereignisse. Das Leben dieser Spezialeinheit ist die reinste Waffe und das reinste Waffenziel. Gleich zu Beginn ermöglicht der Autor seinen Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten und bietet zusätzlich eine gelungene Auswahl an Nebenrollen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen, und manche sind im großen Showdown gar nicht mehr am Leben. Gerade die Finanz- und Regierungswelt und die Skrupellosigkeit der Politiker und Redner, der Unterwelt und der Drahtzieher lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich wird hier jeder Charakter vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Entdeckung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Sollte es je zu einer Verfilmung kommen, wäre ich hier auf die einzelnen Besetzungen der Rollen sehr gespannt. Meinung:Dieser Thriller ist enorm actiongeladen, thematisch aktuell, sehr politisch und rasant. Die Ermittlungen und Operationen gegen den Terror stehen im Fokus und werden den gebannten Leser beängstigen, faszinieren, beklemmen und mitreißen. Eine düstere und hoch verstrickte Einheit menschlicher Skrupellosigkeit und Kaltblütigkeit. Manches wirkte auf absolut nah an der möglichen Realität geschrieben und ich hoffe, dass uns ein solches Szenario niemals im Land oder anderswo beschäftigen wird. Ein grandioser und absolut gut recherchierter Thriller, mit viel Nervenkitzel, ausgesprochener Recherche, viel Hintergrund und Rasanz. Grandioser Anspruch, aktuelle Thematik. Hier liest man das Wissen und die Erfahrung des Autors. Dieser Roman könnte die Entwicklung der Kriminalität überspitzt auf das Hier und Jetzt deuten. Mainstream? Fehlanzeige. Ich wurde unterhalten, geschockt, erschüttert und mit Nervenkitzel versorgt. Hier gibt es Hochspannung auf großem Niveau in mehrerer Hinsicht! Komplex und überraschend! Die Tiefe der Korruption, Verstrickung und der Finanz- und Politikkultur muss man jedoch mögen. Vielleicht nicht immer von leichter Kost, aber ausgesprochen packend und erschütternd. Berliner Schauplätze und Kulissen üben einen besonderen Reiz und Lockruf auf mich aus. Hier kam ich zusätzlich auf meine Kosten und empfinde die Darstellung der Ermittlungen, eingebettet in Berlin, Wiesbaden, Osteuropa und anderen Instanzen sehr gut und geschickt gelungen. Und wer auch mal weniger klischeebehaftete und nicht immer ganz einfach zu knackende Kommissare begleitet, die auch zu einem Privatleben, oder Liebesleben fähig zu sein scheinen, der wird hier ganz bestimmt ins Schwarze Treffen. Eugen de Bodt wird so schnell nicht vergessen werden. Kritikpunk:Dieses Buch hat mir anfangs doch so meine Schwierigkeiten bereitet, mich im Geschehen zu platzieren und de Bodts Denkweisen anzunehmen. Denn der Kommissar trägt teilweise eine missmutige Stimmung nach außen, die ihn seinen Job eher widerwillig machen lässt. Einzig in seinem Team fühlt er sich aufgehoben und steht für seine Leute voll und ganz ein. Besonders eine Frau in seinem Team hat einen ganz besonders hohen Stellenwert. Dass er seine Arbeit mit Groll und Abstand erledigt, hat ihn mir manchmal auch von mir distanziert, was ich sehr schade finde, da seine intelligenten und überaus klugen Strategien absolut faszinierend und innovativ sind. Da hätte ich an einigen Passagen gern näher an seiner Seite gestanden und mit ihm gemeinsam gebrütet und die Gefahren und den Nutzen abgewogen. So agiert er gern allein, stets sein Team und dessen Leben im Bilde, aber eben eher als Einzelkämpfer und Solist. Der Autor:"Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Neben Sachbüchern und Thrillern hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Zuletzt erschien der Thriller Heldenfabrik, der erste Fall für Kommissar de Bodt."Zum Cover:Das Cover ist eher schlicht, aber mit großem Wiedererkennungswert. Im Hintergrund das Feuer und der Rauch einer Explosion, die sich sehr gut mit dem Klapptext in Verbindung bringen lässt. Das Buch erschien als Paperback und wirkt absolut hochwertig und liegt wunderbar in der Hand!Fazit:Wer Nervenkitzel liebt, hohen Anspruch und Einblicke in die Politik, den Terror und die Macht nicht scheut, sich von gelungener Recherche fesseln lassen will, der muss dieses Buch lesen. Er wird es lieben und bewundern und auch einen weiteren Fall mit Eugen de Bodt herbeisehnen. 4 gut zu interpretierende Thrillersterne von mir!

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    • 7
  • Spannender und actionreicher Polit-Thriller

    Zwei Sekunden

    buecher_liebe21

    03. December 2016 um 11:31

    Ich war wirklich sehr gespannt auf das Buch, da ich dieses Genre in Form von Filmen sehr gerne sehe. Ein Buch dazu zu lesen, war jedoch neu für mich. Mir fiel es nicht ganz so leicht in die Geschichte hineinzufinden, da der Autor hauptsächlich kurze Hauptsätze verwendet und kaum Nebensätze. Dadurch ging das Lesen leider eher holprig voran statt flüssig. Mit der Zeit konnte ich mich langsam an den Schreibstil gewöhnen, damit anfreunden konnte ich mich aber definitiv nicht. Auch tauchten von Beginn an Fremdwörter auf, d.h. Wörter aus dem politischen Bereich, die ich als Laie selten verstanden habe. (Natürlich ist das klar, dass es in einem Polit-Thriller auch um Politik geht, jedoch hatte ich nicht so stark mit der Politiklastigkeit gerechnet) Dadurch wurde mir das Lesen leider ebenfalls erschwert. Wer also dieses Buch lesen möchte, sollte sich mit der Politik auskennen, sonst geht es der Person leider genauso wie mir, was sehr schade wäre. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, dass man von Anfang an durch den Prolog in der Geschichte drin ist. Diese beginnt sofort spannend und flaut nach ein paar Seiten wieder etwas ab. Schließlich beginnt ein Wechsel von steigender und sinkender Spannung. Man möchte jedoch zu jeder Zeit weiterlesen, da die Geschichte nie langweilig wird. Zwar zieht sie sich hin und wieder mal etwas, aber es wird auf keinen Fall langatmig oder gar langweilig. Ab der Hälfte des Buches habe ich mir so manches mal gedacht, dass die Protagonisten allmählich das Motiv des Anschlags herausfinden könnten, aber stattdessen baut sich die Geschichte noch weiter auf und beginnt ganz anders zu werden, als man denkt. Das bringt einerseits frischen Wind in die Geschichte, aber andererseits wird diese dadurch auch länger und ich habe mich allmählich gefragt, warum der Autor diesen Verlauf der Geschichte ausgesucht hat und nicht bei der Grundstruktur geblieben ist, da die Handlungen der Protagonisten für mich nicht ganz nachvollziehbar waren. Die Geschichte nimmt jedoch in diese Richtung weiter seinen Verlauf und wird allmählich immer spannender und actionreicher. Der Höhepunkt der Geschichte befindet sich relativ nah am Ende des Buches, jedoch ist er trotzdem angemessen lang und super spannend und actionreich. Das Ende des Buches war mir leider viel zu kurz und sprunghaft und hat mir nicht sehr gefallen, es blieben ein paar Fragen offen, die meines Empfindens nach nicht geklärt wurden. Insbesondere wurde das Motiv des Anschlags zwar aufgeklärt, jedoch habe ich es leider überhaupt nicht verstanden. In der Geschichte gibt es recht viele Protagonisten, wodurch mir der Einstieg in die Geschichte ebenfalls erschwert wurde. Nur nach und nach konnte ich alle Charaktere auseinanderhalten. Die Charakterzüge sind jedoch gut ausgearbeitet worden, wodurch man sich die Protagonisten gut vorstellen konnte. Einen Lieblingsprotagonisten hatte ich nicht wirklich, aber der Hauptprotagonist de Bodt hat mir doch recht gut gefallen. Vergleichen konnte ich mich allerdings mit keinem der Protagonisten, was für mich aber auch nicht weiter schlimm war. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, wodurch das Lesen leider immer wieder teilweise unnötig unterbrochen wurde. Leider sind mir auch einige Rechtschreibfehler in der Geschichte aufgefallen. Eine Verfilmung des Buches würde ich sehr interessant finden, dieser würde bestimmt spannend, real und actionreich werden!

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  • Berlin im Ausnahmezustand

    Zwei Sekunden

    Patno

    09. October 2016 um 20:55

    Zwei Sekunden trennen die Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten von ihrem sicheren Tod. Ein Terroranschlag mitten in Berlin, und um Haaresbreite verfehlt die Bombe ihr Ziel. Da erscheinen sofort Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt, Berliner Polizei und nicht zuletzt unsere russischen Freunde auf der Bildfläche. Schnelle Ermittlungsergebnisse müssen her. Es liegt nahe, den unbequemen und eigenbrötlichen Hauptkommissar Eugen de Boldt mit ins Boot zu holen und ihn parallel ermitteln zu lassen. Sein Team ist mit Salinger und Yussuf komplett. Die Spurensuche gestaltet sich äußerst schwierig, bis de Boldt die zündende Idee hat. Doch damit begibt er sich selbst in Lebensgefahr. Christian v. Ditfurth hat dieses Horrorszenario auf ca. 460 Seiten in seinem gleichnamigen Thriller "Zwei Sekunden" verarbeitet, der bei carl's books im August 2016 erschienen ist. Intelligenter Schreibstil, exzellente Ausdrucksweise und Wortwahl kennzeichnen dieses Buch. Es sucht zweifelsohne den anspruchsvollen Leser, der es verworren und undurchsichtig mag. Mit "de Boldt" hat der Autor einen tollen Charakter geschaffen. Beruflich überzeugt er durch seine unkonventionelle Art und seinen brillanten Spürsinn. Im Privatleben hingegen kommt er fast schon unbeholfen rüber. Das macht ihn menschlich und sympathisch. Für den gewissen Pepp sorgt Yussuf, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Auch Merkow, Salinger und Co. sind glaubwürdig inszeniert. Authentizität bekommt der Thriller durch Akteure des gesellschaftlichen Lebens, denn im Hintergrund bekommen die Bundeskanzlerin und der russische Präsident auch eine kurze Gastrolle. Überhaupt sind die politischen Machenschaften sehr detailliert ausgearbeitet. Obwohl es sich um eine fiktive Story handelt, könnte es sich so oder ähnlich tatsächlich abspielen. Am Anfang fiel es mir schwer in die Handlung zu kommen. Besser wurde es, nachdem ich die einzelnen Erzählstränge auseinanderdividiert hatte. Und doch konnte mich der Thriller nicht durchweg fesseln. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Handlung bliebe ein wenig auf der Stelle stehen, statt sich nach vorn zu entwickeln. Das bremste zwischendurch meinen Lesefluss. Insgesamt ist "Zwei Sekunden" ein spannendes und actionreiches Lesevergnügen mit einer gut durchdachten Story. Wer politische Thriller mag, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen. Meine 4 Sterne-Leseempfehlung!

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