Christian von Aster Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

(58)

Lovelybooks Bewertung

  • 63 Bibliotheken
  • 11 Follower
  • 2 Leser
  • 51 Rezensionen
(21)
(22)
(9)
(4)
(2)

Inhaltsangabe zu „Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges“ von Christian von Aster

Aus den Händen seines Vaters empfängt Jaarn, der letzte Nachkomme des Hauses von Stahl, ein sagenumwobenes Schwert, mit dessen Hilfe er dem Reich Frieden bringen soll. Es trägt den Namen »Das Eherne Buch« und ist aus Geschichten geschmiedet. Fürsten und Räuber trachten nach dem Legendeneisen und bald heften sich die gefürchtetsten Meuchelmörder des Reiches an seine Fersen. Seiner Jugend und Unerfahrenheit zum Trotz liegt das Schicksal des Reiches allein in Jaarns Händen. Zwischen Gaunern und Gelehrten ist es ihm bestimmt, zum Helden zu werden.

Tolle Charaktere, eine spannende, fesselnde Story und ein überraschendes Ende! Ich wünschte, es gäbe eine Fortsetzung!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Schöne Idee, leider zu knapp geraten. Trotzdem durchaus empfehlenswert - bin gespannt auf Weiteres vom Autor !

— Sandra1978
Sandra1978

Gut geschriebene Fantasy mit Tiefgang, bei der es um Zusammenhänge geht, die direkt auf unsere Welt übertragbar sind.

— pageturner211
pageturner211

Viel Fantasie und eine tolle Welt ... doch die Umsetzung war nichts für mich.

— dominikschmeller
dominikschmeller

“Das Eherne Buch" ist kein schlechtes Buch. Allerdings konnte mich der Autor trotzdem einfach nicht fesseln,

— Lesemomente
Lesemomente

Alles dabei: Abenteuer, Freundschaft, Liebe und Moral.

— spookie
spookie

Wer mal endlich wieder eine Fantasygeschichte lesen will die ANDERS ist und trotzdem kriegerisch, spannend u. rätselhaft: hier ist sie!

— Chrissi92
Chrissi92

Wer sich noch auf eine Erzählweise ohne reißerische oder blutige Schocker einstellen kann, ist hier bestens bedient

— elmidi
elmidi

Schöne Idee, die Umsetzung hat mich leider gar nicht überzeugen können.

— Aniday
Aniday

Ein solides Fantasybuch, das mich trotz kleiner Schwächen mit seinen schönen Ideen und Denkanstößen überzeugen konnte.

— m_ndovermatter
m_ndovermatter

Stöbern in Fantasy

Götterlicht

Eine wundervolle Story, die mich umgehauen hat. Die Autorin hat mich in eine emotionale Achterbahn entführt.

Kimi234

Vier Farben der Magie

WOW - Eine fantastische Reise

stellette_reads

Das wilde Herz des Meeres

Piratenfeeling pur gepaart mit Fantasy und Liebe. Ein toller Mix!

buechersindfreunde

Die Gabe der Könige

Wunderbar

fin_fish

Das Frostmädchen

Hat mich leider nicht überzeugen können.

fin_fish

Der Galgen von Tyburn

Dieser Band hat mir endlich mal wieder richtig Spaß gemacht und endlich erfährt man Wichtiges über den Gesichtslosen.

Ms_Violin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das Eherne Buch - Christian von Aster

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    nef

    nef

    06. July 2017 um 17:21

    Inhalt:Der Eiserne Rabe lagert mit seiner Armee vor der Stadt Khabrach. Eigentlich sollte man die Schwerter singen und die Pfeile surren hören; die Stiefel voller Blut und der Boden mit Leichen übersät sein. Doch es gibt keine Schlacht. Seine Männer vertreiben sich die Zeit mit Spielen und Alkohol, während er darauf warten muss, dass der Fürst von Navrodt ihm das Zepter der Stadt überreichte. Erst dann würden sie die Stadt übernehmen und ein weiteres Mal das Banner des Hauses von Stahl über den Zinnen einer Stadt entrollen.Als ein Spion im Lager gefangen genommen wird, lässt Hirrach nach Thorden Baut schicken. Nur er, als treuer Berater seines Vaters, kann ihm sagen was es mit diesem Burschen und seiner Nachricht auf sich hat.Als Thorden dann auch endlich auftaucht bringt er ihm nicht die gewünschte Hilfe. Im Gegenteil, Thorden bringt ihm den Tod.Jaarn kennt in seinem Leben nichts anderes als den Turm von Ghidt-Lhorr und darin beheimateten Bücher. In der großen Bibliothek lebt er, solange er denken kann und wenn er weiter fleißig lernt, wird er vielleicht einmal ein Gelehrter. An sich fühlt er sich hier wohl und liebt seine Aufgaben, aber schon so manches Mal verspürte er den unwiderstehlichen Drang nach Draußen zu gehen.Als er durch ein Geräusch geweckt wird, steht der Bücherbruder Khronhs vor ihm. Er soll sich beeilen, nach ihm wurde geschickt. Mit einem Schlag wach, machen sich Jaarn und Khronhs auf den Weg. Während Khronhs ihn wild durch die Gänge führt, verliert Jaarn nach kurzer Zeit die Orientierung. Er hatte so gehofft endlich einmal vor die Tür zu dürfen, stattdessen landen sie in einem kleinen Raum im Keller. Was er hier nun erfahren muss bringt sein gesamtes bisheriges Weltbild ins Wanken.Jaarn, ein einfacher Schüler im Turm von Ghidt-Lhorr, der Sohn Eonhs von Stahl, dem Fürsten über die Dritte von Fünf. Das kann unmöglich wahr sein! Und doch, genau dies hatte er so eben erfahren. Und als wenn das für ein ganzes Leben nicht reichen würde, erhielt er zudem eine wichtige Aufgabe.Die beiden Söhne des Fürsten sind im Krieg oder durch Heimtücke zu Tode gekommen. Nun liegt es an Jaarn das Eherne Buch an sich zu nehmen und eine gefährliche Reise zu wagen. Das Schwert soll er dem Kriegbringer zu Füßen legen, auf dass der ewig währende Krieg endlich ein Ende hätte und das Reich wieder Frieden finden würde. Jaarn traut weder seinen Ohren noch seinen Augen. Ein reich verziertes Schwert soll fortan seine Bürde sein, dabei kann er es kaum halten. Wie soll er es da schaffen, das Schwert durchs halbe Reich zu tragen um es dem Kriegbringer zu überreichen?Aber er muss diese Aufgabe nicht alleine meistern. Schon bald soll ihm sein Reisebegleiter vorgestellt werden - Thorden Baut.Meinung:Nachdem ich in der letzten Zeit hauptsächlich Liebesromane gelesen hatte, wurde es mal wieder Zeit für einen richtig guten Fantasy-Roman. Natürlich weiß man vorher nie, ob das Buch auch wirklich gut ist, aber schon nach dem Prolog war ich mir sicher, dieses Buch würde mich nicht enttäuschen.Gut, es hat mich ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Was mich eigentlich bei vielen Fantasy-Büchern enttäuscht: die fehlende Karte und das fehlende Personenregister. Na klar kann ich mir in einem Liebesroman den Ort vorstellen in dem das Ganze spielt. Da brauche ich keine Karte. Aber wenn sich ein Autor eine ganze Welt ausdenkt, dann wäre es schon arg hilfreich zu wissen, wie er sich diese vorstellt. Und ganz ehrlich? Namen sind für mich Schall und Rauch. Wenn ich da nicht mal nachlesen kann, bin ich hoffnungslos verloren.Bitte, bitte liebe Fantasy-Autoren - erweitert eure Bücher um ein paar Seiten und lasst uns Leser an euren kreativen Charakteren und der Landschaft teilhaben!Nun aber dazu, warum das Buch für mich grandios ist. Es hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Einen Helden, der keinen Plan hat, ein paar Bösewichte die auf Rache aus sind, ein paar Helfer die sich alle Mühe geben, damit das Küken nicht untergeht und auch ein kleines bissl Romantik. Aber nur einen Hauch.Und während die Geschichte erst in eine Richtung geht, fängt sie dann auch noch an sich zu wenden und mich am Ende sehr zu überraschen.Ich weiß gar nicht ob ich davon begeistert sein soll oder enttäuscht. Aber die Aussage, die ich aus dem Ende interpretiert habe, fand ich super!Die Charaktere sind gut gezeichnet und es lässt sich so richtig prima mit fiebern. Natürlich ist der Schreibstil von Christian von Aster grandios und ich hätte so manches Mal meine Bushaltestelle verpasst, wenn ich nicht durch Zufall gerade aus dem Fenster geschaut hätte ;o)Von mir gibt es eine glasklare Lesempfehlung.

    Mehr
  • Leserunde zu "Zombigida: Abendspaziergang am Rande der Apokalypse" von Christian von Aster

    Zombigida - Abendspaziergang am Rande der Apokalypse
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Der Sommer ist da und damit der ideale Zeitpunkt für eine neue Leserunde. Diesmal haben wir ein schräges Fantasy-Zombie-Abenteuer: »Zombigida. Abendspaziergang am Rande der Apokalypse« von Christian von Aster (Nur als E-Book erhältlich)>>hier geht es zur LeseprobeInfos zum E-Book:Ein Experiment: Blanker Hass, Mordlust, Ignoranz – eine Horde von Wutbürgern in Dresden droht die restliche Bevölkerung mit ihrem Zorn anzustecken und die »Lügenpresse« zu zerfleischen.Eine vierköpfige Fahrgemeinschaft mit depressivem Hund gerät in Dresden scheinbar zufällig in eine PEGIDA Demonstration: Sie werden von einer wütenden Menge verschluckt, die wie Zombies mit ausdruckslosen Gesichtern »Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!« skandiert, Journalisten als Lügenpresse beschimpft und zerfleischt. Unaufhaltsam bewegt sich die Wutbürgerwalze fort und zombifiziert dabei alles, was ihr in die Quere kommt. Diese blutrünstigen Pegida-Zombies bringen die Helden an den Rand der Apokalypse, bis die Gruppe von einem Fremden aus der Masse befreit und in ein Experiment eingeweiht wird, das den Lauf der Welt und das Schicksal der Menschen nachhaltig verändern kann. Wer ist dafür verantwortlich? Wer ist der Fremde? Und kann die Fahrgemeinschaft der wütenden Meute wirklich entkommen? All das und viel mehr beantwortet dieses skurrile Fantasy-Zombiehorror-Abenteuer. Kurzinfo zum AutorChristian von Aster, geboren 1973, studierte Germanistik und Kunst, um sich schließlich Bühne, Film und Schreiben zuzuwenden. Neben seinen Fantasybüchern ist er auch mit seinen Lesungen, die gleichermaßen die Gothic- wie Phantastikszene begeistern, einem großen Publikum bekannt. Außerdem betreibt er die Berliner Lesebühne »Das StirnhirnhinterZimmer«.Christian von Aster auf Facebook!

    Mehr
    • 72
  • Leserunde zu "Das Licht hinter den Wolken" von Oliver Plaschka

    Das Licht hinter den Wolken
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Sommer, Sonne, Lesezeit – Es ist mal wieder Zeit für eine neue Leserunde. Diesmal mit einem spannenden High-Fantasy Titel von Oliver Plaschka »Das Licht hinter den Wolken«. Der Autor Oliver Plaschka wird an der Leserunde teilnehmen – eure Chance alle Fragen, die euch beim Lesen kommen, zu stellen.HIER GEHT ES ZUR LESEPROBEInfos zum Buch:Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker bis an die Grenzen der Welt. Auch die junge April und der Söldner Janner sind auf der Flucht und treffen dabei auf den uralten Zauberer Sarik ...Seit ihrer Kindheit träumt die junge April von einem fernen, magieverheißenden Licht, das sie in die Welt hinauslockt. Doch kaum ist sie ihrem Heimatdorf und der Tyrannei ihres Vaters entkommen, gerät sie an den Fealv Janner. Der junge Söldner ist auf der Suche nach seinen Wurzeln und steckt bis über beide Ohren in Schwierigkeiten. Nachdem die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann getötet haben, werden sie endgültig zu Gesetzlosen und geben sich die Namen ihrer Schwerter. Bald schon sind sie für ihre Taten berüchtigt. Ihre Wege kreuzen sich mit denen Sariks, eines verbannten Zauberers, der sich dem Verebben der Magie entgegenstellt. Keiner von den dreien ahnt, dass sie den Lauf der Welt für immer verändern werden ... ganz, wie es das Licht hinter den Wolken will.Kurzinfo zum AutorOliver Plaschka, geboren 1975 in Speyer, promovierte an der Universität Heidelberg und arbeitet als freier Autor und Übersetzer. Sein Debüt »Fairwater« wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Mit seinem zweiten Roman »Die Magier von Montparnasse« erreichte er viele begeisterte Leser phantastischer Literatur.Oliver Plaschka auf Facebook!

    Mehr
    • 417
  • Fantasy zum Nachdenken

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    bblubber

    bblubber

    24. April 2016 um 15:09

    „Das eherne Schwert“ von Christian von Aster ist mein erstes Buch dieses Autors. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch das wunderschöne Cover . Für einen Bücherfan und Liebhaber der Arthussaga sind eine Bibliothek und ein Schwert einfach eine magische Sache. Wie immer hat hier der Klett-Cotta-Verlag sich viel Mühe gegeben. Auch der Titel ist interessant und sagt bereits etwas über den Schreibstil des Autors aus, denn so mancher jüngerer Leser wird den Begriff ehern als eher ungewöhnlich lesen und vielleicht sogar erst mal grübelnd, was damit genau gemeint ist. Beide Deutungen – aus Erz bestehend und unbeugsam und fest – treffen auf dieses Schwert zu. Aber es ist noch viel mehr. Es ist die Manifestation all der Geschichten und Mythen des Reiches des Raben und es besitzt mehr Macht, als mancher vermutet. Der geheim gehaltene dritte Sohn des Rabenherrschers soll dieses Schwert als Friedensgabe an den Kriegsgott überbringen und das Land damit in den Frieden führen. Aber Jaarn ist jung und braucht dringend Freunde und Helfer bei dieser schwierigen Aufgabe. Und die, die sich im schließlich zur Seite stellen, sind vielleicht nicht so, wie der Junge es erwartet hatte. Christan von Aster pflegt einen anspruchsvollen, ausgefeilten Schreibstil. Auch gibt er seiner Geschichte streckenweise fast den Anschein eines Märchens oder einer alten Sage, die dem Leser erzählt wird. Erst nach und nach wird man gefesselt und ich habe eine Weile gebraucht, um in der Story anzukommen und mich darauf einzulassen. Die Fantasy an diesem Buch ist außer dem Schwert wohl mehr das imaginäre Reich. Es könnte auch gut als Parabel auf die Dummheit der Menschen und die Unverständlichkeit des Krieges durchgehen. Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Im Gegensatz zu anderen bin ich aber der Ansicht, das Ende war runde Sache – eben weil es ein offenes war. Es war angenehm realistisch. Ich bin kein Fan von harmonischen Happy Ends und ich bräuchte auch keinen zweiten Teil, denn das Ende regt halt zum Nachdenken an und was will ein gutes Buch mehr bewirken.

    Mehr
  • Eine phantastische Idee mit zu wenig Raum

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Wolly

    Wolly

    Inhalt: Wir befinden uns in einer Welt, die sich seit ewigen Zeiten im dauernden Krieg befindet. Immer neue Oberhäupter kommen und gehen, doch was bleibt sind die Schlachten und Intriegen. Vom Krieg nahezu unberührt, wächst der junge Jaarn in einem Turm auf, der eine große Bibliothek beherbergt. Seine Zeit verbringt er mit den anderen Bibliothekaren und natürlich den Büchern. Eines Tages aber wird er rausgerissen aus seinem Alltag und erfährt das er der letzte verbleibende Sohn des Herrschergeschlechts von Stahl ist und ihm somit eine gewichtige Aufgabe unterliegt. Er soll der Welt Frieden bringen, mit Hilfe des ehernen Buches. Eines sagenumwobenes Schwertes, geschmiedet aus Geschichten. Viele Kriegsnutzer, Oberhäupter und Halunken wollen ihm vom Gelingen seiner Mission abhalten und machen ihm das Leben schwer. Doch in einer Gruppe sonderbarer Gestalten begiebt er sich auf die Reise um seine Mission zu erfüllen. Meinung: Erstmal vor weg ein großes Kompliment an den Autor, die Geschichte ist wirklich fantastisch. Sie liest sich wie ein modernes Märchen und der Schreibstil hat mich überzeugt. Hat also eigentlich das Potential für die volle Punktzahl. Wenn... nicht jemand hingegangen wäre und diese tolle Geschichte zwischen zwei Buchdeckel gepresst hätte, die ihr keinen Raum zum Atmen lassen. Die Charaktere haben kaum eine Chance sich zu entfalten und die eigentlich sehr interessante, von Kriegswirren geschüttelte Welt Jaarns, bleibt farblos. Wirklich, wirklich schade. Mehr Seiten hätten der Geschichte zu vollem Glanz verholfen und den Leser wirklich mitgerissen. Gerade die Personen basieren auf hervoragenden Ideen. Figuren zwischen Leben und Tod, Held und Marionette, Halunke und doch treuer Freund. In einer Welt, die alle Seiten des Krieges beleuchtet und alles andere als nur schwarz und weiß ist. Zwischen Legenden und Mythen, Verzweiflung und Hoffnung, Blindheit und Moral. Manches geht zu leicht, manchesmal gibt es eine unverhoffte Wendung, manchmal einen unnötigen Abzweig des Weges. Besonders allerdings verbleibt das Ende der Geschichte. Überraschend und anders als vorherzusehen. Fazit: Ein Buch mit unheimlich viel Potential, aber einer Seitenzahl die es nicht völlig reifen lässt. Für Freunde von Märchen, Sagen und Legenden auf jeden Fall eine Empfehlung. Ebenso für klassische Fantasyleser. Wer lange Zeit braucht sich mit den Figuren anzufreunden, könnte aber eventuell nicht so glücklich damit werden. Für mich hat es sich aber gelohnt das Buch zu lesen und es wird auch nicht das letzte des Autors sein.

    Mehr
    • 3
  • Und die Moral von der Geschicht' ...

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    13. January 2016 um 21:54

    Die Geschichte: Der Junge Jaarn wächst in einer riesigen Bibliothek auf, abgeschirmt von der Außenwelt, in der schon immer erbitterte Kriege toben. Eines Nachts wird er überraschend zum Fürst von Ghidt-Lhorr, dem legendären “Eisernen Raben”, gerufen. Dieser offenbart ihm ein unglaubliches Geheimnis: Jaarn ist der jüngste Sohn des Raben, der verborgen vor der Welt aufwachsen sollte, um schließlich eine große Bestimmung zu erfüllen. Der Fürst überreicht seinem staunenden Sohn ein ganz besonderes Schwert: das “Eherne Buch”, auch “Legendeneisen” oder “Geschichtenklinge” genannt. Beim Schmieden dieses Schwertes wurden alle möglichen Geschichten und Sagen im Stahl eingeschlossen und es soll die Macht besitzen, der Welt endlich Frieden zu bringen. Dazu muss Jaarn sich aber auf eine gefährliche Reise begeben, um am Ende das legendäre Schwert zu Füßen des Kriegsbringers abzulegen, auf dass fortan überall Frieden herrschen möge. Auf seinem Weg begleiten ihn allerhand skurrile Gestalten, allen voran der “Narbensammler” Rugk, in dem Jaarn einen treuen, wenn auch mysteriösen Freund findet. Doch die beiden begegnen leider nicht nur freundlich gesinnten Gefährten, es gibt auch eine stetig wachsende Söldnerarmee, die Jagd auf Jaarn und seine Getreuen macht. Werden sie es lebend zum Berg Gul’Firrin schaffen und können sie den Krieg für immer stoppen? Meine Meinung: In dieser Geschichte, so fantastisch sie auch sein mag, steckt viel Wahres über die Natur der Menschen. Überall herrscht Krieg und Unfrieden, der Großteil der Bevölkerung leidet darunter, muss flüchten und verliert alles Liebgewonnene. Wenige andere dagegen verdienen gut an dem Krieg, sie heizen die Gefechte an und zeigen keinerlei Mitgefühl oder Skrupel. So viel zum durchaus realistischen Hintergrund, aber kommen wir erst einmal zu den tollen Charakteren. Jaarn ist zunächst ein recht unbedarfter, fast schon naiver Junge, der im Schutz dicker Mauern zwischen unendlich vielen Büchern aufgewachsen ist. In der rauen Außenwelt muss er sich erst einmal zurechtfinden, wobei ihn der geheimnisvolle Rugk mehr oder weniger unterstützt. Manche Erfahrungen muss er einfach alleine machen, anderes dagegen lernt er schnell von seinen Begleitern. Jaarn habe ich schnell ins Leserherz geschlossen, genau wie auch viele seiner Freunde. Rugk, der Narbensammler, ist ein total mysteriöser Kerl, der so wandlungsfähig ist wie ein Chamäleon: in allen Gesellschaftsschichten kann er sich bewegen und hat Verbündete, die man ihm nicht zutrauen würde. Ihn mochte ich auch sehr gerne. Genauso sympathisch war mir auch der “Knochenkönig” Kydhan mit seinem Geier Srigk, der in einer beeindruckenden Höhlenwelt zu Hause ist. Damit kommen wir auch gleich zu den tollen Schauplätzen … Die Welt, in der der Autor seine Geschichte angesiedelt hat, unterscheidet sich äußerlich gar nicht so sehr von unserer eigenen. Es gibt keine Fabelwesen, keine seltsamen Tiere oder besondere Landschaften. Trotzdem faszinierten mich manche Schauplätze sehr, vor allem die Stadt des Knochenkönigs. Durch die lebendigen, detaillierten Beschreibungen konnte ich mir alles wie einen Film vorstellen. Christian von Aster erschafft eine Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. An Spannung mangelt es der Story natürlich auch nicht, es bleibt praktisch bis zur letzten Seite geheimnisvoll und fesselnd. Die Gefährten müssen allerhand Hürden meistern auf ihrem Weg. Es wird manchmal ein bisschen blutig, aber auch humorvolle, emotionale und schöne Momente findet man in dieser Story. Sehr vielschichtig und wundervoll geschrieben, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte. Das Ende war stimmig, wenn auch eher unerwartet. Wenn es eine Fortsetzung gäbe, würde ich das Buch sofort kaufen! Fazit: Eine spannend-fesselnde Story ganz ohne Fabelwesen mit sympathischen Charakteren und einem moralischen Nachhall.

    Mehr
  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Mehr
    • 990
  • Guter Fantasyroman mit neuer Grundidee, leider etwas knapp gehalten

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Sandra1978

    Sandra1978

    25. December 2015 um 17:20

    Anbei möchte ich allen Lesern den Fantasy-Roman „das eherne Buch“ von Christian von Aster ( Klett-Cotta Verlag/Hobbit Presse ) vorstellen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2015 haben mich Titel und Cover des Buchs magisch angezogen. ( Ich liebe die Hobbit-Presse für ihre liebevolle Gestaltung und Vorstellung der Romane, sei es „live“, auf der Homepage oder in der als Zeitung aufgemachten Hobbit-Presse – daher ist der Stand dieses Verlages auf jeder Buchmesse für mich Pflicht  - vielen Dank an den Verlag für die ganzen Mühen jedesmal ! ) Und darum geht es : Auf der ganzen Welt herrscht Krieg, die Menschen haben den Zustand des Friedens schon fast vergessen.  Die Erzfeinde, die Häuser des Raben und des Keilers, scheinen fast ausgemerzt, und der Rabe hat gesiegt. Jedoch treten unerwartete Nachkömmlinge beider Familien ans Licht, die die Fehde im Namen der Eltern fortführen sollen. Doch die Weltsicht des Jungen Jaarn und des Mädchens Gvenn verändert sich, als sie vom ehernen Buch erfahren : Alle Geschichten der Welt wurden in einem Schwert gebannt. Und die Legende besagt, dass alle Kriege enden, wenn dem Schwert die drei Geschichten, die verloren sind, zurückgegeben und das Schwert dem Gott Dhur Kharr, dem Kriegsbringer, zu Füßen gelegt werden. Und so macht sich Jaarn auf den Weg, findet treue Gefährten und muss so manches Abenteuer auf dem Weg bestehen und sich so mancher Überraschung stellen. Ein schöner Fantasyroman, vor allem die Idee mit den Geschichten in Form eines Schwerts hat mir gut gefallen. Für meinen Geschmack ist der Roman etwas kurz ausgefallen mit knapp 350 Seiten, sicherlich hätte hier so manche „seitlich“ mitlaufende Geschichte noch etwas vertieft werden können, um die Charaktere  genauer kennenzulernen. Der Schreibstil ist flüssig und man kann ohne Anstrengung das Buch in längeren Etappen lesen. Vor allem im letzten Drittel kommt auf den Leser noch so manche Überraschung zu, mit der man nicht gerechnet hätte, nach dem man circa in der Mitte des Buches doch ab und an anfängt zu fragen, ob der Spannungsbogen noch hochgeht. Insgesamt also durchaus empfehlenswert und eine gute Story, die leider etwas zu knapp erzählt wurde !

    Mehr
  • Ein Buch aus der Utopienschmiede

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Arbutus

    Arbutus

    Es ist schwierig, über diesen Roman, mit dem ich höchst unzufrieden bin, eine gute Rezension zu schreiben. Denn einiges daran gefällt mir ziemlich gut. "Vom Ende allen Krieges" lautet pathetisch der Untertitel. Ist sie überhaupt möglich, diese Utopie? Was ist eigentlich erlaubt, um das "Ende allen Krieges" herbeizuführen? Der fünfzehnjährige Jaarn ist Bücherbruder. Allein für die Erfindung dieses Ordens müsste man dem Autor schon einen Orden verleihen, findet die bibliophil veranlagte Rezensentin... Jaarn haust mit seinen Ordensbrüdern im Bücherturm der mächtigen Stadt Ghidt-Lhorr, den er noch nie verlassen hat, und hütet die altehrwürdige Bibliothek. Eigentlich hat er sich schon immer gewünscht, einmal die Welt draußen zu sehen. Allerdings nicht so, wie es ihm dann völlig unfreiwillig widerfährt... Kann es Jaarn wirklich gelingen, mit dem Legendeneisen, einem Schwert voller faszinierender Geschichten, die Menschheit vom Krieg zu erlösen? Und wer ist der mysteriöse Narbige, der nicht mehr von seiner Seite weicht? Die Sprache ist sehr schön. Kraftvoll und ausdrucksstark, und gleichzeitig elegant, so dass es eigentlich fast nie schwülstig wird, was in dieser Art Literatur, scheint mir, in der Regel schwierig zu vermeiden ist... Christian von Aster versteht es gekonnt, mit Worten umzugehen. Hin und wieder würzt er seine geschliffenen Dialoge mit einer guten Prise trockenem Humor. Und dann die Geschichten in der Geschichte! Solche Erzählkunst kenne ich sonst nur aus den Büchern Rafik Schamis. Trotzdem bin ich am Ende vom Roman enttäuscht. Zu einfach (wenn auch unerwartet) löst sich alles auf. Am Ende fragt man sich, wozu die ganzen Leichen auf dem Weg? Und man fragt sich, möchte der Autor, dass man sich das fragt? Dennoch meine Anerkennung für ein spannendes und ungewöhnliches Leseerlebnis.

    Mehr
    • 2
  • Ein schöner Traum

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    pageturner211

    pageturner211

    22. November 2015 um 15:37

    Das eherne Buch von Christan von Alster. Hobbit Presse, Klett-Cotta. "Eine Geschichte vom Ende allen Krieges" Das gelungene, schön gestaltete Cover passt gut zum Inhalt. Das nach und nach durch die Geschichte erklärt wird. Wir befinden uns in einer mittelalterlichen Epoche. Zwischendurch gibt es ruhigere Zeiten, aber kein Frieden, denn irgendwo wird immer gekämpft. Die Kriegsführung ist die allgegenwärtige Beschäftigung. Alles andere wird ihr seit Jahrhunderten untergeordnet. Es gibt dabei mehr oder minder erfolgreiche Familientraditionen. Eine erfolgreiche betreibt Eonh von Stahl. Sein Wappentier ist der Rabe. Der siegesgewohnte Vater herrscht mittlerweile altersmüde in seinem Zentrum, einer der fünf großen Städte des Reiches. Für ihn kämpften seine beiden Söhne und schenkten ihm einen Sieg nach dem anderen. Der erste Sohn ist aber bereits tot und wir erleben gleich zu Beginn, wie auch der zweite Sohn ums Leben kommt. Doch der alte Rabe war klug genug, einen unbekannten dritten Sohn vor allen zu verbergen. Zusammen mit seinem dritten Sohn verbirgt der alte Rabe auch ein mächtiges Artefakt. Jaarn kennt sich gut mit Büchern aus, hat bis dahin aber weder den Turm verlassen dürfen, noch andere Menschen getroffen oder eine Waffe in Händen gehalten. Zusammen mit ihm lernen wir diese Welt und viele unterschiedliche Menschen kennen. Einige, die ihm helfen wollen und andere, die ihm nach dem Leben trachten. Er stellt fest, dass, ganz anders als in seinen Büchern, die guten nicht immer gut und die bösen nicht immer böse sind. Seine Welt ist ebenfalls vielschichtiger als in seinen Büchern und Erzählungen. Die Geschichte wartet mit vielen Wendungen auf. Kaum ist eine Situation verstanden, stellt sie sich als etwas anderes heraus. Geheimnisse hinter Geheimnissen, Geheimgänge innerhalb von Geheimgängen. Rache, Intrigen, verborgene Bündnisse zwischen offenen Feinden. Verrat. Es werden unterschiedliche Seiten eines ständigen Kriegszustandes dargestellt. Oft aus der Sicht von Betroffenen. Und immer wieder neue Spannungsbögen. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen., denn ich wollte es nicht mehr absetzen. Dass ein Buch aus diesem Genre auch noch im Nachhinein, wie hier, berührt, ist extrem selten. Aber hier werden eben viele Zwischentöne gut getroffen. Die Handlung ist schnell zu lesen. Weil sie eben spannend ist. Es ist aber auch möglich, über einige Bemerkungen in Ruhe nachzudenken. Beides ist ein Gewinn. Es werden Werte in frage gestellt und gleichzeitig welche aufgezeigt. Aber immer als Angebote, ohne erhobenen Zeigefinger. Und vor allem, ohne Einwirkung auf die Spannung. Ein Buch, das leichten Herzens empfohlen werden kann.

    Mehr
  • Leserunde zu "Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges" von Christian von Aster

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Tasmetu

    Tasmetu

    Ein Schwert, geschmiedet aus Sagen und Mythen Manchmal muss man für den Frieden kämpfen. In seinem Roman "Das Eherne Buch" erzählt Christian von Aster die packende Geschichte von Jaarn, der im Besitz des legendären Schwertes Das Eherne Buch ist. Eigentlich ist Jaarn nur ein gewöhnlicher Bibliothekar, doch plötzlich liegt das Schicksal des Reiches in seiner Hand. Er kämpft für den Frieden... und um sein Leben. Mehr zum Buch: Aus den Händen seines Vaters empfängt Jaarn, der letzte Nachkomme des Hauses von Stahl, ein sagenumwobenes Schwert, mit dessen Hilfe er dem Reich Frieden bringen soll. Es trägt den Namen »Das Eherne Buch« und ist aus Geschichten geschmiedet. Fürsten und Räuber trachten nach dem Legendeneisen und bald heften sich die gefürchtetsten Meuchelmörder des Reiches an seine Fersen. Seiner Jugend und Unerfahrenheit zum Trotz liegt das Schicksal des Reiches allein in Jaarns Händen. Zwischen Gaunern und Gelehrten ist es ihm bestimmt, zum Helden zu werden. Du willst mehr wissen? Hier gehts zur Leseprobe! Mehr zum Autor: Der deutsche Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Christian von Aster, Jahrgang 1973, ist vor allem Mitgliedern der Gothic- wie Phantastikszene ein Begriff. Nach seinem Studium der Germanistik und Kunst begann er als Regisseur von Filmen und Hörspielen sowie Zeichner von Comics tätig zu sein und veröffentlichte erste Texte in Anthologien. Christian von Aster nimmt regelmäßig an Lesungen und Workshops teil, vor allem in der schwarzen Szene. Seine szenisch inszenierten Lesungen begeistern gleichermaßen Publikum und Kritiker. Im Herbst 2011 erschien sein Fantasy-Roman "Der letzte Schattenschnitzer". Während der Leserunde wird der Autor Christian von Aster eure Fragen beantworten! Zusammen mit dem Klett-Cotta Verlag vergeben wir 25 Exemplare von "Das Eherne Buch". Bis zum 20.09. könnt ihr euch über den blauen "Jetzt bewerben" Button bewerben*, indem ihr unsere Frage beantwortet: Wenn ihr die Chance hättet, der Welt Frieden zu bringen, würdet ihr sie ergreifen, selbst wenn ihr dafür kämpfen müsstet? Wir sind schon ganz gespannt auf eure Beiträge und drücken die Daumen für die Verlosung!  * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.

    Mehr
    • 426
  • Suche nach dem Frieden

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Günter-ChristianMöller

    Günter-ChristianMöller

    Der junge Jaarn lebt in einer Bibliothek. Von dem sterbenden König der Raben erfährt er, dass er in Wirklichkeit kein einfacher Bibliothekar ist, sondern sein letzter Sohn. Doch die Krieger der Keiler sind schon auf der Suche nach ihm und nur mit der Hilfe des undurchsichtigen Rugk gelingt ihm die Flucht. Doch er traut Rugk dem Narbigen nicht. Also zwingt Rugk ihn, ihm zu folgen. Sie begegnen Räubern, die sich vor dem Tod kaum fürchten. Aber die Verfolger um den General Zadt Mhaw sind hartnäckig. Bei ihrer Flucht vor den Verfolgern schleppt Rugk eine scheinbar nutzlose Waffe in einer Holztruhe mit sich, ein Schwert. Die Charaktere in dem Buch sind interessant und vielschichtig beschrieben. Es gibt kaum jemanden, der einem heutigen Menschen gleichen könnte. Fast alle sind verbissen, verroht und voller Zynismus. Nur die jungen Menschen, Jaarn und die Königstochter Gvenn verändern sich. Es gibt kaum Hoffnung für den Frieden, denn die Kriegsparteien haben mächtige Verbündete: Die Nacht, drei dunkle Gestalten, die scheinbar unbesiegbar sind. Drei universal soldiers. Und Unmengen von Gold, mit dem sie Söldner für den Kampf anwerben können. Doch es gibt ein Schwert, das keine Waffe zum Töten ist: Das eherne Buch. Wer es in die Hand nimmt, dessen Denken wird von unzähligen Sagen und Mythen überschwemmt, die ihm die Sinnlosigkeit des Krieges offenbaren. Und gleichzeitig den Willen des Besitzers auf ein Ziel ausrichtet: Den Krieg für immer zu beenden. Die Handlung ist fesselnd und rasant. Denn beide Seiten haben Pläne, was mit diesem Schwert zu geschehen hat.

    Mehr
    • 2
  • Ein Buch für den Frieden

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    dominikschmeller

    dominikschmeller

    05. November 2015 um 15:23

    Eine Klinge, die das Zeug dazu hat, die Welt vom Krieg zu befreien? Zu schön, um wahr zu sein? Meine Videorezension: Der junge Jaarn lebt in einem Hort der Bücher. Von der kriegerischen und gefährlichen Welt um ihn herum bekommt er nur wenig mit. Doch eines Tages erfährt er, dass er der Erbe eines der großen Fürsten ist und eine Aufgabe zu erfüllen hat, die, wenn sie nur gelingt, der ganzen Welt endlich Frieden bringen würde. Eine abenteuerliche Reise beginnt und schon bald steht Jaarns Welt kopf. Der Roman »Das eherne Buch« scheint eine klassische Geschichte zu erzählen. Das Motiv – die Heldenreise – wird aber durch zahllose Plotttwists aufgebrochen. Beim Lesen erschien es mir fast so, als wollte der Autor mit aller Macht verhindern, zu vorhersehbar zu werden. Doch genau das ist auch eines der größten Probleme, die ich mit dem Buch hatte. Die Geschichte und auch die Charaktere beginnen klar und man kann allem folgen. Doch nach dem ersten Viertel des Buches beginnt es, durcheinanderzugeraten, sodass es mir schwerfiel, mit der Handlung mitzufiebern. Außerdem tragen viele Figuren in dem Buch nicht nur einen Namen, sondern besitzen einen oder gar mehrere Spitznamen, die genauso häufig bei der Beschreibung und Anrede verwendet werden. Gerade in einem Fantasybuch haben Leser ja öfter mal Probleme mit den unterschiedlichen Namen der Figuren. Mit den zahlreichen Spitznamen hat der Autor der Geschichte, meiner Meinung nach, keinen Gefallen getan. Mich jedenfalls haben die verschiedenen Namen verwirrt. Eines der größten Probleme war in meinen Augen, dass Jaarn als Protagonist zu passiv blieb. Als Leser möchte ich mit den Charakteren mitfiebern. Natürlich agiert der Protagonist gerade in den ersten Teilen einer Geschichte oft passiv. Doch Jaarn blieb dies im »ehernen Buch« bis zum Schluss. Insgesamt ein Roman, der die große Fantasie des Autors zeigt, doch mich gleichzeitig mit seinem Aufbau nicht recht überzeugen konnte.

    Mehr
  • ... und es soll Frieden herrschen!

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Antje82

    Antje82

    03. November 2015 um 14:22

    Ein Schwert, dass alle Geschichten und Legen dieser Welt beinhaltet, soll das Ende allen Krieges bringen. Das ist das Ziel, für das sich der junge Jaarn in ein Abenteuer voller Gefahren stürzt. Zusammen mit seinem geheimnisvollen Gefährten soll er das eherne Schwert seiner Bestimmung zuführen. Allerdings muss er vorher drei Geschichten wiederfinden, die dem Schwert entwendet wurden, und riskiert dabei in einer Welt, die nur auf Krieg, Blut und Kampf zu bestehen scheint, mehr als nur einmal sein Leben. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass man die Welt nicht in schwarz und weiß unterteilen kann, und dass es nicht nur das absolut Gute und das absolut Böse gibt. Dabei muss er sich auf seinen geheimnisvollen Begleiter verlassen, obwohl dieser mehr Diebe und zwielichtiges Gesindel zum Freund hat als Jaarn lieb ist, und so viele Namen wie Narben zu haben scheint. Aber er ist auch seine einzige Hoffnung, seine Aufgabe zu erfüllen. Der Autor hat eine etwas altertümliche Schreibweise gewählt, die aber durchaus zur Geschichte passt. Die Idee eines ewigen Friedens gefällt mir, und scheint mir in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je. Der Plot weist einen schönen Spannungsbogen auf, und das Ende hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Autor bei den verschiedenen Persönlichkeiten noch ein bisschen mehr ins Detail geht. Meiner Meinung nach eine sehr schöne und gut erzählte Geschichte, und damit eine klare Kaufempfehlung.

    Mehr
  • Als Parabel zu bedeutungsschwer

    Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges
    Wortmagie

    Wortmagie

    Ich habe „Das Eherne Buch“ in einer LovelyBooks-Leserunde gewonnen. Es ist ein wenig merkwürdig, dass es erst diese Leserunde brauchte, damit ich es endlich mit dem Autor Christian von Aster versuche, denn seine humoristische Fantasy-Trilogie Die Große Erzferkelprophezeiung steht seit Jahren ungelesen in meinem Regal. Ich weiß nicht genau, was mich abhält. Die Wege des allwissenden Bauches sind unergründlich. „Das Eherne Buch“ hatte ich vor meiner Bewerbung für die Leserunde auf einigen Blogs gesehen und war furchtbar neugierig auf die Geschichte. Andernfalls hätte ich mich wohl auch nicht beworben, denn meine Erfahrungen mit Leserunden waren bisher nicht sehr positiv. Da mich das Buch jedoch wirklich interessierte, beschloss ich, dem Prinzip der Leserunde noch einmal eine Chance zu geben. Ein Reich, zerrissen vom Krieg. Die Legende eines Schwertes, das den Frieden bringen soll. Und ein junger Bibliothekar, auf dessen Schultern das Schicksal des gesamten Landes liegt. Es ist mitten in der Nacht, als Jaarn unerwartet zu seinem Vater gerufen wird und sein Leben sich für immer verändert. Der alte Fürst Eonh von Stahl überreicht ihm Das Eherne Buch, die sagenumwobene Geschichtenklinge, geschmiedet aus den Geschichten und Mythen des Landes. Mit dessen Hilfe soll Jaarn dem Reich den Frieden bringen, denn der Legende nach versprach der Kriegbringer Dhur’Kharr, den Krieg zu beenden, legte man ihm das Schwert zu Füßen. Ein weiter Weg voller Gefahren und Abenteuer liegt vor Jaarn. Mächtige Feinde trachten danach, ihm die Klinge zu entreißen. Kann er das Reich vor sich selbst retten und Hoffnung in die Herzen der Menschen tragen? Ich glaube, „Das Eherne Buch“ war nicht die richtige Lektüre für mich. Ich weiß, dass es von vielen Leser_innen hoch gelobt wurde und ich verstehe auch wieso. Doch mich hat die Geschichte einfach nicht abgeholt. Sie erschien mir wie ein Kunstmärchen, dessen Symbolgehalt fast schon aufdringlich vermittelt wurde. Es war, als würde mir Christian von Aster sein Buch um die Ohren schlagen und dabei laut kreischen „Los, denk über Krieg und Frieden und Hoffnung nach!“. Ich bin sicher, dass das nicht seine Absicht war, aber auf mich wirkte es so, weil mir Subtilität in philosophischen Erzählungen sehr wichtig ist. Ich mag es feiner, leiser und habe gern mehr Gedankenspielraum. „Das Eherne Buch“ erschien mir belehrend, ja fast schon bevormundend, wodurch das gesamte Konzept für mich nicht funktionierte. Der 15-jährige Protagonist Jaarn zieht aus, um dem Kriegbringer die legendäre Geschichtenklinge zu Füßen zu legen und auf diese Weise den Krieg im Reich zu beenden. So sehr ich die Idee des aus Sagen und Mythen geschmiedeten Schwertes mochte, war mir dessen Bedeutung einfach zu offensichtlich: das Wort ist mächtiger als jedes Kriegsgerät und birgt Hoffnung, die längst verloren scheint. Mit dem Ehernen Buch dürfen keine Hiebe ausgeführt werden, da sonst Geschichten herausgerissen werden. Wir sprechen hier also über ein pazifistisches Schwert, ein hübsches Paradoxon. Mit Jaarn selbst konnte ich hingegen nur wenig anfangen. Er hat kaum Persönlichkeit, ist mehr Bote als wahrer Akteur. Er transportiert die Geschichte und wird von ihr vorangetrieben, ohne sie tatsächlich zu lenken. „Das Eherne Buch“ ist nicht seine Geschichte, es ist eine Geschichte. Sein Anteil daran wirkte auf mich zufällig. Natürlich reist Jaarn nicht allein, sondern wird von dem schroffen, mysteriösen Rugk begleitet. Rugk hat viele Namen und viele Geheimnisse, die er eifersüchtig hütet. Ich empfand ihn als den interessantesten Charakter des Buches, doch leider geriet die Aufklärung seiner Vergangenheit etwas unspektakulär. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ihm diese gerecht wird. Insgesamt fand ich, dass Christian von Aster zu wenig aus seinen Figuren herausgeholt hat. Das imposanteste Beispiel ist die Eisenmutter, die Söldnerin und Hebamme zugleich ist. Sie vereint Leben und Tod, Anfang und Ende – wieder so eine Metapher, deren Bedeutung auf den ersten Blick erkennbar ist. Ich wünschte, sie wäre mehr als nur ein wandelndes Sinnbild gewesen. Zwar überraschte sie mich in der einen oder anderen Szene, doch unterm Strich hatte ihre Persönlichkeit zu wenig Tiefe, um wahrhaft überzeugend und glaubhaft zu sein. „Das Eherne Buch“ ist eine Parabel. Unglücklicherweise konnte ich schon während meiner Schulzeit nichts mit Parabeln anfangen und habe nie richtig verstanden, warum Autor_innen diese besondere Form der Literatur nutzen. Obwohl ich erkennen konnte, was Christian von Aster erreichen und vermitteln wollte, hat mir seine Geschichte schlicht zu wenig Spaß bereitet. Es gab ein paar lichte Momente, doch im Großen und Ganzen fand ich sie nicht spannend und zu bedeutungsschwer. Die Symbolik des Buches überlagerte meiner Meinung nach Handlung, Charaktere und Atmosphäre, wodurch seine Botschaft dominanter als alle anderen Elemente auf mich wirkte. Ich hätte mir mehr Ausgeglichenheit gewünscht, sodass sich meine Gedanken freier hätten entfalten können und weniger in eine bestimmte Richtung gezwängt worden wären. Ob „Das Eherne Buch“ etwas für euch ist, hängt meiner Ansicht nach stark davon ab, inwieweit ihr euch mit Christian von Asters Umsetzung seiner philosophischen Überlegungen anfreunden könnt. Leider müsst ihr das selbst herausfinden.

    Mehr
    • 3
  • weitere