Christiane Bogenstahl

 4.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Datengrab.

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Datengrab

Datengrab

 (11)
Erschienen am 25.10.2016

Neue Rezensionen zu Christiane Bogenstahl

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I

Rezension zu "Datengrab" von Christiane Bogenstahl

Grandioser Krimi aus dem Ruhrgebiet
Isabell47vor 2 Jahren

In einem Schrebergarten wird das Skelett einer jungen Frau gefunden.  Als feststeht, wer die Tote ist, gerät der Vater des Kameramanns Kalle Mager unter Verdacht. Zu gleichen Zeit verschwindet eine junge Frau aus einem Institut. Ein Kollege von ihr wird misstrauisch und schaltet Kalles Freundin Simone in die Suche mit ein.
Der Krimi erzählt mit viel lokalem Flair des Ruhrgebiets, teilweise sehr bissig und humorvoll, sowie äußerst spannend, was die beiden Frauen verbindet. Der Einstieg bzw. der Prolog in das Buch könnte auch aus einem beliebten Sonntagsabendkrimi stammen, er ließ es mir kalt den Rücken herunterlaufen. Danach scheint es ruhiger zu werden, aber nach und nach wird klar welche Brisanz die einzelnen Informationen haben. Während ich noch häufig über die Beschreibungen im Alltag der Protagonisten laut lachen musste, baut die Spannung sich immer weiter auf. Es geht vor allen Dingen um Macht, Gier und wie Menschen sich manipulieren lassen. Dazu habe ich einen Einblick in die IT-Welt erhalten und mir wurde wieder mal klar wie sorglos wir mit Daten umgehen. Die Figuren des Krimis haben für mich alle ein Gesicht erhalten ganz egal, ob es sich um die Hauptfigurein oder Nebenfiguren handelte, das fand ich grandios.
Eine absolute Leseempfehlung für einen grandiosen Krimi im IT-Umfeld aus dem Ruhrgebiet!

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Rezension zu "Datengrab" von Christiane Bogenstahl

Tatort trifft Volksbühne
FrauSchafskivor 2 Jahren

Ganz ehrlich, die Lektüre dieses Krimis erinnert von Anfang an an den Münsterer Tatort. Teilweise skurile Charaktere, jede Menge wunderbar umgesetzes Lokalklorit und eine gehörige Portion Gesellschaftskritik. Darüber hinaus versteht es das Autorenduo, Institutionen, wie in diesem Fall die Universität, ganz hervorragend darzustellen. Der dort herrschende Machtmissbrauch wird in jeder Szene mehr als deutlich, sodass der Eindruck entsteht, es gäbe so gar keine guten Seiten an unseren höchsten Bildungsanstalten. Aber das kann mit Fug und Recht als literarisches Mittel bezeichnet werden: eine Seite der Medaille übersteigert darzustellen, um vorherrschende Probleme ins Rampenlicht zu rücken. Weitere Mittel, derer sich die Autoren bedienen: Ironie bis hin zum Sarkasmus sowie Slapstickeinlagen. Das hat eine lange literarische - und nicht zuletzt auch filmische - Tradition, um Gesellschaftskritik möglichst gut verträglich für ein möglichst breites Publikum zu verpacken. Insofern würde sich diese Buch auch wunderbar als Vorlage für ein volkstümliches Theaterstück eigen.

Fazit: Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Krimi, der nicht nur unterhält, sondern auch noch bildet und eingefahrene Strukturen und Institutionen infrage stellt. Ich habe letztlich „nur“ vier Sterne vergeben, weil mir die Handlung manchmal etwas zu klamaukig war. Außerdem hatte ich echte Probleme, die vielen Synonyme, die die Autoren für die einzelnen Personen verwenden, richtig zuzuordnen. Zum Ende fehlt mir auch etwas die Relativierung der kritisierten Systeme wie bspw. der Universität. Dennoch: Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Rezension zu "Datengrab" von Christiane Bogenstahl

Spannender und überzeugender Krimi, der zudem noch eine Menge Spaß macht
echvor 2 Jahren

Als im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern die bereits skelettierte Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gerät PEGASUS-Kameramann Klaus-Ulrich Mager ins Blickfeld der Dortmunder Kriminalpolizei, die ihn und auch seinen bereits verstorbenen Vater zum Kreis der Verdächtigen hinzuzählen. Und so muss Klaus-Ulrich tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen und gerät sowohl privat als auch beruflich mächtig unter Druck.
Zeitgleich begibt sich sein Sohn Kalle zusammen mit seiner Freundin Simone auf die Suche nach der spurlos verschwundenen Doktorandin Lea Bennsdorf. Steht ihr Verschwinden in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit am renommierten Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen, an dem der Chef Professor Paul Kehlmann ein eisernes Regiment führt und so einige Leichen im Keller hat ? Kalle und Simone stechen bei ihrer Suche in ein Wespennest und machen sich gefährliche Feinde. 

Der erste PEGASUS-Krimi ist bereits 1988 unter dem Titel "Das Ekel von Datteln" erschienen und wurde seinerzeit noch von Reinhard Junge und Jürgen Pomorin alias Leo P. Ard geschrieben. Nach dem Ausstieg von Leo P. Ard, der heute hauptsächlich Drehbücher für Fernsehkrimis und -serien verfasst, kamen noch weitere Fälle hinzu, die Reinhard Junge alleine geschrieben hat. Nun betritt mit Christiane Bogenstahl eine neue Co-Autorin die Bühne und bringt auch direkt frischen Wind ins PEGASUS-Universum, ohne das Bewährte dabei komplett über Bord zu werfen.

Und so überzeugt auch dieser Krimi neben einer ausgeklügelten und komplexen Story wieder duch bissigen Humor, skurrile Situationen und Akteure, eine gehörige Prise Ruhrgebietsflair und gekonnte Anspielen auf die bundesdeutsche Realität.
Man kann dieses Buch auch ohne Vorkenntnissen aus den früheren Büchern der PEGASUS-Reihe problemlos lesen, auch wenn man dann vielleicht nicht jede Anspielung und eingetreute Szene versteht.

Ein überzeugender und spannender Krimi, der zudem auch noch eine Menge Spaß macht.  

Die Überführung der Reihe ins moderne Zeitalter gelingt auf ganzer Linie und lässt auf viele weitere Fälle mit einem dann runderneuertem PEGASUS-Team hoffen, bei dem aber sicherlich auch die alten Recken wieder ein gehöriges Wort mitsprechen werden.

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Gespräche aus der Community

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Meine erste Leserunde!

Ach ja und …Mein erstes Buch! :-)

Liebe Leute,

„Datengrab“ ist mein Romandebüt.  Seit Ende  Oktober 2016 könnt ihr den 445 Seiten starken Roman im Handel kaufen. Viele berufliche und private Erfahrungen sind hineingeflossen. Aber nein! Es war kein Alleingang. Gemeinsam mit Reinhard Junge, den einige fleißige Leser/Innen sicher kennen („Klassenfahrt“, „Ekel von Datteln“, etc.) habe ich fast ein Jahr liebevoll mit ihm gestritten, gespottet, geplottet und geschrieben. Dabei haben wir eine bereits bestehende Romanreihe ins moderne Zeitalter überführt.

Worum geht’s im Buch?

 (Copy & Paste ist mein Freund: Zusammenfassung frisch für euch von der Grafit-Webseite geklaut. ;-))

Machtmissbrauch, Datensicherheit und Universitätsfilz

Für Kameramann Klaus-Ulrich Mager kommt es doppelt hart. Im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern wird eine skelettierte Leiche gefunden und sein Vater ist der Hauptverdächtige. Das schädigt nicht nur den Ruf der Familie, sondern sorgt vor allem für Probleme im Job. Magers Mitarbeit beim Fernsehteam PEGASUS steht vor dem Aus.
Zeitgleich ermittelt Sohn Kalle mit Freundin und IT-Expertin Simone am Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen: Wo ist die Doktorandin Lea Bennsdorf? Schnell zeigt sich, dass an dem renommierten Institut nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Beim Fleddern alter Datengräber schrecken Kalle und Simone einen mächtigen Gegner auf – und plötzlich müssen sie um ihr eigenes Leben bangen.

Bissig, witzig, hintergründig – ein neuer Fall für das Kult-Team PEGASUS!


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Zum Trailer: Sieht sehr düster aus, aber es gibt doch einiges zum Lachen im Buch. Versprochen! ;-)

Born to be root? Du willst teilnehmen?

Die Bewerbungsaktion läuft bis zum 30.11.2016. Diejenigen von euch, die mir in einer oder mehreren der unten stehenden Rubriken etwas besonders Spannendes, Witziges oder Gehaltvolles hinterlassen, werden die auserwählte Leser, die ein Buch geschenkt bekommen. Ich werde selbst rege an den Diskussionen teilnehmen und freue mich schon sehr auf eure Kommentare.

·  Machtmissbrauch an Universitäten 

·  EDV / IT in Büchern: Top oder Flop?

·  OMG! Fragen, die man sonst nicht stellt ...

Der autarke und liebenswerte Grafit-Verlag haut für diese Aktion spendabel 10 Bücher aus dem Ärmel. Der Versand erfolgt „asap“ (also; as soon as possible).

Damit der mutige, kleine Verlag nicht umsonst „geschröpft“ wird, seid ihr bereit, bis zum 07.01.2017 eine Rezension zu schreiben.

Und wer ist diese Bogenstahl?

Shit happens! Vorname Christiane, Weihnachten 1973 geboren - und trotzdem Atheistin geworden.

Im Gegensatz zu vielen anderen in meinem Alter habe ich kein Haus, kein Auto – und, ja, nicht mal Kinder. Aber dafür besitze ich 250 ccm auf zwei Rädern, habe treue Freunde und jede Menge Spaß am Leben. Ich springe freiwillig aus Flugzeugen, campe im Dschungel und esse aus Überzeugung keine Tiere. Darüber hinaus bin Fan von Mr. Spock, dem Dalai Lama und zamonischer Literatur.

Wenn ich nicht gerade schreibe oder meinen Freizeitaktivitäten nachgehe, arbeite ich als IT-Projektleiterin in einem lobenswert menschenfreundlichen Unternehmen in Essen.

 

 

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Letzter Beitrag von  echvor 2 Jahren
Sehr gerne, spätestens beim nächsten Buch.
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